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	<title>Zebulon Simentov - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gonepteryx: lf</title>
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		<updated>2024-03-24T15:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zablon Simintov.jpg|mini|Simentov mit einem [[Schofar]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zebulon Simentov&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Paschtunische Sprache|paschtunisch]] und {{faS|زابلون سیمینتوف}}; auch &amp;#039;&amp;#039;Zablon Simintov&amp;#039;&amp;#039;, * [[1960]] in [[Herat]], [[Afghanistan]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Afghan Jew Becomes Country’s One and Only.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Washington Post.&amp;#039;&amp;#039; 27. Januar 2005 ([https://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A39702-2005Jan26.html washingtonpost.com]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein ehemaliger Teppichhändler in [[Kabul]] und der vermutlich letzte [[Juden in Afghanistan|Jude Afghanistans]]. Er floh am [[7. September]] [[2021]] einige Wochen nach der Machtergreifung der [[Taliban]] in die [[Vereinigte Staaten|USA]], weniger vor den Taliban, sondern besonders vor dem verbündeten [[Al-Qaida]] und dem rivalisierenden, in der Region aktiven [[ISIS-K|IS-K]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R |url=https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/der-letzte-jude-von-afghanistan-hat-das-land-verlassen/ |titel=Der letzte Jude von Afghanistan hat das Land verlassen |datum=2021-09-09 |sprache=de |abruf=2021-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/flucht-aus-afghanistan-das-ende-einer-juedischen-geschichte-17527349.html FAZ-Artikel vom 8. September 2021] (eingesehen am 12. September 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Israelische Unabhängigkeitserklärung|Gründung Israels]] 1948 und der Aufhebung von Ausreisebeschränkungen 1951 [[Alija|wanderten]] die meisten der damals rund 5000 [[Juden in Afghanistan]] in den neuen jüdischen Staat aus. Nach der [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|Sowjetischen Intervention in Afghanistan]] flüchteten fast alle der 300 verbliebenen Juden. 1996 soll es nur noch rund zehn Personen, meist in der Hauptstadt [[Kabul]], gegeben haben. Während der Herrschaft der [[Taliban]] verblieben nur noch zwei Juden im Land: Simentov und der rund 35 Jahre ältere Isaak Levi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden letzten Juden Afghanistans waren einander in herzlicher Feindschaft verbunden. Beide lebten im Gebäude der letzten Kabuler [[Synagoge]] und betrachteten sich als rechtmäßigen Verwalter des Gotteshauses und Hüter der dortigen, angeblich 400 Jahre alten, handgeschriebenen [[Tora]]rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt; Beide beschuldigten einander des Tora-Diebstahls und zeigten einander bei den Taliban an, mit der Folge, dass sowohl Simentov als auch Levi zeitweise von den Taliban inhaftiert und gefoltert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ältere Levi war lange Jahre allein für die in den 1960er Jahren erbaute Synagoge zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt; 1998 zog Simentov mit ein und wurde zunächst von Levi willkommen geheißen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Times&amp;quot; /&amp;gt; Der Streit begann, als Simentov Levi vorschlug, seiner Familie nach Israel zu folgen, weil das Klima in Kabul mit seinen kalten Wintern für einen älteren Herrn doch unangenehm sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Times&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem warf er Levi, der muslimischen Frauen die Zukunft weissagte und Liebestränke verkaufte, vor, dass sein Gewerbe gegen die jüdische Religion verstoße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Times&amp;quot; /&amp;gt; Die Begründungen, mit denen sich Simentov und Levi gegenseitig bei den Taliban anzeigten, reichten vom Betrieb eines Bordells bis zu Spionage. Während ihrer ersten (gemeinsamen) Inhaftierung plünderten die Taliban die Synagoge und stahlen wertvolle Einrichtung, darunter vier silberne Glöckchen und einen silbernen [[Jad|Torazeiger]]. Als Simentov die Tora nach Israel in Sicherheit bringen wollte, beschuldigte Levi ihn bei den Taliban, er wolle die wertvolle Rolle zum eigenen Nutzen verkaufen. Die Taliban beschlagnahmten daraufhin 1999&amp;lt;ref name=&amp;quot;Times&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Now I’m the only Jew in the city.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Times.&amp;#039;&amp;#039; 29. Januar 2005 ([http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/article507804.ece timesonline.co.uk]).&amp;lt;/ref&amp;gt; auch die umstrittene Tora, die seitdem verschollen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund siebenjährige Feindschaft der letzten beiden afghanischen Juden endete, als Levi Mitte Januar 2005 starb. Simentov fand ihn tot auf dem Boden der Synagoge liegend und erklärte, er sei nicht traurig darüber, im Gegenteil, nun sei er endlich der Anführer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Times&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simentov lebte zuletzt in großer Armut allein in der verfallenen Kabuler Synagoge. Seinen Teppichhandel musste er 2001 nach einem Überfall der Taliban, bei dem er seine gesamte Habe verlor, aufgeben und betrieb ein Kebab-Restaurant namens „Balkh Bastan“ in der Synagoge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.watson.ch/!558862574 |titel=Zebulon Simentov ist der letzte Jude Afghanistans. Darum bleibt er in Kabul |abruf=2019-11-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Frau und seine zwei Töchter leben in Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das konfliktgeladene Verhältnis zwischen Simentov und Levi wurde – angeregt durch die Nachrichtenmeldungen der die US-Truppen begleitenden Reporter über die beiden – zur Vorlage für zwei [[Drama|Theaterstücke]]: Einmal das Stück &amp;#039;&amp;#039;Die letzten beiden Juden von Kabul&amp;#039;&amp;#039; („The Last Two Jews of Kabul“) des Dramatikers [[Josh Greenfeld]]; es wurde 2002 in New York aufgeführt, ein anderes Mal die britische Tragikomödie &amp;#039;&amp;#039;My Brother’s Keeper&amp;#039;&amp;#039; von [[Michael Flexer]] (2006).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.totallyjewish.com/entertainment/features_and_reviews/?content_id=4097 totallyjewish.com]: Fringe benefits. 15. August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jason Motlagh: [http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2007/09/01/MNU8RH93C.DTL &amp;#039;&amp;#039;The last Jew in Afghanistan. Alone on Flower Street: He survived Soviets, Taliban – and outlasted even his despised peer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[San Francisco Chronicle]],&amp;#039;&amp;#039; 2. September 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2021-05-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simentov, Zebulon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Asien|Afghanistan Zebulon Simentov]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afghane]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simentov, Zebulon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Simintov, Zablon&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jüdischer afghanischer Teppichhändler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herat]], [[Afghanistan]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gonepteryx</name></author>
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