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	<title>Zauche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T09:32:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zauche&amp;diff=105446&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:8109:869D:8900:A176:EF6E:63B9:DB0C: /* Taufgeschenk für Otto I. */</title>
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		<updated>2025-04-20T18:49:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Taufgeschenk für Otto I.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Landschaft Zauche in Brandenburg. Weitere Bedeutungen siehe [[Zauche (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME= Zauche&lt;br /&gt;
|KARTE= &lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|BILD= Zauche bei Beelitz.JPG&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG= Die Zauche bei [[Beelitz]]&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH= [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]], [[Brandenburg an der Havel]] und [[Potsdam]] in [[Brandenburg]] ([[Deutschland]])&lt;br /&gt;
|EINTEILUNG NACH= &lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE= &lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE-BEZ= &lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL= [[Wietkiekenberg]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE= 124.7&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG= DE-NHN&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 52.3&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 12.8&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-BB&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE= &lt;br /&gt;
|POSKARTE= Deutschland Brandenburg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE= &lt;br /&gt;
|TYP= [[Grundmoräne|Grund-]] und [[Endmoräne]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN= &lt;br /&gt;
|ALTER= [[Weichsel-Kaltzeit|weichseleiszeitlich]] (etwa vor 20.000&amp;amp;nbsp;Jahren)&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN= &lt;br /&gt;
|BILD1= Zauche.png&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG= Die naturräumliche Lage der Zauche&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zauche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Platte (Geomorphologie)|Hochfläche]] und ein dünnbesiedeltes Landschaftsgebiet in [[Brandenburg]]. Als [[historische Landschaft]] war die Zauche eines der Kerngebiete, in denen im 12. und 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die [[Mark Brandenburg]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte1 Zauche.jpg|links|mini|Zauche um 1903]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spargelfeld bei Beelitz.JPG|mini|Spargelanbau bei [[Beelitz]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;Die Landschaft der Zauche umfasst mehrere&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; meist flachwellige [[Platte (Geomorphologie)|Platten]]. Umgrenzt und durchschnitten werden die Hochflächen von vergleichsweise schmalen [[Urstromtalung]]en mit darin befindlichen Fließgewässern. Nordwestlich bildet der Flusslauf der [[Havel]], südwestlich das [[Baruther Urstromtal]] und östlich die [[Naturpark Nuthe-Nieplitz|Nuthe-Nieplitz-Niederung]] die Grenze. Das Klaistower (oder Kaniner) Tal –&amp;amp;nbsp;ebenfalls eine Urstromtalung&amp;amp;nbsp;– trennt die Zauche in eine größere südliche und eine kleinere nördliche Hochfläche. Die Zauche bildet gemeinsam mit der [[Karower Platte]] im Westen, von der sie durch einen Durchbruch des Baruther Urstromtals getrennt ist, in dem heute einige im [[Fläming]] entsprungene Flüsse wie die [[Plane (Fluss)|Plane]], [[Temnitz (Plane)|Temnitz]] und die [[Buckau (Fluss)|Buckau]] der Havel zulaufen, eine Plattenreihe.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg an der Havel und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wurde vor mehr als 20.000 Jahren während der [[Weichsel-Kaltzeit|Weichseleiszeit]] an der [[Eisrandlage|Haupteisrandlage]] der [[Brandenburg-Phase]] gebildet,&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg an der Havel und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S.&amp;amp;nbsp;298 Abb.&amp;amp;nbsp;72.&amp;lt;/ref&amp;gt; als das [[Inlandeis]] auf der Zauche seine maximale Ausdehnung nach Süden erreichte. Auf der südlichen Hochfläche findet sich ein [[Endmoräne]]nzug mit der höchsten Erhebung der Zauche, dem [[Wietkiekenberg]] ({{Höhe|124.7|DE-NHN|link=1}}). Typisch für die Zauche wie auch für andere eiszeitlich gebildete Hochflächen sind [[Findling]]e wie der [[Blauer Stein (Krahne)|Blaue Stein]], die mit dem [[Gletscher]]eis antransportiert wurden. Südlich vorgelagert bildete sich einer der größten [[Sander]] Brandenburgs aus. Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Beelitzer Sander&amp;#039;&amp;#039; tritt hier in Form eines typischen Kegelsanders ([[Schwemmfächer]]) auf, der eine Breite von rund 17&amp;amp;nbsp;Kilometern erreicht. Die Schmelzwässer des Inlandeises flossen weiter in das südlich vorgelagerte Baruther Urstromtal. Vor allem auf der nördlichen Platte und im Osten der südlichen Hochfläche finden sich auch [[Grundmoräne]]ngebiete. Der zugehörige [[Geschiebemergel]] ist hier aber nur geringmächtig (&amp;lt;&amp;amp;nbsp;4&amp;amp;nbsp;m), sehr oft fehlt er sogar. Es stehen dann Schmelzwassersande aus der Vorstoßphase des Eises an der Oberfläche an. Der [[Saarmunder Endmoränenbogen]] befindet sich innerhalb der Grundmoränen. Getrennt durch die Urstromtalung der heutigen Nuthe-Nieplitz-Niederung schließt sich im Osten das Plateau des [[Teltow (Landschaft)|Teltow]] an, das bis in das südliche [[Berlin]] hineinreicht. Nördlich der Havel liegt die [[Nauener Platte]] mit dem [[Havelland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekanntere Orte in der Zauche sind im Zentrum [[Lehnin]] mit dem gleichnamigen [[Kloster Lehnin]] und am östlichen Rand die Spargelstadt [[Beelitz]]. Große Teile des Gebietes werden seit dem 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als [[Truppenübungsplatz]] genutzt. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Zauche&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem [[Slawische Sprachen|Slawischen]] und bedeutet so viel wie „trockenes Land“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard E. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. Alter – Herkunft – Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; be.bra wissenschaft verlag, 2005, ISBN 3-937233-30-X, S.&amp;amp;nbsp;188&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sandflächen der vielen Urstromtalungen bilden den idealen Boden für die [[Gemüsespargel|Spargel]]-Zucht der Region. Neben den Trockenflächen prägen größere [[Kiefern]]wälder das Landschaftsbild. Einige Stillgewässer wie der [[Torfstich]]see [[Emstaler Schlauch]] und der [[Klostersee (Lehnin)|Klostersee]] sowie einige kleinere Seen und Weiher, die aus [[Toteis]]blöcken entstanden, lockern die karge Hochfläche auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taufgeschenk für Otto&amp;amp;nbsp;I. ===&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der [[Mark Brandenburg]] im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und der anschließenden Stabilisierungspolitik spielte die Zauche eine wichtige Rolle. Denn um 1100 bildeten die Zauche und das Havelland das Gebiet des slawischen Stammes der [[Heveller]]. Im Jahr 1127 kam der christianisierte Hevellerfürst [[Pribislaw (Brandenburg)|Pribislaw-Heinrich]] an die Macht, der enge Kontakte zum späteren Gründer der Mark Brandenburg, zum [[Askanier]] [[Albrecht I. (Brandenburg)|Albrecht dem Bären]] unterhielt. Als Pate schenkte er Albrechts erstem Sohn [[Otto I. (Brandenburg)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] zur Taufe die Zauche. Selbst kinderlos, vererbte er ferner die Macht in der Brandenburg mit seinem Tode im Jahre 1150 an Albrecht den Bären, der nach verschiedenen Auseinandersetzungen am 11.&amp;amp;nbsp;Juni 1157 endgültig die [[Mark Brandenburg|Mark]] gründen konnte und erster [[Markgraf]] von Brandenburg wurde. Neben älteren Teilen aus [[Askanier|askanischen]] Streubesitz umfasste diese junge Mark lediglich das Havelland, das Gebiet um Havelberg, die westlichen Teile der Prignitz und die Zauche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Partenheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Albrecht der Bär&amp;#039;&amp;#039;. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Böhlau Verlag, Köln 2003, ISBN 3-412-16302-3, S.&amp;amp;nbsp;36&amp;amp;nbsp;ff., 111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Lehnin ===&lt;br /&gt;
Das [[Kloster Lehnin]] wurde als erstes märkisches [[Zisterzienser]]kloster 1180 von Markgraf Otto&amp;amp;nbsp;I. gestiftet. Es diente als [[Hauskloster]] der [[Askanier]] und später auch der [[Hohenzollern]]. Die ersten Mönche kamen nach einem Ruf Otto&amp;amp;nbsp;I. 1183 aus dem [[Kloster Sittichenbach]] bei [[Eisleben]]. Die Klostergründung erwies sich als geschickter Schachzug der Askanier. Es war gerade erst 23&amp;amp;nbsp;Jahre her, als Albrecht der Bär in der entscheidenden Schlacht um die Mark den Slawenfürsten [[Jaxa von Köpenick]] hatte besiegen können. Da die ansässigen [[Liste der slawischen Stämme|Slawenstämme]] in den Jahrhunderten zuvor schon mehrfach geschlagen wurden und anschließend die Deutschen wieder zurückdrängten, war Albrecht dem Bären und seinem Sohn Otto&amp;amp;nbsp;I. bewusst, dass mit dem Sieg von 1157 das Land noch nicht endgültig gewonnen war. Die tatsächliche Stabilisierung der neugewonnenen Gebiete mit ihrer slawischen Bevölkerung erreichten die Askanier durch eine geglückte Doppelstrategie. Zum einen wurden christliche Siedler, z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Grafschaft Flandern|Flandern]] (der Name lebt im Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Fläming]]&amp;#039;&amp;#039; fort), ins Land gerufen, die schnell ein Gegengewicht zur slawischen Bevölkerung bildeten. Zum anderen wurden mit den Klostergründungen der Zisterzienser besonders tatkräftige und gläubige Christen ins Land geholt, die neben ihren wirtschaftlichen Leistungen intensiv missionarisch tätig wurden. Die Mönche flankierten mit der weiteren [[Christianisierung]] der verbliebenen Slawen nicht nur die askanische Siedlungspolitik, sondern gewannen für Otto&amp;amp;nbsp;I. durch ihre Grenzlage in der jungen [[Mark (Territorium)|Mark]] eine weitere strategische Funktion als Grenzschutz gegen ein Vordringen des Grafen von [[Belzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte havellandzaucheteltow.png|mini|hochkant=1.5|Situation um 1150]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zäher Arbeit, die von der [[Benediktiner|benediktinischen]] Regel &amp;#039;&amp;#039;[[Ora et labora]]&amp;#039;&amp;#039; (‚bete und arbeite‘) geprägt war, entwickelten die Mönche das Kloster Lehnin schnell zu einer der wohlhabendsten Abteien der Region. Die Askanier wiederum dankten den Mönchen mit verschiedenen Besitzschenkungen. Als das Kloster 1542 [[Säkularisierung|säkularisiert]] wurde, umfasste der Besitz 4500&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] Wald- und Ackerfläche, 64 Dörfer, 54 Seen, neun Wind- und sechs Wassermühlen sowie eine Stadt. Unter den [[Luxemburg]]ern im späten 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und den Hohenzollern, im frühen 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, bekamen die Äbte vertrauensvolle und wichtige Funktionen, im Rahmen der landesherrlichen Verwaltung. Weiteres Ansehen erlangte das Kloster 1450, als Papst [[Nikolaus V. (Papst)|Nikolaus&amp;amp;nbsp;V.]] die Äbte zu [[Abtbischof|Abtbischöfen]] machte. Aktuell wird das Kloster als Krankenhaus und [[Stift (Kirche)|Stift]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* N. Hermsdorf: &amp;#039;&amp;#039;Zur quartären Schichtenfolge des Teltow-Plateaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge&amp;#039;&amp;#039;, 1, S.&amp;amp;nbsp;27–37, Kleinmachnow 1995.&lt;br /&gt;
* L. Lippstreu, N. Hermsdorf, A. Sonntag: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Übersichtskarte des Landes Brandenburg 1:300.000 – Erläuterungen.&amp;#039;&amp;#039; Potsdam 1997, ISBN 3-7490-4576-3.&lt;br /&gt;
* Werner Stackebrandt, Volker Manhenke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Geologie von Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Landesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe Brandenburg (heute: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, LBGR), 2002, ISBN 3-9808157-0-6, 142&amp;amp;nbsp;S., 43 Karten.&lt;br /&gt;
* Stephan Warnatsch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Klosters Lehnin 1180–1542.&amp;#039;&amp;#039; Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser. Band&amp;amp;nbsp;12.1. Freie Universität Berlin, Diss. 1999. Lukas, Berlin 2000, ISBN 3-931836-45-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Brandenburg an der Havel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Potsdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Potsdam-Mittelmark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Landschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum in den Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glazial geprägtes geographisches Objekt]]&lt;/div&gt;</summary>
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