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	<title>Zarasai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:40:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zarasai&amp;diff=958737&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-01-08T01:21:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Litauen&lt;br /&gt;
|Name                 = &lt;br /&gt;
|Wappen               = Coat of arms of Zarasai.svg&lt;br /&gt;
|Flagge               = Flag of Zarasai.gif&lt;br /&gt;
|ISO-Code             = 60&lt;br /&gt;
|Gegründet            = &lt;br /&gt;
|lat_deg              = 55&lt;br /&gt;
|lat_min              = 43&lt;br /&gt;
|lat_sec              = 50&lt;br /&gt;
|lon_deg              = 26&lt;br /&gt;
|lon_min              = 14&lt;br /&gt;
|lon_sec              = 50&lt;br /&gt;
|Höhe                 = &lt;br /&gt;
|Einwohner (Ort)      = 7694&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand       = 2010&lt;br /&gt;
|Fläche               = 17.5&lt;br /&gt;
|Einw. (Gemeinde)     = 19892&lt;br /&gt;
|Gemeindefläche       = 1334&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl       = 385&lt;br /&gt;
|Postleitzahl         = 32001&lt;br /&gt;
|Kfz-Kennzeichen      = &lt;br /&gt;
|Status               = [[Rajongemeinde]]&lt;br /&gt;
|Gliederung           = 1 Stadtamt (Kernstadt),&amp;lt;br /&amp;gt;9 weitere Amtsbezirke&lt;br /&gt;
|Bürgermeister        = &lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand   = &lt;br /&gt;
|Partei               = &lt;br /&gt;
|AnschriftStraße      = &lt;br /&gt;
|AnschriftOrt         = &lt;br /&gt;
|Webpräsenz           = www.zarasai.lt&lt;br /&gt;
|Karte                = &lt;br /&gt;
|Kartenbreite         = &lt;br /&gt;
|Beschriftung         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Zarasai.jpg|280px|rechts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zarasai church - panoramio.jpg|280px|rechts]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zarasai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{plS|Jeziorosy}}; unter deutscher Besatzung 1939–1945 &amp;#039;&amp;#039;Ossersee&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt mit etwa 8000 Einwohnern im äußersten Nordosten [[Litauen]]s und Sitz der [[Rajongemeinde Zarasai|gleichnamigen]] [[Rajongemeinde]] sowie in derselben ein städtischer Amtsbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadt ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt in einer wald- und seenreichen, hügeligen Landschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Seen [[Zarasas]], Zarasaitis, Baltas und Griežtas. Zarasai wird von der [[Magistralinis kelias A6|Fernverkehrsstraße A6]]/E262 von [[Kaunas]] nach [[Daugavpils]] durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
* 1522 Jesiorosy&lt;br /&gt;
* 1836 Nowoaleksandrowsk (&amp;#039;&amp;#039;Новоалександровск&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 1919 Ežerėnai&lt;br /&gt;
* 1929 Zarasai&lt;br /&gt;
* 1939–1945 Ossersee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich wahrscheinlich von [[Selonische Sprache|selonisch]] &amp;#039;&amp;#039;*Ezerasai&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ezeresamus&amp;#039;&amp;#039; (vom anliegenden See, &amp;#039;&amp;#039;Ezerasas&amp;#039;&amp;#039;) ab zu &amp;#039;&amp;#039;*ezeras&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;See&amp;#039;&amp;#039; (polnisch &amp;#039;&amp;#039;jesioro&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;See&amp;#039;&amp;#039;), ebenso &amp;#039;&amp;#039;Ežerėnai&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zarasai&amp;#039;&amp;#039; von litauisch &amp;#039;&amp;#039;ežeras&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;See&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Nowoaleksandrowsk&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]], den späteren russischen Zaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jeziorosy plan miasta 1907.jpg|mini|links|Stadtplan von 1907]]&lt;br /&gt;
Die erste bekannte Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1506 als &amp;#039;&amp;#039;Jeziorosa&amp;#039;&amp;#039;. Auf der Insel im See &amp;#039;&amp;#039;Zarasas&amp;#039;&amp;#039; existierte wohl bereits in früherer Zeit ein Kloster, das 1520 aufgelöst wurde. Die Kirche der Ansiedlung wurde dann an das Seeufer verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert hatte der Ort etwa 800 Einwohner, fünf Straßen und einen Gasthof. Im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] und durch die [[Große Pest von 1708 bis 1714|Große Pest]], die von 1708 bis 1711 in Zarasai wütete, wurde der Ort annähernd entvölkert. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts lebten Handel und Handwerk wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1795 fiel er mit der [[Polnische Teilung|Dritten Polnischen Teilung]] an das [[Russisches Kaiserreich|Russische Zarenreich]] und hatte zu dieser Zeit etwa 300 Bewohner. Nach erneuten Zerstörungen während des [[Russland]]-Feldzugs [[Napoleon]]s 1812 nahm die Stadt im weiteren 19. Jahrhundert einen starken Aufschwung als Marktort an der Poststraße [[St. Petersburg]] – [[Warschau]]. Ein treibendes Element war dabei die Zuwanderung von Juden nach Zarasai. 1794 lebte lediglich eine jüdische Familie, die Betreiber des bischöflichen Wirtshauses, in der Stadt. Durch den Zuzug von Juden aus Polen, Russland und auch litauischen Städten wie [[Trakai]] wuchs ihre Zahl bis 1837 auf 370, 54 der 94 Häuser des Städtchens bewohnten Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;Laima Raubiškienė. &amp;#039;&amp;#039;Zarasai laiko vilnyse&amp;#039;&amp;#039;. Utena 2006, S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Juden in Zarasai verdingten sich als Kleinhändler und Wirte, die ärmeren zogen als fahrende Händler über das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 wurde die Stadt anlässlich des Besuchs des russischen [[Zar]]en [[Nikolaus I. (Russland)|Nikolaus I.]] nach dessen ältestem Sohn [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] in &amp;#039;&amp;#039;Nowoaleksandrowsk&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Новоалександровск}}) umbenannt, sie behielt diesen Namen bis 1918. Derselbe Nikolaus I. gewährte den Juden 1834 im Russischen Reich Steuernachlässe und Wehrdienstverschonung, wenn sie sich in dünn besiedelten Gegenden ansiedelten. Bis 1903 stieg die jüdische Bevölkerung auf 4.552 Personen, zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Es gab zwei Synagogen, sechs Beträume, zwei Schulen und zwei Badehäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 bekam die Stadt Zarasai ihre heutige Gestalt mit einem in Litauen einmaligen, von einem zentralen Platz radial verlaufenden Straßennetz. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Zarasai wurde 1878 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt erhielt nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Ežerėnai&amp;#039;&amp;#039;, den sie bis 1929 behielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=jQFJ31Wi-VAC&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;lpg=PA266&amp;amp;dq=e%C5%BEer%C4%97nai+1929&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5huLEn6Xke&amp;amp;sig=0JU3QXglkYpfTTTGLQlqFxN8oTQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Hz3BSfKYO9KI_gaX1sSgDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ct=result Bodo Thöns: &amp;#039;&amp;#039;Litauen entdecken.&amp;#039;&amp;#039; S. 266.];  {{Webarchiv |url=http://www.muziejai.lt/prev_vers/zarasai/Zarasai.DE.htm |text=Homepage des Verbandes litauischer Museen |wayback=20160106224736}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Geschichte Litauens#Erste Litauische Republik|Befreiungskrieg]] 1919/20 fand sich Zarasai im äußersten Nordosten des Landes wieder, unweit der wenig durchlässigen Grenzen zu [[Lettland]] und [[Polen]]. Die gute wirtschaftliche Entwicklung wurde dadurch unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Besetzung im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bedeutete das Ende der jüdischen Besiedlung der Stadt, die einen großen Teil der Bevölkerung gestellt hatte. Die deutschen Behörden trieben die Juden der Region zum Forsthaus des Pažemis-Waldes und am [[26. August]] 1941 erschoss nach Angaben im [[Jäger-Bericht]] ein [[Rollkommando Hamann|Rollkommando]] des [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Sowjetunion|EK. 3]] der [[Schutzstaffel|SS]] unter der Führung von Obersturmbannführer [[Joachim Hamann]] 2.569 Juden aus Zarasai und Umgebung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.david-irving.de/jaeger.html Jägerbericht]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Wald von Krakynė. Eine andere Quelle spricht sogar von 8.000 Toten.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Nemanis. &amp;#039;&amp;#039;Zarasų rajonu kultūros paveldas&amp;#039;&amp;#039;. Zarasai, 1994, S.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten einige Überlebende zurück, allerdings lebten (auch aufgrund von Emigration nach Israel) 1979 nur noch 23 Juden in Zarasai, 1989 nur noch 14.&amp;lt;ref&amp;gt;Laima Raubiškienė. &amp;#039;&amp;#039;Zarasai laiko vilnyse&amp;#039;&amp;#039;. Utena 2006, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 war die Stadt [[Kulturhauptstadt Litauens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rajongemeinde ==&lt;br /&gt;
Die [[Rajongemeinde Zarasai]] umfasst die beiden Städte Zarasai und [[Dusetos]] (4.367 E.), die 3 Städtchen (&amp;#039;&amp;#039;miesteliai&amp;#039;&amp;#039;) [[Antalieptė]], [[Salakas]] und [[Turmantas]], sowie 793 Dörfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Blau über durch eine silberne Leiste abgeteiltem schwarzen Schildfuß, darin ein linksweisendes silbernes Flammenschwert, schwebend ein silbernes Fabelwesen aus Rehbockrumpf und Fischkörper, darüber eine goldene Scheibe.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wappenerklärung: Das Fabelwesen symbolisiert den Wald-, Wild- und Fischreichtum der Umgebung, die Scheibe die Sonne, das [[Flammenschwert]] weist auf Schlachten und Rechtsprechung in der Stadtgeschichte hin. Nach Litauens Unabhängigkeit wurde das Wappen am 7. März 1996 offiziell eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Jehuda Pen]] (1852–1937), Maler, Lehrer von [[Marc Chagall]]&lt;br /&gt;
* [[Pjotr Nikolajewitsch Wrangel]] (1878–1928), [[General]] der [[Weiße Armee|Weißen Armee]] im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Al Jaffee]] (1921–2023), Zeichner des [[Mad (Magazin)|Mad]]-Magazins, lebte 1927–33 in Zarasai, dem Heimatort seiner Eltern&lt;br /&gt;
* [[Armanas Abramavičius]] (* 1962), Strafrechtler&lt;br /&gt;
* [[Klavdija Koženkova]] (* 1949), Ruderin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zarasai}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zarasai.lt/ Homepage des Kreises Zarasai] (litauisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7634229-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtamt in Litauen]]&amp;lt;!--Status der Stadt innerhalb der Rajongemeinde--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberlitauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Rajongemeinde Zarasai| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1506]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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