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	<title>Zalabiya - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:00:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zalabiya&amp;diff=1859171&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KureCewlik81 am 29. November 2022 um 01:01 Uhr</title>
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		<updated>2022-11-29T01:01:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Zalabiya&lt;br /&gt;
|Bild = Zalabiya,east.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Ostmauer von Nordosten. Wenige Meter hinter den Mauerresten liegt die Abbruchkante zum Fluss&lt;br /&gt;
|Alternativname = {{arS|زلبية|d=Zalabiyya}}&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = vermutlich 3. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = [[Felsenburg]]&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Reste erhalten&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = &lt;br /&gt;
|Breitengrad = 35/38/58/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 39/51/37/E&lt;br /&gt;
|Unauffindbar = &lt;br /&gt;
|Region-ISO = SY-DY&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 250&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zalabiya&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|زلبية|d=Zalabiyya}}), auch &amp;#039;&amp;#039;Zalabiyeh&amp;#039;&amp;#039;, war eine Festung am [[Euphrat]] in [[Syrien]], deren Gründung entsprechend der größeren Stadtanlage [[Halabiya]] auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses der [[Palmyra|palmyrenischen]] Herrscherin [[Zenobia]] zugeschrieben wird. Die geringen sichtbaren Reste stammen aus dem 6. Jahrhundert, als der [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Kaiser [[Justinian I.|Justinian]] die Festungsmauern wiederaufbauen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zalabiya,Euphrat.jpg|mini|Euphrat aufwärts von Zalabiya. Im Hintergrund links ist die Südmauer von Halabiya zu erkennen]]&lt;br /&gt;
Zalabiya liegt am linken (hier östlichen) Ufer des Euphrat etwa halbwegs zwischen der Einmündung des [[Belich]] (bei [[ar-Raqqa]]) und des [[Chabur]] (südöstlich von [[Deir ez-Zor]]) im [[Gouvernement Deir ez-Zor]]. Von der südlich des Euphrat verlaufenden Schnellstraße zweigt etwa 75 Kilometer von ar-Raqqa oder 50 Kilometer nordwestlich von Deir ez-Zor eine Straße nach Halabiya ab. 500 Meter flussaufwärts überquert eine [[Pontonbrücke]] den Euphrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-kiel.de/kibidano/receive/kibidano_kibpic_00004891 &amp;#039;&amp;#039;Zenobia / Euphratbrücke.&amp;#039;&amp;#039; Kieler Bilddatenbank Naher Osten, Christian-Albrechts-Universität Kiel]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am östlichen Ufer führt eine Nebenstraße entlang der Bahnlinie nach vier Kilometer bis in die Nähe der Ruinenstätte. Die Straße mündet nach weiteren fünf Kilometer in die zweite und weniger befahrene Durchgangsstraße, die nördlich des Euphrat verläuft. In der Luftlinie beträgt die Entfernung zu Halabiya knapp drei Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An beiden Orten verengt sich das ansonsten mehrere Kilometer breite Euphrattal, das tief in das karge Felsplateau der ostsyrischen Wüstensteppe eingegraben ist, bis auf wenige hundert Meter. Die Burgreste liegen auf einer durch ein trockenes Tal von den umgebenden Felsbergen getrennten Hügelkuppe. In einem Steilhang fällt der Hügel im Westen 50 Meter direkt bis zum Euphrat ab, der hier an der Flussenge &amp;#039;&amp;#039;al-Khanuqa&amp;#039;&amp;#039; (Ḫanuqa, „der Würger“) einen weiten Rechtsbogen macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bis zwei Kilometer nördlich der Pontonbrücke lag in einem Taleinschnitt in den Felshügeln der [[Al-Kibar-Reaktor]], die Baustelle eines mutmaßlichen Atomreaktors, der am 6. September 2007 durch einen israelischen Luftschlag zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.southdowns.org/Offsite/USGSLandsat7_5_26_01.jpg Landsat-Fotografie] Im Kreis der Reaktor. In der Bildmitte ist schwach die Pontonbrücke zu erkennen. Zalabiya befindet sich rechts vom Euphrat an der unteren Bildkante&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Schifffahrt auf dem Euphrat und die in der Euphrataue entlangführende Straße waren zu allen Zeiten wichtige Verkehrsverbindungen für den Warentransport und für kriegerische Einfälle zwischen Süd[[mesopotamien]] und dem Mittelmeer. Daher ist es verständlich, dass an dieser Engstelle Kontrollposten eingerichtet waren. Bei niedrigem Wasserstand mussten hier an den Stromschnellen die Boote, meist waren es Flöße &amp;#039;&amp;#039;([[Kelek (Floßtyp)|Keleks]])&amp;#039;&amp;#039;, zurückgelassen und die Waren an Land bis zu deren anderem Ende transportiert werden. Bereits in den [[Keilschrift]]tafeln des [[Ebla]]-Archivs aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. werden die beiden Orte als &amp;#039;&amp;#039;Ḫalabitu/Ḫalabi’i&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Šalbat/Šalbatu&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In zwei verschiedenen Ebla-Listen von tributpflichtigen, aber überwiegend selbstregierten Städten wird Ḫalabitu erwähnt, während Šalbatu als einer von mehreren gewöhnlichen Orten am Euphrat verzeichnet ist, die von Ebla unmittelbar verwaltet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael C. Astour: &amp;#039;&amp;#039;A Reconstruction of the History of Ebla (Part2).&amp;#039;&amp;#039; In: Cyrus H. Gordon, Gary A. Rendsburg, Nathan H. Winter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eblaitica: Essays on the Ebla Archives and Elaite Language. Bd. 4.&amp;#039;&amp;#039; (Publications of the Center for Ebla Research at New York University) Eisenbrauns, Winona Lake 2002, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Texten von [[Mari (Stadt)|Mari]] aus dem Anfang des 2. Jahrtausends werden &amp;#039;&amp;#039;Ḫalabit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Šalabatum/Šalabitum&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Zu den Stationen auf der Reise von Mari nach Westen während der [[Babylonien#Altbabylonisches Reich|altbabylonischen]] Zeit gehörten flussaufwärts von Zalabiya [[Tuttul]] und [[Emar]], wo Straßen westwärts nach [[Aleppo|Haleb]], nordwärts nach [[Karkemiš]] und Richtung [[Qatna]] im Süden weiterführten. Tuttul hatte damals eine Schlüsselposition an der Einmündung des Belich inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zalabiya,basalt.jpg|mini|Basalt wird zu Schotter verarbeitet. Im Hintergrund der Hügel von Zalabiya, rechts die Bahnlinie]]&lt;br /&gt;
Der [[sumer]]ische Fürst [[Gudea]], im 22. oder 21. Jahrhundert v. Chr. Herrscher &amp;#039;&amp;#039;([[En-Si]])&amp;#039;&amp;#039; über das Kleinreich [[Lagaš]] am Euphrat in Südmesopotamien, ließ nach einer Inschrift auf der &amp;#039;&amp;#039;Statue B&amp;#039;&amp;#039;, die im Hof des &amp;#039;&amp;#039;[[En-innu]]&amp;#039;&amp;#039; (Ninnu-Tempels) aufgestellt war, neben Holz, das in ganz Südmesopotamien Mangelware war, auch Blöcke von &amp;#039;&amp;#039;na-&amp;#039;&amp;#039;Stein importieren. Die Inschrift nennt zwei Bezugsregionen für diese Gesteinsart, bei der es sich den Fundorten nach um [[Basalt]] handelte. Zum einen &amp;#039;&amp;#039;Basalla,&amp;#039;&amp;#039; Berg der Amurru, also der [[Amurriter]], in deren Siedlungsgebiet am oberen Euphrat Zalabiya lag. Der Ort Basalla wurde mit dem [[Dschabal Bischri|Dschebel al-Bischri]] lokalisiert, dessen Zentrum 50 Kilometer westlich von Deir ez-Zor liegt und der zum zentralsyrischen ammuritischen Siedlungsgebiet gehörte. Dschebel al-Bischri ist ein 100 Kilometer langes Kalksteinplateau, das mit seinem Nordostende bis an den Euphrat reicht. Dieser Teil nahe der Flussenge besteht aus einem 10 × 7 Kilometer großen Basalthügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Name ist &amp;#039;&amp;#039;Umanum&amp;#039;&amp;#039; und bezeichnete die Fortsetzung des Plateaus auf der östlichen Seite der Euphratenge. In beiden Gebieten wurde in antiken Zeiten Basalt abgebaut und bequem auf Booten nach Süden transportiert. Laut der Inschrift ließ Gudea den in den Hügeln von Halabiya und Zalabiya gebrochenen Basalt zu Stelen für den Hof des Ninnu-Tempels verarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael C. Astour, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; Rund um Zalabiya erheben sich Hügel über 100 Meter über die Flussebene, auf denen noch heute großflächig Basalt abgebaut und zu Straßenschotter verarbeitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halabiya taucht in einer Liste des [[Assyrisches Reich|assyrischen]] Königs [[Aššur-nâṣir-apli I.]] (reg. 1050–1031) auf. Der assyrische König [[Aššur-nâṣir-apli II.]] (reg. 883–859) erwähnt in den Annalen zu seinem Reich gehörende Gebiete nördlich des Dschebel al-Bischri, oberhalb „der Flussenge des Euphrat“, mit der nur al-Khanuqa gemeint gewesen sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edward Lipiński (Orientalist)|Edward Lipiński]]: &amp;#039;&amp;#039;The Aramaeans. Their ancient history, culture, religion.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Peeters, Leuven 2000, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt ferner schriftliche Zeugnisse für eine Besiedlung des Ortes in [[Achämenidenreich|achämenidischer]] und [[Parther|parthischer]] Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Zalabiyas in [[Geschichte Syriens#Griechisch-römische Zeit|römischer]] Zeit entspricht derjenigen von Halabiya. Im 3. Jahrhundert wurde eine Festung errichtet, die vermutlich bestand, bevor sie 267 bis 271 von der [[Palmyra|palmyrenischen]] Herrscherin [[Zenobia]] übernommen wurde. Danach war auch Zalabiya am Ostrand der römischen Provinz [[Syria]] ein Teil des [[Limes Arabicus]] genannten Verteidigungssystems gegen die [[Sassanidenreich|Sassaniden]]. Deren Zerstörungen machten eine Erneuerung der Festungsmauern während der Regierungszeit Justinians (reg. 527–565) erforderlich. Nachdem [[Chosrau II.]] (reg. 590–628) zu Beginn seines Feldzugs gegen Syrien 610 die beiden Stellungen am Euphrat erobert und zerstört hatte, bestand nach der ab 637 herrschenden arabischen [[Umayyaden]]-Dynastie kaum noch Bedarf für die Festung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
Dass nur noch kümmerliche Reste der Festung erhalten sind, ist weniger die Folge der Eroberungen, sondern eines Erdrutsches, durch den der größte Teil der Anlage mit dem Steilhang in den Fluss gestürzt ist. Erhalten geblieben sind Teile der Ostmauer mit vorkragenden, abwechselnd quadratischen und rechteckigen Wehrtürmen. Die Mauerreste bestehen aus großformatigen, mit Lehmmörtel verfugten Gipssteinquadern, die an vielen Stellen zweischalig aufgeführt und in der Mitte mit Mörtel und Basaltbruch verfüllt sind. Eine spätere, partielle Überbauung in arabischer Zeit, wie an der Zitadelle von Halabiya zu erkennen, gab es hier offensichtlich nicht. Die beiden quadratischen Ecktürme der Ostmauer stehen noch teilweise bis zu einer Höhe von fünf Metern aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Rainer Scheck, Johannes Odenthal: &amp;#039;&amp;#039;Syrien. Hochkulturen zwischen Mittelmeer und Arabischer Wüste.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1998, S. 340&lt;br /&gt;
* [[Georg Gerster]], Ralf-B. Wartke: &amp;#039;&amp;#039;Flugbilder aus Syrien. Von der Antike bis zur Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2003, S. 166&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gerty.ncl.ac.uk/photos_in_album.php?album_id=10&amp;amp;start=200 &amp;#039;&amp;#039;Gertrude Bell Archive&amp;#039;&amp;#039;, Album J (1909)] J 200 bis J 203: Fotografien von [[Gertrude Bell]] 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Deir ez-Zor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in Syrien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KureCewlik81</name></author>
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