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	<title>Zahntechnik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:51:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zahntechnik&amp;diff=78743&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2026-03-12T06:38:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahntechnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Handwerk]], dessen Aufgabe es ist, alle Arten von [[Zahnersatz]], wie [[Zahnkrone]]n, [[Brücke (Zahntechnik)|Brücken]], [[Zahnersatz#Herausnehmbarer Zahnersatz (Zahnprothese)|Teil- und Vollprothesen]], [[Inlay (Zahnmedizin)|Inlays]], [[Kieferorthopädie|kieferorthopädische]] Behandlungsgeräte, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Aufbissschiene|Knirscherschienen]]&amp;#039;&amp;#039; wie auch Schienen für [[Knochenbruch|Kieferbrüche]] oder [[Mundschutz (Sport)|Mundschutze]] für bestimmte Sportarten herzustellen. Die Zahntechnik ist damit ein wichtiger Teilbereich [[Zahnarzt|zahnärztlicher]] Behandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahntechnische Arbeiten werden in einem &amp;#039;&amp;#039;Dentallabor&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Zahntechnisches Labor)&amp;#039;&amp;#039; gefertigt, das entweder als selbständiges &amp;#039;&amp;#039;Gewerbliches Labor&amp;#039;&amp;#039; besteht oder einer [[Zahnarzt]]praxis angegliedert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahntechnik Artikulator.JPG|mini|hochkant|Zahntechnikerin bei der Arbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewerbliches Labor ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Ein gewerbliches Dentallabor ist ein [[Handwerk]]sbetrieb und ist als solcher Mitglied der örtlich zuständigen Handwerkskammer. Viele Betriebe sind zusätzlich über die entsprechende [[Innung]] organisiert. In Deutschland unterliegen gewerbliche zahntechnische Labore dem [[Meisterzwang]]. Es muss also mindestens eine Person (meistens der Inhaber) mit [[Großer Befähigungsnachweis|Großem Befähigungsnachweis]] verantwortlich zeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=JS8_1NkqenkC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_summary_r&amp;amp;cad=0 Anmerkungen zur Meisterprüfungsordnung für Zahntechniker]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach mehreren Reformen der [[Handwerksordnung]] unterliegen in Deutschland noch zahlreiche Handwerksberufe dem Meisterzwang. Dazu zählt auch die Zahntechnik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/mit-der-novellierung-der-handwerksordnung-faellt-in-vielen-berufen-der-meisterzwang--wer-sich-selbststaendig-macht--braucht-kaufmaennisches-know-how-leichterer-einstieg,10810590,10142252.html &amp;#039;&amp;#039;Mit der Novellierung der Handwerksordnung fällt in vielen Berufen der Meisterzwang wer sich selbstständig macht braucht kaufmännisches Know-How&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;,  10. Januar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxislabor ==&lt;br /&gt;
Zahnärzte dürfen ein Praxislabor unterhalten, in dem Zahnersatz hergestellt wird. In Deutschland sind die für Praxislabore geltenden Preise für gesetzlich Versicherte Patienten gemäß {{§|57|sgb_5|juris|text=§ 57}} Abs.&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;SGB&amp;amp;nbsp;V gegenüber den Preisen, die gewerbliche Laboratorien gemäß dem [[Bundeseinheitliches Leistungsverzeichnis]] (BEL&amp;amp;nbsp;II) in Rechnung stellen dürfen, um 5 % abzusenken, da ein gewerbliches Labor –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zum praxiseigenen Labor&amp;amp;nbsp;– [[Gewerbesteuer (Deutschland)|gewerbesteuerpflichtig]] ist. Im Praxislabor kann auch ein Zahntechnikermeister beschäftigt werden, was aber nicht zwingend vorgeschrieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-hilfe-zahnersatz-ausland-ID1204897234740.xml |text=Bayerisches Fernsehen, Sendung Gesundheit vom 4. November 2008 |wayback=20090322080752}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich der Privatabrechnung kann das Praxislabor nach §9, §10 GOZ nur die nachgewiesenen Kosten + Gewinnanteil berechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;BZÄK/KZBV (Juli 2015): &amp;#039;&amp;#039;Zahnmedizin und Zahntechnik – Rechtsgrundlagen und Hinweise für die Zahnarztpraxis.&amp;#039;&amp;#039; S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Kalkulation der darin eingehenden Arbeits- und Rüstzeiten bietet der [[Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen|VDZI]] Leistungsverzeichnisse (sog. [[Bundeseinheitliche Benennungsliste|Benennungslisten]]) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit Zahnarzt – Zahntechniker ==&lt;br /&gt;
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor ist unerlässlich. Sowohl die Prozessabläufe als auch die Behandlungsvarianten müssen zwischen beiden abgestimmt sein. Teilweise werden [[Zahntechniker]] auch bei den Einproben oder der Farbauswahl mit einbezogen, damit sie sich individuell ein besseres Bild machen können. Im Regelfall werden den Patienten im zahnärztlichen Beratungsgespräch mehrere Behandlungsmethoden vorgestellt. Da neben medizinischen Fragen oft auch Fragen bezüglich Optik, Handhabung und Material entstehen, gibt es mittlerweile auch Dental-Labore, die eine unabhängige Möglichkeit zur Information anbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://padento.de/ Wird weitergeleitet zu einer Unternehmensberatung für Dental-Labore. Keine Beratung zu Optik, Handhabung und Material]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür ist die Ortsnähe eines zahntechnischen Labors zur zahnärztlichen Praxis von Vorteil. Zur zahntechnischen Herstellung gehört das Wissen und Können um den Trias Farbe, Form und Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsbereiche der Zahntechnik ==&lt;br /&gt;
=== Zahnersatz ===&lt;br /&gt;
==== Modellerstellung ====&lt;br /&gt;
Bei nahezu jeder Arbeit sind [[Abformung (Medizin)|Abformungen]] der [[Kiefer (Anatomie)|Kiefer]] und [[Zahn|Zähne]] die Grundlage für zahntechnische Arbeiten. Zur Abformung kann je nach Arbeitsgang [[Alginsäure|Alginat]], [[Silikone|Silikon]] oder [[Ether#Polyether|Polyäther]] eingesetzt werden. Der Zahntechniker stellt mit Hilfe dieser Abformungen [[Gips]]modelle (meist aus [[Hartgips]]) her, sodass er dann die Situation vorliegen hat, die auch im Munde des Patienten gegeben ist. Zusätzlich stellt er in einem [[Artikulator]] durch eine [[Kieferrelationsbestimmung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nomen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dgfdt.de/terminologie-nomenklatur Terminologie &amp;amp; Nomenklatur] der [[Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie|Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie]] (DGFTD) und der [[Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien|Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde]] (DGzPW), V&amp;amp;nbsp;2.0 vom 1. September 2005, abgerufen am 14. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; (früher: Bissnahme) die Lagebeziehung der Kiefer zueinander her. Eine solche Kieferrelationsbestimmung kann je nach Art der anzufertigenden Arbeit und den Ansprüchen, die Zahnarzt und Patient stellen, ein einfacher &amp;#039;&amp;#039;[[Wachs]]biss&amp;#039;&amp;#039; sein, aber auch eine aufwendige (und teure) [[Axiographie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/gebuehrenordnung_fuer_zahnaerzte_2012.pdf |wayback=20141021084148 |text=Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen Abschnitt J.}} (PDF; 2,9&amp;amp;nbsp;MB) Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Gipsmodell (Zahntechnik)|Modelle]] werden unterschiedlich für die folgenden Maßnahmen vorbereitet. Handelt es sich um einen individuellen [[Konfektionslöffel|Abdrucklöffel]], eine [[Kieferrelationsbestimmung#Wiederherstellung der vertikalen Kieferrelation|Registrierschablone]] (früher: Bissschablone)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nomen&amp;quot; /&amp;gt; oder eine einfache [[Zahnersatz#Herausnehmbarer Zahnersatz (Zahnprothese)|Prothese]], kann auf dem Modell direkt weitergearbeitet werden. Sollen jedoch Edelmetallarbeiten (Kronen, Brücken, [[Zahnersatz#Kombinierter Zahnersatz|kombinierter Zahnersatz]], [[Suprakonstruktion]]en auf [[Zahnimplantat]]en) gefertigt werden, wird ein [[Gipsmodell (Zahntechnik)|Sägemodell]] hergestellt, bei dem die einzelnen Zähne getrennt bearbeitet, aber auf den Modellsockel eindeutig zurückgesetzt werden können. Bei Suprakonstruktionen integriert der Zahntechniker vorgefertigte und auf das jeweilige Implantatsystem abgestimmte Teile in die Konstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Impresion de alginato.jpg|Oberkiefer-Alginatabdruck&lt;br /&gt;
   Impresión de silicona.jpg|Oberkiefer-Silikonabdruck&lt;br /&gt;
   Zahnbrücke2.jpg|Sägemodell&lt;br /&gt;
   Steg uk 5a.jpg|Suprakonstruktion - die zylinderförmigen Teile sind vorgefertigt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Modellation der (Edel)metallteile in Wachs ====&lt;br /&gt;
Der Zahntechniker modelliert auf dem Zahnstumpf, der den vom Zahnarzt beschliffenen Zahn maßstabsgetreu wiedergibt, ein Wachsmodell, das der späteren Krone oder Brücke entspricht. Zusätzlich wird ein Gusskanal aus Wachs mit der Modellation verbunden, durch den beim Gießen das Metall einschießen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   04-09-07 1926.jpg|Das Gussstück wird in Wachs modelliert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Guss der Wachsmodelle ====&lt;br /&gt;
Die Wachsmodellation wird in einer speziellen, auf Gips basierenden [[Einbettmasse]], die sich innerhalb einer [[Muffelofen|Gussmuffel]] befindet, eingebettet. Nach der Aushärtung wird das Wachs in einem Ausbrennofen herausgebrannt. Dabei [[Wärmeausdehnung|expandiert]] gleichzeitig die Einbettmasse so weit, dass die Schrumpfung der Legierung beim Abkühlen exakt ausgeglichen wird. Es wird eine Passgenauigkeit zum natürlichen Zahn von 10 [[Meter#Mikrometer|µm]] angestrebt. Das Metall wird durch eine Flamme (veraltet), elektrische Widerstandsheizung, [[Elektromagnetische Induktion|Induktionsstrom]] oder [[Lichtbogen]] geschmolzen und durch [[Vakuumdruckguss]] (früher per Fliehkraft: Gussschleuder) in den nunmehr vorhandenen Hohlraum der Einbettmasse hineingepresst. Es handelt sich um einen [[Gießen (Metall)#Gießverfahren|Guss mit verlorener Form]].&lt;br /&gt;
In aller Regel werden heutzutage auch größere Gussteile in einem Stück (Einstückguss) gegossen. Es können aber auch einzelne Teile gegossen und diese dann durch [[Löten|Löt]]-, [[Schweißen|Schweiß]]- (durch Lichtbogen oder [[Laser]]) oder [[Kleben|Klebetechnik]] verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Inlay making 11.JPG|Das Gussstück wird eingebettet.&lt;br /&gt;
   Ausbrennofen.jpg|Im Ausbrennofen wird das Wachs ausgebrannt.&lt;br /&gt;
   Inlay making 15.JPG|Rohguss, die Gussstifte sind noch nicht entfernt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verblendung mit Keramik oder Komposits ====&lt;br /&gt;
Metallgerüste können mit keramischen Massen beschichtet werden ([[Verblend-Metall-Keramik]], VMK), um sie gegenüber natürlichen Zähnen in Form, Oberflächengestaltung und Farbaufbau täuschend echt erscheinen zu lassen. Lichteffekte des natürlichen mineralischen Zahnschmelzes, wie [[Opaleszenz]], [[Fluoreszenz]], [[Transluzenz]], unterschiedlich intensive Farbschichten usw. werden in individueller Handarbeit aus feuchtem Keramikpulver aufgebaut und unter [[Vakuum]] bei 780 [[Grad Celsius|°C]] bis 900&amp;amp;nbsp;°C gebrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit Keramik versetzte Kunststoffe (&amp;#039;&amp;#039;[[Komposit (Zahnmedizin)|Komposits]]&amp;#039;&amp;#039;) eignen sich zur Verblendung, wenn auch deren Ergebnis nicht so natürlich erscheint wie bei einer Keramikverblendung. Hierzu werden mit Keramik versetzte Kunststoffe ([[Komposit (Zahnmedizin)|Komposits]]) in knetbarer [[Festigkeit|Konsistenz]] aufgeschichtet und mit [[Halogene|Halogenlicht]] [[polymer]]isiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   VMK-Krone2.jpg|Die Keramikmasse wird aus mehreren Farben zusammengesetzt,&lt;br /&gt;
   Anfertigung2.jpg|mit einem Pinsel schichtweise aufgetragen&lt;br /&gt;
   Keramikbrennofen4.JPG|und immer wieder gebrannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Teilprothese – Modellguss ====&lt;br /&gt;
Bei Modellgussprothesen wird aus einer [[Chrom-Cobalt-Molybdän-Legierung]] eine Basis mit den erforderlichen Halt- und Stützelementen (Klammern) in einem Stück gegossen. Durch die Federkraft der Klammern oder durch Anker, Geschiebe, Stege oder [[Teleskopkrone]]n finden derartige Prothesen Halt am Restgebiss. Zum Gießen wird ein aus einer speziellen Einbettmasse hergestelltes vollständiges Modell eingebettet, auf das zuvor das Gussstück in Wachs modelliert wurde. Die Lage der Klammern wird exakt mit einem [[Parallelometer]] ausgemessen, wobei der prothetische [[Zahnäquator]] maßgeblich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die [[Prothesensattel|Prothesensättel]] werden [[Retention (Zahnmedizin)|Retentionen]] modelliert, an denen sich der Kunststoff, der das Zahnfleisch simuliert, mechanisch verankert. Am Kunststoff wiederum sind die künstlichen Zähne mechanisch, aber auch durch [[Polymerisation|chemische]] Reaktion befestigt. Die Zähne werden von der Industrie in vielen unterschiedlichen Formen, Größen und Farben hergestellt. Der Kunststoff und auch die Zähne sind ein [[Acryl]]at, das zunächst als Pulver ([[Polymer]]) und Flüssigkeit ([[Monomer]]) vorliegt und bei der Aushärtung polymerisiert, entweder unter Erwärmung in einem Heißluftschrank (Heißpolymerisation) oder ohne Wärmezufuhr als Kaltpolymerisat. Näheres siehe unten bei &amp;#039;&amp;#039;Totale Prothese&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Anfertigung einer Modellgussprothese 02.JPG|Die Modellgussbasis wurde gegossen und wird aus der Einbettmassenform entfernt.&lt;br /&gt;
   Anfertigung einer Modellgussprothese 04.JPG|Die Modellgussbasis im Rohzustand. Die Gusskanäle sind noch nicht entfernt.&lt;br /&gt;
   Ppriextlibre.jpg|Eine Modellgussbasis auf dem Arbeitsmodell&lt;br /&gt;
   Edph pr inmediata r0535.JPG|Eine fertiggestellte Modellgussprothese&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Teilprothese – Kunststoffbasis ====&lt;br /&gt;
Bei einfachen (provisorischen) Prothesen ohne Modellgussbasis werden die Halteelemente aus [[Rostfreier Stahl|V2A]]-[[Draht]] in einer Stärke von 0,8 bis 1,0 mm gebogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0034-18248  Zahnärztliche Prothetik], Gernet, Wolfgang et al.: 2011, [[DOI:10.1055/b-0034-18248]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
6 Teilprothetik Die Zähne und die Kunststoffanteile entsprechen denen einer Modellgussprothese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Prresina2increverso.jpg|Eine einfache (provisorische) Prothese&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Totalprothese ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Totalprothese}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herstellung einer Totalprothese erfolgt Hand in Hand mit dem Zahnarzt. Für die Herstellung einer [[Totalprothese]] (im Fachjargon: entsprechend der Anzahl der Zähne: „14-er“ für einen Kiefer und „28-er“ für beide Kiefer) stellt der Techniker auf einem einfachen [[Abformung (Medizin)|Situationsmodell]] zunächst einen [[Konfektionslöffel|individuellen Löffel]] aus Kunststoff her. Mit diesem Löffel nimmt der Zahnarzt eine [[Funktionsabformung]]. Mit dieser Abformung erstellt der Zahntechniker das Arbeitsmodell, also die Grundlage der weiteren Arbeitsschritte. Es folgt die Anfertigung von Bissschablonen, mit deren Hilfe der Zahnarzt die [[Kieferrelationsbestimmung|Relation der Kiefer]] zueinander einstellt, die [[Okklusionsebene]] festlegt, die Mittellinie und die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Lachlinie&amp;#039;&amp;#039; einzeichnet. Lachlinie ist der Bereich, in dem die oberen Zähne bei leichter Anhebung der Oberlippe sichtbar sind. Auch Farbe und Form der künstlichen Zähne müssen jetzt bestimmt und dem Techniker übermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zahntechnische Herstellung der Totalprothese =====&lt;br /&gt;
Nachdem der Zahntechniker mit diesen Vorgaben die Modelle in den [[Artikulator]] eingestellt hat, stellt er die Zähne auf einer (oft durch eine Akrylplatte verstärkten) Wachsbasis auf. Diese Wachsaufstellung wird vom Zahnarzt beim Patienten einprobiert und evtl. korrigiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Labor wird diese Prothese dann in Kunststoff umgesetzt. Dazu wird das Wachsmodell mit den Prothesenzähnen in eine Küvette eingebettet. Nach der Aushärtung des Gipses kann das Wachs mit heißem Wasser ausgeschmolzen werden, wobei die Zähne in der Küvette verbleiben. Für das Einbringen des Kunststoffes und dessen Aushärtung sind verschiedene Verfahren möglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stopf-Press-Verfahren: Eine teigartige Mischung aus Monomer und pulverförmigem Polymer wird in den Hohlraum der zweiteiligen geöffneten Kürette gestopft. Anschließend werden die Küvettenhälften zusammengepresst. Vorteil: Wenig Aufwand, Nachteil: Passungenauigkeit durch &amp;#039;&amp;#039;[[Bisserhöhung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZL&amp;quot;&amp;gt;Klaus de Cassan: {{Webarchiv|url=http://www.zahnwissen.de/frameset_lexi.htm?lexikon_za-zm.htm |wayback=20160112105622 |text=&amp;#039;&amp;#039;Zahnwissen-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Injektionsverfahren: Der maschinell angemischte Kunststoff wird als Heiß- oder Kaltpolymerisat in die geschlossene Küvettenhohlform gepresst (injiziert). Vorteil: Optimales Mischungsverhältnis, Nachteil: hoher technischer Aufwand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gießverfahren: Kaltpolymerisat wird in eine Gießküvette gegossen und unter Druck bei ca. 50&amp;amp;nbsp;°C im Wasserbad polymerisiert. Nachteil: hohe Schrumpfung und damit Passungenauigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Spritzgussverfahren: ein bereits polymerisiertes [[Thermoplaste|Thermoplast]] (meist [[Polymethylmethacrylat]] (PMMA)) wird durch Erwärmung verflüssigt und unter hohem Druck in eine Spritzküvette eingebracht. Vorteile: keine [[Polymerisationsschrumpfung]], also hohe Passgenauigkeit. Äußerst geringer Restmonomergehalt. Nachteile: Die Prothesenzähne werden nicht anpolymerisiert, gehen also keine chemische Verbindung ein, sondern müssen mit mechanischen Retentionen versehen werden. Hoher technischer Aufwand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schmelz-Press-Verfahren (Luxene®): Kombination aus Stopf-Press- und Injektions-Technik. Es wird vorpolymerisiertes, erwärmtes Gel in eine offene Küvette gestopft und nach Verschließen wird der Kunststoff gepresst und verdichtet. Die endgültige Polymerisation erfolgt im Wasserbad.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Ausbetten wird die Prothese in den Artikulator zurückgesetzt, um evtl. die [[Okklusion (Zahnmedizin)|Okklusion]] zu korrigieren, und wird abschließend ausgearbeitet und poliert.&lt;br /&gt;
* Digitale Herstellung: mittels [[CAD|CAD/CAM]]-System werden Prothesenbasen und -Zähne auf einer Fräsmaschine gefräst oder die Basis mit einem [[3D-Druck]]er gefertigt und anschließend mit den [[Zahn#Künstliche Zähne|Prothesenzähnen]] verklebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Individuelle Abdrucklöffel 19.JPG|Individueller Löffel für einen zahnlosen Oberkiefer&lt;br /&gt;
   Abdruck mit individuellem Abdrucklöffel 16.JPG|Funktionsabdruck eines zahnlosen Oberkiefers&lt;br /&gt;
   Abformlöffel für Totalprothese 5.JPG|Unterkiefer-Bissschablone zur Bestimmung der Kiefer-Relation&lt;br /&gt;
   Zahnprothesetotalprothese5.jpg|Die Kunststoffzähne sind auf einer Akrylplatte in Wachs aufgestellt.&lt;br /&gt;
   Zahnersatz4.jpg|Wachsmodell einer Totalen Oberkieferprothese&lt;br /&gt;
   Making of complete denture 04.JPG|Die Prothese wird in die Küvette eingebettet.&lt;br /&gt;
   Making of complete denture 23.JPG|Nach dem Ausbrühen bleiben die Zähne in der anderen Hälfte der Küvette.&lt;br /&gt;
   Making of complete denture 40.JPG|Der Kunststoff wird im Injektionsverfahren in die Küvette gepresst.&lt;br /&gt;
   TotaleProthese.JPG|Die fertige, Hochglanz polierte Oberkieferprothese&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Siehe auch ====&lt;br /&gt;
* [[Zirkograph]], Werkzeug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einlagefüllungen ===&lt;br /&gt;
Die zahntechnische Vorgehensweise bei [[Inlay (Zahnmedizin)|Inlays]] und [[Füllungstherapie|Onlays]] (Goldgussfüllungen) entspricht weitestgehend der der Fertigung von Kronen und Brücken. Ebenso entspricht die Herstellung von Keramikfüllungen der Vorgehensweise bei Keramikverblendungen, allerdings wird dabei keine Basis aus Metall verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Inlay making 23.JPG|Ausarbeiten eines fertig gegossenen Inlays unter dem Stereomikroskop&lt;br /&gt;
   Inlay making 20.JPG|Ein Onlay wird ausgearbeitet.&lt;br /&gt;
   Inlay making 25.JPG|Hochglanzpolierte Onlays auf dem Sägemodell.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieferorthopädische Geräte ===&lt;br /&gt;
Herausnehmbare Kieferorthopädische Behandlungsgeräte (beim Laien auch unter den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Regulierung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zahnspange&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Klammer&amp;#039;&amp;#039; bekannt) sind entweder &amp;#039;&amp;#039;[[Plattenapparatur]]en&amp;#039;&amp;#039; (jeweils für einen Kiefer)&amp;lt;ref name=&amp;quot;360gradz-360&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.360gradzahnspange.de/kinder/lose-zahnspange/aktive-platte/ |titel=Aktive Platte – Lose Zahnspange für Kinder – Kieferorthopädie |werk=360gradzahnspange.de |datum=2019-04-16 |abruf=2019-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[wikt:bimaxillär|bimaxilläre]] (beide Kiefer betreffend) &amp;#039;&amp;#039;[[Monoblock (Zahnmedizin)|Monoblöcke]]&amp;#039;&amp;#039; (besser: [[Funktionskieferorthopädie|Funktionskieferorthopädisches Gerät]]), die auf beide Kiefer gemeinsam wirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kfo-online.de/lexikon/F/fko_geraet.html |wayback=20090117150530 |text=Funktionskieferorthopädische Geräte |archiv-bot=2024-06-20 02:04:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platten werden durch speziell geformte Drähte (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Adamsklammer&amp;#039;&amp;#039;) am Restgebiss verankert. Weitere Drähte (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Labialbogen]], der die Lippe und deren Druck abhält) oder Schrauben dienen als aktive Elemente. Monoblöcke hingegen werden gewolltermaßen nicht fest verankert, sondern wirken durch die Funktion (Mundöffnen und -schließen). Auch wenn diese Drahtelemente teilweise vorgefertigt sind, obliegt es doch dem Zahntechniker, diese exakt anzupassen und die Kunststoffteile herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei kieferorthopädischen Geräten unterscheidet sich die Umsetzung in Kunststoff von derjenigen bei Prothesen:&amp;lt;ref&amp;gt;R. Janda, K. Greiner: {{Webarchiv |url=http://www.dentaurum.de/files/pub_orthocryl.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;über: Kunststoffe für herausnehmbare kieferorthopädische Apparate&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB |wayback=20101222125114}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei beiden Verfahrensweisen werden zuerst die Modelle gründlich gewässert, um bei der späteren Polymerisation im Drucktopf ein Aufsteigen von Luftblasen zu verhindern. Anschließend werden sie isoliert, um den Kunststoff nach dessen Aushärtung wieder gut vom Modell lösen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Streumethode: Ohne das Modell einzubetten, wird das Pulver (Polymer) unter leichten Pendelbewegungen direkt auf das Modell gestreut und anschließend mit Flüssigkeit (Monomer) benetzt. Zu beachten ist dabei, dass nur so viel Flüssigkeit appliziert wird, wie vom Pulver aufgenommen werden kann, da es sonst zum Verfließen des Materials kommt.&lt;br /&gt;
* Modelliertechnik: Diese Technik wird bei der Herstellung von bimaxillären Geräten bevorzugt. Hierbei werden 2,5 Teile Pulver mit 1&amp;amp;nbsp;Teil Flüssigkeit in einem Anmischgefäß angerührt und nach einer Anquellzeit von 4 bis 7 Minuten kann der Kunststoff direkt auf das isolierte Modell aufgetragen werden. Nach ca. 10 Minuten setzt die Polymerisation ein.&lt;br /&gt;
Die endgültige Polymerisation erfolgt bei beiden Verfahren bei 2 bis 3 bar in einem Drucktopf und einer Wassertemperatur zwischen 35&amp;amp;nbsp;°C und 45&amp;amp;nbsp;°C für 25 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Zahnspange.png|Ober- und Unterkiefer-Dehnplatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arbeitsbereiche ===&lt;br /&gt;
==== Aufbissschienen ====&lt;br /&gt;
Um eine Aufbissschiene (auch &amp;#039;&amp;#039;Miniplastschiene&amp;#039;&amp;#039; genannt) herzustellen, wird in einem [[Tiefziehen|Tiefziehgerät]] eine etwa 1&amp;amp;nbsp;mm bis 4&amp;amp;nbsp;mm starke Kunststoff-Folie durch Wärme plastifiziert (erweicht) und durch [[Druckluft]] und [[Vakuum|Evakuierung]] über das Kiefermodell gepresst. Anschließend kann der gewünschte Abschnitt aus der Folie herausgefräst und ausgearbeitet werden. Derartig hergestellte Schienen dienen unter anderem dazu, als Trägerfolie provisorische [[Brücke (Zahntechnik)|Brücken]] herzustellen oder [[Trauma (Medizin)|traumatisch]] (unfallbedingt) gelockerte Zähne zu schienen. Auch können sie als Medikamententräger für [[Gel]]s bei einer [[Fluoridierung]] der Zähne dienen. Um sie als &amp;#039;&amp;#039;[[Bruxismus|Knirscherschiene]]&amp;#039;&amp;#039; einzusetzen, können sie [[Individuum|individualisiert]] werden, indem Kunststoff aufgetragen wird, der die gewünschte Position des Gegenkiefers fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   2003-12-03-Erkopressgerät.JPG|Tiefziehgerät&lt;br /&gt;
   Aufbissschiene UK 07.JPG|Aufbissschiene auf dem Modell&lt;br /&gt;
   Aufbissschiene UK 08.JPG|Aufbissschiene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterkieferprotrusionsschienen ====&lt;br /&gt;
Bei Patienten mit einem leichten bis mittelgradigen [[Schlafapnoe-Syndrom|obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom]] (OSAS)&amp;lt;ref name=&amp;quot;S3Schlaf&amp;quot;&amp;gt;{{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/063-001.html|Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen|S3|Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)|2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem [[Upper Airway Resistance Syndrom]] (UARS)&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgzs2007&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Schwarting, Ulrich Huebers, Markus Heise, Joerg Schlieper, Andreas Hauschild |Titel=Position paper on the use of mandibular advancement devices in adults with sleep-related breathing disorders |Sammelwerk=Sleep and Breathing |Band=11 |Nummer=2 |Datum=2007 |Seiten=125–126 |Sprache=en |DOI=10.1007/s11325-007-0116-z |PMC=2211364 |PMID=17464519}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, zwei Formen der schlafbezogenen Atmungsstörungen, kommen als Therapie in manchen Fällen [[Protrusionsschiene|Unterkieferprotrusionsschienen]] zur Anwendung. Durch diese individuell nach Abformung der Zähne gefertigten, labortechnisch hergestellten, einstellbaren Schienensysteme werden Unterkiefer, Zunge und weitere Strukturen nach vorne positioniert und der Biss geöffnet. Dadurch wird die Einengung des Rachenraums verringert, die Atemwege werden im Schlaf mechanisch offen gehalten und der Atemwegswiderstand nimmt ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anti-Schnarch-Schienen ====&lt;br /&gt;
Anti-Schnarch-Apparate werden widersinnigerweise oft als „Schnarchapparate“ bezeichnet. Im engeren Sinne handelt es sich um Anti-Schnarch-Schienen. Es gab und gibt eine ganze Reihe von Versuchen, mit Hilfe an den Zähnen befestigter Apparaturen, dem Schnarchen entgegenzuwirken. Derzeit gibt es angeblich etwa 70 verschiedene Modelle. Auch die Anfertigung derartiger Geräte obliegt dem Zahntechniker nach Beauftragung durch den [[Zahnarzt]]. Protrusionsschiene und [[Mundvorhofplatte#Sonderformen und -Arten|Mundvorhofplatte]]. Eine Anti-Schnarch-Schiene ist keine Leistung der [[Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen|Gesetzlichen Krankenversicherung]]. Sie ist auch nicht im Leistungskatalog der [[Gebührenordnung für Zahnärzte]] enthalten. Sie wird dort als [[Gebührenordnung für Zahnärzte#Analog-Leistungen|Analogleistung]] berechnet. Die Zahntechnikkosten werden nach der [[Bundeseinheitliche Benennungsliste|Bundeseinheitlichen Benennungsliste]] (BEB) für Privatleistungen berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Schnarchen#Hilfsmittel|Schnarchen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausarbeitung und Politur ===&lt;br /&gt;
Bei allen zahntechnischen Arbeiten ist es erforderlich, die Werkstücke sorgfältig auszuarbeiten und auf Hochglanz zu [[polieren]]. Eine Hochglanzpolitur ist eine Oberflächenveredelung. Rauhigkeitsspitzen der Oberflächenstruktur werden plastisch und teilplastisch verformt und so geebnet (Presspolieren; engl. Burnishing). Zum anderen erfolgt je nach Art der Politur ein kleinster bis kleiner Werkstoffabtrag (Glanzschleifen). Die Glätte des Werkstücks reduziert die Anhaftung von [[Zahnbelag|Zahnbelägen]] (Plaque).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lippen und vor allem auch die Zunge des Patienten ertasten und spüren jede kleinste Unebenheit oder sogar scharfe Kante. Die Zunge nimmt alle Unregelmäßigkeiten um ein Vielfaches größer wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politur erfolgt von grob nach fein. Das bearbeitende Medium wird immer feiner: je nach Werkstoff (z.&amp;amp;nbsp;B. Fräse, Schmirgelpapier unterschiedlicher Körnung, [[Bims]]pulver, Ziegenhaarbürste und Leinenschwabbel – die letzten beiden jeweils mit Polierpasten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Die Preise für zahntechnische Leistungen sind, soweit es sich um Zahnersatz für [[Gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlich versicherte]] Patienten handelt, in einer &amp;#039;&amp;#039;Höchstpreisliste&amp;#039;&amp;#039; ([[Bundeseinheitliches Leistungsverzeichnis]] für zahntechnische Leistungen (BEL)) festgelegt. Bei [[Privatpatient]]en können Preise frei nach den Grundsätzen der Angemessenheit und Ortsüblichkeit kalkuliert werden. Die [[Bundeseinheitliche Benennungsliste]] für zahntechnische Leistungen (BEB) gilt dafür als Grundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für Praxislabore geltenden Preise für gesetzlich Versicherte Patienten sind gegenüber den Preisen, die gewerbliche Laboratorien in Rechnung stellen dürfen, um 5 % abgesenkt. Zitat: „Die Beträge nach Satz 6 vermindern sich um 5 vom Hundert für zahntechnische Leistungen, die von Zahnärzten erbracht werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0505700 Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch, Gesetzliche Krankenversicherung, §&amp;amp;nbsp;57, Abs.&amp;amp;nbsp;2]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hintergrund ist, dass ein gewerbliches Labor – im Gegensatz zum praxiseigenen Labor – [[Gewerbesteuer (Deutschland)|gewerbesteuerpflichtig]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahntechnische Arbeiten unterliegen laut § 12 Abs. 2 Nr. 6 UStG dem [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)#Umsatzsteuersätze|ermäßigten Mehrwertsteuersatz]] von 7 % (Stand&amp;amp;nbsp;2017).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/steuersatz-7-zahntechnische-leistungen-12-abs2-nr6-ustg_idesk_PI11525_HI844991.html &amp;#039;&amp;#039;Steuersatz / 7 Zahntechnische Leistungen – § 12 Abs. 2 Nr. 6 UStG&amp;#039;&amp;#039;.] haufe.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstigen Zahnersatz anzubieten, wird vom [[Legislative|Gesetzgeber]] gewünscht. Deshalb empfehlen viele gesetzlichen Krankenkassen ihren Patienten, sich auch über billigen Zahnersatz aus dem Ausland zu informieren. Auch geben manche Krankenkassen ihren Versicherten Empfehlungslisten, die deutsche Dentallabore enthalten, die Zahnersatz vergleichsweise preiswert anfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerzteblatt.de/archiv/zahnersatz-aus-dem-ausland-empfehlungsliste-der-krankenkassen-f1475be6-df1e-4aaa-908c-e1933af398af Aerzteblatt.de, 25. Februar 2009.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei wird jedoch außer Acht gelassen, dass die eingespielte Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker entscheidend für das Behandlungsergebnis ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tendenzen ==&lt;br /&gt;
Künftige Entwicklungen der Zahntechnik gehen in Richtung besonders biokompatibler Werkstoffe, einer Verbesserung und Vereinfachung der Verfahrenstechniken sowie einer weiterhin verbesserten Individualisierung des Zahnersatzes, um jeden Eindruck des „Künstlichen“ zu vermeiden. Dazu bedarf es einer optimalen Zusammenarbeit von Patient, Zahnarzt, Praxispersonal und Zahntechnikern. Weil immer mehr Patienten auf einen nicht nur natürlich aussehenden Zahnersatz, sondern auch auf dessen festen Halt und eine hohe Funktionstüchtigkeit Wert legen, steigt seit Jahren der Anteil des auf Implantaten befestigten Zahnersatzes an. Diese Tendenz wird sich weiter fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahntechnik wird sich in den nächsten Jahren auch dahingehend verändern, dass in das zwar hoch technisierte, aber dennoch manuell geprägte Handwerk eine zunehmend hochspezialisierte [[Automatisierung]] Einzug halten wird. Es sind verschiedene [[CAD|CAD/CAM]]-Systeme verfügbar, die die Kiefersituation durch mechanisches Abtasten, Laser- oder optische [[Laserscanning|Scans]] aufnehmen, um den Zahnersatz am Bildschirm zu konstruieren. Diese Daten werden einer Produktionsmaschine übergeben, die den Zahnersatz aus verschiedensten Materialien fräst oder [[Sintern|sintert]]. Gerüstwerkstoffe wie [[Zirkon]], [[Zirconium(IV)-oxid|Zirconiumoxid]], [[Aluminiumoxid]], [[Titan (Element)|Titan]] usw., die sich durch eine besondere Festigkeit auszeichnen, kommen zunehmend zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arnold Hohmann, Werner Hielscher: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Zahntechnik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neuer Merkur, 1998, ISBN 3-929360-28-4.&lt;br /&gt;
* Horst Gründler, German Bär: &amp;#039;&amp;#039;Meister können für Zahntechniker.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag Neuer Merkur, 2005, ISBN 3-929360-64-0.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hoffmann-Axthelm]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Zahnmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Quintessenz-Verlag, Berlin.&lt;br /&gt;
* D. Haunfelder, L. Hupfauf, W. Ketterl, G. Schmuth u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Zahnheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel C1. Verlag Urban und Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore.&lt;br /&gt;
* Paul Weikart: &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffkunde für Zahnärzte.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Carl Hanser Verlag, München.&lt;br /&gt;
* Dominik Groß: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Zahnmedizin und Zahntechnik - Dictionary of Dentistry and Dental Technology.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Verlag Neuer Merkur, München 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dental laboratory technology|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067341-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahntechnik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Füllungstherapie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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