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	<title>Zahnformel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zahnformel&amp;diff=111133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 19:55 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T19:55:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnformel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebissformel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine Übersicht über die bei [[Säugetiere]]n vorkommenden [[Zahn|Zähne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=Johann Martin Kreutzer|title=Grundriss der gesammten&amp;lt;!-- Sic! --&amp;gt; Veterinärmedizin: mit ausführlicher Darstellung aller in sanitäts- und veterinärpolizeilicher, gerichtlicher, praktischer und komparativwissenschaftlicher Hinsicht besonders wichtigen Krankheiten|url=https://books.google.de/books?id=zgJVAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA133&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de|year=1853|publisher=Palm und Enke|pages=133–}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird in der Regel nur für eine Hälfte des Ober- und Unter[[Kiefer (Anatomie)|kiefer]]s dargestellt, da Gebisse immer vertikal spiegelsymmetrisch sind. Beim Menschen werden die Zähne in vier Quadranten aufgeteilt und vom 1. Schneidezahn nach hinten durchnummeriert. Bei Tieren werden die Zahnformen (als Buchstabe) und die jeweilige Nummer nebeneinandergestellt. Die vier Zahnformen sind I (&amp;#039;&amp;#039;Incisivus&amp;#039;&amp;#039;, [[Schneidezahn]]), C (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, [[Eckzahn]]), P (&amp;#039;&amp;#039;[[Prämolar]]&amp;#039;&amp;#039;, Vormahlzahn) und M (&amp;#039;&amp;#039;[[Molar (Zahn)|Molar]]&amp;#039;&amp;#039;, Mahlzahn). Beispielsweise bezeichnet M1 den ersten Mahlzahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Säugetiere vollziehen nach der Geburt einen [[Dentition|Zahnwechsel]]. Im [[Milchgebiss]] sind immer weniger Zähne vorhanden als im bleibenden Gebiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kenntnis der Zahnformeln ermöglicht das Erkennen von nicht ausgebildeten ([[Hypodontie]]) oder überzähligen Zähnen ([[Hyperdontie]]). In der Tierzucht werden solche Individuen häufig von der Zucht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zoologie]] wird eine kürzere Art von Zahnformeln verwendet, um die Gebisse verschiedener [[Art (Biologie)|Arten]] oder höherer [[Taxon|Taxa]] miteinander zu vergleichen: Hier wird ebenfalls nur jeweils eine Kieferhälfte dargestellt, jedoch die Anzahl der Zähne jeder Zahnart in der Reihenfolge „Schneidezähne · Eckzahn · Prämolaren · Molaren“ angegeben (siehe Beispiel beim [[#Hund|Hund↓]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnformel verschiedener Lebewesen ==&lt;br /&gt;
=== Zahnbenennung ===&lt;br /&gt;
Die Zahnbenennung beim Hund, beim Pferd und bei der Katze erfolgt nach dem [[Zahnschema#Zahnschema nach Triadan|Zahnschema nach Triadan]]. Der Zahnarzt [[Hugo Triadan]] hat es 1972 an der [[Universität Bern]] entwickelt. Er hat sich an das [[Zahnschema#FDI-Zahnschema|FDI-Zahnschema des Menschen]] angelehnt. Im FDI-Schema werden die Quadranten-Ziffern der Kennziffer des Zahnes vorangestellt. Dabei werden die Quadranten gegen den Uhrzeigersinn durchnummeriert. Die Zähne wiederum werden jeweils von der Mitte aus nach hinten durchnummeriert. Im Triadan-Zahnschema sind zur Unterscheidung die Quadrantenziffern von den Zahnziffern durch eine „0“ getrennt. Demnach erhält der obere rechte Schneidezahn die Benennung „101“ (beim Menschen „11“), der untere linke Eckzahn die Benennung „304“, wobei nicht die Zahl, sondern die Ziffern getrennt ausgesprochen werden („drei – null – vier“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|author=Markus Eickhoff|title=Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bei Klein- und Heimtieren|url=https://books.google.de/books?id=NE9A57O61V4C&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de|year=2005|publisher=Georg Thieme Verlag|isbn=978-3-8304-1038-6|pages=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mensch ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zahnschema}}&lt;br /&gt;
Die in Europa übliche Zahnformel für menschliche Zähne wurde im Jahre 1970 von der [[FDI World Dental Federation|Fédération Dentaire Internationale]] als internationaler Standard festgelegt und wird als FDI-Schema bezeichnet. Dieses Zahnschema wird von Fachzeitschriften, in wissenschaftlichen Arbeiten und von Zahnärzten in vielen Ländern gebraucht. Daneben waren und sind einige andere Zahnschemata gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund ===&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|3|1|4|2|M=3|Gesamt=42|Titel=Bleibendes Gebiss der Hunde}}&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|3|1|3|0|M=0|Gesamt=28|Titel=Milchgebiss der Hunde}}&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Hunde]] hat 42 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte drei [[Incisivus|Schneidezähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039;, I), einen [[Eckzahn|Fangzahn (Eckzahn)]] (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, C), vier [[Prämolar|vordere Backenzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, P) und im Oberkiefer zwei, im Unterkiefer drei [[Molar (Zahn)|hintere Backenzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, M). Jeweils einer der Backenzähne, und zwar immer der drittletzte, ist besonders kräftig und wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Raubtiere#Kiefer und Gebiss|Reißzahn]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Dens sectorius&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Im Oberkiefer ist es der P4, im Unterkiefer der M1. Beide greifen wie eine Schere ineinander und dienen zum Zerschneiden von Fleischstücken und zum Abtrennen von Fleisch von den Knochen. Die beiden nach hinten ([[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen|distal]]) anschließenden Backenzähne (M1 und M2 im Oberkiefer, M2 und M3 im Unterkiefer) dienen dem Zermalmen der Nahrung (u.&amp;amp;nbsp;a. auch zum Aufbrechen von Knochen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Hunde hat 28 Zähne. Der P1 und die hinteren Backenzähne besitzen keine Milchzahnvorgänger. Die Zahnarten werden im Milchgebiss meist mit [[kleinbuchstabe|kleinen Buchstaben]] gekennzeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilczek, Christa, Merl, Kristin |Titel=MemoVet. Praxis-Leitfaden Tiermedizin |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=7. |Verlag=Schattauer |Ort=Stuttgart |Datum= |ISBN=978-3-7945-2865-3 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katze ===&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|3|1|3|1|P=2|Gesamt=30|Titel=Bleibendes Gebiss der Katzen}}&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|3|1|3|0|P=2|Gesamt=26|Titel=Milchgebiss der Katzen}}&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Katzen]] hat nur 30 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne (&amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039;, I) und einen Eck- oder Hakenzahn (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, C). Im Oberkiefer sind 3, im Unterkiefer nur 2 vordere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, entsprechen P&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;–P&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; bzw. P&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und P&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) ausgebildet. In jeder Kieferhälfte ist nur ein hinterer Backenzahn (&amp;#039;&amp;#039;Molar&amp;#039;&amp;#039;, entspricht M1) vorhanden. Wie beim Hund bilden P&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; und M&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; ein Paar Reißzähne, die bei Katzen aber den vorletzten bzw. letzten Zahn der Zahnreihe stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Katzen hat 26 Zähne. Die hinteren Backenzähne haben keine [[Milchzahn]]vorgänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hasenartige ===&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Hasenartige]]n hat 28 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte einen großen Schneidezahn (Nagezahn) (&amp;#039;&amp;#039;Dens incisivus major&amp;#039;&amp;#039;, I maj), hinter dem im Oberkiefer noch ein kleiner Stiftzahn (&amp;#039;&amp;#039;Dens incisivus minor&amp;#039;&amp;#039;, I min) steht. Der große und der dahinterliegende kleine Schneidezahn im Oberkiefer sind typisch für alle Hasenartigen und grenzen sie deutlich von den [[Nagetiere]]n ab. Die vorderen großen Schneidezähne werden zwar auch als &amp;#039;&amp;#039;Nagezähne&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, Kaninchen sind aber keine Nagetiere. Eckzähne (&amp;#039;&amp;#039;Canini&amp;#039;&amp;#039;) sind nicht ausgebildet. Im Oberkiefer sitzen bei Hasenartigen 3, im Unterkiefer nur 2 vordere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, P). In jeder Kieferhälfte sind 3 hintere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, M) vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Zähne der Hasenartigen sind [[Zahn#Wurzellose Zähne|wurzellose Zähne]]. Sie haben eine zum Zahnfach hin offene Zahnhöhle (Pulpahöhle) und wachsen zeitlebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grafisch lässt sich die Zahnformel der Hasenartigen so ausdrücken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I maj&amp;lt;br /&amp;gt;I min|—|P1 P2 P3|M1 M2 M3|I maj|—|P1 P2 —|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Hasenartigen hat 16 Zähne. Die großen Schneidezähne haben keine Milchzahnvorgänger, sondern sind bereits zur Geburt als bleibende Zähne durchgebrochen. Die kleinen Schneidezähne des [[Oberkiefer]]s werden gewechselt. Die Molaren haben, wie üblich, keine Milchzahnvorgänger. Die Milchzähne werden mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet (beachte aber das große I bei I maj, kein Milchzahn), die Zahnformel lässt sich also folgendermaßen darstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I maj&amp;lt;br /&amp;gt;i min|—|p1 p2 p3||I maj|—|p1 p2 —|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hechtgebiss}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nagetiere ===&lt;br /&gt;
Das wichtigste Merkmal am Gebiss der [[Nagetiere]] (&amp;#039;&amp;#039;Rodentia&amp;#039;&amp;#039;) sind die vergrößerten mittleren Schneidezähne ([[Nagezahn|Nagezähne]]) im Ober- und im Unterkiefer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei haben [[Mäuse]] mit die härtesten Zähne mit einem Wert von 9,6 auf der Mohsschen Härteskala (Ein Diamant hat den Wert 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss umfasst meist 16 oder 20 Zähne. Abweichungen (12 bis 28 Zähne) sind möglich.&lt;br /&gt;
Das Gebiss hat in jeder Kieferhälfte einen Schneidezahn (&amp;#039;&amp;#039;Dens incisivus&amp;#039;&amp;#039;, I, Nagezahn). Die Nagezähne des Unterkiefers sind meist länger als die des Oberkiefers. Hinter ihnen folgt eine als [[Diastema (Zoologie)|Diastema]] bezeichnete Lücke. Eckzähne sind nicht ausgebildet. Vordere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;) sind bei den Mäuseverwandten (Myomorpha) ebenfalls nicht ausgebildet. Bei den übrigen Unterordnungen ist ein Prämolar vorhanden, beim [[Stummelschwanzhörnchen]] im Oberkiefer sogar zwei. In jeder Kieferhälfte gibt es 3 hintere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zahnwechsel findet meist nicht statt (&amp;#039;&amp;#039;Monophyodontie&amp;#039;&amp;#039;), lediglich Meerschweinchenverwandte besitzen Milchzähne, die allerdings schon vor der Geburt durch die bleibenden ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nagezähne sind generell [[Zahn#Wurzellose Zähne|wurzellose Zähne]]. Sie haben eine zum Zahnfach hin offene Zahnhöhle (Pulpahöhle) und wachsen zeitlebens. Die Backenzähne haben dagegen bei den meisten Arten ein begrenztes Wachstum. Eine Ausnahme machen wiederum Meerschweinchenartige, bei denen alle Zähne wurzellos sind. Deshalb müssen bei [[Heimtier]]en auch die Backenzähne regelmäßig kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die meisten Nagetiere gilt die Formel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I1|—|P1|M1 M2 M3|I1|—|P1|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Mäuseverwandte]] (Myomorpha) gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I1|—|—|M1 M2 M3|I1|—|—|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pferd ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Incisivi Pferd-6.jpg|mini|Schneidezähne des Unterkiefers eines Pferdes: I1–I3 Schneidezähne, C Caninus (Hengstzahn)]]&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Pferde]] hat 36–44 Zähne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vogt2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Carsten Vogt|title=Lehrbuch der Zahnheilkunde beim Pferd|url=https://books.google.de/books?id=AEiHg33XL24C&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de|year=2011|publisher=Schattauer Verlag|isbn=978-3-7945-2690-1|pages=3–}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Variation kommt zustande, weil C und P1 fehlen können. Das Gebiss hat in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne (&amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039;, I). Der Eck- oder [[Hakenzahn]] (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, C) bricht meist nur bei Hengsten durch. Bei Stuten wird er zwar ebenfalls angelegt, durchbricht aber selten das Zahnfleisch. Der erste der 4 vorderen Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, P) ist rudimentär und nicht bei allen Tieren ausgebildet. Wenn er angelegt ist, erscheint er nur als kleines stummelförmiges Zähnchen und wird als „[[Wolfszahn]]“ bezeichnet. Die 3 hinteren Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, M) sind immer ausgebildet. Graphisch lässt sich die Zahnformel der Pferde so ausdrücken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I1 I2 I3|C1|(P1) P2 P3 P4|M1 M2 M3|I1 I2 I3|C1|(P1) P2 P3 P4|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Fohlen hat 24–28 Zähne, in Abhängigkeit davon, ob die Milcheckzähne durchbrechen (was nur selten der Fall ist). Der Wolfzahn und die hinteren Backenzähne besitzen keine Milchzahnvorläufer, die Zahnformel lässt sich also folgendermaßen darstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|i1 i2 i3|(c1)|p2 p3 p4||i1 i2 i3|(c1)|p2 p3 p4|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i1 und p2–4 brechen meist um die Geburt herum durch, i2 erscheint am Ende des ersten Lebensmonats, i3 mit etwa einem halben bis Dreivierteljahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand des Zahndurchbruchs, des Zahnwechsels und der typischen Abnutzungserscheinungen der Zähne lässt sich bei Pferden das ungefähre Lebensalter bestimmen (siehe [[Zahnaltersschätzung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Zahnformel Schwein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwein ===&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Echte Schweine|Schweine]] hat 44 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne (&amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039;, I) und einen Eck- oder Hakenzahn (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, C). Die Mahlzähne werden in 4 vordere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, P) und 3 hintere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, M) untergliedert. Der P1 im Unterkiefer fehlt bei etwa einem Drittel der Individuen ein- oder beidseitig. Dies stellt keine Abnormität dar, sondern ist Zeichen der laufenden Evolution. Ist der P1 vorhanden, repräsentiert das Gebiss mit 44 Zähnen das ursprüngliche Säugergebiss. Alle 44 Zähne hat außer dem Schwein in Europa nur noch der [[Europäischer Maulwurf|Maulwurf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eckzähne der männlichen Tiere ([[Eber]], [[Wildschwein|Keiler]]) sind [[Zahn#Wurzellose Zähne|wurzellose Zähne]]. Sie haben eine zum Zahnfach hin offene Zahnhöhle (Pulpahöhle), wachsen zeitlebens und erreichen eine beachtliche Länge, sodass sie seitlich aus der Maulspalte herausragen. Bei männlichen Schweinen wird der Unterkiefereckzahn auch als [[Gewaff|Hauer]] oder „Gewehr“, der kürzere des Oberkiefers auch „Haderer“ genannt. Ober- und Unterkiefereckzähne schleifen sich gegenseitig an, sodass sie eine scharfe gefährliche Waffe darstellen. Bei Hausschweinen werden sie meist abgekniffen, um das Betreuungspersonal zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graphisch lässt sich diese Zahnformel so ausdrücken:&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I1 I2 I3|C1|P1 P2 P3 P4|M1 M2 M3|I1 I2 I3|C1|P1 P2 P3 P4|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Ferkel/Frischlinge hat 28 Zähne. Der P1 und die Molaren besitzen keine Milchzahnvorläufer, die Zahnformel lässt sich also folgendermaßen darstellen:&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|i1 i2 i3|c1|p2 p3 p4||i1 i2 i3|c1|p2 p3 p4|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederkäuer ===&lt;br /&gt;
Das bleibende Gebiss der [[Wiederkäuer]] ([[Rinder]], [[Schafe]], [[Ziegen]] …) hat 32 Zähne. Es hat in jeder Unterkieferhälfte 3 Schneidezähne (&amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039;, I), im Oberkiefer gibt es keine Schneidezähne. Der Eckzahn (&amp;#039;&amp;#039;Caninus&amp;#039;&amp;#039;, C) ist bei vielen Wiederkäuern ebenfalls nur im Unterkiefer vorhanden, lediglich bei einigen Hirschen kommt er vor. In jeder Kieferhälfte gibt es 3 vordere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;, P), wobei phylogenetisch gesehen der erste fehlt und daher mit P2 zu zählen begonnen wird, sowie 3 hintere Backenzähne (&amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;, M). Graphisch lässt sich die Zahnformel der Wiederkäuer so ausdrücken:&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|— — —|—|P2 P3 P4|M1 M2 M3|I1 I2 I3|C1|P2 P3 P4|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Milchgebiss der Wiederkäuer hat 20 Zähne. Im Oberkiefer fehlen Schneide- und Eckzähne. Die hinteren Mahlzähne besitzen keine Milchzahnvorgänger, die Zahnformel lässt sich also folgendermaßen darstellen:&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|— — —|—|p2 p3 p4||i1 i2 i3|c1|p2 p3 p4|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raubwild ===&lt;br /&gt;
Bei der folgenden Eselsbrücke werden nur die Molaren und Prämolaren einer Gebisshälfte genannt. Hinzu kommen jeweils drei Schneidezähne und ein Eckzahn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsches-jagd-lexikon.de/?title=Zahnformeln Überblick und Erklärungen zu Zahnformeln von Wildtieren.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Merksätze ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fuchs und Hunde sind geblieben&lt;br /&gt;
oben sechs und unten sieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Mardern und den Dächsen&lt;br /&gt;
oben fünf und unten sechse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Iltis und dem Wieseltier&lt;br /&gt;
unten fünf und oben vier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dem Otter im Gesümpf&lt;br /&gt;
oben fünf und unten fünf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die Katze, mit viel Geschrei,&lt;br /&gt;
hat oben vier und unten drei.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besonderheit ===&lt;br /&gt;
Der [[São-Tomé-Halskrausenflughund]] ist das einzige lebende Säugetier mit asymmetrischem Gebissaufbau, die Zahnformel mit I 2/1,5 C 1/1 P 3/3 M 2/3, was 33 Zähne im Gebiss ergibt. Diese ungewöhnliche Anordnung kommt dadurch zustande, dass entweder der rechte oder linke zweite Schneidezahn im Unterkiefer fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZahnformelDetail|I1 I2|C1|P1 P2 P3|M1 M2 —|I1 (I2*)|C1|P1 P2 P3|M1 M2 M3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz-Viktor Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Zähne.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=dXN45pzUWX8C&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de Anatomie für die Tiermedizin].&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-1112-3.&lt;br /&gt;
* Joachim Wahl: [https://www.aid-magazin.de/aid-lexikon/begriff/artikel/zahnformel.html &amp;#039;&amp;#039;Zahnformel&amp;#039;&amp;#039;], in: Archäologie in Deutschland. AiD-Lexikon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierzahnheilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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