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	<title>Zahnfleisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T10:45:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zahnfleisch&amp;diff=143620&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Freie und befestigte Gingiva */</title>
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		<updated>2026-04-04T03:27:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Freie und befestigte Gingiva&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gingiva.jpg|mini|Gingiva (Zahnfleisch)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnfleisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gingiva&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, deutsch früher auch &amp;#039;&amp;#039;Biller&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Hyrtl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alten deutschen Kunstworte der Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Braumüller, Wien 1884; Neudruck: Fritsch, München 1966, S. 27–28.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein Teil der [[Mundschleimhaut]]. Es ist Teil der [[Kauen|mastikatorischen]] [[Schleimhaut]] (Mukosa), die den [[Zahnfach|Alveolarkamm]] bedeckt und die Zähne [[Zahnhals|zervikal]] umgibt. Das Zahnfleisch umschließt als [[epithel]]iale Manschette (Saumepithel) den Zahnhals und dichtet damit die Eintrittsstelle des [[Zahn]]es in den [[Kiefer (Anatomie)|Kieferknochen]] gegenüber der [[Mundhöhle]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.thieme.de/medias/sys_master/8804760682526/9783131603913_musterseite_58_58.pdf?mime=application%2Fpdf&amp;amp;realname=9783131603913_musterseite_58_58.pdf |text=Steininger u.&amp;amp;nbsp;a., Mikroskopische Anatomie |wayback=20140812092441 |archiv-bot=2024-06-20 01:48:37 InternetArchiveBot}} (PDF; 83&amp;amp;nbsp;kB), Thieme Verlag, 2010, ISBN 3-13-147141-7&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zahnfleisch ist der epitheliale Bestandteil des [[Zahnhalteapparat]]es. Erweiterungen und/oder Vertiefungen der Zahnfleischfurche werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnfleischtasche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|Apikal]], d.&amp;amp;nbsp;h. in Richtung der Zahnwurzelspitzen, geht das Zahnfleisch in die lose [[Alveolarknochen|Alveolar]]-Schleimhaut über, von der sie sich durch die &amp;#039;&amp;#039;mukogingivale Grenze&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Linea girlandiformis&amp;#039;&amp;#039;) abgrenzt. Der Gaumen und der Oberkiefer-Alveolarfortsatz sind mit mastikatorischer Schleimhaut überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freie und befestigte Gingiva ==&lt;br /&gt;
Die bereits im Mittelalter als Zahnfleisch&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 490 (&amp;#039;&amp;#039;zanflaisch&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 403 (&amp;#039;&amp;#039;zantvleisch&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnete Gingiva unterteilt man in freie und befestigte Gingiva. Die freie Gingiva umfasst auch die interdentalen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnfleischpapillen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, sie reicht vom Gingivalrand bis apikal zur „freien gingivalen Furche“, die etwa in der Höhe der Schmelz–Zement-Grenze liegt. Die befestigte Gingiva („attached Gingiva“) ist koronal durch die freie Gingivafurche bzw. durch eine Linie durch die Schmelz–Zement-Grenze begrenzt. Sie ist apikal durch die mukogingivale Grenze (markiert den Übergang in die Alveolarmucosa) begrenzt. Die befestigte Gingiva ist durch bindegewebige Fasern fest mit dem darunterliegenden Alveolarknochen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGParo&amp;quot;&amp;gt;[https://www.quintessenz.de/downloads/Leseprobe_20020_Eickholz_Paro_A-Z.pdf P. Eickholz, B. Dannewitz, Anatomie des Parodonts] (PDF; 556&amp;amp;nbsp;kB), Parodontologie Quintessenzverlag, 2012, 23 (4), S. 415–420&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Histologie ==&lt;br /&gt;
Das Epithel der (mastikatorischen) freien Gingiva, teilt man ein in&lt;br /&gt;
* das orale Epithel, welches zur Mundhöhle hin gerichtet ist,&lt;br /&gt;
* das orale Sulkusepithel, welches zum Zahn hin gerichtet ist, aber noch keinen Zahnkontakt aufweist, und&lt;br /&gt;
* das Saumepithel, welches den Kontakt zw. Gingiva und Zahn herstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Epidermis (Wirbeltiere)|befestigte Gingiva]] teilt man ein in&lt;br /&gt;
* das Stratum basale (germinativum)&lt;br /&gt;
* das Stratum spinosum&lt;br /&gt;
* das Stratum granulosum&lt;br /&gt;
* das Stratum corneum (orthokeratinisiert; wenn jedoch der Zellkern vorhanden ist: parakeratinisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zahnfleisch besteht [[Histologie|histologisch]] aus einem mehrschichtigen [[Plattenepithel]], das nur wenige Hornschichten aufweist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGParo&amp;quot;/&amp;gt; Da eine Unterhaut ([[Subkutis]]) fehlt, ist das Zahnfleisch nicht verschiebbar. Zahnfleisch kann nicht nachgebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch heißt &amp;#039;&amp;#039;[[Sulcus gingivae]]&amp;#039;&amp;#039; („Zahnfleischfurche“). Bei gesunden parodontalen Verhältnissen beträgt die Sondierungstiefe beim Menschen ungefähr 2&amp;amp;nbsp;mm. Das dieser Furche zugewandte Epithel ist das &amp;#039;&amp;#039;innere Saumepithel&amp;#039;&amp;#039;. Dieses wird in das frei am Zahn gleitende &amp;#039;&amp;#039;Sulkusepithel&amp;#039;&amp;#039; und das durch [[Hemidesmosom]]en mit dem [[Wurzelzement]] verbundene &amp;#039;&amp;#039;Haftepithel&amp;#039;&amp;#039; unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dreiecksförmige Zahnfleisch zwischen den Zähnen wird als „Interdentalpapille“ (&amp;#039;&amp;#039;Papilla interdentalis&amp;#039;&amp;#039;), die Grenzlinie zwischen dem Zahnfleisch und der verschieblichen dunkelroten [[Mundschleimhaut]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mukogingivallinie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mukogingivale Grenze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnfleischerkrankungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahnfleischbluten.png|mini|150px|Zahnfleischbluten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gingivitis.svg|mini|150px|Zahnfleischentzündung]]&lt;br /&gt;
Eine regelmäßige Reinigung des Sulcus von bakteriellen Belägen und Speiseresten ist notwendig, um einer &amp;#039;&amp;#039;Zahnfleischentzündung&amp;#039;&amp;#039; ([[Gingivitis]]) vorzubeugen, die sich schnell unbemerkt zu einer [[Parodontitis]] entwickeln kann. Beim [[Prophylaxe (Zahnmedizin)|Zähneputzen]] selbst kommt es dabei häufig zu einer vorübergehenden [[Bakteriämie]], gleich welche Methode der Zahnreinigung verwendet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AHA_2007&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://circ.ahajournals.org/cgi/reprint/CIRCULATIONAHA.106.183095v1 |wayback=20080302115416 |text=Prevention of Infective Endocarditis. Guidelines From the American Heart Association. A Guideline... }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erweiterungen und/oder Vertiefungen der Zahnfleischfurche werden als &amp;#039;&amp;#039;Zahnfleischtasche&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wobei Zahnfleischtaschen mit einer Tiefe von 3,5&amp;amp;nbsp;mm und mehr als Zeichen einer Erkrankung angesehen werden können. Die metrische Tiefe, bei der ein Behandlungsbedarf für eine Taschenbehandlung vorliegt, ist individuell unterschiedlich und wird durch den dort vorliegenden Entzündungsgrad (Blutung) maßgeblich bestimmt. Bei etwa 5&amp;amp;nbsp;mm Taschentiefe wechselt, da die Sauerstoffzufuhr dort nicht mehr gewährleistet ist, das mikrobielle Keimspektrum, Anaerobier dominieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei entzündlichen Zahnfleischtaschen weicht auch der darunterliegende Knochen in der Regel zurück. Dann ist der gesamte Zahnhalteapparat in den Krankheitsprozess involviert und es ist eine Parodontitis entstanden. Man spricht dabei von echten Zahnfleischtaschen.&lt;br /&gt;
Besteht kein Knochenabbau und dennoch eine Zahnfleischtasche (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Größenzunahme des Zahnfleisches bei der Einnahme bestimmter Medikamente), spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Pseudotaschen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung wird im Rahmen einer &amp;#039;&amp;#039;systematischen Behandlung von Parodontopathien&amp;#039;&amp;#039; von den [[Gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlichen Krankenkassen]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahnfleischtaschen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bolsa - tooth.jpg|mini|Zahnfleischtasche (spanisch: bolsa)]]&lt;br /&gt;
Die Verankerung des Zahns im [[Zahnfach]] erfolgt durch eine [[Gomphosis]], d.&amp;amp;nbsp;h. ein Zahn ist lediglich über die [[Sharpey-Faser]]n in seinem Knochenfach aufgehängt und nicht mit diesem fest verwachsen. Es besteht also ein natürlicher Spalt (= Parodontalspalt) zwischen Zahn und Knochen, in denen sich die Sharpey-Fasern und [[Wurzelhaut]] befinden. In diesen Spalt können Bakterien eindringen. Insbesondere diejenigen, die sich in diesem Milieu sehr wohl fühlen (= obligate [[Anaerob]]ier), vermehren sich und führen zu [[Entzündung]]en, bei denen die Sharpey-Fasern geschädigt werden. Der [[Zahnhalteapparat]] bildet sich zurück und es entstehen im Parodontalspalt Entzündungsnischen, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Zahnfleischtaschen&amp;#039;&amp;#039;, die sich immer wieder akut mit [[Eiter]] füllen können. Zahnfleischtaschen sind Zeichen einer parodontalen Erkrankung, siehe [[Parodontitis]] (umgangssprachlich Parodontose).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Zahnfleischtaschen unterscheidet die Zahnmedizin zwischen echten Zahnfleischtaschen und Pseudotaschen. Eine Pseudotasche tritt auf, wenn das Zahnfleisch um den betroffenen Zahn herum anschwillt und dadurch eine künstliche Tasche entsteht. Eine „echte“ Zahnfleischtasche dahingegen tritt auf, wenn durch Knochenabbau des Alveolarknochens zwischen Zahnfleisch und Zahn ein Zwischenraum entsteht.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039;: [[Sulcus gingivae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gingivaextension]]&lt;br /&gt;
* [[Hereditäre gingivale Fibromatose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190497-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parodontologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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