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	<title>Zahnbelag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T05:13:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zahnbelag&amp;diff=86678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HuLe13 am 7. November 2024 um 08:07 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-07T08:07:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = K03.6&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Auflagerungen (Beläge) auf den Zähnen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnbelag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plaque) besteht aus mehreren, komplex aufgebauten Schichten und enthält [[Protein]]e, [[Kohlenhydrat]]e, [[Phosphat]]e und [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]]. Zahnbelag entsteht besonders dort, wo Zahnflächen nicht durch natürliche oder künstliche Reinigung belagfrei gehalten werden. Plaque kann zu [[Zahnkaries]], [[Parodontitis]] und [[Gingivitis]] führen. Nach der Konsistenz unterscheidet man zwischen harten (z.&amp;amp;nbsp;B. Zahnstein) und weichen Zahnbelägen (z.&amp;amp;nbsp;B. Nahrungsrückstände oder bakterielle Zahnbeläge wie Plaque), nach ihrer Lage auf der Zahnfläche in solche, die über dem Zahnfleischrand gelegen sind (supragingival), und solche, die unter dem Zahnfleischsaum versteckt und unsichtbar (subgingival) sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plaque-Tooth.jpg|thumb|Zahnbelag]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Calculus-2.jpg|mini|[[Zahnstein]]]]&lt;br /&gt;
Es gibt außer Plaque keine Ablagerung am Körper von Menschen, die bereits zu Lebzeiten zum [[Fossil]] versteinert und daher in der [[Paläopathologie]] näher erforscht wird. So verursachte etwa [[Ultramarinblau]] aus [[Lapislazuli]] sichtbar blaue Ablagerungen im Zahnstein mittelalterlicher Illustratoren, die diese Farbe verwendeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofia Glasl: &amp;#039;&amp;#039;Der blaue Zahn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10 vom 13./14. Januar 2024, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweißschicht ===&lt;br /&gt;
Zunächst bildet sich auf der Zahnoberfläche (dazu gehören auch künstliche Oberflächen wie Füllungen oder [[Zahnersatz]]) ein Niederschlag aus [[Speichel]]eiweiß und [[Epithel]]abschilferungen. Dieser wird in der englischen Fachliteratur &amp;#039;&amp;#039;Pellicle&amp;#039;&amp;#039; genannt. Pellicle bildet innerhalb von etwa einer halben Stunde eine dünne Schutzschicht und ist abspülbar. Im Gegensatz dazu sind die Plaque und die Cuticula, das Zahnoberhäutchen, nur mit Zahnbürsten entfernbar. Das Entfernen der Cuticula ist für die Zahngesundheit nicht erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paro&amp;quot;&amp;gt;D. Heidemann: &amp;#039;&amp;#039;Parodontologie&amp;#039;&amp;#039;. Urban und Schwarzenberg, 1997, ISBN 3-437-05490-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bakterienansiedlung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biofilm|Glykokalyx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Eiweißschicht, die nur wenige [[Meter#Mikrometer|Mikrometer]] dick ist, können sich mit Hilfe der [[Schleimhaut|mukösen]] Anteile des Speichels ([[Muzine]]) [[Bakterien]] ansiedeln, die zur normalen [[Mundflora]] gehören ([[Streptococcus mutans]] zählt nach heutigem Wissensstand nicht zur normalen Bakterienflora der Mundhöhle). Streptococcus mutans bildet [[Dextrane]], die zur Bildung der Plaques beitragen. Diese Mikroorganismen verfügen an ihrer [[Zellwand]] über spezielle [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptoren]], die ihnen diese Bindung ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paro&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symbiose von Bakterien ===&lt;br /&gt;
Kann dieser Vorgang ungestört verlaufen, siedeln sich auf der ersten Bakterienschicht neue Mikroorganismen an und vermehren sich. Nach den Erkenntnissen der [[Biofilm]]-Forschung kleben die Bakterien nicht einfach aufeinander, sondern bilden eine [[Symbiose]], in der sie sich gegenseitig mit [[Stoffwechselprodukt]]en versorgen. Spezielle Kontakt[[molekül]]e sorgen für die Stabilisierung der Bakteriengemeinschaft. Innerhalb der Bakterienschicht verlaufen Kanäle, die die [[Diffusion]] von Stoffen ermöglichen. Zwischen den Bakterien bildet sich eine [[Extrazelluläre Matrix|Matrix]] aus Eiweiß und Kohlenhydraten, die als Nahrungsreserve dient und die Schicht mechanisch verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paro&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biofilme haben ein zähes Leben, der Gebrauch von [[antiseptisch]]en [[Mundspülung]]en kann nur der oberen Zellschicht etwas anhaben. Da Bakterien zur Zellteilung nur eine halbe Stunde benötigen, ist diese Schicht innerhalb kurzer Zeit wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Bei hohem und häufigen [[Zucker]]konsum werden diese Mikroorganismen begünstigt. Dies führt u.&amp;amp;nbsp;a. zu [[Säure]]bildung, damit zu kariösen [[Läsion]]en und schließlich zu [[Karies]].&lt;br /&gt;
Der Zahnbelag, d.&amp;amp;nbsp;h. die Matrix, bestehend aus Schichten von Speiseresten, lebenden Mikroorganismen und ihren Stoffwechselprodukten, nimmt nach wenigen Stunden [[Mineralstoff]]e aus dem Speichel auf und kann dadurch zu [[Zahnstein]] erhärten. Zahnstein ist rauer als die natürliche Zahnoberfläche (oder polierte Füllungen) und begünstigt eine neue Bakterienansiedlung. Seine Entfernung ist daher durch Zahnsteinentfernung oder im Rahmen einer [[Professionelle Zahnreinigung|Professionellen Zahnreinigung]] (PZR) angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte ([[anaerob]]e) Mikroorganismen bilden auch Stoffe, die die [[Immunsystem|Immunabwehr]] reizen. Es kommt dann zur Zahnfleischentzündung ([[Gingivitis]]). Die Reizung bewirkt eine Schwellung und Rötung des Zahnfleischs, das bei Berührung leicht blutet. Verläuft die Entzündung bei empfindlichen Personen weiter, kann [[Parodontitis]] entstehen. Dann kann sich auch unterhalb des Zahnfleischrandes Zahnstein entwickeln, der Minerale aus [[Blut]] und Zahnfleischsekret erhält (anders zusammengesetzt als der Zahnstein oberhalb des Zahnfleischrands, der durch Speichelbestandteile mineralisiert).&amp;lt;ref&amp;gt;Ph. Marsh, M. V. Martin: &amp;#039;&amp;#039;Orale Mikrobiologie.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Thieme Verlag, 2003, ISBN 3-13-129731-X, S.&amp;amp;nbsp;86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Parodontitis und Karies bilden Bakterien in Zahnbelägen auch geruchsintensive [[Schwefel]]verbindungen, woraus der [[Mundgeruch]] resultiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ph. Marsh, M. V. Martin &amp;#039;&amp;#039;Orale Mikrobiologie.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Thieme Verlag, 2003, ISBN 3-13-129731-X, S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feststellung von bakteriellem Zahnbelag (Plaquetest) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Prophylaxe (Zahnmedizin)}}&lt;br /&gt;
Zum Sichtbarmachen der Plaque auf den Zahnflächen und der Mundschleimhaut werden Färbetabletten oder Lösungen verwendet.&lt;br /&gt;
Diese sind auch unter dem Namen „Plaqueindikatoren“ oder „Plaquerevelatoren“ bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Schellerer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6979, Intensive Pflege für strahlende Zähne]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 42/2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Test verfärbt sich der Zahnbelag und zeigt somit an, wo die Zähne noch nicht ausreichend gereinigt sind. Hierbei wird auf verschiedene [[Plaquefärbemittel]] zurückgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfarbige Anfärbung ===&lt;br /&gt;
Tabletten mit [[Erythrosin]] färben mit Plaque behaftete Bezirke auf den Zähnen und der [[Mundschleimhaut]] an. Der stark iodhaltige, aber als Lebensmittelfarbstoff zugelassene Farbstoff steht in Verdacht, Allergien auszulösen, und sollte daher nicht auf Dauer gebraucht werden. Siehe auch [[Iodunverträglichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweifarbige Anfärbung ===&lt;br /&gt;
Der Test unterscheidet zwischen älteren und neueren Zahnbelägen mittels verschiedener Farbstoffzusätze. Stärker vernachlässigte Stellen am Zahn werden sichtbar und können zukünftig gründlicher gereinigt werden. Färbetabletten enthalten als Färbemittel [[Brillantblau]] ([[Colour Index|C.I.]] 42090) und Phloxin&amp;amp;nbsp;B (C.I. 45410). Phloxin (Tetrachlortetrabromfluorescein) gehört zu den [[Xanthen]]-Farbstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UV-Licht ===&lt;br /&gt;
Diese speziell für die Zahnarztpraxis entwickelte Spüllösung enthält [[Fluorescein]]. Unter [[Ultraviolettstrahlung|UV-Licht]] [[Fluoreszenz|fluoresziert]] der Zahnbelag. Bei normalem Licht bleibt diese Anfärbung unsichtbar. Bei sachgemäßer Anwendung sind keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher gebräuchliche Lösungen mit den Farbstoffen [[Fuchsin]] oder [[Kristallviolett]] können herstellungsbedingt gesundheitsschädliche [[Amine]] enthalten. Beim Dauergebrauch großer Mengen besteht ein [[karzinogen]]es Risiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beseitigung (Zahnreinigung) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frischer Zahnbelag kann mechanisch durch Zähneputzen entfernt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mouth&amp;quot;&amp;gt;S. Paraskevas, M. M. Danser, M. F. Timmerman, U. Van der Velden, G. A. van der Weijden: &amp;#039;&amp;#039;Optimal rinsing time for intra-oral distribution (spread) of mouthwashes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Clinical Periodontology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Nummer&amp;amp;nbsp;6, Juni 2005, {{ISSN|0303-6979}}, S.&amp;amp;nbsp;665–669. {{DOI|10.1111/j.1600-051X.2005.00731.x}}. PMID 15882228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sobald der weiche Zahnbelag durch [[Mineralisation]] in Plaque übergeht, kann allein durch gründliches mechanisches Putzen mit [[Zahnbürste]] und [[Zahnpasta]] Plaque nicht mehr entfernt werden. Ein wirksames mechanisches Reinigungsverfahren nutzt [[Ultraschall]]-Verfahren, bzw. die Entfernung durch zahnärztliche Handinstrumente ([[Scaler (Zahnmedizin)|Scaler]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Prophylaxe (Zahnmedizin)}}&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Reinhaltung ist nur durch tägliches gründliches Putzen zu erreichen. Einige chemische  Mittel (z.&amp;amp;nbsp;B. Chlorhexidinlösungen) können die Neubildung von Zahnbelägen hemmen (aber keine Plaque entfernen). Durch die Kombination von häuslicher Mundhygiene, professioneller Mundhygiene und einem konsequenten Einhalten von Kontrollintervallen kann sowohl das Erstauftreten als auch das Wiederkehren von Mundhöhlenerkrankungen verhindert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Axelsson, B. Nyström B., J. Lindhe.: &amp;#039;&amp;#039;[https://de.sda-swissdentalacademy.com/medien/images/Studien/EMS_Clinical_Evidence_Lindhe_und_Axelsson_IV.pdf Langzeiteffekt im Biofilm Management auf die Zahnerhaltung, Kariesbildung und parodontale Erkrankungen bei Erwachsenen. Ergebnisse nach 30 Jahren Untersuchungsdauer]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Clinical Periodontology]]&amp;#039;&amp;#039;. 2004 Sep; 31:749-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Philip Marsh, Michael V. Martin: &amp;#039;&amp;#039;Orale Mikrobiologie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-129731-X. (Übersetzung ins Deutsche der 4.&amp;amp;nbsp;Auflage in englischer Sprache &amp;#039;&amp;#039;Oral Microbiology.&amp;#039;&amp;#039; Reed Educational and Professional Publishing Ltd., 1999)&lt;br /&gt;
* C. J. Adler, K. Dobney u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Sequencing ancient calcified dental plaque shows changes in oral microbiota with dietary shifts of the Neolithic and Industrial revolutions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature Genetics]].&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Nummer&amp;amp;nbsp;4, April 2013, {{ISSN|1546-1718}}, S.&amp;amp;nbsp;450–455, 455e1. {{DOI|10.1038/ng.2536}}. PMID 23416520.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067309-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HuLe13</name></author>
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