<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zacharias_Frankel</id>
	<title>Zacharias Frankel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zacharias_Frankel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zacharias_Frankel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T11:07:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zacharias_Frankel&amp;diff=807055&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: &quot;Leben und Wirken&quot; ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zacharias_Frankel&amp;diff=807055&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-06T09:50:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Leben und Wirken&amp;quot; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brockhaus and Efron Jewish Encyclopedia e15 334-0.jpg|mini|Zacharias Frankel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zacharias Frankel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[30. September]] [[1801]] in [[Prag]]; gestorben am [[13. Februar]] [[1875]] in [[Breslau]]) war ein in [[Böhmen]] und [[Heiliges Römisches Reich|Deutschland]] tätiger konservativ reformorientierter [[Rabbiner]], Vorkämpfer der [[Gleichstellung der Juden]] mit den Christen und Gründungsdirektor des [[Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau|Jüdisch-Theologischen Seminars]] in Breslau.&lt;br /&gt;
Er formulierte ein Programm des „historisch-positiven Judentums“ als Antwort auf das sich ausbreitende [[Reformjudentum]] und gilt als geistiger Vater des [[Konservatives Judentum|konservativen Judentums]] amerikanischer Prägung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Zacharias Frankel.jpg|alt=|mini|Zacharias Frankel, abgedruckt im [https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/10622931 &amp;#039;&amp;#039;Illustrierten jüdischen Familienkalender&amp;#039;&amp;#039;] 1882]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Frankel wurde in Prag als ältester Sohn einer vermutlich recht wohlhabenden jüdischen Familie geboren, der zahlreiche Rabbiner, Religionsgelehrte und Intellektuelle angehörten, darunter mehrere oberste jüdische Richter in Prag und Böhmen sowie der Wiener Schriftsteller [[Ludwig August Frankl]] (1810–1894).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=שאול פנחס ראבינאוויץ |Titel=ר&amp;#039; זכריה פרנקעל: הרב בדרעזדען: חייו, זמנו, ספריו ובית מדרשו |Verlag=אחיאסף |Ort=וורשה |Datum=1898 |Seiten=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zacharias Frankels Mutter Esther, geborene Fischel (1769–1841) betrieb einen Verkaufsstand mit Textilien, sein Vater Koppelmann Frankel (1769–1850) einen Wollhandel, widmete sich jedoch mehrheitlich dem Studium jüdischer Schriften. Er trug den Titel „[[Morenu]]“, unser Lehrer, der ihn als Gelehrten auswies. Die streng religiöse Familie lebte im 5. Stadtbezirk außerhalb der Ghettomauern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brämer&amp;quot; details=&amp;quot;35–58&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Brämer |Titel=Rabbiner Zacharias Frankel. Wissenschaft des Judentums und konservative Reform im 19. Jahrhundert |TitelErg=Gekürzte Fassung der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Zacharias Frankel&amp;#039;&amp;#039;, Freie Universität Berlin 1996 |Reihe=Netiva Band 3 |Verlag=Olms |Ort=Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. |Datum=2000 |ISBN=3-487-11027-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frankel erhielt neben einer jüdischen auch eine säkulare Erziehung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ER&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ismar Schorsch |Hrsg=Lindsay Jones |Titel=Frankel, Zacharias |Sammelwerk=Encyclopaedia of Religion |Band=5 |Auflage=2. |Verlag=Macmillan Reference USA |Ort=Detroit |Datum=2005 |Seiten=3187–3188 |Online= [http://go.galegroup.com/ps/i.do?v=2.1&amp;amp;it=r&amp;amp;ugroup=outside&amp;amp;id=GALE%7CCX3424501075 hinter einer Paywall: Gale Virtual Reference Library]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Talmudstudium in Prag unter Bezalel Ronsburg ging er 1825 nach [[Pest (Stadt)|Budapest]], wo er nach zwei Jahren die [[Maturität]]sprüfung bestand. Danach studierte er Philosophie, Philologie und Naturwissenschaften an der Pester Universität und schloss seine Studien 1830 mit einem Doktorat ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EJ&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Elijah Heller, Yehoyada Amir |Hrsg=Michael Berenbaum, Fred Skolnik |Titel=Frankel, Zacharias |Sammelwerk=Encyclopaedia Judaica |Band=7 |Auflage=2. |Verlag=Macmillan Reference USA |Ort=Detroit |Datum=2007 |Seiten=200–201 |Online= [http://go.galegroup.com/ps/i.do?v=2.1&amp;amp;it=r&amp;amp;ugroup=outside&amp;amp;id=GALE%7CCX2587506718 online: Gale Virtual Reference Library]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit als Rabbiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden Innenraum maurisch Synagoge - 1898 , Helas Bildnr. 27.jpg|mini|hochkant|Inneres der Semper-Synagoge Dresden, eingeweiht von Z. Frankel am 8. Mai 1840, zerstört in der sog. [[Reichskristallnacht]] 1938]]&lt;br /&gt;
1831 bewarb Frankel sich für den Posten des Kreisrabbiners für den [[Okres Litoměřice|Leitmeritzer Kreis]] und wurde von der österreichischen Regierung aus mehreren Kandidaten ausgewählt. Im Frühjahr 1832 trat er seine Stelle an und wurde auch Ortsrabbiner in [[Teplice]], im gleichen Jahr heiratete er Rosa Mayer, die Tochter eines Teplitzer Bankiers. Frankels Interesse galt besonders dem Religionsunterricht und der in Böhmen zu der Zeit nicht üblichen Modernisierung des Gottesdienstes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brämer&amp;quot; details=&amp;quot;35–58&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Dresdner Rabbiners wurde Frankel auf Betreiben seines Freundes und nachmaligen Gemeindevorstehers [[Bernhard Beer]] für das Amt des Rabbiners in Dresden vorgeschlagen und sowohl von der jüdischen Gemeinde Dresden wie auch der sächsischen Regierung 1836 als [[Großrabbiner|Oberrabbiner]] für [[Dresden]] gewählt, gleichzeitig sollte er sich auch um die jüdische Gemeinde in der [[Messe (Wirtschaft)|Messestadt]] [[Leipzig]] kümmern, die an seiner Wahl zum Oberrabbiner nicht beteiligt gewesen war. 1837 erließ das sächsische Kultusministerium ein „Regulativ“ zur staatlichen Aufsicht über Kultus und Unterricht der jüdischen Gemeinde, das wesentlich von Frankel mitgestaltet worden war, 1853 erhielt die Dresdner jüdische Gemeinde eine vom Staat genehmigte neue Gemeindeverfassung, an deren Ausarbeitung Frankel als Rabbiner der Gemeinde mitgewirkt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brämer&amp;quot; details=&amp;quot;60–85&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An der Erarbeitung der sich neu konstituierenden [[Jüdische Gemeinde Leipzig|jüdischen Gemeinde]] in Leipzig war Frankel nur am Rande beteiligt. 1845 wählte die Leipziger „israelitische Religionsgemeinde“ [[Adolf Jellinek]], ebenfalls ein Anhänger der „historisch-positiven Schule“, zum Prediger und Religionslehrer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Kempter |Titel=Die Jellineks 1820–1955. Eine familienbiographische Studie zum deutschjüdischen Bildungsbürgertum |TitelErg=Überarbeitete Dissertation, Universität Heidelberg 1996 |Reihe=Schriften des Bundesarchivs 52 |Verlag=Droste |Ort=Düsseldorf |Datum=1998 |ISBN=3-7700-1606-8 |Seiten=40–45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. August 1838 trat in Sachsen ein Gesetz in Kraft, das zahlreiche die Juden diskriminierende Bestimmungen aufhob, ohne dass die Juden den Christen gleichgestellt wurden. Neu konnten Juden in Dresden und Leipzig das Ortsbürgerrecht erlangen, was die Leistung eines Untertanen- und Bürgereids notwendig machte. Der sächsische Landtag holte bei Frankel ein Gutachten zur Frage des sogenannten „[[Judeneid]]es“ ein, den Juden in einer entwürdigenden Zeremonie bis dahin leisten mussten. Frankels 1839 dem sächsischen Landtag vorgelegte und 1840 veröffentlichte Schrift „Die Eidesleistung der Juden in theologischer und historischer Beziehung“ trug maßgeblich dazu bei, wie Regierungskreise und die jüdische Presse betonten, dass der jüdische Bürgereid dem christlichen angeglichen wurde. Frankels Schrift zeitigte über Sachsen hinaus Wirkung und bildete die Grundlage für die Abschaffung des entwürdigenden „Judeneides“ auch in anderen deutschen Staaten und in Frankreich, nicht aber in Preußen, wo man sich möglicherweise auf ältere Ausführungen [[Moses Mendelsohn]]s stützte. Diese widerlegte Frankel 1846 in einer gut 500 Seiten starken Abhandlung mit dem Titel „Der gerichtliche Beweis nach mosaisch-talmudischem Rechte…“, die er dem preußischen König [[Friedrich Wilhelm IV.]] schickte und damit erwirkte, dass von Juden vor Gericht geleistete Eide in Preußen anerkannt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brämer&amp;quot; details=&amp;quot;99–108&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1835 hatte es in Dresden Bestrebungen gegeben, eine Synagoge an Stelle der verschiedenen, meist privaten Betstuben zu errichten. Frankel, der kaum Einfluss auf den Gottesdienst in den Betstuben hatte, wurde ein großer Befürworter eines Synagogenbaus. Nachdem sich die Hoffnung zerschlagen hatte, von der Stadt kostenlos ein zentral gelegenes Grundstück zu erhalten, erwarb die jüdische Gemeinde ein Grundstück am Rand der Innenstadt in unmittelbarer Nähe des Elbufers. Die Grundsteinlegung, an die Frankel sich noch Jahrzehnte später erinnerte, fand im Juni 1838 statt, die nach den Plänen von [[Gottfried Semper]] erbaute [[Alte Synagoge (Dresden)|Synagoge]] wurde am 8. Mai 1840 feierlich eingeweiht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brämer&amp;quot; details=&amp;quot;135–141&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankel war der erste promovierte böhmische Rabbiner&amp;lt;ref name=&amp;quot;ER&amp;quot; /&amp;gt; und einer der ersten Rabbiner, die deutsch predigten. Er nahm 1845 an der zweiten [[Rabbinerversammlung]] in Frankfurt teil, wo er sich für eine gemäßigtere Form der Neuerungen aussprach als die Mehrheit der teilnehmenden Rabbiner, besonders was die Liturgie in hebräischer Sprache anbelangte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EJ&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem sich die Rabbinerversammlung gegen den Gebrauch des Hebräischen in der Synagoge ausgesprochen hatte, gab Frankel in einem Schreiben vom 18. Juli 1845 seinen Austritt aus der Rabbinerversammlung und brach mit der Reformbewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sally Gans |Hrsg=Georg Herlitz, Bruno Kirschner |Titel=Frankel, Zacharias |Sammelwerk=Jüdisches Lexikon |Band=2 |Verlag=Jüdischer Verlag |Ort=Berlin |Datum=1928 |Seiten=724f |Online= [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/363556 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Berufung als Oberrabbiner nach Berlin lehnte er ab, hauptsächlich weil die [[preußisch]]e Regierung auf seine Forderung nicht einging, das Amt öffentlich anzuerkennen und den jüdischen Glauben dem christlichen gleichzustellen, und blieb in Dresden, bis er 1854 als Direktor des neugegründeten [[Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau|Jüdisch-Theologischen Seminars]] nach [[Juden in Breslau|Breslau]] berufen wurde, wo er bis zu seinem Tod wirkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EJ&amp;quot; /&amp;gt; Frankes Grab befindet sich auf dem [[Alter Jüdischer Friedhof (Breslau)|Alten Jüdischen Friedhof in Breslau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maciej Łagiewski]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Führer zum alten jüdischen Friedhof in Breslau.&amp;#039;&amp;#039; Muzeum Muejskie Wrocławia, Wrocław 2023, ISBN 978-83-65464-52-1, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Jüdisch-Theologisches Seminar ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:MGWJ 1851 Titel.png|mini|hochkant|MGWJ 1851]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
Frankel veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Schriften und vertrat seine Vorstellungen des „historisch-positiven Judentums“ auch als Herausgeber zweier Zeitschriften, in denen er zahlreiche eigene Beiträge veröffentlichte. Von 1844 bis 1846 leitete er die &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judentums&amp;#039;&amp;#039;, 1851 gründete er die &amp;#039;&amp;#039;[[Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums]]&amp;#039;&amp;#039;, die bis 1868 von ihm redaktionell geleitet wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;EJMonatsschrift&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nahum N. Glatzer |Hrsg=Michael Berenbaum, Fred Skolnik |Titel=Monatsschrift Fuer Geschichte und Wissenschaft des Judentums |Sammelwerk=Encyclopaedia Judaica |Band=14 |Auflage=2. |Verlag=Macmillan Reference USA |Ort=Detroit |Datum=2007 |Seiten=433–434 |Online= [http://go.galegroup.com/ps/i.do?v=2.1&amp;amp;it=r&amp;amp;ugroup=outside&amp;amp;id=GALE%7CCX2587514110 online: Gale Virtual Reference Library]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bevor der Historiker [[Heinrich Graetz]] und Pinkus Fritz Frankl, ein Berliner Rabbiner und [[Karäer]]spezialist, die Leitung der Zeitschrift übernahmen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Lewin |Hrsg=Georg Herlitz, Bruno Kirschner |Titel=Frankl, Pinkus Fritz |Sammelwerk=Jüdisches Lexikon |Band=2 |Verlag=Jüdischer Verlag |Ort=Berlin |Datum=1928 |Seiten=754 |Online= [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/363573 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die mit Unterbrechungen bis 1939 weiterbestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EJMonatsschrift&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken ==&lt;br /&gt;
Frankels kritisch konservative Haltung, mit der er eine Mittelstellung zwischen Reformjudentum und jüdischer Orthodoxie einnahm, wurde in den [[USA]] zum Modell für die sich in den 1880er Jahren etablierende Strömung des [[Conservative Judaism]] (Konservatives Judentum). Das 1886 in [[New York City|New York]] gegründete [[Jewish Theological Seminary]] wurde nach dem von Frankel als erstem Direktor maßgeblich geprägten Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau benannt und entwickelte sich zur zentralen Institution des Konservativen Judentums.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YAriel&amp;quot;&amp;gt;Yaakov Ariel: &amp;#039;&amp;#039;Conservative Judaism.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Co–Ha.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, ISBN 978-3-476-02502-9, S. 31–36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2012 wurde in [[Potsdam]] das konservative [[Rabbinerseminar]] [[Zacharias Frankel College]] als Dependance der „Ziegler School of Rabbinic Studies“ der in [[Kalifornien]] beheimateten [[American Jewish University]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wissen/neues-seminar-fuer-rabbiner-in-potsdam/6776974.html &amp;#039;&amp;#039;Neues Seminar für Rabbiner in Potsdam.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 21. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Eidesleistung der Juden in theologischer und historischer Beziehung&amp;#039;&amp;#039; (Dresden 1840, 2. verbess. Auflage 1847). [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/72718 online Ausgabe 1840], [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/504857 online 2. Ausgabe 1847]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der gerichtliche Beweis nach mosaisch-talmudischem Rechte. Ein Beitrag zur Kenntniss des mosaisch-talmudischen Criminal- und Civilrechts. Nebst einer Untersuchung über die Preussische Gesetzgebung hinsichtlich des Zeugnisses der Juden.&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1846). [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/505109 (online)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorstudien zur [[Septuaginta]]&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1841). [http://books.google.ch/books?id=FvkoAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage über das Verhältniss des alexandrinischen und palästinischen Judenthums, namentlich in exegetischer Beziehung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 4. 1850. S. 102–109 ([https://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/4005 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Einfluss der palästinischen [[Exegese]] auf die alexandrinische [[Hermeneutik]]&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1851). [http://books.google.ch/books?id=p2lBAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Darche ha-Mischna: Hodegetik (Einleitung) zur Mischna und den mit ihr in engem Zusammenhange stehenden Büchern Tosefta, Mechilta, Sifra, Sifri&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1859, Zusätze 1867). [http://books.google.ch/books?id=u8xsv4Pqk-EC&amp;amp;pg=PA712#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online hebräisch]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mewo ha-Jeruschalmi: Einleitung in den Jerusalemischen Talmud&amp;#039;&amp;#039; (Breslau 1870). [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=nnc1.cu58847413#page/n4/mode/1up Online hebräisch]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ahawat Zion: Talmud Jeruschalmi&amp;#039;&amp;#039; (Teil I Wien 1874, Teil II Breslau 1875)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Bernhard Beer. Ein Lebens- und Zeitbild&amp;#039;&amp;#039; (Biographie des Vorstehers der jüdischen Gemeinde Dresden, in der Frankel die Kämpfe der sächsischen Juden um eine Verbesserung und Sicherung ihrer rechtlichen Stellung schildert, Breslau 1863). [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1128835 (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seminarprogramme am Breslauer jüdisch-theologischen Seminar:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Über palästinensische und alexandrinische Schriftforschung&amp;#039;&amp;#039; (Programm zur Eröffnung des Seminars am 10. August 1854). [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/495756 (online)]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Grundlinien des [[Talmud|mosaisch-talmudischen]] Eherechts&amp;#039;&amp;#039; (1859). [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/505668 (online)]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Entwurf einer Geschichte der Literatur der nachtalmudischen [[Response (Judentum)|Responsen]]&amp;#039;&amp;#039; (1865). [http://books.google.ch/books?id=pyI9AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zu dem Targum der Propheten&amp;#039;&amp;#039; (1872)&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiges Werkverzeichnis: {{BBKL| archive-url= https://web.archive.org/web/20070630003839/http://www.bautz.de/bbkl/f/frankel_z.shtml |autor=Matthias Wolfes|artikel=Frankel, Zacharias|band=19|spalten=430-445}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitschriften&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judentums&amp;#039;&amp;#039;. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2744856 (online)]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums&amp;#039;&amp;#039;. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2829132 (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Andreas Brämer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Rabbiner Zacharias Frankel. Wissenschaft des Judentums und konservative Reform im 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Gekürzte Fassung der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Zacharias Frankel&amp;#039;&amp;#039;, Freie Universität Berlin 1996&lt;br /&gt;
   |Reihe=Netiva&lt;br /&gt;
   |BandReihe=3&lt;br /&gt;
   |Verlag=Olms&lt;br /&gt;
   |Ort=Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-487-11027-X}}&lt;br /&gt;
* [[Marcus Brann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Jüdisch-Theologischen Seminars (Fraenckel’sche Stiftung) in Breslau. Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum der Anstalt.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der Ausgabe Breslau o.&amp;amp;nbsp;J. (1904). Olms, Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-487-13948-7.&lt;br /&gt;
** [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2883765 Autobiographische Aufzeichnungen Zacharias Frankels]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor= [[Michael A. Meyer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ein historisches Judentum: Zacharias Frankel und Abraham Geiger&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Antwort auf die Moderne. Geschichte der Reformbewegung im Judentum&lt;br /&gt;
   |Verlag=Böhlau Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-205-98363-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=131–138&lt;br /&gt;
   |Originaltitel=A History of the Reform Movement in Judaism&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=sty4B6bDwX0C |Seite=131}}}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|7|266|268|Frankel, Zacharias|J. Perles|ADB:Frankel, Zacharias}}&lt;br /&gt;
* Herkunft und Stammbaum Zacharias Frankels: {{Literatur |Titel=Fränkel (Frankel) |Sammelwerk=Jewish Encyclopedia |Ort=New York |Datum=1901 |Online=[http://www.jewishencyclopedia.com/articles/6284-frankel-frankel online auf: &amp;#039;&amp;#039;jewishencyclopedia.com&amp;#039;&amp;#039;]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Frankel, Zecharias&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jewish Encyclopedia&lt;br /&gt;
   |Ort=New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1901&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.jewishencyclopedia.com/articles/6301-frankel-zecharias online auf: &amp;#039;&amp;#039;jewishencyclopedia.com&amp;#039;&amp;#039;]}}&lt;br /&gt;
* Esther Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Zacharias Frankel. Und das Jüdisch-Theologische Seminar. And the Jewish-Theological Seminary.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-95565-027-8. (deutsch/englisch)&lt;br /&gt;
* Eintrag &amp;#039;&amp;#039;FRANKEL, Zacharias, Dr.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Brocke]] und [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] (Herausgeber), bearbeitet von [[Carsten L. Wilke|Carsten Wilke]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871.&amp;#039;&amp;#039; K·G·Saur, München 2004, No. 466, S.&amp;amp;nbsp;463.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116715804}}&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/search/quick?query=Frankel%2C+Zacharias Frankel, Zacharias: Digitalisierte Texte] Goethe-Universität Frankfurt&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2883487 &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Schriften und Abhandlungen Zacharias Frankel’s&amp;#039;&amp;#039;] zusammengestellt von Marcus Brann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
| AMT        = Oberrabbiner von Dresden&lt;br /&gt;
| ZEIT       = 1836–1854&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER  = –&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER = [[Wolf Landau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116715804|LCCN=n88241450|VIAF=20438799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frankel, Zacharias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großrabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1801]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frankel, Zacharias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. September 1801&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Februar 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
	</entry>
</feed>