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	<title>Zäsur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T08:57:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Z%C3%A4sur&amp;diff=49869&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2024-01-31T16:19:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zäsur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|caesura|de=Schnitt}}) ist in der Verslehre ein sich durch eine Wortgrenze ergebender Einschnitt im [[Vers]]. Wenn der Einschnitt zwischen zwei [[Versfuß|Versfüße]] bzw. [[Metron|Metren]] fällt, so wird er als [[Dihärese]] bezeichnet. Manchmal werden Einschnitte in dieser Hinsicht unterschieden, ein Einschnitt wird also nur dann als Zäsur bezeichnet, wenn er sich im Inneren eines Metrums befindet, oft wird Zäsur aber auch als allgemeinerer Begriff gebraucht, die Dihärese ist dann eine besondere Form der Zäsur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Zäsur entstehenden Teile des Verses werden [[Kolon (Verslehre)|Kola]] genannt. Entsprechend den Bezeichnungen bei der [[Kadenz (Verslehre)|Kadenz]] heißt die Zäsur nach einer [[Hebung (Linguistik)|Hebung]] &amp;#039;&amp;#039;männlich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;stumpf&amp;#039;&amp;#039;, nach einer [[Hebung (Linguistik)|Senkung]] &amp;#039;&amp;#039;weiblich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;klingend&amp;#039;&amp;#039;. Gelegentlich wird die weibliche Zäsur auch &amp;#039;&amp;#039;epische Zäsur&amp;#039;&amp;#039; genannt. Eine vom Metrum geforderte Zäsur, die in die Fuge eines [[Komposition (Grammatik)|Kompositums]] trifft, wird als &amp;#039;&amp;#039;Caesura latens&amp;#039;&amp;#039; („verborgene Zäsur“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zäsuren und Dihäresen im engeren Sinn sind solche, die durch das Versmaß an festgelegter Position im Vers gefordert sind. Solche Versformen werden auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zäsurvers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Beispiele sind [[jambischer Trimeter]], [[Hexameter]] und [[Pentameter]] in der antiken, [[Alexandriner]] und [[Vers commun]] und in der romanischen Dichtung. Eine solche vom Versmaß geforderte Zäsur bzw. Dihärese wird auch &amp;#039;&amp;#039;Inzision&amp;#039;&amp;#039; genannt, speziell die Dihärese beim Pentameter. Das Gegenteil eines geforderten Einschnitts, also ein an einer bestimmten Position unzulässiges oder unerwünschtes Wortende wird [[Brücke (Verslehre)|Brücke]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der germanischen Dichtung erscheint die Zäsur regelmäßig in der [[Langzeile]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Grenze zwischen den Halbzeilen wird allerdings nach [[Andreas Heusler (Altgermanist)|Andreas Heusler]] nicht als Zäsur, sondern als Versgrenze betrachtet.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in neuzeitlichen Nachbildungen antiker Versformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung sind bei den antiken Formen und da besonders beim Hexameter die folgenden Zäsuren:&lt;br /&gt;
* [[Trithemimeres]] (&amp;#039;&amp;#039;caesura semiternaria&amp;#039;&amp;#039;, nach drei [[Halbfuß|Halbfüßen]] meist als Nebenzäsur zu einer Hephthemimeres)&lt;br /&gt;
* [[Penthemimeres]] (&amp;#039;&amp;#039;caesura semiquinaria&amp;#039;&amp;#039;, nach fünf Halbfüßen)&lt;br /&gt;
* [[Katà tríton trochaíon]] (&amp;#039;&amp;#039;caesura trochaica&amp;#039;&amp;#039;, zwischen den beiden Kürzen des dritten [[Daktylus]])&lt;br /&gt;
* [[Hephthemimeres]] (&amp;#039;&amp;#039;caesura semiseptinaria&amp;#039;&amp;#039;, nach sieben Halbfüßen)&lt;br /&gt;
* die [[Dihärese|bukolische Diärese]] (nach dem Ende des vierten Fußes)&lt;br /&gt;
In [[Metrische Notation|metrischer Notation]] wird die Zäsur durch einen senkrechten Doppelstrich ({{Vers|!!}}), manchmal auch durch einen einfachen Strich ({{Vers|!}}) wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel ein Alexandriner von [[Andreas Gryphius]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Gryphius &amp;#039;&amp;#039;[[Es ist alles eitel]]&amp;#039;&amp;#039; (1637)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{{Vers|Du si_ehst, wohi_n du si_ehst, !! nur E_itelke_it auf E_rden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Zäsurreim}}&lt;br /&gt;
Wird die Zäsurgrenze noch zusätzlich durch [[Reim]] betont, so spricht man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zäsurreim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dabei kann sich der Versteil vor der Zäsur mit dem Versende reimen ([[Inreim]]) oder die Versteile vor der Zäsur in aufeinanderfolgenden Versen ([[Mittelreim]]). Beispiele finden sich beim [[Leoninischer Hexameter|Leoninischen Hexameter]] und in An- und Abvers der [[Nibelungenstrophe]]. Ein barockes Beispiel von [[Friedrich Spee]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Spee: &amp;#039;&amp;#039;Trawr-Gesang von der noth Christi am Oelberg in dem Garten&amp;#039;&amp;#039; (1649)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:1.5em; font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bey stiller &amp;lt;u&amp;gt;nacht&amp;lt;/u&amp;gt; {{Vers|!!}} zur ersten &amp;lt;u&amp;gt;wacht&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein stimm sich gund zu klagen.&lt;br /&gt;
Jch nam in &amp;lt;u&amp;gt;acht&amp;lt;/u&amp;gt; {{Vers|!!}} waß die doch &amp;lt;u&amp;gt;sagt&amp;lt;/u&amp;gt;;&lt;br /&gt;
That hin mit augen schlagen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein bezeichnet man als Zäsur jede Art von (künstlerisch motiviertem) Einschnitt in einem literarischen Werk, aber auch in filmischen Werken und Werken der [[Sequentielle Kunst|sequentiellen Kunst]], beispielsweise eine Unterbrechung des Erzählflusses in einem Roman oder ein [[Schwarzbild]] im Film.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 262f.&lt;br /&gt;
* [[Günther Schweikle]], [[Dieter Burdorf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 838.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/begriffe-und-termini/lyrik/1811-zaesur &amp;#039;&amp;#039;Zäsur&amp;#039;&amp;#039; im Online-Lexikon der Kinder- und Jugendmedien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zasur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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