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	<title>Yuezhi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wurgl: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-06-01T08:35:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yuezhi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|c=月氏 oder seltener 月支|p=Yuèzhī}} {{IPA|[y̆ɛ51 d̥ʐ̥ɻ5]}}; manchmal &amp;#039;&amp;#039;Yueshi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rouzhi&amp;#039;&amp;#039; etc.; chinesisch auch &amp;#039;&amp;#039;Guishang&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Guci&amp;#039;&amp;#039; sind gegebenenfalls als [[Skythen|skythisch]] einzuordnen) waren eine [[Indogermanen|indogermanische]] Stammesgruppe im Raum der heutigen chinesischen Provinz [[Gansu]] bis zum [[Tarimbecken]]. Dort lebten sie seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Es ist eine noch weiter zu belegende These, dass sie mit dem [[Iranier|iranischen]] Stamm der [[Massageten]] identisch waren oder in anderer Form Teil der Massageten-Konföderation waren. Der Sprachforscher [[Jahanshah Derakhshani]] bringt sie außerdem mit den &amp;#039;&amp;#039;Guci&amp;#039;&amp;#039; bzw. später &amp;#039;&amp;#039;[[Kutschi|Kuchi]]&amp;#039;&amp;#039; aus Afghanistan in Verbindung. Eine heute sehr verbreitete Hypothese setzt sie weitgehend mit den &amp;#039;&amp;#039;[[Tocharer|Tocharoi/Tochari]]&amp;#039;&amp;#039; römischer Überlieferung gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yuezhi migrations.jpg|mini|Herkunftsgebiet der Yuezhi in Gansu und Stationen der Migration nach Westen mit Jahreszahlen]]&lt;br /&gt;
Die Yuèzhī wurden 176 v. Chr. nach chinesischen Quellen von den [[Xiongnu]] unter [[Mao Tun]] in ihrem frühesten bekannten Nomadisierungsgebiet, dem Grasland des heutigen [[Gansu]] unterworfen, rebellierten, wurden von Mao Tuns Sohn Ki-ok/Laosheng erneut besiegt und zogen 160 v. Chr. westwärts ab. Nach ihrem Sieg über die [[Wusun]], die zu den Xiongnu flüchteten, nomadisierten sie zeitweilig im [[Siebenstromland]] im heutigen Südost-Kasachstan, wo sie eine Generation später von den zurückkehrenden Wusun mit Hilfe der Xiongnu besiegt und vertrieben wurden. Danach flüchteten sie in der historischen Region [[Sogdien]], genauer ins [[Ferghanatal]], das chinesische Quellen [[Dayuan]] nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 141 bis 129 v. Chr. besetzten die Yuèzhī unter einem unbekannten Fürsten [[Baktrien]] und gründeten dort ein neues Reich. Der Staat gliederte sich bald in fünf namentlich bekannte [[Clan]]-Herrschaften und integrierte dabei sowohl diverse Nomadengruppen als auch Sesshafte. Die Juniorpartner der Yuèzhī wurden dabei die [[Kangju]] in [[Sogdien]], als auch ein gewisser Teil der skythischen [[Saken]]. Kriege gegen die [[Parther]], wobei z. B. deren König [[Artabanos I.]] im Feldzug nach Baktrien 123 v. Chr. den Tod fand, kamen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 90 v. Chr. setzte sich im Yuèzhī-Reich der Clan der [[Kuschan]] (chin. Guishuang) durch, der unter [[Kujula Kadphises]] (um 30–80) im frühen ersten Jahrhundert die Herrschaft übernahm. Kujula Kadphises brachte seine Macht durch viele Münzprägungen zum Ausdruck; die Chronik der [[Östliche Han-Dynastie|Jüngeren Han-Dynastie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Hou Hanshu]]&amp;#039;&amp;#039; überliefert seinen Erfolg unter dem Namen Qiu Jiuque. Das neu gebildete Großreich der [[Kuschana]] löste bis Mitte des 1. Jahrhunderts eine Abfolge [[Indo-Griechisches Königreich|indo-griechischer]], [[Indo-Skythische Dynastie|sakischer]] und [[Indo-Parthisches Königreich|indo-parthischer]] Machthaber in [[Gandhara]] ab. Im späten 1. Jahrhundert gab man Goldmünzen heraus, ein Zeichen für Reichtum und umfangreichen Handel. In seiner Blütezeit beherrschte das Kuschana-Reich große Teile Nordwestindiens bis zum Mündungsgebiet des [[Indus]] und wichtige Teile des [[Ganges]]-Tals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bedeutendste Herrscher des Kuschan-Reiches war [[Kanischka]] (um 100–125; Datierungen schwanken aufgrund unterschiedlicher Kalender). Er soll mit dem [[Han-Dynastie|Han-China]] des Feldherren [[Ban Chao]] bzw. dessen Nachfolgern um die Kontrolle des Tarimbeckens gerungen haben und galt als großer Förderer des [[Buddhismus]] (viertes buddhistisches Konzil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Ardaschir I.]] übernahmen die [[Sassaniden]] gegen 240 den westlichen Teil des Kuschan-Reiches; damals erreichte ein Hilferuf China; der Osten blieb selbständig. Die letzte Blüte des Kuschan-Reiches endete im frühen 4. Jahrhundert. Nach dem Zerfall des Reiches wurden ihre Reste im 4. und 5. Jahrhundert von nachdrängenden „[[Hunnen|hunnischen]]“ Gruppen der [[Chioniten]] und [[Hephthaliten]] aufgesogen. Die Frage ist offen, ob bzw. inwieweit der König Kidara, Gründer der [[Kidariten]]-Dynastie, die Reste der Yuèzhī anführte. In der neueren Forschung wird eher angenommen, dass Kidara Anführer „hunnischer“ Invasoren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres ==&lt;br /&gt;
In der Literatur werden die Yuèzhī auch als (echte) [[Tocharer]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Penglin Wang: &amp;#039;&amp;#039;Explanations in the Contact Between Altaic and Tokharian&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mankind Quarterly&amp;#039;&amp;#039; 33.1 (Fall 1992), 79–96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten chinesischen Schriften taucht auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Da-Yuèzhī&amp;#039;&amp;#039; im Zusammenhang mit den in [[Zentralasien]] lebenden Völkern &amp;#039;&amp;#039;[[Dayuan]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Ferghanatal]]) und &amp;#039;&amp;#039;Daxia&amp;#039;&amp;#039; ([[Baktrien]]) auf. Womöglich findet sich das Wort im heutigen &amp;#039;&amp;#039;[[Tadschiken|Tadschik]]&amp;#039;&amp;#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tocharische Sprachen]]&lt;br /&gt;
* [[Buddhismus in Zentralasien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Nawroth, [[Matthias Wemhoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Schätze aus Usbekistan. Von Alexander dem Großen bis zum Reich der Kuschan&amp;#039;&amp;#039;. Kadmos-Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86599-545-2, S. 158–163.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.transoxiana.com.ar/Eran/Articles/benjamin.html Craig Benjamin: The Yuezhi Migration and Sogdia]&lt;br /&gt;
* [http://www.britac.ac.uk/events/2004/asia-abdullaev.cfm Nomad migration in Central Asia]&lt;br /&gt;
* [http://depts.washington.edu/uwch/silkroad/exhibit/kushans/essay.html Jason Neelis: The Kushan Empire]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.geocities.com/jmd_brussels/IBKE.html | wayback=20050529231807 | text=Münzen der griech.-baktrischen und der Kuschana-Herrscher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|LCCN=sh85149433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Ethnie in China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skythen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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