<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Yin_und_Yang</id>
	<title>Yin und Yang - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Yin_und_Yang"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yin_und_Yang&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T19:55:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yin_und_Yang&amp;diff=20331&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Galaxydave: Jin und Jang</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yin_und_Yang&amp;diff=20331&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-20T19:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jin und Jang&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das philosophische Begriffspaar. Zum Symbol siehe [[Yin und Yang (Symbol)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Yin and yang.svg|mini|Yang (Weiß) und Yin (Schwarz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Yin yang.svg|mini|hochkant|[[Yin und Yang (Symbol)|Taijitu]], das Symbol für „individuelles“ Yin und Yang]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yin und Yang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jin und Jang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/wdw/?id=482750 |titel=Jin und Jang – Schreibung, Bedeutung, Definition, Etymologie in WAHRIG Deutsches Wörterbuch |sprache=de |abruf=2026-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Konradin Medien GmbH Leinfelden-Echterdingen |url=https://www.wissen.de/rechtschreibung/jin-und-jang |titel=Jin und Jang {{!}} Rechtschreibung - wie schreibt man Jin und Jang {{!}} wissen.de |sprache=de |abruf=2026-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{zh|v=阴阳|t=陰陽|p=yīn yáng|kj=jam1 joeng4|poj=im-iông}}) sind zwei Begriffe der chinesischen [[Philosophie]], insbesondere des [[Daoismus]]. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte oder [[Prinzip]]ien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen. Ein weit verbreitetes Symbol des kosmischen Prinzips ist das &amp;#039;&amp;#039;Taijitu&amp;#039;&amp;#039;, in dem das weiße Yang (hell, fein, hoch, hart, heiß, positiv, aktiv, leicht, bewegt, stark, männlich) und das schwarze Yin (dunkel, weich, feucht, kalt, negativ, tot, passiv, schwer, grob, ruhig, weiblich) gegenüberstehend dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortbedeutung und früheste Belege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ancient version of the Taijitu by Lai Zhi-De.svg|mini|hochkant|Hotu, das Symbol für Yin und Yang der Welt]]&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung der beiden Zeichen ist nicht gesichert. Im &amp;#039;&amp;#039;[[Shuowen jiezi]]&amp;#039;&amp;#039; bedeutet {{lang|zh-Hant|陰}} (yīn) „dunkel“ als „Südseite der Täler“ und „Nordhang eines Berges“ bzw. „Südufer eines Flusses“ (das Schriftzeichen setzt sich aus den Zeichen für „Hügel“ und „Schatten“ zusammen) – alle Verwendungen deuten auf die Grundbedeutung „schattig, schattiger Ort“; dagegen {{lang|zh-Hant|陽}} (yáng) bedeutet „hell“ als „Südseite der Berge“ und „Nordseite der Täler“ oder „sonnige Anhöhe“ (das Schriftzeichen setzt sich aus den Zeichen für „Hügel“ und „Strahlen der Sonne“ zusammen)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Steininger (Sinologe)|Hans Steininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das fernöstliche Bildungsverständnis und sein Verfall in der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Winfried Böhm]], [[Martin Lindauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Nicht Vielwissen sättigt die Seele“. Wissen, Erkennen, Bildung, Ausbildung heute&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;3. Symposium der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039;) Ernst Klett, Stuttgart 1988, ISBN 3-12-984580-1, S. 107–128, hier: S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zh.wikisource.org/wiki/%E8%AA%AA%E6%96%87%E8%A7%A3%E5%AD%97/15#.F0.A8.B8.8F.E9.83.A8 Shuowen, 15, {{lang|zh-Hant|𨸏部}}]: {{lang|zh-Hant|陰： 闇也。水之南、山之北也。從𨸏侌聲。}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Bedeutungen sind auch für die ältesten bekannten Vorkommnisse der Zeichen &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; auf [[Orakelknochen]] (etwa 16.–11.&amp;amp;nbsp;Jh.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) anzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeichen finden sich auch im [[I Ging|Yijing]] („Buch der Wandlungen“), das in die Zeit der [[Westliche Zhou-Dynastie|westlichen Zhou-Dynastie]] (etwa 1045–770&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) datiert wird, wo sie nur die alltägliche Bedeutung haben. Die Interpretation des „Buches der Wandlungen“ mithilfe einer ausgebildeten Yin-Yang-Lehre ist wesentlich jünger als das &amp;#039;&amp;#039;Yijing&amp;#039;&amp;#039;. Im daoistischen [[Zhuangzi]] ist die Entwicklung der beiden Worte vom alltäglichen Gebrauch über ein umfassenderes Verständnis als polare Naturkräfte bis hin zu Yin und Yang als dem Ursprung aller Dinge ablesbar,&amp;lt;ref&amp;gt;Zhuangzi, III,26,1: {{lang|zh-Hant|陰陽錯行，則天地大絯}} („Wenn Yin und Yang durcheinanderlaufen, geraten Himmel und Erde in große Panik.“); I,21,4: {{lang|zh-Hant|至陰肅肅，至陽赫赫； 肅肅出乎天， 赫赫發乎地； 兩者交通成和而物生焉， 或為之紀而莫見其形}} („Das höchste Yin ist kalt, das höchste Yang heiß. / Kälte entspringt aus dem Himmel, Hitze strömt aus der Erde. / Wenn beide einander durchdringen und dabei eine Harmonie erzielen, / dann entstehen daraus alle Dinge.“) Vgl. [[Tsung-Tung Chang]]: &amp;#039;&amp;#039;Metaphysik, Erkenntnis und praktische Philosophie im Chung-Tzu&amp;#039;&amp;#039;. Klostermann, Frankfurt am Main 1982, S.&amp;amp;nbsp;78–83&amp;lt;/ref&amp;gt; die jedes erkennbare Phänomen und sein Verhalten im Raum und Zeit beschreiben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es auch Versuche, die Grundbedeutung der Zeichen als „das Männliche“ und „das Weibliche“ zu verstehen. Für den volkstümlichen, nichtphilosophischen Zeichengebrauch bietet das [[Buch der Lieder (China)|Shijing]] („Buch der Lieder“) einige Belege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Einfache Umschreibungsversuche ===&lt;br /&gt;
Die beiden Begriffe des &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; genau zu definieren, gestaltet sich schwierig, da sie in der klassischen Literatur für unterschiedlichste Dinge verwendet werden und auch dort keine genaue Definition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine allgemeine Definition bietet Roger T. Ames.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Yin and Yang are terms used to express a contrastive relationship that obtains between two or more things.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Roger T. Ames&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Yin und Yang sind Begriffe, mit denen eine gegensätzliche Beziehung zwischen zwei oder mehr Dingen ausgedrückt wird.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Roger T. Ames: &amp;#039;&amp;#039;Yin and Yang.&amp;#039;&amp;#039; In: Antonio S. Cua (Hrsg.), Encyclopedia of Chinese Philosophy, New York 2003, S.&amp;amp;nbsp;846.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten werden die beiden Begriffe noch bei ihrer frühesten historischen Erwähnung umschrieben, im [[I Ging]] (Buch der Wandlungen). Darin werden &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; mit den Adjektiven stark und schwach, gleich und ungleich sowie männlich und weiblich in Verbindung gebracht. Dieses verallgemeinerte sich später zur Vorstellung, &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; wären die Begriffe für das Weibliche und Männliche und danach noch allgemeiner für zusammenhängende Polarität an sich&amp;lt;ref&amp;gt;Köster, Hermann (1958), Symbolik des chinesischen Universismus, Stuttgart, S.&amp;amp;nbsp;29.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich allein auf den Bedeutungsaspekt von Weiblichkeit und Männlichkeit zu beschränken, greift zu kurz, da Yin und Yang für weitaus mehr Begriffspaare verwendet werden können. Vielmehr stehen beide Begriffe für ein Gegensatzpaar, das den Begriffen „gebend“ (auch „produktiv“ und „konvex“) und „empfangend“ (auch „konkav“)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Steininger (1988).&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. „aktiv“ und „passiv“ entspricht – dabei steht dann &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; für passiv und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; für aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Yin und Yang ist nicht mit dem Gegensatz von Gut und Böse im Sinne eines Kampfes des Lichts gegen die Finsternis zu vergleichen: „Es ist vielmehr ein relativer Gegensatz rhythmischer Art, der zwischen zwei rivalisierenden, doch zusammengehörigen Gruppen besteht, die ebenso wie Geschlechterverbände komplementär sind und die sich wie diese bei der Arbeit ablösen und wechselweise in den Vordergrund treten“&amp;lt;ref&amp;gt;Granet, Marcel (1971), Chinesisches Denken, 2.&amp;amp;nbsp;Aufl., München, S.&amp;amp;nbsp;107.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yin und Yang als Prinzipien der Wandlung und der Korrelation ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen „Gegensätze“ in ihrer wechselseitigen Bezogenheit als eine Gesamtheit, einen ewigen Kreislauf. Daher können sie zur Erklärung von Wandlungsvorgängen und Prozessen und zur Darstellung der gegenseitigen Begrenzung und Wiederkehr von Dingen benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yin und Yang steigen und sinken immer abwechselnd. Nach einer Hochphase des Yang folgt zwingend ein Absinken von Yang und ein Ansteigen von Yin und umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Urprinzip bewegt sich und erzeugt Yang. Wenn die Bewegung ihr Ende erreicht, so wird sie still, und diese Stille erzeugt Yin. Wenn diese Stille ihr Ende erreicht, dann geht sie wieder in Bewegung über. So haben wir abwechselnd bald Bewegung, bald Ruhe. Sie beide bilden zusammen die Basis, von der aus durch Abtrennung Yin und Yang entstehen und auf der die beiden Modi ruhen.|Autor=Alfred Forke|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Forke: &amp;#039;&amp;#039;Die Gedankenwelt des chinesischen Kulturkreises&amp;#039;&amp;#039;. München 1927, S.&amp;amp;nbsp;113.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Yin und Yang können nicht gleichzeitig ansteigen oder absinken. Wenn Yang sich vergrößert, verringert sich Yin und umgekehrt&amp;lt;ref&amp;gt;Fung Yu-Lan: &amp;#039;&amp;#039;A Short History of Chinese Philosophy&amp;#039;&amp;#039;, New York 1966, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorstellung gehört zu einer volkstümlichen bzw. für das Volk bestimmten Ethik des mittleren Maßes: So sollte das Volk in guten Zeiten nicht überschwänglich agieren und z.&amp;amp;nbsp;B. eine gute Ernte für schlechte Zeiten lagern. In schlechten Zeiten sollte im Volk Hoffnung erweckt werden, dass nach der Yin-Yang-Lehre nach diesen schlechten Zeiten auch zwingend wieder gute folgen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandlung von Yin und Yang stellt neben diesen Handlungsweisungen nach den altertümlichen Astronomen auch noch den Grund dar, warum Naturereignisse so ablaufen, wie sie ablaufen, aber auch warum diese Naturereignisse zu einem bestimmten Sozialverhalten führen. So sind Yin und Yang und deren Wandlung sowohl der Grund für den Wandel der Jahreszeiten wie für das Verhalten der Menschen, die sich an dem Wechsel der Jahreszeiten ausrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Granet: &amp;#039;&amp;#039;Das chinesische Denken&amp;#039;&amp;#039;, 2.&amp;amp;nbsp;Aufl., München 1971, S.&amp;amp;nbsp;101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yin und Yang in der chinesischen Philosophie ==&lt;br /&gt;
In der [[Chinesische Philosophie|chinesischen Philosophie]] waren Yin und Yang zwar von Anfang an bekannt, spielten aber zunächst keine bedeutende Rolle. Die Harmonisierung der Komplementarität von &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; wurde ein wesentliches Merkmal im [[Daoismus]], beruhend auf dem Begriff Dao als Bezeichnung für einen Urstoff, der sich gemäß dem &amp;#039;&amp;#039;I Ging&amp;#039;&amp;#039; in die zwei Teile Yin und Yang trennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher’s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 187–189 und öfter.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den konfuzianischen Klassikern finden sich die beiden Zeichen nur bei [[Xunzi]] (Kapitel&amp;amp;nbsp;9 und 17).&amp;lt;ref&amp;gt;Wing-Tsit Chan: &amp;#039;&amp;#039;Sourcebook in Chinese Philosophy&amp;#039;&amp;#039;. Princeton Univ. Pr., Princeton, N.J., 1963, S.&amp;amp;nbsp;244f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In späterer Zeit gewannen sie in einzelnen philosophischen [[Neun Strömungen|Schulen]] die zentrale Rolle eines universalen Prinzipienpaars, vor allem im 3. Jahrhundert v. Chr. bei Zou Yan, der als Begründer der Schule der Naturalisten bzw. der Yin-Yang-Schule (Yinyangjia – {{lang|zh-Hant|陰陽家}}, vgl. [[Japanische Schrift|jap.]] [[Onmyōdō]] – {{lang|ja|陰陽道}})&amp;lt;ref&amp;gt;Onmyōdō ist die japanische Yin-Yang-Lehre&amp;lt;/ref&amp;gt; gilt, und dann besonders im [[Neokonfuzianismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zou Yan ===&lt;br /&gt;
Über die Schriften von [[Zou Yan]] (305–240&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.), der während der [[Hundert Schulen|Zeit der Hundert Schulen]] lebte, gibt es lediglich einen kurzen Überblick im [[Shiji]] (Historische Annalen) von [[Sima Qian]], dem ersten großen Universalgeschichtswerk Chinas. Darin beschreibt Sima den Einfluss Zou Yans auf den ersten Kaiser Chinas [[Qin Shihuangdi]], der die [[Zeit der Streitenden Reiche|Streitenden Reiche]] wiedervereinigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zou Yan hat die bereits vorhandenen, aber noch wenig ausgearbeiteten Vorstellungen von &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; und den [[Fünf-Elemente-Lehre|Fünf Elementen]] miteinander verknüpft und sie auf unterschiedlichste Wissensgebiete wie Astronomie, Astrologie, Geographie, Geschichte und Politik angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geographie versuchte Zou Yan ein vollständiges Modell der Welt zu entwerfen. Nach seinen Ideen besteht die Welt aus neun von Wasser umgebenen Kontinenten, sodass weder Menschen noch Tiere sich zwischen den Kontinenten bewegen können. Diese neun Kontinente sind wiederum jeweils in neun kleinere Kontinente unterteilt, von denen einer dem „Reich der Mitte“, China, entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Fung Yu-Lan: &amp;#039;&amp;#039;A Short History of Chinese Philosophy&amp;#039;&amp;#039;, New York 1966, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dong Zhongshu ===&lt;br /&gt;
[[Dong Zhongshu]] (179–104&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ist ein bedeutender Denker der frühen [[Han-Dynastie|Han-Zeit]], der das Yin und Yang als kosmologische Prinzipien verstand und sie in sein [[Neukonfuzianismus|neukonfuzianisches]] Denkgebäude zu integrieren versuchte. Sein Wirken ist sehr viel besser dokumentiert als das von Zou Yan, da sein Buch [[Chunqiu fanlu]] (Üppiger Tau der Frühlings- und Herbstannalen) erhalten ist. Dieses Werk stellt sowohl eine Auslegung der [[Frühlings- und Herbstannalen]] und des dazugehörigen Gongyang-Kommentars, wie auch eine Niederschrift der eigenen Theorien Dong Zhongshus dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacques Gernet: &amp;#039;&amp;#039;Die chinesische Welt&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1997, S.&amp;amp;nbsp;140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Dong Zhongshu gebraucht die Yin-Yang-Lehre als kosmologisches Erklärungsprinzip. Im &amp;#039;&amp;#039;Chunqiu fanlu&amp;#039;&amp;#039; arbeitet er seine Lehre der Beziehung zwischen Himmel, Erde und Mensch aus. Seine Bemühung, möglichst viele Elemente der damaligen philosophischen Richtungen in seiner Lehre zu vereinigen, zeigt sich in seiner Aussage, das All gründe auf zehn Bestandteile: Himmel, Erde, Yin, Yang, die Fünf Elemente und den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in Dong Zhongshus Vorstellung ein Partner des Himmels und reagiert auf diesen, ebenso wie der Himmel seinerseits auf gute und schlechte Taten des Menschen reagiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der chinesischen Philosophie – Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus&amp;#039;&amp;#039;. München 2001, S.&amp;amp;nbsp;123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders der jeweilige Herrscher des chinesischen Reiches hat starken Einfluss auf die Reaktionen des Himmels. Diese können sich als Katastrophen und Unwetter äußern, wenn der Herrscher sich nicht richtig verhält, aber sich auch positiv z.&amp;amp;nbsp;B. in Form einer guten Ernte auswirken, falls er die richtigen Entscheidungen trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yin und Yang in der Traditionellen Chinesischen Medizin ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bagang}}&lt;br /&gt;
Yin und Yang spielen auch als [[Qi]] in der [[Traditionelle chinesische Medizin#Das Qi in der Spannung von Yin und Yang|traditionellen chinesischen Medizin]] ([[Traditionelle chinesische Medizin|TCM]]) eine wichtige Rolle. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Bagang&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|kurz=1|t=八綱|v=八纲|p=bā gāng|b=Acht Leitkriterien}}) bezeichnet dort acht diagnostische Kategorien, zu welchen auch Yin und Yang gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leere || Fülle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Innen || Außen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kälte || Hitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der TCM geht man davon aus, dass mit zu schwachem &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; (als Herz oder Leber) das &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; (als Magen) nicht mehr ausreichend wirken kann. Mit der Wirkung von Heilkräutern, die harmonisierend und kräftigend auf Herz und Kreislauf einwirken, wird solche Schwachheit ausgeglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erläuterung zum Sinnspruch 40 aus [[Tao Te King]] in Waldemar Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Reflektionen auf das Taoistische Weltbild&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag, Münster 2021, ISBN 978-3-643-14940-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Chinesische Alchemie|chinesischen Alchemie]] und Philosophie haben Yin und Yang Gemeinsamkeiten mit den in der westlichen [[Alchemie]] und damit in der Heilkunde bedeutenden Vorstellungen von [[Schwefel]] und [[Quecksilber]]. Durch die Vereinigung gegensätzlicher bzw. [[Dichotomie|dichotomer]] Substanzen wurde versucht, ein Lebenselixiers bzw. den „Stein der Weisen“ zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher&amp;#039;s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 187–205, 218 und öfter.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yin-Yang-Symbol ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Yin und Yang (Symbol)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Yin-Yang-Symbol, chinesisch [[Taiji (chinesische Philosophie)|Taijitu]] ({{zh|kurz=1|t=太極圖|v=太极图|p=Tàijítú|b=wörtl. Symbol des sehr großen Äußersten / Höchsten}}), ist in China erst seit dem 11. Jahrhundert bezeugt. In den ersten Jahrhunderten seiner Verwendung hatte es unterschiedliche Formen; oft waren es konzentrische Kreise. Die verbreitete Form ([[Datei:Yin yang.svg|20px]]) entstand wohl erst in der Zeit der [[Ming-Dynastie]], in welcher der Taoismus eine erhebliche Verbreitung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabelle Robinet: &amp;#039;&amp;#039;Taiji tu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Taoism&amp;#039;&amp;#039;, Fabrizio Pregadio (Hrsg.), Abingdon 2008, S.&amp;amp;nbsp;934–936.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den beiden Schriftzeichen von &amp;#039;&amp;#039;Yin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yang&amp;#039;&amp;#039; sind u. a. eine sich zusammenballende Wolke sowie eine aufgehende Sonne zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Forke, Alfred (1927), Die Gedankenwelt des chinesischen Kulturkreises, München, S.&amp;amp;nbsp;106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerlich ähnliche Symbole wurden in Europa schon in der Spätantike im römischen Heer verwendet, doch besteht keinerlei historischer oder inhaltlicher Zusammenhang mit dem chinesischen Symbol und dessen Bedeutung und Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeichencodierungsstandard [[Unicode]] ist dem Yin-und-Yang-Symbol der Code &amp;lt;code&amp;gt;U+262F&amp;lt;/code&amp;gt; (dezimal 9775, [[UTF 8]] &amp;lt;code&amp;gt;e298af&amp;lt;/code&amp;gt;) im [[Unicode-Block Verschiedene Symbole]] zugewiesen. In [[HTML]] wird es mit &amp;lt;code&amp;gt;&amp;amp;amp;#9775;&amp;lt;/code&amp;gt; codiert. Das Zeichen erscheint als ☯.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wuji]]&lt;br /&gt;
* [[Pangu]]&lt;br /&gt;
* [[Taijiquan]]&lt;br /&gt;
* [[Yab-Yum]]&lt;br /&gt;
* [[Dialektik]]&lt;br /&gt;
* [[Chang’e]] (Chang’e und Houyi repräsentieren das Yin und Yang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Feng Youlan|Fung Yu-Lan]]: &amp;#039;&amp;#039;History of Chinese Philosophy. Volume 1: The Period of the Philosophers (from the Beginnings to Circa 100 B.C.)&amp;#039;&amp;#039;. [[Princeton University Press|Princeton Univ. Pr.]], Princeton, N.J. 1983, ISBN 0-691-02021-3, S.&amp;amp;nbsp;159–169 ([https://archive.org/details/historyofchinese0001unse/page/n5/mode/2up archive.org], zur Yin-Yang-Schule, englisch).&lt;br /&gt;
* [[Gudula Linck]]: &amp;#039;&amp;#039;Yin und Yang: Die Suche nach der Ganzheit im chinesischen Denken&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. [[Verlag C. H. Beck|C.H. Beck]], München 2006, ISBN 3-406-42123-7 ({{Google Buch |BuchID=ebV8zpyo418C}}).&lt;br /&gt;
* [[Marcel Granet]]: &amp;#039;&amp;#039;Das chinesische Denken. Inhalt – Form – Charakter&amp;#039;&amp;#039;. [[dtv Verlagsgesellschaft|Deutscher Taschenbuch Verlag]], München 1980, ISBN 3-423-04362-8, S.&amp;amp;nbsp;86–109 (klassische Darstellung, erstmals 1934 veröffentlicht).&lt;br /&gt;
* Wing-Tsit Chan: &amp;#039;&amp;#039;A Sourcebook in Chinese Philosophy&amp;#039;&amp;#039;. Princeton Univ. Pr., Princeton, N.J. 1969, ISBN 0-691-01964-9. S.&amp;amp;nbsp;244–250. ([https://archive.org/details/sourcebookinchin0000chan archive.org], erstmals 1963 veröffentlicht, englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Taijitu|Yin und Yang|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://iep.utm.edu/yinyang/||Robin R. Wang}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chinesische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daoismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbol (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dualismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelle Chinesische Medizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Galaxydave</name></author>
	</entry>
</feed>