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	<title>Yeni Rabat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zangala am 21. Januar 2021 um 10:13 Uhr</title>
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		<updated>2021-01-21T10:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bauwerk&lt;br /&gt;
| NAME=Yeni Rabat&lt;br /&gt;
| BILD=YeniRabat,northeast.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG=Ansicht von Nordosten&lt;br /&gt;
| ORT=[[Tao-Klardschetien]], [[Türkei]]&lt;br /&gt;
| BAUMEISTER=&lt;br /&gt;
| BAUJAHR=Erste Hälfte 11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| HÖHE= &lt;br /&gt;
| GRUNDFLÄCHE= &lt;br /&gt;
| BREITENGRAD= 41/04/28/N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD= 42/09/58/E&lt;br /&gt;
| REGION-ISO= TR-08&lt;br /&gt;
| KARTE= ja&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Yeni Rabat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Rabat&amp;#039;&amp;#039; ({{kaS|ენირაბათი}})  ist eine vermutlich aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammende Kirchenruine eines ehemaligen [[Kloster]]s des mittelalterlichen [[Georgier|georgischen]] Königreichs [[Tao-Klardschetien]] in der heutigen nordost[[Türkei|türkischen]] Provinz [[Artvin (Provinz)|Artvin]]. Am Ort von Yeni Rabat wird das im 9. Jahrhundert gegründete, durch ein um 973 abgeschriebenes [[Evangeliar]] berühmt gewordene Kloster &amp;#039;&amp;#039;Schatberdi&amp;#039;&amp;#039; lokalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die vom [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] im Tal des [[Çoruh]] ins Landesinnere führende Schnellstraße&amp;amp;nbsp;10 folgt etwa zehn Kilometer hinter [[Artvin]] in nordöstlicher Richtung bis [[Şavşat]] in einer zunehmend enger und steiler werdenden Schlucht dem [[Berta Suyu]] (georgisch &amp;#039;&amp;#039;Imerchewi&amp;#039;&amp;#039;), einem Nebenfluss des Çoruh. Von dieser Straße biegt, drei Kilometer nach dem Abzweig eines Fahrwegs zur Klosterkirche [[Dolisqana]], an einer Brücke über den [[Ardanuç Çayı]] (georgisch &amp;#039;&amp;#039;Artanudschiszqali&amp;#039;&amp;#039;), der hier in den Berta Suyu mündet, eine Nebenstraße nach Süden in Richtung [[Kars]] ab. Sie erreicht nach knapp 15 Kilometern die Kleinstadt [[Ardanuç]], führt im Tal des Ardanuç weiter und überquert später auf dem Yalnızçam-Pass die gleichnamige, bis 2480 Meter hohe [[Arsiani-Gebirge|Gebirgskette]]. Etwa 12 Kilometer hinter Ardanuç zweigt aus dem Tal ein nicht asphaltierter Fahrweg nach links ab. Er windet sich einen knappen Kilometer durch Weideland hinauf bis zu dem am Hang gelegenen Dorf [[Bulanık (Ardanuç)|Bulanık]] mit seinen massiv aus [[Blockhaus|Blockbohlen]] gefertigten Rinderställen. Von hier verläuft der Weg zur Kirche weitere drei Kilometer in Richtung Ardanuç zurück annähernd auf gleicher Höhe über der Talsohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hinter hohen Laubbäumen verborgene Gehöft neben der Kirchenruine ist als Çamliköy bekannt. Aus einem Seitental fließen kleine Wasserläufe durch grüne Wiesen, die aus der Umgebung eine Oase inmitten der ansonsten im Sommer trockenen Felslandschaft machen. Die Kirche steht auf einer nach Westen vorkragenden Felsnase, die durch eine mehrere Meter hohe Stützmauer im Süden zu einem künstlichen Plateau erweitert wurde. Es bildet die einzige ebene Fläche im Umkreis. Am breitesten ist dieser so entstandene Kirchplatz vor der West- und Südseite, weil dort die Eingänge liegen. Von Nebengebäuden und Umfassungsmauern blieb nichts mehr erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeni Rabat liegt etwa im Zentrum der Region, die aufgrund ihrer zahlreichen Kirchen als „Georgisches [[Sinai (Bibel)|Sinai]]“  bekannt geworden ist. In nördlichen Seitentälern weit oberhalb des Berta Suyu und nur über steile Fahr- oder Fußwege zu erreichen blieben von Westen nach Osten die Reste der ehemaligen Klöster Dolisqana, [[Opiza]], [[Chandsta]] (Porta) und [[Tbeti]] erhalten. In der [[Anatolien|anatolischen]] Hochebene südlich des Yalnızçam-Gebirgsmassivs steht die Rundkirche von [[Bana (Türkei)|Bana]] als einzige in freiem Gelände. [[İşhan]], [[Dörtkilise]] und [[Haho-Kloster|Haho]] sind die türkischen Namen von ehemals bedeutenden georgischen Klöstern in den Bergen am Rand des [[Tortum Çayı|Tortum-Fluss]]tals (&amp;#039;&amp;#039;Tortum Çayı&amp;#039;&amp;#039;) zwischen [[Yusufeli]] und [[Tortum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Eni-Rabat church. View from SE (Marr, 1911).JPG|miniatur|hochkant|links|Ansicht von Südosten. Foto von [[Nikolai Jakowlewitsch Marr|N. J. Marr]] 1911]]&lt;br /&gt;
Unter König [[Wachtang I. Gorgassali]], der in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts regierte, erreichte das georgische Reich [[Iberien (Kaukasien)|Iberien]] seine größte Ausdehnung und erstreckte sich im Westen über einen Teil des späteren Tao-Klardschetien. 575 erbauten die [[Georgische Bagratiden|georgischen Bagratiden]] die Festung von Ardanuç. Nach Einfällen der arabischen [[Umayyaden]] Ende des 8. Jahrhunderts ließ Fürst [[Aschot I. (Georgien)|Aschot I.]] die zerstörte Burg wieder aufbauen und machte sie zum Hauptort von Tao-Klardschetien. Auch noch im 16. Jahrhundert, nachdem die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] das georgische Kleinreich Samzche besiegt hatten, war Ardanuç ein politisches Zentrum und stellte eine sichere Station auf einer Fernhandelsroute zwischen Anatolien und dem [[Kaukasus]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 9. und 10. Jahrhundert, als es den Bagratiden gelungen war, die zersplitterten Fürstentümer zu einigen, wurden im außerhalb der arabischen Einflusssphäre gelegenen Tao-Klardschetien besonders viele Kirchen und Klöster errichtet. Ende des 10. Jahrhunderts wurde Tao-Klardschetien mit drei weiteren Fürstentümern zum [[Königreich Georgien]] vereint. Der Mönch Grigol Chandsteli (759–861), über den Giorgi Mertschule aus dem Kloster Chandsta in seiner 951 verfassten [[Hagiographie]] „Das Leben von Grigol Chandsteli“ berichtet, soll in den 830er und 840er Jahren drei Mönchs- und zwei Nonnenklöster gegründet haben. Auf Grigols Schüler gehen weitere Klostergründungen in den folgenden Jahrzehnten zurück. Viele Klöster erlangten Berühmtheit durch die [[Buchmalerei|illuminierten]] Handschriften, die in ihnen abgeschrieben wurden. Von großer Bedeutung ist die Schriftsammlung von Schatberdi aus dem Jahr 973. Sie trägt den Beinamen „Barhal-Evangelium“, weil darin der Neubau der Klosterkirche [[Barhal]] (georgisch &amp;#039;&amp;#039;Parchali&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt wird, dieses Datum folglich den [[terminus ante quem]] für ihre Fertigstellung angibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres kulturelles Zentrum war das Kloster von Opiza, in dem zahlreiche Handschriften vervielfältigt wurden, darunter das 913 datierte „Evangelium von Opiza“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Fähnrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Grammatik der altgeorgischen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Buske, Hamburg 1994, S. 7, ISBN 978-3875480658&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild traditioneller Wohngebäude (georgisch &amp;#039;&amp;#039;darbasi&amp;#039;&amp;#039;) entstanden in Iberien parallel zu [[Basilika (Bautyp)|Basiliken]] ab Mitte des 6. Jahrhunderts [[Zentralbau]]ten, die später eine monumentale Größe erreichten. Der Grundriss solcher [[Kreuzkuppelkirche]]n in Form eines [[Griechisches Kreuz|griechischen Kreuzes]] bildete die Grundlage des georgischen Kirchenbaus. Die Vorläufer der Bauform aus dem 6. Jahrhundert, wie sie in Georgien erhalten sind, wirken noch gedrungen. Deren breiter Baukörper wurde bei den Kirchen des 10. Jahrhunderts massiv erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Altgeorgische Baukunst. Felsenstädte. Kirchen. Höhlenklöster.&amp;#039;&amp;#039; Anton Schroll, Wien/München 1976, S. 32f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:YeniRabat,south.jpg|miniatur|Ansicht von Süden]]&lt;br /&gt;
Von einem möglichen Vorgängerbau blieb nichts erhalten. Für die heute sichtbaren Ruinen gibt es keinen historischen Hinweis oder eine Inschrift zur Datierung. Dennoch wird allgemein angenommen, dass Yeni Rabat mit dem georgischen Kloster Schatberdi identisch ist. Stilvergleiche ergeben ein uneinheitliches Bild: Die Form des [[Tambour (Architektur)|Tambours]], dessen Außendurchmesser etwa seiner Höhe entspricht, und die Zahl seiner Fenster sind typisch für Kirchen aus der Mitte des 10. Jahrhunderts (etwa Dolisqana, um 945). Typologisch steht Yeni Rabat den Kirchen von Ekeki (türkisch [[Vişneli]], zweite Hälfte 10. Jahrhundert) und Tschangli (Klosterruine in Armenien, erste Hälfte 11. Jahrhundert) nahe. Die Datierung erfolgt nach der Gesamtbeurteilung von Architektur und Bauschmuck vorsichtig in die 1040er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Djobadze, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war die Kirche im Besitz von [[Armenier]]n, die an der Südostecke deutlich erkennbare Restaurierungen vornahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eid, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt; 1893 veröffentlichte der russische Archäologe Andreĭ Mikhailovich Pavlinov (1852–1898) einen ersten Kurzbericht zur Kirche. Ein Jahr später hielt sich der Linguist [[Nikolai Jakowlewitsch Marr]] vier Stunden lang in Yeni Rabat auf. Die Zeit reichte, um eine kurze [[Georgische Schrift|georgische Inschrift]] und einige [[Armenisches Alphabet|armenische Schriftzeichen]] an der Kirche und auf behauenen Steinblöcken, die an modernen Gebäuden in der Nachbarschaft verbaut waren, zu notieren. Nicole und Jean-Michel Thierry waren die ersten Kunsthistoriker nach dem Zweiten Weltkrieg, die im bis dahin schwer zugänglichen Nordosten der Türkei ab Anfang der 1960er Jahre Forschungsreisen unternehmen durften.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Baumgartner: {{Webarchiv|url=http://www.symposiumgeorgia.org/2008/Proceedings2008.pdf |wayback=20130202182546 |text=&amp;#039;&amp;#039;Unknown and less known Georgian monuments in northeast Turkey.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-23 19:01:47 InternetArchiveBot }} (PDF-Datei; 8,08&amp;amp;nbsp;MB) In: Vakhtang Beridze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1st International Symposium of Georgian Culture.&amp;#039;&amp;#039; 21.–29. Juni 2008, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 veröffentlichten sie die Ergebnisse ihrer Untersuchungen des Vorjahres aus Yeni Rabat. Der georgische Kunsthistoriker Wachtang Djobadze besuchte die Kirche in den Jahren 1976 und 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:YewniRabat,squinch.jpg|miniatur|hochkant|Pseudotrompe am nordöstlichen Eckpfeiler des Tambours]]&lt;br /&gt;
Die in ihrem Westarm um ein [[Tonnengewölbe]] verlängerte Kreuzkuppelkirche misst innen in Ost-West-Richtung 16,7 Meter und in Nord-Süd-Richtung 10,7 Meter. Die Breite der nördlichen und südlichen Kreuzarme beträgt 5,6 Meter. Die hinter der an der Außenseite geraden Ostwand verborgene halbrunde [[Apsis]] besitzt eine Breite von 4,8 und eine Tiefe von 4,4 Metern. Sie wurde durch ein zentrales Fenster mit Rundbogen erhellt. Bauern aus der Umgebung brachen die Fensterlaibung heraus und vergrößerten die Öffnung, um einen Zugang zu schaffen, da ihnen die Kirche als Heuschober diente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beiden Seiten ist die Apsis von Nebenräumen ([[Pastophorium|Pastophorien]]) mit halbrunden Ostwänden umgeben, die durch Türen mit den Querschiffen, aber nicht direkt mit der zentralen Apsis verbunden waren. Stattdessen ist an den entsprechenden Stellen der seitlichen Apsiswände jeweils eine quadratische Nische in die Wand eingetieft. Die beiden Nebenräume ergänzen den Grundplan zu einem im Osten außen geschlossenen rechteckigen Baukörper, aus dem nur die Verlängerung des Westarms hinausragt. Ein Zugang befindet sich an der Stirnseite, ein weiterer Zugang an der Südseite des Westarms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Wandschale besteht aus behauenen und geglätteten Rechteckblöcken unterschiedlicher Größen, die in annähernd ebenen Lagen vermauert sind. Deutlich sorgfältiger wurden Tür- und Fensterbögen sowie die Außenwände des Tambours ausgeführt. Am besten erhalten blieben die oberen Wandbereiche im Westen und Süden, an den beiden anderen Seiten fehlt die Wandverkleidung vollständig. Hier ist zwischen den Bäumen nur noch ein von Mörtelmassen zusammengehaltener Schuttkegel zu sehen. Die Innenwände wurden aus meist unbehauenen und grob gefügten Steinbrocken gemauert. Zwei Drittel der Wandstärke bestehen aus einer Mörtelfüllung mit Bruchsteinen. Ehemals noch vorhandene bemalte Putzreste haben gezeigt, dass die Innenwände mit einer Putzschicht überzogen und vollständig bemalt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuppel erhebt sich über vier im Quadrat angeordneten [[Joch (Architektur)|Jochen]] mit schwach ausgeprägten [[Spitzbogen|Spitzbögen]], deren Last über die von [[Pilaster]]n verstärkten Wandecken abgeleitet wird. Die 37 Zentimeter breiten Pilastersteine ragen in einer Stärke von 30 Zentimetern aus der Wand. Der Übergang an den Ecken zur Kreisform des Tambours erfolgt mittels einer Kombination aus [[Pendentif]]s und einem Bündel aus vier parallelen Wulstrippen, die darüber einen [[trompe]]nartigen Halbkreis (Pseudotrompen) bilden. Blendbögen über zwölf Pilastern schmücken den Tambour. Die Kuppelkonstruktion ist zwar von Feuer geschwärzt, aber im Gesamten in gutem Zustand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:YeniRabat,south-window.jpg|miniatur|links|Fenster am südlichen Kreuzarm]]&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Nordwest- und Nordostseite ist der Tambour auch außen gut erhalten. An seiner Außenseite ist er ebenfalls kreisrund, im Unterschied zum [[Zwölfeck|zwölfeckigen]] Tambour von Dolisqana. Wie dort werden die Wandfelder des Tambours durch zwölf gekoppelte Halbsäulen gegliedert, entsprechend den Halbsäulen in [[Öşk Vank]] besitzen sie eine gegeneinander gedrehte Riffelung. Die Säulen sind durch Blendbögen miteinander verbunden. Die so umschlossenen Wandflächen alternieren mit tief eingeschnittenen Dreiecksnischen, nur die Felder in den vier Haupthimmelsrichtungen sind durchfenstert. Dreiecknischen, die für eine vertikale Gliederung der Giebelwände sorgen – meist an der östlichen Außenwand an der Trennlinie zwischen Apsis und Nebenräumen – sind in der georgischen und armenischen Kirchenarchitektur häufig, sie finden sich bis auf Yeni Rabat jedoch nie an einem Tambour. Hier dienen die Nischen dazu, den Tambour plastisch zu gestalten und optisch seine Masse zu reduzieren. Die Zahl von vier Fenstern im Tambour ist typisch für Kirchen aus der Mitte des 10. Jahrhunderts, danach erhöhte sich die Fensterzahl, in Öşk Vank auf 12 und in İşhan auf 16. Demgegenüber scheinen die spiraligen Halbsäulen, die im Lauf der Zeit ihre eher statische Funktion zugunsten einer rein dekorativen aufgaben, eine Weiterentwicklung von İşhan zu sein und damit für eine Bauzeit nicht vor der Mitte des 11. Jahrhunderts zu sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Djobadze, S. 75f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Nordfassade in ihrem desolaten Zustand offenbar nie restauriert wurde, sind an der Süd- und Westseite Reparaturen mit recht beliebig und unpassend eingefügten Steinquadern erkennbar. Deutlich wird dies an einigen zweitverwendeten Ornamentsteinen. Bemerkenswert sind die geometrischen Reliefs an den Fensterlaibungen der Süd- und Westseite. Die Kette aus sich ineinander schlingenden Halbkreisen, umrahmt von einem Spiralwulst, wurde außergewöhnlich akkurat ausgeführt, sorgfältiger als die übrigen Dekorformen. Möglicherweise schuf diese Fenster ein anderer Steinmetz. Insgesamt kommen in Yeni Rabat einige gestalterische Neuerungen vor, die nicht mit der zeitgenössischen Tradition zusammenpassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Djobadze, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wachtang Djobadze: &amp;#039;&amp;#039;Early Medieval Georgian Monasteries in Historic Tao, Klardjetʿi and Šavšetʿi.&amp;#039;&amp;#039; (Forschungen zur Kunstgeschichte und christlichen Archäologie, XVII) Franz Steiner, Stuttgart 1992, S. 72–77&lt;br /&gt;
* [[Volker Eid]]: &amp;#039;&amp;#039;Ost-Türkei. Völker und Kulturen zwischen Taurus und Ararat&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1990, S. 199f, ISBN 3-7701-1455-8 &lt;br /&gt;
*Thomas Alexander Sinclair: &amp;#039;&amp;#039;Eastern Turkey: An Architectural and Archaeological Survey. Vol. II.&amp;#039;&amp;#039; The Pindar Press, London 1989, S. 23&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Georgisch-orthodoxes Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tao-Klardschetien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in der Provinz Artvin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenruine in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1040er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Provinz Artvin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zangala</name></author>
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