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	<title>Yem (Sprache) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:29:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yem_(Sprache)&amp;diff=1363221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Magipulus: BKS-Link korrigiert</title>
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		<updated>2020-01-24T18:08:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKS-Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache = Yem&amp;lt;br /&amp;gt;Yemsa&lt;br /&gt;
| Länder = [[Äthiopien]]&lt;br /&gt;
| Sprecher = 500.000?&lt;br /&gt;
| Klassifikation = &lt;br /&gt;
*[[Afroasiatische Sprachen|Afroasiatisch]]&lt;br /&gt;
**[[Omotische Sprachen|Omotisch]]&lt;br /&gt;
***Nordomotisch&lt;br /&gt;
****[[Gonga-Gimojan]]&lt;br /&gt;
*****Gimojan&lt;br /&gt;
| KSprache = Yem&lt;br /&gt;
| Minderheitensprache = [[Datei:Flag of the Southern Nations, Nationalities, and Peoples%27 Region.svg|border|20px]] [[Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker|YeDebub]] ({{ETH}})&lt;br /&gt;
| ISO1 = &lt;br /&gt;
| ISO2 = &lt;br /&gt;
| SIL = jnj&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yemsa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Janjero&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt) ist eine [[Omotische Sprachen|omotische Sprache]], die im Süden [[Äthiopien]]s gesprochen wird. Es wird dem Gimojan-Zweig des Nordomotischen zugerechnet. Die Sprecherzahl ist nicht gesichert, die Schätzungen gehen von einigen Tausend bis zu einer Anzahl von 500.000. Als [[Yem (Volk)|Yem]] im Sinne einer ethnischen Zugehörigkeit wurden bei der Volkszählung in Äthiopien 2007 160.447 Personen erfasst. Das Yem ist bislang nur in wesentlichen Grundzügen beschrieben, die vorliegenden linguistischen Darstellungen weichen außerdem in vielen Punkten voneinander ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Yem lassen sich ein normaler, ein adliger und ein königlicher [[Soziolekt]] unterscheiden; ihr Wortschatz unterscheidet sich im Bereich von Körperteilen, Waffen, Kleidungsstücken sowie bei Verben der Bewegung und der Funktion des menschlichen Körpers. Durch die politische Zugehörigkeit zu Äthiopien weist der Wortschatz eine deutliche [[Amharische Sprache|amharische]] Beeinflussung auf, ein Beispiel hierfür ist &amp;#039;&amp;#039;tamara&amp;#039;&amp;#039; „lernen“ – amharisch &amp;#039;&amp;#039;təmarə&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phonologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie omotische und darüber hinaus afroasiatische Sprachen typisch, verfügt das Yem über stimmlose, stimmhafte und [[Glottalisierung|glottalisierte]] [[Konsonant]]en; die meisten Konsonanten können auch geminiert auftreten. Es existierten fünf [[Vokal]]phoneme (/a/, /e/, /i/, /o/, /u/) in zwei distinktiven Quantitäten; außerdem werden ein mittlerer, ein hoher und ein tiefer Ton unterschieden, die, falls bekannt, im Folgenden mit einem Akut für den Hochton und einem Gravis für den Tiefton bezeichnet werden. Die Töne sind vorwiegend von morphologischer Bedeutung, sie dienen nur selten zur Unterscheidung zweier [[Lexem]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pronomen|Pronomina]] bilden getrennte Formen für [[Singular]] und [[Plural]], wobei im Singular in der 2. und 3. Person durch Tonwechsel auch die Genera Maskulinum und Femininum unterschieden werden. Durch Tonwechsel und durch [[Suffix]]e oder [[Postposition]]en lassen sich des Weiteren neun [[Kasus]] bilden: tá „ich“, tà „mein“, táan „mich“, táak „mir“, táaki „zu mir“, táassì „in mir“, táakìn „von mir weg“, táanèen „mit mir“. Auch bei den Nomina werden die Genera durch Tonwechsel unterschieden; der Plural wird nicht konsequent markiert. Die [[Definitheit (Linguistik)|Determination]] wird durch ein Suffix -s angezeigt, Kasus werden durch Suffixe oder Postpositionen markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Verb]]al[[Konjugation (Grammatik)|konjugation]] lassen sich verschiedene [[Modus (Grammatik)|Modi]] unterscheiden, die meist periphrastisch gebildet werden, allein der [[Indikativ (Modus)|Indikativ]] bildet verschiedene Tempora. Synthetische konjugierte Formen haben folgenden Aufbau (Zusammenfassung von Daten nach Girma (zitiert nach Bender) und Lamberti):&lt;br /&gt;
* Verbalstamm&lt;br /&gt;
* Pluralmarker -s(e)- (nur 3. Person und 2. Person höflich, nach Girma auch 2. Person maskulinum und femininum)&lt;br /&gt;
* Tempusmarker:&lt;br /&gt;
** Perfekt: ∅/i&lt;br /&gt;
** Habitativ/Futur: f&lt;br /&gt;
** duratives Präsens: dif&lt;br /&gt;
** Futur: a/u/∅&lt;br /&gt;
** Präsens: a&lt;br /&gt;
* Person/Numerus (&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; steht für Höflichkeitsformen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Singular&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Plural&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || 2. m. || 2. f. || 2. h. || 3. m. || 3. f. || 3. h. || 1. || 2. m. || 2. f. || 2. h. || 3. m. ||3. f. || 3. h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (a)n || (a)t || (a)t || eni || ∅, e, n || ∅, a, n || ete, e, ne || (i)ni || (e)ti || (e)ti || (e)ni || te, e, one || te, ∅, a, one || te, e, one&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Genus:&lt;br /&gt;
** 1. Person: unmarkiert&lt;br /&gt;
** 3. und (nur nach Girma) 2. Person: Maskulinum: Hochton, Femininum: Tiefton&lt;br /&gt;
* Tempus/Aspekt:&lt;br /&gt;
** á/à/∅: Futur (Lamberti)&lt;br /&gt;
** r: Präsens&lt;br /&gt;
* Verschiedene postverbale Suffixe&lt;br /&gt;
** Morphem &amp;#039;&amp;#039;wa&amp;#039;&amp;#039;: Emphase (so Lamberti)&lt;br /&gt;
** Interrogative Suffixe -o, -oso, -(a)ro&lt;br /&gt;
Die Negation wird durch ane (Perfekt), -atta (Präsens), afa...za (Futur), -ta (Imperativ/Jussiv) markiert. Das Perfekt und andere Tempora besitzen eigene negative Personalaffixe. Die folgende Tabelle listet die Personalaffixe des negativen Perfekts nach Lamberti auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Singular&lt;br /&gt;
! Plural&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. || 2. || 3. m. || 3. f. || 1.–3.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|t || è || é || à || wie affimative Formen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe weiterer Tempora beziehungsweise Modi wird analytisch mit Hilfsverben gebildet. Verbalnomina werden durch verschiedene Suffixe abgeleitet. Außerdem lassen sich durch bestimmte Suffixe auch Verben mit modifizierter Bedeutung ableiten, beispielsweise passive und reflexive Verben mit -t: šuk „opfern“ – šuk-t „geopfert werden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Syntax ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wortstellung scheint SOV vorzuherrschen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| maskasu-s&lt;br /&gt;
| iʔo-s&lt;br /&gt;
| anfala-sik&lt;br /&gt;
| kaɗ-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frau – Determination&lt;br /&gt;
| Baum – Determination&lt;br /&gt;
| Axt – Instrumental&lt;br /&gt;
| sie schnitt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | „Die Frau schnitt den Baum mit einer Axt.“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Kopula (Grammatik)|Kopula]] fungieren in affirmativen Sätzen wa, in negativen Sätzen te, in Entscheidungsfragen r und in Sachfragen ba, die alle an das [[Prädikatsnomen]] suffigiert werden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;bar maŋ&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Bender; dort &amp;#039;&amp;#039;mam&amp;#039;&amp;#039;, das nach Lamberti 1993, Seite 364; [http://www.sil.org/silesr/2002/SILESR2002-053.pdf PDF,] S. 19 und dem folgenden Satz zu &amp;#039;&amp;#039;maŋ&amp;#039;&amp;#039; emendiert ist&amp;lt;/ref&amp;gt; asu-wa&amp;#039;&amp;#039; er – schlecht – Mann – ist „er ist ein schlechter Mann“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;ta maŋ asú-te&amp;#039;&amp;#039; ich – schlecht – Mann – nicht bin „ich bin kein schlechter Mann“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;am-ba&amp;#039;&amp;#039; „was ist es?“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;miní šabó maʔa-r&amp;#039;&amp;#039; Kuh – Milch – gut – ist? „ist die Milch der Kuh gut?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbal- und Nominalphrasen können durch die Fokuspartikeln &amp;#039;&amp;#039;wa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;(m)ba&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;(m)be&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tu&amp;#039;&amp;#039; fokussiert werden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;yeé-wà&amp;#039;&amp;#039; „Er &amp;#039;&amp;#039;ist gekommen&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;oo-m-bé yeé&amp;#039;&amp;#039; „&amp;#039;&amp;#039;Wer&amp;#039;&amp;#039; ist gekommen?“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;né tù yeér&amp;#039;&amp;#039; „&amp;#039;&amp;#039;Du&amp;#039;&amp;#039; kommst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enrico Cerulli: &amp;#039;&amp;#039;ed Alcune Linguae Sidama dell&amp;#039; Omo (Basketo, Ciara, Zaissè)&amp;#039;&amp;#039;, 1938.&lt;br /&gt;
* Marcello Lamberti: &amp;#039;&amp;#039;Materialien zum Yemsa. Studi Linguarum Africae Orientalis, Band 5.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1993.&lt;br /&gt;
* M. Lionel Bender: &amp;#039;&amp;#039;Comparative morphology of the Omotic languages (LINCOM studies in African linguistics)&amp;#039;&amp;#039;. LINCOM Europa 2000, ISBN 3-89586-251-7 &amp;#039;&amp;#039;(zum Yem: S. 95 ff.).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=jnj Ethnologue]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Yem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omotische Sprachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magipulus</name></author>
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