<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Yasna</id>
	<title>Yasna - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Yasna"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yasna&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T20:02:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yasna&amp;diff=1067214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Yasna&amp;diff=1067214&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-03T10:24:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yasna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[avestisch]] &amp;#039;&amp;#039;yasna-&amp;#039;&amp;#039;, [[Nomen]] Maskulinum,&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Kellens, Eric Pirart: &amp;#039;&amp;#039;Les Textes vieil-avestiques.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Reichert Verlag, Wiesbaden 2009, S.&amp;amp;nbsp;291.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Opfer“&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Panaino: &amp;#039;&amp;#039;Religionen im antiken Iran.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 22–29, hier: S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist der Name der [[Liturgie|Primärliturgie]] des [[Zoroastrismus]] und der wichtigste Bestandteil der Schriften des &amp;#039;&amp;#039;[[Avesta]]&amp;#039;&amp;#039;, der sakralen Schriftensammlung der Anhänger der Lehre des iranischen Religionsstifters [[Zarathustra]]. Begleitet durch rituelle Handlungen ist die [[Rezitation|Rezitierung]] dieser Liturgie auch die wichtigste religiöse Zeremonie der Zoroastrier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Namen ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Yasna“ (auch „Jasna“) bedeutet „anbeten, opfern, preisen“; über das Stammwort &amp;#039;&amp;#039;yaz&amp;#039;&amp;#039; auch mit [[Yasht|Yašt]] und [[Yazata]] verwandt. Die Schriftensammlung bezieht ihren Namen von der Zeremonie, zu der sie rezitiert wird. Von „Yasna“ leitet sich im [[Mittelpersische Sprache|Mittelpersischen]] der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Yašn&amp;#039;&amp;#039;, im [[Persische Sprache|Neupersischen]] der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ǧašn&amp;#039;&amp;#039; (جشن) ab. Letzteres bleibt auch im heutigen Iran und im gesamten persischen Sprachraum ein allgemein benutzter Begriff und bezeichnet dort ein frohes Fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Liturgie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodleian J2 fol 175 Y 28 1.jpg|rechts|mini|250px|Yasna 28.1 als Teil des [[Gathas|&amp;#039;&amp;#039;Ahunavaiti Gatha&amp;#039;&amp;#039;]] in [[Avestische Schrift|avestischer Schrift]]]]&lt;br /&gt;
Die Yasna-Liturgie ist ein wesentlicher Bestandteil des [[Avesta]]s. Der Yasna besteht aus 72 „&amp;#039;&amp;#039;Hâ&amp;#039;&amp;#039;s“ oder „&amp;#039;&amp;#039;Hât&amp;#039;&amp;#039;s“, vom Avestischen &amp;#039;&amp;#039;ha&amp;#039;iti&amp;#039;&amp;#039;, „Schnitt“, entsprechend „Abschnitt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil des Yasnas sind – neben den sprachlich in unterschiedlichem Maße jüngeren Abschnitten – die [[Gathas]]. Diese sind Hymnen, welche sich sowohl stilistisch und sprachwissenschaftlich als auch inhaltlich von anderen Teilen des Yasnas unterscheiden lassen und auf die Person Zarathustras zurückgeführt werden. Die siebzehn Hymnen der fünf Gathas sind zugleich Abschnitte 28–34, 43–46, 47–50, 51 und 53 der Yasna-Sammlung (Der in die Gathas eingebettete &amp;#039;&amp;#039;Yasna Haptanhaiti&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Johanna Narten]]: {{Literatur |Titel=Der Yasna Haptaŋhāiti |Verlag=Reichert |Ort=Wiesbaden |Datum=1986 |ISBN=3882262834}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der sogenannte „siebenteilige“ Yasna, wurde zur selben Zeit wie die Gathas in rhythmischer Prosa verfasst&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo G. Cereti: &amp;#039;&amp;#039;Die iranischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran&amp;#039;&amp;#039; (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Skira editore, Milano, Kunsthistorisches Museum Wien). Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 31–37, hier: S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Abschnitte des Yasnas enthalten Anrufungen und Gebete an das zoroastrische alt-iranische Pantheon (die &amp;#039;&amp;#039;Yazata&amp;#039;&amp;#039;), dessen Anwesenheit bei der „Verehrung“ erbeten wird. Yasna 9 bis 11 entsprechen dem Hom Yasht, das wie die anderen Yashts des Yasnas nicht zu der [[Yasht|Yasht-Sammlung]] zählt. Yasna 12 stellt inhaltlich ein [[Glaubensbekenntnis|Bekenntnis]] zum zoroastrischen Glauben dar. Teils beziehen sich Inhalte auf andere Abschnitte des Yasnas und sind hierbei Ausführungen derselben. Das „Ahuna Vairya“ oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ahunwar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://iranicaonline.org/articles/ahunwar-middle-persian-form-of-avestan-ahuna-vairya-name-of-the-most-sacred-of-the-gathic-prayers-y Encyclopaedia Iranica].&amp;lt;/ref&amp;gt; das wichtigste der vier zoroastrischen Gebete ([[Mantra]]s), das gesprochen von Ahura Mazda den Widersacher [[Ahriman]] für (weitere) 3000 Jahre in die Finsternis zurücktrieb,&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Panaino: &amp;#039;&amp;#039;Religionen im antiken Iran.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 22–29, hier: S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich in Yasna 27. Yasna 55 enthält einen Lobgesang auf die Gathas. Yasna 63–69 bilden die Gebete, die in der Zeremonie durch das &amp;#039;&amp;#039;Ape-Zaothra&amp;#039;&amp;#039;-Ritual begleitet werden. Die letzten drei Abschnitte sind Danksagungen an die anfangs herbeigerufenen Yazata.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zeremonie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Parsi-jashan-ceremony-1.jpg|mini|Eine „äußere“ &amp;#039;&amp;#039;Yasna&amp;#039;&amp;#039; Zeremonie (hier: eine [[Parsen|Parsische]] Haussegnung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Yasna“ ist die bedeutsamste religiöse Zeremonie der Zoroastrier. Als „innere“ Zeremonie, d. h. in ritueller Reinheit und somit am Altar eines [[Feuertempel]]s vollbracht, erfolgt diese in zwei Schritten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt werden Vorbereitungen getroffen, unter anderem eine Weihe des Bereichs, in dem das Ritual stattfindet, und die Zubereitung der ersten &amp;#039;&amp;#039;Parahaoma&amp;#039;&amp;#039;-Mischung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Schritt ist die tatsächliche Yasna-Zeremonie, eine aus dem Gedächtnis erfolgende Rezitierung der Liturgie, begleitet durch mehrere rituelle Handlungen, unter anderem die Zubereitung einer zweiten &amp;#039;&amp;#039;Para[[Soma (Getränk)|haoma]]&amp;#039;&amp;#039;-Mischung. Der Höhepunkt und eigentlicher Zweck der Zeremonie sind die &amp;#039;&amp;#039;Ape-Zaothra&amp;#039;&amp;#039; ([[Persische Sprache|mittelpersisch]] und [[Persische Sprache|neupersisch]]: &amp;#039;&amp;#039;ab-zohr&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich „Gabe/Geschenk an das Wasser“), die Stärkung des Wassers, die durch eine Mischung der zwei &amp;#039;&amp;#039;Parahaoma&amp;#039;&amp;#039;-Zubereitungen symbolisch vollbracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „innere“ und die „äußere“ Yasna-Zeremonie können je mehrere Stunden in Anspruch nehmen und werden wie die meisten zoroastrischen Rituale im Angesicht des heiligen Feuers verrichtet, das – im Avestischen als „Atar“ bezeichnet – in der Welt der alten iranischen Religion Reinheit und Wahrhaftigkeit (&amp;#039;&amp;#039;[[Asha]]&amp;#039;&amp;#039;) repräsentiert und welchem in der [[Mittelpersische Sprache|Pahlavi-Literatur]] als beschützende Macht [[Amescha Spenta|Asha Vahishta]] (&amp;#039;&amp;#039;Aša Vahišta&amp;#039;&amp;#039;) zugeordnet ist. Yasna (Hât) 62 des Avestas ist Atar gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während, wie aus [[Sassaniden|sassanidischer]] Zeit attestiert, früher die Rezitation durch acht zoroastrische Priester (mittelpersisch: „Magu-pat“, neupersisch „[[Mobed]]“)&amp;lt;ref&amp;gt; Wörtl. „Herr des Magiertums“ (&amp;#039;&amp;#039;magu-&amp;#039;&amp;#039;; neupers. &amp;#039;&amp;#039;moġ&amp;#039;&amp;#039;); mittelpers. &amp;#039;&amp;#039;pat&amp;#039;&amp;#039; entspricht neupers. &amp;#039;&amp;#039;bod&amp;#039;&amp;#039; = „Herr“.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfolgte, wird sie heute in der Regel durch zwei ausgeführt. Der Zelebrant ist der &amp;#039;&amp;#039;Zut&amp;#039;&amp;#039; (Avestisch: &amp;#039;&amp;#039;Zaotar&amp;#039;&amp;#039;), und seine Assistenz, die auch für die Vorbereitungen zuständig ist, sind ein oder mehrere [[Raspi]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „Zaotar“, wie auch „Yasna“, hat einen [[Indoiranische Sprachen|indo-iranischen]] Ursprung und ist etymologisch mit dem [[Vedische Sprache|vedischen]] &amp;#039;&amp;#039;Hotar&amp;#039;&amp;#039; verwandt. In den Gathas bezeichnet sich Zarathustra als Zaotar. Im mittelpersischen Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Bundahischn]]&amp;#039;&amp;#039; wird in der Wiederauferstehung dieser Begriff auf [[Ahura Mazda]] angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Ancient Iran&amp;#039;&amp;#039;. Hashem-e Razi, Teheran, Sokhan, 2002.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia Iranica&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Ehsan Yarshater&lt;br /&gt;
* Übersetzungen: J. Darmesteter, L. H. Mills, F. Wolff. Siehe auch [http://www.avesta.org www.avesta.org].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Old Avestan Glossary&amp;#039;&amp;#039;. P. Oktor Skjaervo, Harvard University.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Avesta. Übersetzung des Textes&amp;#039;&amp;#039;. Jalil Doostkhah. Morvarid, 1996.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Concise Pahlavi Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. D. N. MacKenzie. Routledge Curzon, 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altiranische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Schrift (Zoroastrismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Avestisch)|Yasna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranistik|Yasna]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>