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	<title>Yōkai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:59:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Y%C5%8Dkai&amp;diff=370235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Federclown: Kommafehler</title>
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		<updated>2025-12-03T22:33:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommafehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bakemono-tsukushi-emaki Shiofuki.jpg|mini|Darstellung eines Shiofuki aus dem &amp;#039;&amp;#039;Bakemono tsukishi emaki&amp;#039;&amp;#039;; anonym, Tuschmalerei auf Papier, erste Hälfte 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yōkai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|妖怪}}) sind Figuren des [[japan]]ischen Volksglaubens, die mit unerklärlichen Geschehnissen und Phänomenen assoziiert werden. Sie sind mit [[Dämon]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;Zinn L., (2020) “Bidlo, Oliver, Fanfan Chen, Thomas Honegger und Frank Weinreich, Hg. Fantastic Animals, Animals in the Fan-tastic. fastitocalon. Studies in Fantasticism, Ancient to Modern VI , 1 &amp;amp; 2 (2016)”, Zeitschrift für Fantastikforschung 7(2). [[doi:10.16995/zff.1999]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Kobolden, Gestaltwandlern, Gespenstern und Geistern im deutschen Volksglauben vergleichbar. Heutzutage ist Yōkai ein Oberbegriff für übernatürliche Wesen. Bekannt sind  die aus der [[Heian-Zeit]] stammenden Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mononoke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|物の怪}}) und &amp;#039;&amp;#039;Oni&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Obake]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|お化け}}) und &amp;#039;&amp;#039;Bakemono&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Edo-Zeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yōkai sind [[animistisch]] und treten in vielen verschiedenen Formen auf; sie können beispielsweise Gegenstände, Alltagsgegenstände, Tiere oder [[Anthropomorphismus|anthropomorphe Tiere]] sein. [[Komatsu Kazuhiko|Kazuhiko]] teilt Yōkai in drei Domänen auf: Ereignis (&amp;#039;&amp;#039;dekigoto&amp;#039;&amp;#039;)/Phänomen (&amp;#039;&amp;#039;genshō&amp;#039;&amp;#039;), Präsenz (&amp;#039;&amp;#039;sonzai&amp;#039;&amp;#039;) und Objekt (&amp;#039;&amp;#039;zōkei&amp;#039;&amp;#039; [auch Abbildung/Skulptur]), wobei die Yōkai die Vergegenständlichung der ersten beiden Domänen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Dylan Foster |Titel=The book of yokai: mysterious creatures of Japanese folklore |Verlag=University of California press |Ort=Oakland, California |Datum=2015 |ISBN=978-0-520-27101-2 |Seiten=42-71}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Fluss, in dem ein Kind ertrinkt, macht weder das Wetter noch das Wasser zum schuldigen Yōkai, das Ereignis bzw. Phänomen wird auf eine Kreatur übertragen, hier den [[Kappa (Yōkai)|Kappa]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Dylan Foster, Kijin Shinonome |Titel=The book of yokai: mysterious creatures of Japanese folklore |Verlag=University of California Press |Ort=Oakland, California |Datum=2015 |ISBN=978-0-520-27101-2 |Seiten=171-172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Gemeinsamkeit aller Yōkai ist dabei ihre [[Liminalität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden mit den Yōkai sind die &amp;#039;&amp;#039;[[kami]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Gott&amp;quot;, &amp;quot;göttliches Wesen&amp;quot;) des [[Shintō|shintoistischen Glaubens]]. Während kami häufig als &amp;quot;gute&amp;quot; übernatürliche Wesen angesehen werden und Yōkai als &amp;quot;schlechte&amp;quot; übernatürliche Wesen, ist das Zusammenspiel ihrer komplexer als eine polare Gegenüberstellung und von der Sichtweise abhängig. Yōkai befinden sich in einer Dualität von Gut und Böse. Auch ist die individuelle Betrachtungsweise ausschlaggebend dafür, ob ein Yōkai gut oder böse ist.&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
Eine weitere Beschreibung ist, dass Yōkai &amp;#039;&amp;#039;kami&amp;#039;&amp;#039; sind, die nicht angebetet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formen reichen von den bösartigen &amp;#039;&amp;#039;[[Oni]]&amp;#039;&amp;#039; bis zu den missgünstigen &amp;#039;&amp;#039;[[Kitsune]]&amp;#039;&amp;#039; („Fuchs“) und der &amp;#039;&amp;#039;[[Yuki Onna]]&amp;#039;&amp;#039; („Schneefrau“). Einige besitzen teils tierische und teils menschliche Züge, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Kappa (Fabelwesen)|Kappa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Tengu]]&amp;#039;&amp;#039;. Yōkai besitzen übernatürliche Kräfte, so dass Begegnungen mit ihnen gefährlich sein können. Yōkai sind oft auch von undurchsichtigen Motiven und Plänen getrieben. Einige Geschichten erzählen von &amp;#039;&amp;#039;Yōkai&amp;#039;&amp;#039;, die sich mit Menschen fortgepflanzt haben, um Halb-Yōkai (&amp;#039;&amp;#039;[[Han&amp;#039;yō]]&amp;#039;&amp;#039;) hervorzubringen. Viele dieser Geschichten beginnen als Liebesgeschichten, aber nehmen kein gutes Ende wegen der vielen Hindernisse, die einer Beziehung zwischen Mensch und &amp;#039;&amp;#039;Yōkai&amp;#039;&amp;#039; entgegenstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Yōkai vermeiden Kontakt mit Menschen und leben in unbewohnten Gebieten weit entfernt von menschlichen Behausungen. Andere wiederum leben bei menschlichen Siedlungen, weil sie von den Menschen oder der Wärme menschlicher Häuser durch Feuer angezogen werden. Mit den Yōkai verbindet man traditionell das Feuer, den Nordosten und die Jahreszeit Sommer, in der die Geisterwelt der irdischen am nächsten ist. Yōkai und Obake werden oft in ebenso belustigenden wie schrecklichen Formen abgebildet. Durch Waffen sind die meisten Yōkai nicht verwundbar, aber [[Shintō|shintoistische]] Exorzisten ({{jaS|退治屋|taijiya}}) oder buddhistische Mönche besitzen die notwendigen Kräfte, um sie zu bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japanische Volkskundler und Historiker sehen Yōkai als Phänomene an, die ihren Beobachtern übernatürlich oder unerklärlich erschienen. Inspiriert von der [[Japanische Mythologie|japanischen Mythologie]] oder eigenen Ideen bildeten in der [[Edo-Zeit]] viele Künstler wie [[Toriyama Sekien]] eine Vielzahl an Yōkai ab. Viele vermuten heutzutage bei einigen so erschaffenen Yōkai (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Kameosa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Amikiri]]&amp;#039;&amp;#039;) fälschlich einen mythologischen Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine breite Vielfalt von Yōkai im japanischen Volksglauben. Yōkai ist ein weitgefasster Begriff, um praktisch alle Monster und übernatürlichen Wesen zu bezeichnen, einschließlich jener aus westlichem Volksglauben. So wird der deutsche [[Schrat]] so oft in japanische Mythen übernommen, dass einige glauben, er entspringe diesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierische Yōkai ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Prince Hanzoku terrorised by a nine- tailed fox.jpg|mini|„Prinz Hanzoku wird von einem Kitsune heimgesucht“, Holzschnitt von [[Utagawa Kuniyoshi]] (19. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Yoshitoshi Rainy Day Tanuki.jpg|mini|Tanuki auf einem Holzschnitt von [[Yoshitoshi]] (1881). Die Abbildung zeigt deutlich die für traditionelle [[Tanuki]]-Darstellungen typischen überdimensionierten Hoden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Japan werden einigen Tieren magische Kräfte zugeschrieben. Viele sind &amp;#039;&amp;#039;Hengeyōkai&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|変化妖怪}}, [[Gestaltwandler]]), die Menschen, meistens Frauen, imitieren und menschliche Charakterzüge zeigen. Sie gelten als „Anführer“ des Tierreichs und sind in ihrer natürlichen Gestalt meist nicht von gewöhnlichen Tieren ihrer Spezies zu unterscheiden. Sie können sich sowohl in „Herrschergestalten“ ihrer Tierformen als auch in Menschen verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekanntere Vertreter sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tanuki (Yōkai)|Tanuki]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Marderhund]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kitsune]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Fuchs (Raubtier)|Fuchs]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mujina]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanischer Dachs|Dachs]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tsuchigumo]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Jorōgumo]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Webspinnen|Spinne]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Bakeneko]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nekomata]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Hauskatze|Katze]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Isonade]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Haie|Hai]])&lt;br /&gt;
* [[Wildschwein]]&lt;br /&gt;
* [[Schlangen|Schlange]]&lt;br /&gt;
* [[Wolf]]&lt;br /&gt;
* Mukade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Herrschergestalten“ sind besonders silberfarbene Füchse (&amp;#039;&amp;#039;Kitsune&amp;#039;&amp;#039;) mit neun Schwänzen, oder menschengroße [[Marderhund]]e mit riesigen [[Testikel]]n (&amp;#039;&amp;#039;Tanuki&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Füchse werden mit der Gottheit [[Inari (Kami)|Inari]] assoziiert. Während der &amp;#039;&amp;#039;Kitsune&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;„Symbolik:“ [http://nihonryoiki.zenwort.de/nr_exkurse/nr_exKitsune.html Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; sich gern in die Gestalt einer schönen Frau verwandelt&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Nihon Ryōiki]] Legenden: [http://nihonryoiki.zenwort.de/nr_htm/nr_fs01/nr_fs01_02.html I,2] und [http://nihonryoiki.zenwort.de/nr_htm/nr_fs02/nr_fs02_04.html II,4].&amp;lt;/ref&amp;gt; und man ihm wie in Europa Schläue und Gerissenheit nachsagt, ist der &amp;#039;&amp;#039;Tanuki&amp;#039;&amp;#039; ein eher gemütlicher Geselle. Keine japanische Kneipe ist vollständig ohne die Statue eines &amp;#039;&amp;#039;Tanuki&amp;#039;&amp;#039; mit einem dicken [[Sake]]krug oder einem [[Schuldschein]] in der Pfote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oni ===&lt;br /&gt;
Einer der bekanntesten Vertreter der japanischen Mythologie ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Oni]]&amp;#039;&amp;#039;, eine in den Bergen lebende Art von [[Oger]]. Er hat für gewöhnlich eine rote, blaue, braune oder schwarze Haut, zwei Hörner, einen breiten Mund mit [[Fangzahn|Fangzähnen]] und einen [[Lendenschurz]] aus Tigerfell. Oni tragen oft eine Eisenkeule oder ein riesiges Schwert. Oni werden gewöhnlich als bösartig dargestellt, gelegentlich aber auch als Verkörperung einer ambivalenten Naturkraft. Wie viele &amp;#039;&amp;#039;Obake&amp;#039;&amp;#039; sind sie mit dem Nordosten verbunden, was alten chinesischen Vorstellungen entnommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tsukumogami ===&lt;br /&gt;
Als [[Tsukumogami]] (jap. {{lang|ja|付喪神}}, dt. „Artefakt-Geister“) bezeichnet die japanische Mythologie Geistwesen, die nach 100 Jahren „geboren“ werden und von [[Artefakt (Archäologie)|Artefakten]] wie Haushaltsgegenständen (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Hahakigami]]&amp;#039;&amp;#039;, ein beseelter [[Reisig]]besen), [[Musikinstrument]]en (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Biwa-bokuboku]]&amp;#039;&amp;#039;, eine beseelte [[Biwa|Laute]]) und/oder [[Kleidung]]sstücken (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;[[Bake-zōri]]&amp;#039;&amp;#039;, beseelte Strohsandalen) Besitz ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Verwandlungen ===&lt;br /&gt;
Viele Yōkai waren ursprünglich Menschen, die durch extreme Emotionen  in etwas Schreckliches oder Groteskes verwandelt wurden. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Abura-akago]]:&amp;#039;&amp;#039; Geist eines verstorbenen Ölhändlers, der wiederholt den örtlichen Tempel oder die öffentlichen Lampen bestohlen hatte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Futakuchi-onna]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|二口女}}, dt. „zweimündige Frau“): eine Frau, der ein Extra-Mund aus der Rückseite des Kopfes wächst, der durch ihre als [[Tentakel]] fungierenden Haarsträhnen gefüttert wird. Diese Verwandlung wird verursacht durch die Angst der Frau um ihre Figur oder dadurch, dass sie ihre Stiefkinder verhungern lässt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kuchisake-onna]]:&amp;#039;&amp;#039; eine wunderschöne Frau, deren Mund bis zu den Ohren auf beiden Seiten aufgeschnitten wurde&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Rokurokubi]]:&amp;#039;&amp;#039; Menschen, die ihre Hälse in der Nacht verlängern können&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ohaguro Bettari]]:&amp;#039;&amp;#039; Figuren, für gewöhnlich Frauen, die beim Umdrehen ein Gesicht mit ausschließlich einem geschwärzten Mund enthüllen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dorotabō:&amp;#039;&amp;#039; die wiederauferstandene Leiche eines Bauern, der sein geschundenes Land heimsucht&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Yuki Onna]]:&amp;#039;&amp;#039; eine Schneefrau, die Menschen einfriert&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Yamauba]]:&amp;#039;&amp;#039; eine Berghexe, die verirrte Wanderer auffrisst&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mikoshi-nyūdō]]:&amp;#039;&amp;#039; ein riesiges mönch-ähnlich aussehendes Wesen in den Bergen, das einen aufisst, sobald man von seinen Füßen hinauf bis zu seinen Kopf sieht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere ===&lt;br /&gt;
Unzählige Yōkai sind zu bizarr, als dass man sie kategorisieren könnte. Diese sind Perversionen oder Verwandlungen normaler Lebewesen oder aber vollkommen neue Arten koboldähnlicher Geschöpfe. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Abura Sumashi]]&amp;#039;&amp;#039; – ein alter kartoffelköpfiger Kobold mit einem selbstgefälligen Gesicht, der Öl trinkt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Amikiri]]&amp;#039;&amp;#039; – ein Geschöpf, das nur existiert, um Moskitonetze zu zerschneiden&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ashiarai Yashiki]]&amp;#039;&amp;#039; – ein riesiger, schmutziger Fuß, der in Räumen der Menschen erscheint und dem erschreckten Bewohner befiehlt, ihn zu waschen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ushi-oni]]&amp;#039;&amp;#039; – ein Kuh-Dämon, der manchmal mit dem Körper einer riesigen Spinne abgebildet wird&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Baku (Fabelwesen)|Baku]]&amp;#039;&amp;#039; – ein Mischwesen, das sich von Seuchen und Alpträumen ernährt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kappa (Fabelwesen)|Kappa]]&amp;#039;&amp;#039; – ein froschähnliches Wesen, das in Teichen wohnt und diese beschützt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tengu]]&amp;#039;&amp;#039; – Bergdämon, häufig als Krähe oder mit übergroßer Nase dargestellt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kijimuna]]&amp;#039;&amp;#039; – sieht aus wie ein Kleinkind und spielt Menschen Streiche, kann sich aber auch mit Menschen anfreunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in Literatur und Film ==&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten von Yōkai sind in von Mythologie inspirierter Literatur, besonders [[Manga]], und japanischen Horrorfilmen ([[J-Horror]]) dargestellt. Der Mann, den man in Japan am meisten mit dem Verbleib von Yōkai in der allgemeinen Vorstellung verbindet, ist [[Shigeru Mizuki]], der Schöpfer von Serien wie &amp;#039;&amp;#039;[[Ge Ge Ge no Kitarō]]&amp;#039;&amp;#039; über einen einäugigen Yōkai-Superhelden, und &amp;#039;&amp;#039;[[Sampei no Kappa]]&amp;#039;&amp;#039;. Andere bekannte Manga und [[Anime]], in denen Yōkai eine wichtige Rollen spielen, sind &amp;#039;&amp;#039;[[Urusei Yatsura]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem die Hauptfigur eine weibliche Oni ist, und &amp;#039;&amp;#039;[[Inu Yasha]]&amp;#039;&amp;#039;, das von einem [[Han&amp;#039;yō]] handelt und im mittelalterlichen Japan spielt, sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Pom Poko]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Film über [[Tanuki]] in der heutigen Welt, die von der Zivilisation bedroht werden und in dem auch [[Kitsune]] vorkommen; &amp;#039;&amp;#039;[[Prinzessin Mononoke]]&amp;#039;&amp;#039;, in der viele tierische Yōkai eine Rolle spielen, und &amp;#039;&amp;#039;[[Chihiros Reise ins Zauberland]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem die Hauptfigur in einem Badehaus voller Götter und Yōkai arbeitet. Weitere Kinofilme, in denen Yōkai vorkommen, sind &amp;#039;&amp;#039;[[Yōkai Daisensō]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Filmreihe der 1960er/70er, und ein Remake von 2005 [[Akira Kurosawa]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Akira Kurosawa&amp;#039;s Träume|Träume]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem eine Prozession von Kitsune und eine Person, die einem traditionellen [[Oni]] ähnelt, vorkommen. Ein jüngeres Beispiel ist die Manga- und Anime-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Nura – Herr der Yokai]]&amp;#039;&amp;#039; von Hiroshi Shiibashi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch in westlichen Romanen und Filmen kommen Yōkai vor, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Tom Robbins]]’ Roman &amp;#039;&amp;#039;Villa Incognita&amp;#039;&amp;#039;, in der ein Tanuki die Hauptrolle übernimmt, aber auch &amp;#039;&amp;#039;[[Harry Potter]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Joanne K. Rowling]], in der Kappa und andere Geschöpfe kleinere Rollen spielen. Auch in der Jugendserie &amp;#039;&amp;#039;[[Tagebuch eines Vampirs]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Lisa J. Smith]] kommen Kitsune in Form eines Zwillingspärchens vor. [[Lafcadio Hearn]]s Sammlung von Geistergeschichten &amp;#039;&amp;#039;Kwaidan: Stories and Studies of Strange Things&amp;#039;&amp;#039; enthält viele Geschichten von &amp;#039;&amp;#039;[[Yūrei]]&amp;#039;&amp;#039; und Yōkai. Der [[hawaii]]sche Volkskundler [[Glen Grant]] war für seine &amp;#039;&amp;#039;Obake Files&amp;#039;&amp;#039; bekannt, eine Serie von Berichten über übernatürliche Zwischenfälle in Hawaii. Der größte Teil dieser Vorfälle und Berichte war japanischen Ursprungs, die sich durch häufiges Weitererzählen von diesem entfernten. Der [[Mexiko|mexikanisch-amerikanische]] Autor [[Alfred Avila]] fügte die Geschichte &amp;#039;&amp;#039;La Japonesa&amp;#039;&amp;#039; über eine &amp;#039;&amp;#039;[[Nekomusume]]&amp;#039;&amp;#039; (Katzenmädchen) in seine Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Mexican Ghost Tales of the Southwest&amp;#039;&amp;#039; ein. In &amp;#039;&amp;#039;Das Königreich der Kitsune&amp;#039;&amp;#039; von [[Nina Blazon]] kommen sowohl Kitsune als auch Tanuki, Kappa und Tengu vor. In [[Kim Newman]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;One Thousand Monsters&amp;#039;&amp;#039; verbindet der Autor die Sagen um Yōkai mit Vampirlegenden und Vampirfiguren aus der Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Seit den 1980er Jahren lässt sich in Japan eine Geisterrenaissance feststellen, die unter anderem repräsentiert wird durch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|異界}}, „Andere Welt“).&amp;lt;ref&amp;gt;Gebhardt, Lisette (1996) &amp;#039;&amp;#039;Ikai. Der Diskurs zur &amp;#039;Anderen Welt&amp;#039; als Manifestation der japanischen Selbstfindungs-Debatte&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Irmela Hijiya-Kirschnereit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Überwindung der Moderne? Japan am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag (= edition suhrkamp; 999), S. 146–171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ikai&amp;#039;&amp;#039; wird für den jenseitigen Raum verwendet, in dem sowohl die überlieferten Gestalten sowie junge, urbane Geistererscheinungen gleichermaßen beheimatet sind. Der Begriff kann unter anderem auf die Publikation &amp;#039;&amp;#039;Kodomo to wakamono no ikai&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/kodomo-to-wakamono-no-ikai/oclc/28678020/editions?referer=di&amp;amp;editionsView=true Kadowaki, Atsushi] (1992) 子供と若者の《異界» &amp;#039;&amp;#039;Kodomo to wakamono no &amp;quot;ikai&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Tōkyō: Tōyōkan Shuppansha&amp;lt;/ref&amp;gt; des japanischen Soziologen [[Kadowaki Atsushi]] zurückgeführt werden, der damit Realitätsverfall und steigende soziale Entfremdung in den modernen Industriegesellschaften und ihren Metropolen beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gebhardt, Lisette (2001) [https://www.japanologie.uni-frankfurt.de/58652030/Report-from-a-research-on-the-_intellectual-ikai_-of-contemporary-Japan.pdf Report from a research on the &amp;#039;intellectual ikai&amp;#039; of contemporary Japan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039; ist in Intellektuellendiskursen des Japans der 1980er Jahre vertreten. Der wirtschaftliche Aufschwung dieser Periode, als Japan sich in der [[Bubble Economy]] (Seifenblasenwirtschaft) genannten Prosperitätsphase befand, begünstigte die Frage nach der japanischen Identität, deren Abbau durch die Modernisierung des Landes von einigen japanischen Kulturkritikern proklamiert wurde. Die Kritik am Fortschrittsglauben und an der Leistungsorientiertheit der modernen japanischen Gesellschaft, an Werten, die als „westlich“ interpretiert wurden, fasste man in eingängige Bilder. Beschworen wurden ein seit jeher harmonischeres asiatisches Verständnis von Leben und den Lebensprozessen, eine asiatische [[Bioethik]] und ein interaktives japanisches Jenseits, das Geborgenheit verheißt. Populäre Repräsentanten dieser Argumentation sind bis heute die japanischen Geister. Die Wesen der Schattenwelt werden von ethno-esoterisch argumentierenden Kulturkritikern als identitätsstiftende Bewahrer national-spiritueller Überzeugungen herbeizitiert, und sie bilden ebenso einen wichtigen Bezugspunkt in den Diskursen der ökologisch-alternativen Strömung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.japanologie.uni-frankfurt.de/58653315/Eine-Entschuldigung-bei-den-Geistern.pdf Gebhardt, Lisette (2002) Eine Entschuldigung bei den Geistern: MONONOKEHIME das aktuelle Anime von Miyazaki Hayao]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während diese beiden Lager sich zunächst fremd sind, begegnen sich die verschiedenen Positionen auf dem Feld eines wachsenden Marktes für Identität, vermischen sich in Lifestyleformeln und heben sich im Utopistischen und Nostalgischen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil der Identitätsindustrie sind die Anderswelt-Produkte auch Teil der Populärkultur. Geister sind hier Ausdruck vom Wunsch nach Beschütztsein, spiegeln Machtphantasien und okkulten Visionen wider oder auch nur Unterhaltung und niedliches Kinderspielzeug. Der Giftgasanschlag der neureligiösen Vereinigung [[Ōmu Shinrikyō]] von 1995 hatte eine gewisse öffentliche Ächtung des [[Okkultismus|Okkulten]] und der Förderer des Okkultbooms zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Yūrei]]&lt;br /&gt;
* [[Obake]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Elisabeth Scherer |Titel=Unheimlich prominent. Yōkai und yūrei in der japanischen Kulturgeschichte |Reihe=Düsseldorfer Japanstudien (DJAS) |BandReihe=4 |Datum=2012 |ISSN=2194-8267 |Online=[http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=25644 Unheimlich prominent. Yōkai und yūrei in der japanischen Kulturgeschichte]}}&lt;br /&gt;
* Timo Thelen: &amp;#039;&amp;#039;Yôkai als Repräsentanten von Heimat und Japaneseness in „Miyori no mori“.&amp;#039;&amp;#039; In: Michiko Mae, Elisabeth Scherer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Japan Pop Revolution – Neue Trends der japanischen Gesellschaft reflektiert in der Popkultur.&amp;#039;&amp;#039; berlin, Walter de Gruyter 2011, ISBN 978-3-940671-45-5.&lt;br /&gt;
* Nicole Fujimoto: &amp;quot;[http://www.uni-hamburg.de/oag/noag/noag2008_5.pdf &amp;#039;&amp;#039;Yôkai&amp;#039;&amp;#039; und das Spiel mit Fiktion in der edozeitlichen Bildheftliteratur] (PDF; 94&amp;amp;nbsp;kB)&amp;quot; ({{Webarchiv |url=http://www.uni-hamburg.de/oag/noag/noag2008_5.pdf  |webciteID=6Kwch5p2s |text=Archive}}). &amp;#039;&amp;#039;[[Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens]]&amp;#039;&amp;#039; 78/183–184, 2008, S. 93–104.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://yokai.com/ Yokai.com, eine illustrierte Datenbank japanischer Yōkai] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Yokai}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yōkai| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Federclown</name></author>
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