<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Xylane</id>
	<title>Xylane - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Xylane"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Xylane&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T06:45:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Xylane&amp;diff=137762&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: /* Haupt- und Seitenketten */ Unnötigen Rotlink entfernt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Xylane&amp;diff=137762&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-01T15:18:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Haupt- und Seitenketten: &lt;/span&gt; Unnötigen Rotlink entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Polymer&lt;br /&gt;
| Strukturformel            = [[Datei:Xylan.svg|400px|Strukturformel einer möglichen Xylaneinheit]]&lt;br /&gt;
| Polymertyp                = 3&lt;br /&gt;
| Name                      = Xylan&lt;br /&gt;
| Andere Namen              = &lt;br /&gt;
| CAS                       = {{CASRN|9014-63-5}}&lt;br /&gt;
| PubChem                   = &lt;br /&gt;
| Polymerart                = [[Polysaccharid]]&lt;br /&gt;
| Beschreibung              = hellbeigefarbenes Pulver&amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-roth&amp;quot;&amp;gt;{{Carl Roth|7500|Name=|Abruf=2010-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bausteine                 = [[Xylose]]&lt;br /&gt;
| Aggregat                  = fest&lt;br /&gt;
| Dichte                    = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt              = &amp;gt;300 °C&amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Glastemperatur            = &lt;br /&gt;
| Druckfestigkeit           = &lt;br /&gt;
| Härte                     = &lt;br /&gt;
| Schlagzähigkeit           = &lt;br /&gt;
| Kristallinität            = &lt;br /&gt;
| Elastizitätsmodul         = &lt;br /&gt;
| Poissonzahl               = &lt;br /&gt;
| Wasseraufnahme            = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit               = nahezu unlöslich in Wasser&amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Elektrische Leitfähigkeit = &lt;br /&gt;
| Bruchdehnung              = &lt;br /&gt;
| Chemische Beständigkeit   = &lt;br /&gt;
| Viskositätszahl           = &lt;br /&gt;
| Wärmeformbeständigkeit    = &lt;br /&gt;
| Wärmeleitfähigkeit        = &lt;br /&gt;
| Thermischer Ausdehnungskoeffizient = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz             = &amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme           = {{GHS-Piktogramme|-}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort            = &lt;br /&gt;
| H                         = {{H-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| EUH                       = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                         = {{P-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| Quelle P                  = &amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Xylane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzgummi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/xylan/9422 Xylan] auf [[Spektrum.de]]; abgerufen am 7. Dezember 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind [[Pflanzen|pflanzliche]] [[Heteropolysaccharide]] (bestimmte [[Polysaccharide|Vielfachzucker]]) und gehören zu den [[Hemicellulose]]n, ihre Hauptwiederholungseinheit ([[Monomer]]einheit) ist die &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Xylose]]. Die Hemicellulosen sind Bestandteil der [[Zellwand]] von Pflanzen. In der Natur sind Xylane das zweithäufigste [[Polysaccharid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xyl&amp;quot;&amp;gt;Polizeli, ML. &amp;#039;&amp;#039;et al&amp;#039;&amp;#039;. (2005): &amp;#039;&amp;#039;Xylanases from fungi: properties and industrial applications&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Appl Microbiol Biotechnol&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;67&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(5); 577–591; PMID 15944805; {{DOI|10.1007/s00253-005-1904-7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen unterschiedlichen Modifikationsmöglichkeiten sind Xylane keine eindeutig definierbare Komponente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Xylane als Polysaccharide von Pflanzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plant cell wall diagram-en.svg|mini|481x481px|Eine pflanzliche Zellwand besteht aus [[Cellulose]], [[Hemicellulose]], [[Pektin]] und [[Glycoproteine]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Xylane erhielten diesen Namen um 1890 von E.W. Allen und [[Bernhard Tollens]], weil sie annahmen, Xylose sei das einzige [[Hydrolyse]]produkt dieser [[Naturstoffe]]. Sie sind neben der [[Cellulose]] das wohl wichtigste [[Polysaccharid]] in der Pflanzenwelt. Xylane sind die wichtigsten Vertreter der Hemicellulosen bzw. Polyosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionen und strukturellen Eigenschaften der Xylane lassen sich am deutlichsten im Vergleich mit der Cellulose darstellen. Im Gegensatz zur Cellulose liegt ihnen nicht nur ein einziges, lediglich unterschiedlich stark [[Polymer|polymerisiertes]] Monomer zugrunde. Vielmehr unterscheiden sie sich im Mengenanteil und in ihrer chemischen Struktur je nach [[Pflanzenfamilie]]n voneinander. Nach ihren [[Monosaccharid]]-, [[Uronsäure]]- und [[Acetyl]]-Bausteinen unterscheidet man grob in Arabino-4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-methylglucuronoxylan aus [[Nadelholz|Nadelhölzern]] und in vielfältigerer Form aus [[Monokotyledonen]] und &amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Acetyl-4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-methylglucuronoxylan aus [[Laubholz|Laubhölzern]], sowie einige weitere, seltener vorkommende Strukturen und nachträgliche Modifikationen z. B. durch [[Holzaufschluss#Chemischer Holzaufschluss|Aufschlussverfahren]]. Als Monosaccharide können &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Xylose]], &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Mannose]], &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Glucose]], &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Arabinose]], &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Galactose]], &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Glucuronsäure]] und &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Galacturonsäure]] fungieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xyl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied zur Cellulose ist die wesentlich kürzere Kettenlänge der Xylane, die in [[Lignocellulose]]n normalerweise maximal 200 Bausteine beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seitengruppen der Xylane erlauben es nicht im gleichen Maß wie bei der Cellulose, [[kristallin]]e Strukturen aufzubauen, sodass Xylan wohl &amp;#039;&amp;#039;[[in vivo]]&amp;#039;&amp;#039; nur [[amorph]] vorkommt, obwohl auch die Bildung von Mischkristallen mit Cellulose in Erwägung gezogen wird. Auch die Aufgaben des Xylans als Hemicellulose im Verband der [[Gerüstmaterial]]ien unterscheiden sich von der Cellulose. Bei den Hemicellulosen stehen nicht die [[Festigkeit]]seigenschaften im Vordergrund, vielmehr wirken sie zwischen Cellulose und [[Lignin]] vermittelnd. Ihre Funktion wird daher auch als die eines natürlichen [[Weichmacher]]s und Unterstützungsmaterials beschrieben. Für die Substanz bzw. das Substanzgemisch (hauptsächlich Xylane), das durch verdünnte Lauge aus Holz extrahiert werden kann, wurde früher die Bezeichnung [[Holzgummi]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Darstellung der Verteilung der Hemicellulosen und damit auch des Xylans im Zellwandverbund wurden eine Reihe verschiedener Modelle entwickelt, denen gemeinsam ist, dass die Hemicellulosen um die Cellulose[[fibrille]]n eine verbindende Schicht bilden, die das Einbetten der Cellulose in die Ligninmatrix erlaubt. Indiz hierfür bietet die Abwesenheit von Hemicellulosen in ligninfreier natürlicher Cellulose, wie etwa [[Baumwolle]]. Eine weitere Begründung für das Vorhandensein von Hemicellulosen wäre in ihrer [[hygroskopisch]]en Eigenschaft zu suchen, die zu einem Feuchtegleichgewicht der Zellwand beitragen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtheit der unterschiedlichen [[chemisch]]en und [[physikalisch]]en Strukturmerkmale der Xylane, die neben ihrer Herkunft auch durch Isolierungsmethoden und technische Prozesse beeinflusst werden, bilden ein recht komplexes System. Die letztlichen Eigenschaften und gegebenenfalls die Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck, sei es im [[Zellstoff]] oder in isolierter Form, ergeben sich nur im Zusammenspiel all dieser Punkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen von Xylanen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fagus sylvatica Purpurea JPG4a.jpg|mini|Buche (&amp;#039;&amp;#039;Fagus sylvatica&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Wie schon erwähnt sind die Xylane die in der Natur am weitesten verbreiteten Hemicellulosen, sie kommen in allen Landpflanzen und auch in einigen [[Algen]] vor. In den Nadel- und Laubhölzern stellen sie jeweils etwa 10–15 % bzw. 10–35 % der Holzsubstanz. Die Spannweite dieser Angaben zeigt jedoch schon, dass es bedeutende Unterschiede in den Gehalten zwischen verschiedenen Arten, in unterschiedlichen Geweben und in den verschiedenen Schichten der Zellwand gibt. Entsprechend der geforderten Aufgabe in der Pflanze konzentrieren sich die Xylangehalte z.&amp;amp;nbsp;B. auf die verschiedenen Zellwandschichten. In [[Tracheide]]n von [[Spätholz]] kann mehr Xylan gefunden werden als in denen von [[Frühholz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Xylane auch in hohen Anteilen (bis 40 %) in der [[Biomasse]] von Monokotyledonen und damit auch in landwirtschaftlichen Abfallprodukten enthalten sind, stehen sie zumindest theoretisch in enormen Mengen als [[Rohstoff]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchschnittlicher Polymerisationsgrad (DP) ==&lt;br /&gt;
Für den [[Polymerisationsgrad]] (Pn) von Holzxylanen findet man Durchschnittswerte für Arabino-4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-methylglucuronoxylan von größer 120 und für &amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Acetyl-4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-methylglucuronoxylan von 200. Es existiert aber eine große Schwankungsbreite, die von der betrachteten [[Holz]]art abhängt. Bei den Nadelholzxylanen reichen die Literaturwerte von 73 bis 185 und bei den Laubholzxylanen von 86 bis 218. Wesentlich höher können die Polymerisationsgrade bei Monokotyledonen sein, für wasserlösliches Xylan aus Roggenkleie existieren DP-Werte von 418, für die entsprechende wasserunlösliche Fraktion sogar von 674. Allerdings werden die erhaltenen Werte in hohem Maße von der jeweils verwendeten Isolierungs- und [[Messmethode]] beeinflusst und unterliegen dadurch großen Schwankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haupt- und Seitenketten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Xylan hardwood.svg|500px|mini|Mögliche Xylanstruktur bei [[Hartholz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xyl&amp;quot; /&amp;gt; Die Hauptkette ist dabei häufig acetyliert, weist jedoch wenige Seitenketten auf.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Xylan softwood.svg|500px|mini|Mögliche Xylanstruktur bei [[Weichholz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xyl&amp;quot; /&amp;gt; Die Hauptkette ist weist häufiger Seitenketten auf, diese können auch modifiziert sein. Dafür ist die Hauptkette kaum acetyliert.]]&lt;br /&gt;
Die Verknüpfung der [[Hauptkette]], die stets nur aus β-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Xylopyranose-Einheiten (Xyl) besteht, ist entweder in β-(1→3)- oder β-(1→4)-glycosidischer Form möglich, wobei die β-(1→3)-Form nur bei Algen und [[Seetang|Tangen]] gefunden wurde. Normalerweise wird bei Laub- und Nadelholzxylanen von unverzweigten Ketten ausgegangen, jedoch könnten pro [[Molekül]] auch ein bis zwei Verzweigungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Grundkette treten neben den möglichen Verzweigungen in unterschiedlichem Maße Seitengruppen aus Zuckern und Zuckerderivaten auf. Während Esparto-Xylan nur Seitenketten aus weiteren Xylose-Einheiten, also echte Verzweigungen, besitzt, findet man die komplexesten Xylane v.&amp;amp;nbsp;a. in Spezialgeweben (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Samenhülle]]n) von Monokotyledonen. Die Verzweigungen bestehen zumeist nur aus monomeren Einheiten, können jedoch auch [[dimer]] oder [[oligomer]] sein.&lt;br /&gt;
Als Zuckerbausteine kommen dabei &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Arabinofuranose]] (Ara), &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Xylopyranose]] und in seltenen Fällen [[Hexosen]] vor. [[Rhamnose]] findet sich in geringen Mengen als Bestandteil der Endgruppe im Xylan.&lt;br /&gt;
Weitere mögliche Seitenketten bilden die Uronsäuren &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucuronsäure (GluA) und 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methyl-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucuronsäure (Me-GluA), sowie &amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Acetylgruppen (Ac).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt ist das &amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Acetyl-4-O-Methylglucuronoxylan typisch für die Laubhölzer und das Arabino-4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methylglucuronoxylan typisch für die Nadelhölzer. Es wurden aber auch schon Arabinoxylane aus Laubhölzern isoliert, z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Lorbeergewächse]]n oder [[Zimt]][[rinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methylglucuronsäure-[[Seitenkette]]n sind am [[Kohlenstoff]]atom 2 des Xyloserings α-(1→2)-glycosidisch verknüpft, die Arabinofuranose-Bausteine der Nadelholz- und Monokotyledonenxylane α-(1→3)-glycosidisch am Kohlenstoffatom 3 der Xylose. In Laubholzxylanen (der temperierten Zone) tragen außerdem 50 % bis 60 % der Xyloseeinheiten &amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Acetyl-Gruppen, der Gehalt kann jedoch insgesamt von ca. 3 % bis ca. 12 % der Masse schwanken. In Birkenxylan beträgt das Verhältnis an unsubstituierten, C2-, C3- und di-[[Substitutionsreaktion|substituierten]] Bausteinen 44&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;24&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;22&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;10. Für die Wasserlöslichkeit ist ein hoher [[Acetylierungsgrad]] des Xylans günstig. Im Holz nimmt der [[Acetylierung]]sgrad mit dem Alter ab, da sich v.&amp;amp;nbsp;a. im [[Kernholz]] durch ein saures Medium aus den Acetyl-Seitengruppen [[Essigsäure]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr wichtig für die Eigenschaften der Xylane, vor allem die [[Löslichkeit]], ist neben der Häufigkeit von Seitengruppen auch die Zusammensetzung der Seitengruppen und deren Verteilung entlang der Kette, da durch die „Störungen“, welche die [[Substituent]]en darstellen, [[intermolekular]]e Zusammenlagerungen verhindert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Laubholzxylan ist das am häufigsten gefundene durchschnittliche Verhältnis von Xylose zu 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methyl-Glucuronsäure 10&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1. Die Variationsbreite liegt bei 6&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 bis 11&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1, wobei auch Fraktionen mit Verhältnissen von 3&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 gefunden wurden. Die Verteilung der Seitenketten innerhalb des Xylans einer Pflanze ist also nicht konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Nadelhölzer liegen die 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methylglucuronsäure-Anteile höher. Dort liegt das Verhältnis Xylan zu 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methyl-Glucuronsäure gewöhnlich bei ca. 5-6&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1, wobei auch Werte von 3 bis 4&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 vorkommen. Die [[Arabinose]]-Gruppen treten am Xylan in Verhältnissen von durchschnittlich (Xyl&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;Ara) 6-10&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 auf und zeigen damit ebenfalls eine große Variabilität. Als durchschnittliches Verhältnis der drei Komponenten im Nadelholz kann 8&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1,6&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 (Xyl&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;Me-GluA&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;Ara) angegeben werden, wobei die Werte zwischen 10&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 und 2,5&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;0,8&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 schwanken.&lt;br /&gt;
Wie an verschiedenen Nadel- und Laubhölzern gezeigt werden konnte, ist die Verteilung der 4-&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;-Methylglucuronsäure-Reste entlang der Kette bei den beiden [[Holz]]artengruppen unterschiedlich. Während in Nadelholzxylan über die Xylan-Grundkette hinweg eine mehr oder weniger gleichmäßige Verteilung der Seitengruppen an jeder 7. bis 8. Xyloseeinheit vorliegt, wechseln sich in Laubholzxylan Bereiche mit intensiver Substitution (etwa an jeder zweiten Xyloseeinheit) und solche ohne Seitengruppen irregulär ab.&lt;br /&gt;
Durch die vielen in Hemicellulosen zur Verfügung stehenden [[Hydroxygruppe]]n und die amorphe Struktur zeigen sie eine starke [[Hygroskopie|Hygroskopizität]] und sind daher durch ihre Einbettung in den Zellwandverband maßgeblich für das Quellen und Schwinden von Lignocellulosematerialien verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologischer Abbau ==&lt;br /&gt;
In der Natur werden Xylane durch sogenannte [[Xylanasen]] abgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xyl&amp;quot; /&amp;gt; Diese Enzyme katalysieren die Hydrolyse der Haupt- und Seitenketten. Xylanasen wurden in Meeresalgen, [[Protozoen]], [[Krebstiere]]n, [[Insekten]], [[Schnecken]] und [[Same (Pflanze)|Samen]] von Landpflanzen gefunden. Hauptsächlich erfolgt der Abbau durch [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]], so dass filamentöse Pilze für den biologischen Abbau hauptsächlich verantwortlich sind. Der Anteil sezernierter Xylanasen ist dabei höher als bei anderen Mikroorganismen, beispielsweise bei Hefen oder Bakterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der inhomogenen Struktur von Xylanen erfolgt der Abbau jedoch nicht durch &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Xylanase, sondern durch einen Enzymkomplex. Hierbei sind Endoxylanasen ({{EC|3.2.1.8}}) und β-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Xylosidasen ({{EC|3.2.1.37}}) besonders wichtig. Um die modifizierten Seitenreste abzuspalten, werden zudem [[Ferulasäure]]-[[Esterase]]n, [[Cumarsäure]]-Esterasen, Acetylxylan-Esterasen ({{EC|3.1.1.6}}), α-Glucoronidasen und Arabinasen ({{EC|3.2.1.99}}) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Polizeli, ML. &amp;#039;&amp;#039;et al&amp;#039;&amp;#039;. (2005): &amp;#039;&amp;#039;Xylanases from fungi: properties and industrial applications&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Appl Microbiol Biotechnol&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;67&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(5); 577–591; PMID 15944805; {{DOI|10.1007/s00253-005-1904-7}}&lt;br /&gt;
* York, WS. und O’Neill, MA. (2008): &amp;#039;&amp;#039;Biochemical control of xylan biosynthesis – which end is up&amp;#039;&amp;#039;? In: &amp;#039;&amp;#039;Curr Opin Plant Biol&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(3); 258–265; PMID 18374624; {{DOI|10.1016/j.pbi.2008.02.007}}&lt;br /&gt;
* BY. Wang: &amp;#039;&amp;#039;Environmental biodegradation research focus&amp;#039;&amp;#039;. New York Nova Science Publishers 2007; ISBN 978-1-60021-904-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.cellulose-papier.chemie.tu-darmstadt.de/Deutsch/Vorlesungen_und_Veranstaltungen/Vorlesungen/Nachwachsende_Rohstoffe/PDF/05_Geruestmaterialien.pdf | wayback=20050527210840 | text=Gerüstmaterialien TU Darmstadt}} ([[Portable Document Format|PDF]], 164 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polysaccharid| Xylane]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dihydroxyoxolan| Xylane]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydroxyoxan| Xylane]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2-Alkoxyoxan| Xylane]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
	</entry>
</feed>