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	<title>Xenismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:40:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Xenismus&amp;diff=29174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;At40mha: WP:WPSK (ISBN mit falscher Prüfsumme) korrigiert</title>
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		<updated>2024-09-14T14:14:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WPSK&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WPSK (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WPSK&lt;/a&gt; (ISBN mit falscher Prüfsumme) korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Xenismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|gr.]] {{lang|el|ξένος}} &amp;#039;&amp;#039;{{lang|el-Latn|xénos}}&amp;#039;&amp;#039; „Fremder“) bezeichnet einen als fremdartig empfundenen sprachlichen Ausdruck. Bei dem Terminus handelt es sich um einen noch schillernden [[Linguistik|linguistischen]] [[Terminus technicus|Terminus]], der bisher in den meisten Fachwörterbüchern ebenso fehlt wie in Wörterbüchern allgemeiner Art ([[Duden]], [[Gerhard Wahrig|Wahrig]] etc.). Das &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039; bemerkt, er habe noch nicht den Status eines klar definierten Fachbegriffs erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;G [Helmut Glück]: &amp;#039;&amp;#039;Xenismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Glück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3, S.&amp;amp;nbsp;778.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff stellt somit selbst in gewisser Weise einen &amp;#039;&amp;#039;Xenismus&amp;#039;&amp;#039; dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
Gossen (1981, 35) verwendet &amp;#039;&amp;#039;Xenismus&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „[[Fremdwort|Fremd-]] und [[Lehnwort|Lehnwörtern]]“, vgl. [[Xenonym]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehlich (1986) sieht &amp;#039;&amp;#039;Xenismen&amp;#039;&amp;#039; nicht nur im [[Wortschatz]] (Entlehnungen), sondern auf allen sprachlichen Ebenen vom [[Laut]] bis zu [[Text]]. Hieran orientiert sich Moser (1996, 13), dessen Arbeit als „theoretisch-terminologisches Gerüst für die weitere Xenismen-Forschung“ gilt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Velimir Piškorec |Titel=Bekannte Fremdheit |Sammelwerk=Zagreber Germanistische Beiträge. Jahrbuch für Literatur- und Sprachwissenschaft |Band=5 |Verlag=Universität Zagreb |Ort=Zagreb |Datum=1996 |Seiten=209–212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Xenismen sind „auffällig, sie springen ins Ohr oder Auge, irritieren durch ihre Unvertrautheit oder Fremdheit“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annette Endruschat und Jürgen Schmidt-Radefeldt |Titel=Einführung in die portugiesische Sprachwissenschaft |Auflage=3., überarbeitete Auflage |Verlag=Narr Francke Attempto Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2014 |ISBN=978-3-8233-6887-8 |Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hess-Lüttich beschreibt die Bedeutung unter expliziter Bezugnahme auf Ehlich als „Benennung jener uns allen geläufigen sprachlichen Erscheinungen, an denen wir den andern als Fremden erkennen oder in denen wir uns selbst als solche ausweisen, freiwillig oder nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernest Hess-Lüttich|Ernest W.B. Hess-Lüttich]]: &amp;#039;&amp;#039;Xenismen im deutsch-chinesischen Gespräch.&amp;#039;&amp;#039; In: Jianhua Zhu, Hans-R. Fluck, Rudolf Hoberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Interkulturelle Kommunikation Deutsch-Chinesisch. Kolloquium zu Ehren von Siegfried Grosse&amp;#039;&amp;#039;, 25.–27. November 2004, Shanghai. Peter Lang, Frankfurt u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, S. 357–374, Zitat S. 362f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung (1993, 213) grenzt den &amp;#039;&amp;#039;Xenismus&amp;#039;&amp;#039; von Fremd- und Lehnwörtern dadurch ab, dass er „z.&amp;amp;nbsp;B. auch Orts- und Personennamen, Buch- oder Filmtitel, [[Interjektion]]en, Zitate und längere eingestreute Passagen sowie spezielle [[Phonetik|phonetische]], [[Orthographie|orthographische]] oder [[Typographie|typographische]] Merkmale, die aus einer anderen Sprache oder Sprachvariante nur okkasionell transferiert werden, eingeschlossen sind... Das entscheidende Kriterium zur Bestimmung von Xenismen ist dagegen, dass hier nicht ein [[Begriff|konzeptueller]] Inhalt übermittelt, sondern primär Fremdheit evoziert werden soll.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit „Xenismus“ wird auch eine besondere Art des Lehnworts bezeichnet, in dem eine fremde Sprache &amp;#039;&amp;#039;nachgeahmt&amp;#039;&amp;#039; wird (siehe z. B. [[Scheinanglizismus]], z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Handy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Oldtimer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Quizmaster&amp;#039;&amp;#039;), im Gegensatz zu echten Lehnwörtern wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Anglizismus|Anglizismen]], durch die fremde Worte ins Deutsche eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einige Beispiele ==&lt;br /&gt;
Entsprechend den unterschiedlichen Auffassungen von „Xenismus“ lassen sich auch Beispiele sehr unterschiedlicher Art anführen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marketing]] für [[Absatzwirtschaft]], [[Managementlehre|Management]] für [[Unternehmensführung]], [[Office Management]] für Sekretariatsorganisation. Xenismen sind relativ häufig in Namen von [[Hilfsverein]]en anzutreffen: „Bulungi“ (gut, schön), „Jamaa“ (Familie, Freund), „Harambee kwa watoto“ (Gemeinsam für Kinder), „Steaua speranței“ (Stern der Hoffnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht erst durch die sich angleichenden Lebensverhältnisse in den [[Industriestaat]]en, sondern auch durch den Willen nach Abhebung und durch spezielle [[Redewendung]]en einzelner gesellschaftlicher Gruppen gelangen zunehmend Xenismen in die [[Werbung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bildung von Xenismen soll weniger ein konzeptioneller Inhalt als vielmehr die Faszination des Fremden durch [[Assoziation (Psychologie)|Assoziation]] vermittelt werden. Neben der Werbung machen sich auch die [[Karikatur]] und Theaterstücke den Xenismus zu eigen. Daneben beziehen bestimmte [[Witz]]e ihre Komik aus der Kreierung von Xenismen, z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;Wie heißt der chinesische Verkehrsminister? Um-Lai-Tung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt sind Xenismen aus der Comic-Serie [[Asterix]] zur Darstellung anderer Völker und ihrer Sprachen (z.&amp;amp;nbsp;B. Frakturschrift für die Goten/Deutschen, eine an die englische Syntax angelehnte Redeweise der Briten, Pseudo[[Ägyptische Hieroglyphen|hieroglyphen]] für Ägypter) oder in der Darstellung anderssprachiger Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der brave Soldat Schwejk|Osudy dobrého vojáka Švejka za světové války]] (Die Geschicke des braven Soldaten Schwejk während des Weltkrieges)&amp;#039;&amp;#039; von [[Jaroslav Hašek]] (1883–1923). Moser (1996, 86–129) weist anhand zahlreicher Beispiele aus mehreren europäischen Sprachen darauf hin, dass bei einer Übersetzung von Xenismen die Fremdheit der imitierten Sprache gegebenenfalls kompensiert werden muss, insbesondere, wenn die imitierte Sprache gleichzeitig die Zielsprache der Übersetzung ist, also z.&amp;amp;nbsp;B. im Fall von &amp;#039;&amp;#039;Schwejk&amp;#039;&amp;#039; das Deutsche in der Übersetzung von Grete Rainer (1951)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petr Mareš |Titel=Výzkumy vícejazyčnosti v literatuře [Forschungen zur Mehrsprachigkeit in der Literatur] |Sammelwerk=Slovo a Smysl/Word and Sense |Band=11-12 |Ort=Praha |Datum=2009 |Sprache=cs |Online=http://slovoasmysl.ff.cuni.cz/node/313}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rebekka Bratschi: &amp;#039;&amp;#039;Xenismen in der Werbung: die Instrumentalisierung des Fremden&amp;#039;&amp;#039;, Lang, Frankfurt am Main / Berlin / Bern / Bruxelles / New York / Oxford / Wien 2005, ISBN 978-3-631-53711-4 (Zugleich [[Dissertation]] an der [[Universität Mainz]] 2004).&lt;br /&gt;
* [[Konrad Ehlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Xenismen und die bleibende Fremdheit des Fremdsprachenlernens.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernest W. B. Hess-Lüttich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Integration und Identität, soziokulturelle und psychopädagogische Probleme im Sprachunterricht mit Ausländern.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1986, S. 43–54, ISBN 3-87808-758-6.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3., neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8.&lt;br /&gt;
**4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3.&lt;br /&gt;
* [[Carl Theodor Gossen]]: &amp;#039;&amp;#039;Tendenzen der Wortschöpfung im heutigen Französisch.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst Pulgram (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studies presented to Joshua Whatmough on his sixtieth birthday&amp;#039;&amp;#039;. Mouton, ’s-Gravenhage 1957, 1965, 1979, 1981, S. 29–41.&lt;br /&gt;
* Matthias Jung: &amp;#039;&amp;#039;Sprachgrenzen und die Umrisse einer xenologischen Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache.&amp;#039;&amp;#039; Iudicium, München 19/1993, S. 203–230, {{ISSN|0342-6300}}.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Moser (Erwachsenenbildner)|Wolfgang Moser]]: &amp;#039;&amp;#039;Xenismen. Die Nachahmung fremder Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, ISBN 3-631-48883-1 (Zugleich Dissertation an der [[Universität Graz]] 1994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Xenismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4400796-6|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Etymologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;At40mha</name></author>
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