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	<title>X-Chromosom - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=X-Chromosom&amp;diff=92204&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Muck: vollständige Angaben</title>
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		<updated>2026-03-18T23:56:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;vollständige Angaben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chromosome X.svg|mini|hochkant|Schematische Karte ([[Idiogramm]]) des menschlichen X-Chromosoms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;X-Chromosom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bezeichnung für ein [[Geschlechtschromosom]] (Gonosom). Es bewirkt standardmäßig die Ausbildung des weiblichen Phänotyps. Bei [[Art (Biologie)|Arten]] mit dem XX/XY-System zur [[Geschlechtsdetermination|chromosomalen Geschlechtsbestimmung]] haben Weibchen zwei X-[[Chromosom]]en, sie sind daher bezüglich der Geschlechtschromosomen [[homozygot]]. Männchen mit einem X- und einem [[Y-Chromosom]] sind dagegen [[hemizygot]]. Das XX/XY-System ist in verschiedenen Tiergruppen unabhängig voneinander entwickelt worden. Es kommt bei [[Säugetiere|Säugern]], einigen Insektenarten und einigen anderen Tiergruppen vor. X-Chromosomen treten auch beim XX/X0-System auf: Beim Fadenwurm &amp;#039;&amp;#039;[[Caenorhabditis elegans]]&amp;#039;&amp;#039; haben Hermaphroditen zwei X-Chromosomen, Männchen dagegen nur ein X-Chromosom und somit ein Chromosom weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem X-Chromosom des Menschen befinden sich etwa 900 Gene, die für Proteine codieren, das sind ca. 4 % der menschlichen Gene.&amp;lt;ref&amp;gt;National Human Genome Research Institute: [https://www.genome.gov/about-genomics/fact-sheets/X-Chromosome-facts &amp;#039;&amp;#039;10 Neat Facts About the X Chromosome.&amp;#039;&amp;#039;]  Auf: &amp;#039;&amp;#039;genome.gov&amp;#039;&amp;#039;; zuletzt abgerufen am 18. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entdeckungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen zur Entwicklung der Spermien und der Eizellen der Feuerwanzen im Jahr 1891 stellte der Zoologe [[Hermann Henking]] fest, dass 50 Prozent der Spermien eine mikroskopisch deutlich sichtbare Struktur mehr enthielten als die restlichen 50 Prozent. Da er sich nicht sicher war, ob es sich hierbei um [[Chromatin]] handelte, benannte er die Struktur zunächst als „X-Faktor“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Henking: &amp;#039;&amp;#039;Über Spermatogenese und deren Beziehung zur Eientwicklung bei Pyrrhocoris apterus L.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 51, 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt; Befruchtung einer Eizelle mit einem Spermium, das diesen „X-Faktor“ enthielt, hatte die Entwicklung eines Weibchens zur Folge; Befruchtung der Eizelle mit einem Spermium ohne diesen „X-Faktor“ die Entwicklung eines Männchens. Dies waren die ersten wissenschaftlichen Hinweise auf eine genotypische Geschlechtsbestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig zu Henking entdeckte der US-amerikanische Zoologe [[Clarence Erwin McClung]] sein sogenanntes „accessory chromosome“, das sich später ebenfalls mit dem „X-Faktor“ bzw. X-Chromosom identifizieren ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war um 1902 die Mitwirkung der X- bzw. Y-Chromosomen bei der Entstehung des weiblichen  bzw. männlichen Geschlechts entdeckt. Zudem trugen die 1908 bis 1910 von [[Thomas Hunt Morgan]] durchgeführten Vererbungsversuche (Kreuzungsversuch an der Taufliege &amp;#039;&amp;#039;[[Drosophila]]&amp;#039;&amp;#039;) zur Kenntnis der geschlechtsbestimmenden Bedeutung des X-Chromosoms bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur &amp;#039;&amp;#039;Dosiskompensation&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sd4hi-unten-crop.jpg|mini|Kern einer weiblichen Zelle aus [[Amnionflüssigkeit]]. Oben: Darstellung beider X-Chromosomen durch [[Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung]]. Unten: Der gleiche Kern mit [[DAPI]]-Färbung. Das [[Geschlechts-Chromatin|Barr-Körperchen]] ist hier gut zu erkennen (Pfeil) und identifiziert das inaktive X-Chromosom (Xi).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das X-Chromosom in weiblichen [[Zelle (Biologie)|Zellen]] doppelt so oft vorkommt wie in männlichen Zellen, haben verschiedene Tiergruppen unterschiedliche Strategien zur &amp;#039;&amp;#039;Dosiskompensation&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, um in Zellen beider Geschlechter eine gleich hohe Menge an Proteinen zu erzeugen (siehe auch [[Geschlechtschromosom#Dosiskompensation|Dosiskompensation]] im Artikel [[Geschlechtschromosom]]). Beim Menschen wird hierzu in der frühen Embryonalentwicklung eines der beiden X-Chromosomen in weiblichen Zellen durch [[X-Inaktivierung]] weitgehend stillgelegt und somit zum [[Geschlechts-Chromatin|Barr-Körperchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte bei Säugern ==&lt;br /&gt;
X- und Y-Chromosom der Säuger sind vermutlich aus einem Paar gleichartiger Chromosomen entstanden, deren eines zunehmend kürzer wurde (siehe [[Y-Chromosom]]) und sich so einerseits ein X-Chromosom und andererseits ein Y-Chromosom entwickelte. An den Enden beider Chromosomen haben sich jedoch [[pseudoautosomale Region]]en erhalten, in denen X- und Y-Chromosom die gleichen Sequenzen haben. Hier ist in der männlichen [[Meiose]] ein [[Crossing-over]] mit anschließender [[Rekombination (Genetik)|Rekombination]] zwischen X und Y möglich. Gene in diesen Regionen werden auf dem ‚inaktiven‘ weiblichen X-Chromosom nicht inaktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Abschnitte auf dem menschlichen X-Chromosom ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MAOA location.png|mini|links|hochkant|Ort des MAOA-Gens in der Position Xp11.3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem kurzen Arm des menschlichen X-Chromosoms sind sowohl das [[MAOA-Gen]], wie auch das [[MAOB-Gen]] lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{UniProt|P21397}}, {{UniProt|P27338}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und für die [[Exprimierung]] von zwei [[Mitochondrium|mitochondrialen]] [[Enzyme]]n verantwortlich. [[Monoaminooxidase#MAO-A|Monoaminooxidase-A]] (MAO-A) und [[Monoaminooxidase#MAO-B|Monoaminooxidase-B]] (MAO-B) finden sich im [[Gehirn]] in den [[Astrozyt]]en und [[Neuron]]en, aber auch außerhalb des Gehirns. Beide MAO Enzyme sind vorwiegend in der Außenmembran der Mitochondrien lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;N. P. Nair, S. K. Ahmed, N. M. Kin: &amp;#039;&amp;#039;Biochemistry and Pharmacology of Reversible Inhibitors of MAO-A Agents: Focus on Moclobemide&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Psychiatry &amp;amp; Neuroscience.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, Nr. 5, November 1993, S. 214–225, PMID 7905288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | title = Gene: MAOB monoamine oxidase B (human) | url = http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=gene&amp;amp;Cmd=ShowDetailView&amp;amp;TermToSearch=4129| accessdate=2014-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weniger aktive Variante des MAOA-Gens führt zu einem Überschuss der Botenstoffe [[Serotonin]] und [[Noradrenalin]] im Gehirn. Dieser Überschuss kann auch [[Aggression]]en begünstigen und scheint mit [[Alkoholkrankheit|Alkoholismus]], [[Drogenmissbrauch]] und antisozialem Verhalten in Verbindung zu stehen (siehe auch: [[Monoaminooxidase|Warrior Gene]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Verônica Contini, Francine Z. C. Marques, Carlos E. D. Garcia u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;MAOA-uVNTR polymorphism in a Brazilian sample: Further support for the association with impulsive behaviors and alcohol dependence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Medical Genetics Part B: Neuropsychiatric Genetics.&amp;#039;&amp;#039; Band 141B, Nummer 3, 5. April 2006, S.&amp;amp;nbsp;305, [[doi:10.1002/ajmg.b.30290]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Benjamin Clemens macht aber diese Genvariante alleine nicht zwangsweise aggressiv. Jedoch können Umweltfaktoren, wie beispielsweise eine [[Traumatisierung]], [[Frustration]] oder [[Provokation]] mit dieser genetischen Veranlagung [[Interaktion|interagieren]], und so die Wahrscheinlichkeit von aggressivem Verhalten stark erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin Clemens, Bianca Voß, Christina Pawliczek u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Effect of MAOA Genotype on resting-state networks in healthy participants.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cerebral Cortex.&amp;#039;&amp;#039; (Oxford Journals; Medicine &amp;amp; HealthScience &amp;amp; Mathematics) 2015, Band 25, Nummer 7, S. 1771–1781, [[doi:10.1093/cercor/bht366]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN): [http://www.dgkn.de/die-dgkn/pressestelle/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2016/ &amp;#039;&amp;#039;Welchen Einfluss haben „Aggressions“-Gene wirklich? Neurowissenschaftler machen Mechanismus im Hirn sichtbar.&amp;#039;&amp;#039;] – Pressemitteilungen 2016 Auf: &amp;#039;&amp;#039;dgkn.de&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Januar 2016; zuletzt abgerufen am 8. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 interpretierte eine kanadische Forschergruppe die Übereinstimmungen eines Abschnitts des X-Chromosoms in Populationen außerhalb Afrikas mit jenem des [[Neandertaler]]s bei gleichzeitigem Fehlen solcher Übereinstimmungen in afrikanischen Populationen als Beleg für einen [[Genfluss archaischer Menschen zu Homo sapiens|Genfluss vom Neandertaler zu &amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vania Yotova, Jean-Francois Lefebvre, Claudia Moreau, Elias Gbeha, Kristine Hovhannesyan et al. |Titel=An X-Linked Haplotype of Neandertal Origin Is Present Among All Non-African Populations |Sammelwerk=Molecular Biology and Evolution |Band=28 |Nummer=7 |Datum=2011-07-01 |Seiten=1957–1962 |ISSN=0737-4038 |DOI=10.1093/molbev/msr024 |Online=https://academic.oup.com/mbe/article/28/7/1957/1048596 |Abruf=2018-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abweichungen der Geschlechtschromosomenzahl beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Beim Menschen sind etliche Abweichungen in der Zahl der Geschlechtschromosomen bekannt, etwa [[Turner-Syndrom|X0]] (nur ein X-Chromosom) oder [[Klinefelter-Syndrom|XXY]]. Da bis auf eines alle X-Chromosomen (weitgehend) inaktiviert werden, sind überzählige oder ein fehlendes X-Chromosomen eher tolerierbar als zusätzliche andere Chromosomen. Eine Übersicht entsprechender Syndrome gibt der Abschnitt [[Chromosom#Abweichungen bei der Zahl der Geschlechtschromosomen|Abweichungen bei der Zahl der Geschlechtschromosomen]] im Artikel [[Chromosom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Allel]]e auf einem X-Chromosom entspricht die Genotypfrequenz unter männlichen Individuen der Genfrequenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Attached-X-Chromosom]] – Eine Besonderheit bei der Fliege &amp;#039;&amp;#039;[[Drosophila]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[X-chromosomaler Erbgang]] – Ein Erbgang, bei dem das merkmalstragende Gen auf dem X-Chromosom liegt.&lt;br /&gt;
* [[X-Inaktivierung]] – Die bei Säugetieren und anderen Gruppen auftretende Stilllegung des X-Chromosoms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN |9783131287724 |Seite=76–81}}&lt;br /&gt;
* Donald Voet, Judith G. Voet: &amp;#039;&amp;#039;Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. John Wiley &amp;amp; Sons, New York 2011, ISBN 978-1-118-13992-9. S.&amp;amp;nbsp;22–24, 116, 667, 1251, W84f.&lt;br /&gt;
* [[Bruce Alberts]], Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell.&amp;#039;&amp;#039; 4.&amp;amp;nbsp;Auflage. Taylor &amp;amp; Francis 2002, ISBN 0-8153-3218-1. Kapitel II.4, II.7, V.20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|X chromosomes|X-Chromosom}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|X-Chromosom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chromosomen des Menschen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Xchromosom}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chromosom]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muck</name></author>
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