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	<title>Wusterau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:49:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wusterau&amp;diff=760427&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Muhali: Link eingefügt</title>
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		<updated>2024-10-31T17:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wusterau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Halbinsel]] im Seengebiet der [[Brandenburg an der Havel|Brandenburger]] [[Havel]]seen. Sie gehört zum [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] [[Buhnenwerder-Wusterau]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wusterau Halbinsel-J4100008.jpg|mini|Landschaft im Süden der Halbinsel Wusterau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Wusterau ist vom [[Plauer See (Brandenburg)|Plauer See]] (Westen bis Nordosten) und vom [[Möserscher See|Möserschen See]] (Südosten bis Süden) umgeben. Südwestlich wurde die Halbinsel durch einen im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Panamakanal&amp;#039;&amp;#039; genannten Graben vom Festland abgetrennt. Jenseits des Grabens befindet sich die [[Wohnsiedlung Kirchmöser-Ost]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wusterau hat eine Fläche von 63,4&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] bei einer Länge von 1,7&amp;amp;nbsp;km und einer durchschnittlichen Breite von 300&amp;amp;nbsp;m bis maximal 500&amp;amp;nbsp;m. Sie erstreckt sich leicht konkav von Westen und leicht konvex von Osten annähernd in Süd-Nord-Richtung. Der höchste Punkt befindet sich 33,8&amp;amp;nbsp;m über NHN. Wegen des Grabens müsste man eigentlich von einer Insel sprechen, die bis 2013 über eine kleine Brücke erreichbar war. Die Brücke wurde aber wegen Baufälligkeit beseitigt und dafür eine mit Betonplatten ausgelegte [[Furt]] angelegt, deren Wassertiefe die Passage leichter Boote erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An ihrer Nordostspitze befindet sich ein 0,15&amp;amp;nbsp;ha (dreißig mal fünfzig Meter) großes, lediglich von drei Bäumen bestandenes unbenanntes Inselchen, das der Wusterau hinzugerechnet wird. Von den einheimischen Fischern wird das Inselchen „Weidenbusch“ genannt. (In den neuen topographischen Karten innerhalb des [[Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem|ATKIS]] wird diese Insel nicht dargestellt, da ihre Größe unter der Mindestgröße von 0,5&amp;amp;nbsp;ha des Basis-[[Digitales Landschaftsmodell|DLM]] für die Erfassung von Inseln liegt.) Zudem ist das Inselchen während der gewöhnlichen Frühjahrshochwasser nicht selten komplett überschwemmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
Landschaftlich ist die Wusterau zweigeteilt. Die flache Südhälfte ist [[Holozän|holozänes]] Schwemmland, das von [[Sumpf]]wiesen eingenommen wird und zu den Ufern hin von Uferwällen begrenzt wird. Die Nordhälfte wird größtenteils von zwei sich bis zu 5&amp;amp;nbsp;m über den Seespiegel erhebenden [[Hochebene|Plateaus]] eingenommen. Sie sind die Reste einer Talsandebene östlich und südlich der Brandenburger Havelseen, die sich am Ende des [[Pleistozän]]s beim Abtauen der Gletscher der [[Weichseleiszeit]] zum Teil über [[Toteis]] ausbildete. Nach dem Auftauen des Toteises blieben die zwischen verschiedenen Toteisblöcken liegenden Areale als isolierte Plateaus übrig, die heute die Inseln dieser Seen bilden. Die Südhälfte der Wusterau entstand durch Verlandungsprozesse, die den Anschluss an das „Festland“ im Südwesten herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halbinsel ist von einem dichten [[Schilfrohr|Schilf]]- und Riedgürtel umgeben, der vielen Wassertieren Schutz und Zuflucht bietet. Auf den Sanderhebungen wachsen vor allem [[Birke]]n und [[Kiefern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wusterau Halbinsel-J4100044.jpg|mini|Blick von der Nordhälfte der Wusterau zur Nachbarinsel Buhnenwerder (Naturschutzgebiet Buhnenwerder-Wusterau)]]&lt;br /&gt;
Die Wusterau ist gemeinsam mit der Nachbarinsel [[Buhnenwerder (Plauer See)|Buhnenwerder]] und einer kleinen Teilfläche am Rande von Kirchmöser seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 2002 Teil des Naturschutzgebietes Buhnenwerder-Wusterau. Es dient dem Schutz von Lebensräumen&lt;br /&gt;
* wild lebender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Schwimmblattgesellschaften, Weidengebüschen nasser Standorte, Röhrichtmooren, reichen Feuchtwiesen und Sandtrockenrasen,&lt;br /&gt;
* wild lebender Tierarten, insbesondere von Wasser- und Wiesenvögeln, darunter verschiedene [[Limikolen]], und von Wirbellosen, darunter gefährdete Arten der Spinnen, Kurzflügler und Schmetterlinge;&lt;br /&gt;
* geschützter Arten, beispielsweise [[Echtes Tausendgüldenkraut]] (Centaurium erythraea s. l.), [[Karthäuser-Nelke]] (Dianthus carthusianorum) und [[Gnadenkräuter|Gottes-Gnadenkraut]] (Gratiola officinalis);&lt;br /&gt;
* besonders charakteristischer und gefährdeter Pflanzenarten, beispielsweise Stromtalarten wie [[Sumpf-Wolfsmilch]] (Euphorbia palustris), [[Sumpf-Platterbse]] (Lathyrus palustris) und [[Langblättriger Blauweiderich]] (Pseudolysimachium longifolium);&lt;br /&gt;
* besonders und streng geschützter Arten der Säugetiere und Vögel, beispielsweise [[Europäischer Biber|Elbebiber]] (Castor fiber albicus), [[Fischotter]] (Lutra lutra), [[Schilfrohrsänger]] (Acrocephalus schoenobaenus) und [[Großer Brachvogel]] (Numenius arquata)&lt;br /&gt;
sowie der Erhaltung der Parkstrukturen auf der Insel Buhnenwerder wegen ihrer besonderen Eigenart und der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes als wesentlicher Teil des überregionalen [[Biotopverbund]]es zwischen unterer und mittlerer Havel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wusterau Halbinsel-J4100023.jpg|mini|Das sowjetische Ehrenmal für die Opfer des nationalsozialistischen Zwangsarbeiterlagers auf der Halbinsel Wusterau]]&lt;br /&gt;
In vorslawischer und slawischer Zeit wurde die Wusterau bereits als Siedlungsgebiet, zumindest als jahreszeitlich abhängiger Aufenthaltsplatz genutzt, wovon eine geringe Anzahl von archäologischen Artefakten zeugt.&lt;br /&gt;
Die Wusterau wurde auf Grund ihrer Naturausstattung früher vor allem als [[Weide (Grünland)|Weideland]] genutzt; heute ist vor allem der Südteil zur Grünlandnutzung verpachtet. Um die Überflutung der Feuchtwiesen durch die Frühjahrshochwässer zu gewährleisten, werden 2014 die Ufer teilweise abgeflacht, um so das Ablaichen verschiedener Fischarten (z.&amp;amp;nbsp;B. Hecht) und das Abwandern der Fischbrut zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem südlichen Plateau befand sich von 1918 bis 1921 ein Verbrennungsplatz, auf dem in dieser Zeit gemäß den Bestimmungen des [[Versailler Vertrag]]es Bombenzünder gesprengt wurden, die während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] in der [[Kirchmöser#Die Pulverfabrik|Königlich-Preußischen Pulverfabrik bei Plaue Havel]] hergestellt worden waren. Dabei wurde das Erdreich bis in Tiefen von 2&amp;amp;nbsp;m mit giftigem [[Quecksilber]] und [[Kupfer]] verseucht. Die zulässigen Grenzwerte der [[Schwermetalle|Schwermetallverseuchung]] werden stellenweise bis in eine Tiefe von 10&amp;amp;nbsp;cm um das 200-fache bis 100.000-fache überschritten. Aus Gründen der akuten Gesundheitsgefährdung ist das Betreten der Wusterau daher seit 2002 verboten und die Halbinsel an der schmalsten Stelle am Durchstich mit einem Gittertor versperrt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Insel-Tourismus. Holzschuher fordert Konzept für verseuchte Wusterau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Preußenspiegel.&amp;#039;&amp;#039; (Brandenburg), 11. Februar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 wurde auf dem ehemaligen Verbrennungsplatz von [[Rote Armee|sowjetischen Soldaten]] und der Gemeinde Kirchmöser ein rotbrauner [[Obelisk]] als [[Ehrenmal]] {{Coordinate|NS=52/23/30.8|EW=12/27/25.5|type=landmark|region=DE-BB|text=ICON2|name=Sowjetisches Ehrenmal}} errichtet. Er trägt einen [[Sowjetstern]] und 4&amp;amp;nbsp;Tafeln mit den Namen von 85&amp;amp;nbsp;[[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeitern]], darunter auch Kindern, die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] zwischen 1941 und 1945 im [[Zwangsarbeiter]]lager in Kirchmöser umkamen. Die Leichen wurden von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zunächst auf der Halbinsel wahllos vergraben und erst nach Kriegsende an dieser Stelle in einem Massengrab beigesetzt. Da die seit 2002 vorgesehene Altlastensanierung bisher ausgeblieben ist, verfällt das Ehrenmal zusehends und müsste komplett abgetragen und neu errichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.inforiot.de/news.php?article_id=5132 | wayback=20071008100428 | text=Der Ruhm der toten Sowjets bröckelt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigentumsverhältnisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wusterau Halbinsel-J4100068.jpg|mini|Blick auf das Südostufer der Halbinsel Wusterau über den Möserschen See]]&lt;br /&gt;
Obwohl auf der Inselbeschilderung teilweise noch immer das Bundeseisenbahn-Vermögensamt als Eigentümerin ausgewiesen ist, die als [[Rechtsnachfolger]]in der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]] das Gelände übernahm, wurde die Wusterau zwischenzeitlich an die Stadt [[Brandenburg an der Havel]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Verordnung über das Naturschutzgebiet „Buhnenwerder-Wusterau“ vom 16. Dezember 2002&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=GVBl.II/03, Nr. 05&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Seiten=78}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Topographische Karte 1:10.000, 3540-SO „Brandenburg an der Havel – Plaue“&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7490-2647-5&lt;br /&gt;
   |Kommentar=[[Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem|ATKIS]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Topographische Karte 1:10.000, 3640-NO „Brandenburg an der Havel - Kirchmöser“&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7490-2697-1&lt;br /&gt;
   |Kommentar=[[Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem|ATKIS]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Topographische Karte 1:50.000, L3540 „Brandenburg a. d. Havel“&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7490-3892-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Topographische Karte 1:50.000, L3740 „Wusterwitz“&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7490-3900-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Brandenburg an der Havel&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Falk Stadtplan 2423&lt;br /&gt;
   |Auflage=4.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Falk&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Kommentar=1995/1996&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-88445-671-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wusterau (peninsula)|Wusterau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/23/31/N |EW=12/27/20/E |type=isle |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Brandenburg an der Havel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muhali</name></author>
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