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	<title>Wurzeltheorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:35:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurzeltheorie&amp;diff=1931022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, ISBN-Format, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-09-07T07:30:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurzeltheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Wirtschaft]] eine [[Methodik]], wonach bei der [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] von [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenständen]] oder [[Sachgesamtheit]]en jene Wertveränderungen nach dem [[Bewertungsstichtag]] berücksichtigt werden dürfen, deren [[Ursache]] bereits &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Bewertungsstichtag liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das [[Bestimmungswort]] „Wurzel“ soll darauf hinweisen, dass die Wertveränderung zwar erst &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; dem [[Stichtag]] erkennbar wird, ihre Wurzeln jedoch &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Stichtag lagen. Der Wurzeltheorie liegt das Verständnis zugrunde, dass nur die wirtschaftlichen [[Entscheidung]]en und [[Umweltzustand|Umweltzustände]], die bis zum Bewertungsstichtag eingeleitet bzw. eingetreten sind und deren erwartete Wirkungen bereits mit hinreichender [[Wahrscheinlichkeit]] absehbar sind, den [[Objektivierung]]sanforderungen genügen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph T Eppinger, &amp;#039;&amp;#039;Bewertung von Beteiligungen in der Handelsbilanz&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 216; ISBN 978-3-8300-3790-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätere Entwicklungen dürfen bzw. müssen bei der Bewertung berücksichtigt werden, wenn die Wurzeln dieser Entwicklung bereits &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Bewertungsstichtag angelegt und erkennbar waren. Die spätere Entwicklung muss also im Zeitpunkt der Bewertung schon mit ausreichend hoher Wahrscheinlichkeit angelegt gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Sethe/Philipp Weber, &amp;#039;&amp;#039;Die Wurzeltheorie als Mittel zur Korrektur von Unternehmensbewertungen nach der Ertragswertmethode&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht 2, 2010, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit sind [[Tatsache]]n von der Berücksichtigung ausgeschlossen, die ihre Wurzeln erst in einem nach dem Bewertungsstichtag liegenden Zeitpunkt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesgerichtshof]], Urteil vom 17. Januar 1973, Az.: IV ZR 142/70 = {{Rspr|NJW 1973, 509}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Wurzel&amp;#039;&amp;#039; sind Maßnahmen wie ein [[Konstitutive Entscheidung|Umsetzungsbeschluss]] der Geschäftsführung des Unternehmens zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Hopt]], in: Klaus Hopt/[[Hanno Merkt]]/[[Adolf Baumbach]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesetzbuch&amp;#039;&amp;#039;, 34. Auflage, München, 2010, Einleitung vor § 1, Rn. 36; ISBN 978-3-406-59034-4&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Angelegt&amp;#039;&amp;#039; ist eine Entwicklung, wenn sie für einen Sachverständigen schon erkennbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Emmerich]], in: Volker Emmerich/[[Mathias Habersack]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aktien- und GmbH-Konzernrecht&amp;#039;&amp;#039;, 5. Auflage, München, 2008, § 305 AktG Rn. 56; ISBN 978-3-406-78620-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Auf der Wurzeltheorie beruht im [[Rechnungswesen]] die [[Wertaufhellung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Tanski]] / Widmann, Markus: Die Wurzeltheorie im Kontext der bilanziellen Wertaufhellung. Zur Vorhersehbarkeit von Risiken im Rahmen der Bilanzaufstellung. In: DB 2024, S. 1969–1974&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Wertaufhellungsprinzip]] ist in {{§|252|hgb|juris}} Abs. 1 Nr. 4 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] kodifiziert, wonach „alle vorhersehbaren [[Risiko|Risiken]] und [[Jahresfehlbetrag|Verluste]], die bis zum [[Bilanzstichtag]] entstanden sind, zu berücksichtigen (sind), selbst wenn diese erst zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Aufstellung des [[Jahresabschluss]]es bekanntgeworden sind“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Unternehmensbewertung]] gilt das [[Stichtagsprinzip]], wonach die [[Wertermittlung]] zu einem bestimmten [[Zeitpunkt]] zu erfolgen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_neue_Lexikon_der_Betriebswirtschafts/eWbpBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Wurzeltheorie+lexikon&amp;amp;pg=PA1277&amp;amp;printsec=frontcover Gerwald Mandl/Alexandra Schrempf, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensbewertung&amp;#039;&amp;#039;, in: Siegfried G. Häberle (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 1277]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend ist dem [[Bundesgerichtshof]] (BGH) zufolge bei der Bewertung grundsätzlich von der [[Ertragskraft]] des Unternehmens nahe dem Bewertungsstichtag auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 12. Februar 1979, Az.: II ZR 106/78 = {{Rspr|BGHZ 79, 73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{§|2311|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] ist der [[Unternehmenswert]] zum Zeitpunkt des [[Erbfall]]s zu schätzen und deshalb ist auch die Ertragsprognose auf diesen Zeitpunkt abzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Unternehmensbewertung_in_Spruchverfahren/sD8eBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bewertungsstichtag++Wurzeltheorie&amp;amp;pg=PA151&amp;amp;printsec=frontcover Behzad Karami, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensbewertung in Spruchverfahren beim „Squeeze out“&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 151 FN 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieser Grundlage entwickelte der BGH im Januar 1973 erstmals die Wurzeltheorie im [[Zivilrecht]], wonach die zwischen dem Bewertungsstichtag und der späteren [[Gerichtsentscheidung]] erkennbare Unternehmensentwicklung zu berücksichtigen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 17. Januar 1973, Az.: IV ZR 142/70 = {{Rspr|NJW 1973, 509}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nach einem Bewertungsstichtag zu berücksichtigenden Ergebnisse sind solche, die bereits am Stichtag (oder davor) angelegt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 4. März 1998, Az: II ZB 5/97 = {{Rspr|BGHZ 138, 136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Institut der Wirtschaftsprüfer]] legt bei seinem Standard seit 2008 bei der Unternehmensbewertung die Wurzeltheorie zugrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut der Wirtschaftsprüfer (Hrsg.) vom 2. April 2008, &amp;#039;&amp;#039;S 1: Unternehmensbewertung&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Wirtschaftsprüfung 3/2008, S. 68 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wird die Wurzeltheorie bei der Unternehmensbewertung prominent durch [[Carl Helbling (Ökonom)|Carl Helbling]] vertreten,&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Helbling, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensbewertung und Steuern&amp;#039;&amp;#039;, 1982, passim; ISBN 978-3-8021-0650-7&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei der zitierten Quelle in der Schweiz eine herausragende Bedeutung zukommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Sethe/Philipp Weber, &amp;#039;&amp;#039;Die Wurzeltheorie als Mittel zur Korrektur von Unternehmensbewertungen nach der Ertragswertmethode&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht 2, 2010, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Österreich]] wird diskutiert, dass insbesondere in Bezug auf die Wurzeltheorie eine pauschale Fortsetzung der Effizienzgewinne eines Unternehmens in eine unendliche Zukunft nur in Sonderfällen plausibel sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Kaden/Christina Khinast-Sittenthaler/Victor Purtscher/Felix Wirth, &amp;#039;&amp;#039;Wichtige Neuerungen im KFS BW 1 (Teil II)&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Recht und Rechnungswesen 9, 2014, S. 264&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischen Recht haben einige Gerichte in [[Einzelfall|Einzelfällen]] Überlegungen angestellt, der die Wurzeltheorie zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Fleischer/Christian Strothotte, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensbewertung im englischen Recht&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Recht der Internationalen Wirtschaft]] 2, 2012, S. 6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensbewertung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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