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	<title>Wurster Friesisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:20:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurster_Friesisch&amp;diff=666448&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Olaus Rhedensis: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-10-22T02:22:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurster Friesisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wurtfriesisch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wortfriesisch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wurstfriesisch&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Dialekt]] der [[Ostfriesische Sprache|ostfriesischen Sprache]], der vermutlich bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts im [[Land Wursten]], nördlich von [[Bremerhaven]], gesprochen wurde. Es gehörte mit dem Harlingerfriesischen und dem [[Wangerooger Friesisch]]en zur weserfriesischen Dialektgruppe. Der letzte heute noch existierende ostfriesische Dialekt, das [[Saterfriesische Sprache|Saterfriesische]], ist dagegen ein emsfriesischer Dialekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Land Wursten gehörte nicht zum ursprünglichen Siedlungsgebiet der [[Friesen]], wurde aber im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schließlich von ihnen kolonisiert und bildete später eine eigenständige Landesgemeinde. Im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert begann die ostfriesische Sprache auszusterben und wurde nach und nach in den Gebieten von der [[Lauwers]] bis zur Weser durch [[Niedersächsische Sprache|niedersächsische Dialekte]] ersetzt. Im Land Wursten hielt sich die Sprache allerdings etwas länger als in [[Ostfriesland]] und im [[Ommelande|Groningerland]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde die Sprache in zwei Wörterlisten beschrieben, sie war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon stark zurückgedrängt. In der ersten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war das Friesische auch in Wursten wohl endgültig ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die weserfriesischen Mundarten der ostfriesischen Sprache wiesen eine in den (nicht-oberdeutschen) westgermanischen Sprachen einzigartige Besonderheit auf: Sie erhielten sich volle Vokale in Nebensilben. Im Wursterfriesischen, dem östlichsten dieser Dialekte, war dieses Phänomen besonders ausgeprägt. In [[Altfriesische Sprache|altfriesischen]] Wörtern mit kurzem Stammvokal wanderte der Wortakzent von der ersten zur zweiten Silbe. So konnte es vorkommen, dass nicht nur der volle Vokal in der nun betonten Nebensilbe erhalten blieb, sondern stattdessen der alte Stammvokal teilweise bis zum kompletten Ausfall reduziert wurde. So entstanden Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;snuh&amp;#039;&amp;#039; („Sohn“, aus altfr. &amp;#039;&amp;#039;sunu&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;kma&amp;#039;&amp;#039; („kommen“, aus altfr. &amp;#039;&amp;#039;koma&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Versloot, Arjen (2001): Grundzüge älterer ostfriesischer Sprache und Literatur. In: Munske, Horst H. u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): Handbuch des Friesischen. Tübingen, S. 743.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige überlieferte vollständige Satz des Wursterfriesischen lautet: &amp;#039;&amp;#039;Kma wit hart ick will di wit tell&amp;#039;&amp;#039; („Komm her, ich will dir was erzählen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Substratwirkung ==&lt;br /&gt;
Im [[Niederdeutsch|niederdeutschen]] Dialekt des Landes Wursten finden sich heute noch einige friesische [[Substrat (Linguistik)|Substratwörter]]. [[Nils Århammar]] nennt 1984 die Beispiele „Maon“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Hand- und Spanndienste]]&amp;#039;&amp;#039;), „Bau(d)n“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Bremsen|Bremse]]&amp;#039;&amp;#039;), „Schuur/Schuulschotten“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Libellen|Libelle]]&amp;#039;&amp;#039;) und „jill&amp;#039;n“ (&amp;#039;&amp;#039;gellend schreien, wiehern&amp;#039;&amp;#039;). Von den phonologischen Besonderheiten des Wurtfriesischen ist allerdings nichts erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Allers, Nils Århammar: &amp;#039;&amp;#039;Wurster Plattdeutsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 63&amp;#039;&amp;#039; (1984), S. 43–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11643342?page=540%2C541|Titel=Wurstener Wörterverzeichnis|Sammelwerk=Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur|Band=13|Jahr=1888|Seiten=530–566|Abruf=2024-10-22}}&lt;br /&gt;
* Möllencamp, Rudolf: &amp;#039;&amp;#039;Die friesischen Sprachdenkmale des Landes Wursten&amp;#039;&amp;#039;. Bremerhaven: Dizen &amp;amp; Co. 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friesische Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Olaus Rhedensis</name></author>
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