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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wurmsamen</id>
	<title>Wurmsamen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:00:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurmsamen&amp;diff=776426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-05-27T12:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Wurmsamen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Artemisia cina&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Otto Karl Berg|O.Berg]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Artemisia&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Artemisia (Pflanze)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Artemisiinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Untertribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anthemideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Asteroideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Korbblütler&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Asteraceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = Wikipedia 13. Fotoworkshop Botanischer Garten Erlangen 2013 by-RaBoe 026.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Wurmsamen (&amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurmsamen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zitwerbeifuß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zitwerblüte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zitwersamen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurmsaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Pflanzenart aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Artemisia (Pflanze)|Artemisia]]&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Familie der [[Korbblütler]] (Asteraceae). Sie stammt aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion und wird als Arznei- und [[Zierpflanze]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Artemisia cina - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-165.jpg|mini|Illustration aus Köhler’s Medizinalpflanzen: &amp;#039;&amp;#039;Wurmsamen. A B Pflanze zur Blüthezeit in natürl. Grösse, nach einem Exemplare, welches der mit der Einrichtung der Santoninfabrik in Tschimkent in Turkestan beauftragte Ingenieur Herr Ludwig Wolfgang Knapp an Herrn Professor Flückiger nach Strassburg gesendet hat. Herr Professor Flückiger hatte uns diese Pflanze behufs Abbildung gütigst zur Verfügung gestellt. 1 u. 2 Blüthenköpfchen, vergrössert; 3 Blüthenköpfchen im Längsschnitt, desgl.; 4 Hüllblättchen, desgl.; 5 einzelnes Blüthchen, desgl.; 6 dasselbe im Längsschnitt, stärker vergrössert;7 Staubgefäss, desgl.; 8 oberer Theil des Beutels mit Connektiv, desgl.; 9 Pollen unter Wasser, desgl.; 10 Griffel mit Narbe desgl.; 11 u. 12 in der Fruchtbildung weiter vorgeschrittener Fruchtknoten mit der alle Blüthchen dieses Stadiums eignen Umbiegung des unteren Theiles der Kronenröhre, natürl. Grösse und vergrössert; 13 u. 14 Achäne ganz und zerschnitten, desgl.&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|die meisten Merkmale sind nur marginal oder gar nicht beschrieben; so kein Lebewesenartikel}}&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der aromatische Wurmsamen ist eine einjährige bis ausdauernde, [[krautige Pflanze]] bis [[Halbstrauch]], die eine Wuchshöhe von bis über 60 Zentimetern erreicht. Diesen halbstrauchigen Wuchs hat diese Pflanze mit den Arten [[Wermutkraut|Wermut]], [[Estragon]] und [[Eberraute]] gemeinsam, welche alle drei derselben Pflanzengattung wie der Wurmsamen angehören. Die gestielten bis sitzenden, fiderschnittigen bis einfachen ([[Tragblatt|Tragblätter]]) Laubblätter sind wechselständig und leicht gräulich behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
In [[Blütenstand|Gesamtblütenständen]] stehen viele achselständige [[Korb (Blütenstand)|körbchenförmige]] Teilblütenstände zusammen. Die kleinen Körbchen mit drüsiger, mehrreihiger [[Hüllblatt|Hülle]] enthalten nur wenige Blüten. Die Hüllblätter sind gekielt und hautrandig. Die kleinen, duftenden und gelben [[Röhrenblüte]]n ohne Kelch sind zwittrig. Es werden [[Achäne]]n ohne [[Pappus (Botanik)|Pappus]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; ist in russischen und asiatischen [[Steppe]]ngebieten verbreitet, dies insbesondere in [[Kasachstan]], [[Kirgisistan]] und der chinesischen Provinz [[Xinjiang]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1863  durch deutschen Botaniker [[Otto Karl Berg]] im in Zusammenarbeit mit [[Carl Friedrich Schmidt (Botaniker)|Carl Friedrich Schmidt]] geschaffenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Darstellung und Beschreibung sämtlicher in der Pharmacopoea borussica aufgeführten officinellen Gewächse …&amp;#039;&amp;#039;, 4, Tafel 29.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; Ein [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|O.Berg}} ist &amp;#039;&amp;#039;Seriphidium cinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(O.Berg) Poljakov}}. Doch der akzeptierte Name ist &amp;#039;&amp;#039;Seriphidium cinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(O.Berg ex Poljakov) Poljakov}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die im [[Handel]] erhältlichen Pflanzenteile stammen überwiegend aus [[Kasachstan]].&lt;br /&gt;
=== Wirkstoffe ===&lt;br /&gt;
Als Wirkstoffe wurden mehrere [[Sesquiterpenlactone]] isoliert, welche in den Blüten bis zu 6,5 % des [[Trockenmasse|Trockengewichtes]] ausmachen können. Aus dieser Stoffgruppe wurden α- und ϐ-[[Santonin]] sowie [[Artemisin]] als die Hauptinhaltsstoffe von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung ===&lt;br /&gt;
Der Name Wurmsamen (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Semen lumbricorum&amp;#039;&amp;#039;) deutet schon auf die Verwendung als [[Heilmittel|Mittel]] gegen [[Würmer]] hin. Dass die noch geschlossenen Blütenköpfchen keine Samen sind, wurde erst im 17. Jahrhundert erkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 225 (zu „Semen lumbricorum – worm krut, kabel, albasan“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in den Blüten von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; enthaltene [[Santonin]] ist ein wirksames [[Entwurmung]]smittel, das gegen [[Bandwürmer]] und andere [[Darmparasit]]en wie [[Madenwurm|Madenwürmer]] und [[Spulwurm|Spulwürmer]] eingesetzt wird. Die Substanzen wirken dabei anregend auf die Muskulatur der Würmer. Durch [[Überdosierung]]en kam es in den Zeiten, als noch keine sicheren Entwurmungsmittel verfügbar waren, häufig zu [[Vergiftung]]en. Daher sollte, falls eine Verwendung notwendig sein sollte, die [[Droge]] nur in Form von [[Fertigpräparat]]en angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Heilpflanze]] wird sie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zitwerblüte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehandelt, ist aber mit der zu den [[Ingwergewächse]]n gehörenden [[Zitwerwurzel]] nicht verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symptomatik ===&lt;br /&gt;
Induziert durch den [[Wirkstoff]] Santonin führt eine Vergiftung zur Bewusstlosigkeit und [[epileptisch]]en Anfällen. Bei einer Vergiftung tritt zunächst eine [[Sehstörung]] ein, der Betroffene ist nicht mehr in der Lage violett zu erkennen. Dadurch erscheint ihm seine Umgebung gelblich (Gelbsehen). Anschließend folgen starke [[Gallensaft|Gallenbildung]], [[Gelbsucht]] und Bauchschmerzen, sowie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Des Weiteren treten Kältegefühle auf und es kommt zu vermehrtem Speichel- und Tränenfluss. Die [[Pupille]]n sind erweitert, Atemnot setzt ein und es kommt zu einer [[Hämaturie]] durch die auftretenden Nierenschäden. Außerdem treten Gesichtsmuskelkrämpfe und Lähmungen in den Beinen auf, begleitet von einer erniedrigten Körpertemperatur, [[Delirium]] und folgendem [[Koma]] und Tod. Letzterer tritt dabei durch [[Atemstillstand]] ein. Zusätzlich zu den beschriebenen Symptomen wurden auch Halluzinationen, Benommenheit und Schwindel beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pharmakologie ===&lt;br /&gt;
Die Hauptinhaltsstoffe von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina &amp;#039;&amp;#039;sind [[neurotoxisch]], [[psychoaktiv]] und sehr giftig (Ib), vor allem das Santonin. Dieses zeichnet sowohl für die neurotoxische als auch [[halluzinogen]]e Wirkung von &amp;#039;&amp;#039;Artemisia cina&amp;#039;&amp;#039; verantwortlich. Santonin wirkt dabei auf Gehirn und Rückenmark und stimuliert die motorischen Zentren. Im Körper wird die Substanz zu [[Hydroxygruppe|Hydroxysantonin]] [[Stoffwechsel|metabolisiert]]. Dieser Stoff bewirkt eine ausgeprägte Gelbfärbung des Urins. Eine Menge von etwa 10&amp;amp;nbsp;g getrocknetem Blütenmaterial ist für einen erwachsenen Menschen tödlich. Die [[letale Dosis]] Santonin liegt dabei bei 15&amp;amp;nbsp;mg/kg Körpergewicht. Für ein Kind können bereits 60–300&amp;amp;nbsp;mg tödlich sein, wobei sich die Menge nicht auf ein Kilogramm Körpergewicht bezieht, sondern die Gesamtdosis angibt. Die LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; für Mäuse ist mit 900&amp;amp;nbsp;mg/kg bei oraler Aufnahme, 130&amp;amp;nbsp;mg/kg bei [[intraperitoneal]]er Applikation, sowie 180&amp;amp;nbsp;mg/kg bei intravenöser Verabreichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Hilfe und klinische Therapie ===&lt;br /&gt;
Als Sofortmaßnahme erfolgt die Gabe von [[Aktivkohle]] und [[Natriumsulfat]]. Außerdem sollte viel Flüssigkeit zugeführt werden. In der klinischen Therapie erfolgt nach der Aufnahme größerer Mengen eine [[Magenspülung]], in der Regel mit 1 % [[Natriumpermanganat]], ebenso die Applikation von Aktivkohle, Natriumsulfat und [[Polyethylenglykol]] 400., des Weiteren eine Elektrolytsubstitution und eine Azidosebehandlung mit [[Natriumbicarbonat]]. Eine Kontrolle und Überwachung der Nierenfunktion muss ebenfalls erfolgen. Treten Krämpfe auf, erfolgt die Verabreichung von [[Diazepam]] oder [[Thiopental]]. Kommt es zu [[Kolik]]en, wird [[Atropin]] verabreicht und im Falle schwerer Vergiftungserscheinungen muss [[Intubation|intubiert]] und [[Beatmung|künstlich beatmet]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für diese Pflanzenart, zum Teil nur regional, auch die weiteren [[Trivialname]]n Reinsaam ([[niederdeutsch]]), Sebersaat ([[Rendsburg]]er Apotheke), Welsamen ([[mittelhochdeutsch]]), Welsonen, Wormkrud und Wormsaat (niederdeutsch) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 43, [http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n61/mode/2up online.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Wink, Ben-Erik van Wyk, Coralie Wink: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der giftigen und psychoaktiven Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-2425-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt; {{GRIN|ID=4281|WissName=Artemisia cina|Zugriff=2018-02-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seriphidium cinum}}&lt;br /&gt;
{{Wikispecies|Seriphidium cinum}}&lt;br /&gt;
* {{PFAF|WissName=Artemisia cina}}&lt;br /&gt;
* [https://www.henriettes-herb.com/eclectic/madaus/artemisia-cina.html Cina. Zitwersamen. Compositae. | Henriette&amp;#039;s Herbal Homepage]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beifuß]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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