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	<title>Wurmfortsatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T11:15:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurmfortsatz&amp;diff=83348&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chaddy: /* Funktion */ typo</title>
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		<updated>2023-09-25T04:52:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Funktion: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Appendix vermiformis.jpg|mini|Der Wurmfortsatz ist hier als weißliche, „wurmartige“ Struktur vor dem aufsteigenden [[Dickdarm]] zu sehen. Rechts unten der Blinddarm, aus dem der Wurmfortsatz hervorgeht.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurmfortsatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Appendix vermiformis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FCAT&amp;quot;&amp;gt;Federative Committee on Anatomical Terminology (FCAT): &amp;#039;&amp;#039;Terminologia Anatomica.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; (umgangssprachlich auch „Blinddarm“ und lateinisch auch &amp;#039;&amp;#039;Appendix coeci&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Hancock: &amp;#039;&amp;#039;Disease of the appendix coeci cured by operation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lond. med. Gaz.&amp;#039;&amp;#039; 1848, S. 547 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) ist ein Anhängsel am [[Blinddarm]] (&amp;#039;&amp;#039;Caecum&amp;#039;&amp;#039;) bei einigen Säugetieren. Beim Menschen ist sie im Regelfall etwa zehn Zentimeter lang. Die Appendix besitzt – wie andere Abschnitte des [[Verdauungstrakt]]es auch – ein [[Lumen (Biologie)|Lumen]] und den typischen Aufbau der Darmwand, in der allerdings zahlreiche [[Lymphfollikel]] zu finden sind. Das ist ein Hinweis auf Aufgaben bei der [[Immunabwehr]], weshalb er auch als  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Darm[[tonsille]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird und zum [[Darmassoziiertes Immunsystem|darmassoziierten Immunsystem]] (GALT) gezählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Einen Wurmfortsatz besitzen alle [[Menschenaffen]], am stärksten ist er beim Menschen und bei [[Gorillas]] entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. B. D. Scott: &amp;#039;&amp;#039;The primate caecum and appendix vermiformis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Anatomy&amp;#039;&amp;#039;, Band 131, Heft 3, 1980, S. 549–563.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Gibbons]], [[Baumstachler]]n, [[Stachelschweine]]n, [[Dornschwanzhörnchen]], [[Biber]]n, [[Wombats]], [[Taschenmäuse]]n, [[Hasen]]  und [[Ochotonidae|Pfeifhasen]] kommt ebenfalls ein Wurmfortsatz vor, bei [[Galagos]], [[Loris (Primaten)|Loris]], [[Gewöhnliche Makis|Gewöhnlichen Makis]], [[Megaladapis|Koalalemuren]], [[Meerkatzenverwandte]]n, [[Kapuzinerartige]]n, [[Krallenaffen]], [[Kletterbeutler]]n, [[Ringbeutler]]n, [[Langschwanzmäuse]]n, [[Springmäuse]]n und [[Sandgräber]]n ist sein Vorkommen variabel. Bei [[Schnabeltiere]]n, [[Mausopossums]] und [[Ameisenigel]]n gibt es Wurmfortsatz-ähnliche Strukturen. Bei den meisten anderen Säugetieren, bei Amphibien und Reptilien ist dagegen keine Appendix ausgebildet. Aber auch bei Säugetieren ohne Appendix ist das blinde Ende des Blinddarms reich an lymphatischem Gewebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith&amp;quot;&amp;gt;H. F. Smith et al.: &amp;#039;&amp;#039;Comparative anatomy and phylogenetic distribution of the mammalian cecal appendix.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Evol. Biol.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, Heft 10, 2009, S. 1984–1999 ([https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1420-9101.2009.01809.x Volltext]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tractus intestinalis appendix vermiformis.svg|mini|Lage der Appendix (Markierung) im Darmtrakt]]&lt;br /&gt;
Der erstmals im 16. Jahrhundert eindeutig von [[Berengario da Carpi]] beschriebene&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Papastavrou: &amp;#039;&amp;#039;Wurmfortsatz.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 132–138, hier: S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wurmfortsatz des Blinddarms findet sich üblicherweise im rechten Unterbauch, liegt [[intraperitoneal]] und weist ein eigenes [[Mesenterium]], die &amp;#039;&amp;#039;Mesoappendix&amp;#039;&amp;#039; (in Fachkreisen früher auch &amp;#039;&amp;#039;Mesenteriolum&amp;#039;&amp;#039; genannt) auf. Die lateinische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Appendix vermiformis&amp;#039;&amp;#039; prägte in der Mitte des 16. Jahrhunderts der italienische Anatom Guido Guidi (latinisiert Vidus Vidius)&amp;lt;ref&amp;gt;Vidus Vidius: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgia e graeco in latinum conversa.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1544.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Pisa.&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Papastavrou: &amp;#039;&amp;#039;Wurmfortsatz.&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lage des Wurmfortsatzes in der [[Bauchhöhle]] ist recht variabel. Der Wurmfortsatz ist etwa 10 cm lang, kann in Einzelfällen jedoch deutlich länger sein, und hat einen äußeren Durchmesser von 7 bis 8 mm und einen inneren ([[Lumen (Biologie)|Lumen]]) von 1 bis 3&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith&amp;quot; /&amp;gt; Bei rund 65 % der Menschen liegt die Appendix aufsteigend hinter dem [[Zökum]] (&amp;#039;&amp;#039;retrocaecale Lage&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;retrocoecal&amp;#039;&amp;#039;); in etwa 31 % der Fälle hat sie eine absteigende Lage.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Köpf-Maier: &amp;#039;&amp;#039;Wolf Heidegger&amp;#039;s Atlas of Human Anatomy.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Verlag Karger, Basel 2004, ISBN 3-8055-7663-3 (Band 2), S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Varianten sind (insbesondere bei Vorliegen eines &amp;#039;&amp;#039;Coecum mobile&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Kern (Mediziner)|Ernst Kern]]: &amp;#039;&amp;#039;Sehen – Denken – Handeln eines Chirurgen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; ecomed, Landsberg am Lech 2000, ISBN 3-609-20149-5, S. 202 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) möglich, z.&amp;amp;nbsp;B. im Oberbauch bei Caecumhochstand oder die linksseitige Lage im Fall des [[Situs inversus]]. Da der Abgang der Appendix vom Caecum relativ konstant ist, lässt sich dieser mit Hilfe des [[McBurney-Punkt|McBurney]]- oder [[Lanz-Punkt]]es leicht lokalisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Appendix wird [[arterie]]ll von der [[Arteria appendicularis]] aus der [[Arteria ileocolica]] versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaubte man ursprünglich, dass die Appendix lediglich ein mittlerweile funktionsloses [[Rudiment]] darstelle, also ein Merkmal, das im Laufe der Evolution seine Funktion verloren hat, haben neuere Forschungen andere Hinweise ergeben. Nach einer Forschergruppe um William Parker von der [[Duke University]] in [[Durham (North Carolina)|Durham]] ([[North Carolina]], [[Vereinigte Staaten|USA]]) können im Falle einer [[Durchfall]]erkrankung nützliche Darmbakterien die durch den Durchfall erfolgte Ausschwemmung der Darmbakterienflora zu Gunsten des Organismus überleben. In der &amp;#039;&amp;#039;Nische&amp;#039;&amp;#039; der Appendix vermiformis sind diese zusammen mit [[Molekül]]en des [[Immunsystem]]s in eine Schleimschicht eingebetteten Bakterien geschützt und werden von den Zellen des den Wurmfortsatz umgebenden lymphatischen Gewebes mit Abwehrstoffen versorgt. Nach Abklingen der Durchfallerkrankung können die derart überlebenden [[Mikrobe]]n sehr schnell den [[Dickdarm]] erneut besiedeln und dabei schädliche Keime verdrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist diese nützliche Funktion in erster Linie in Ländern mit schlechten [[Hygiene|hygienischen]] Verhältnissen für den Menschen von besonderer Bedeutung. Unter guten hygienischen Bedingungen ist die Appendix nach bisherigen Erkenntnissen überflüssig geworden, weshalb auch ihre Entfernung nach einer Entzündung in der Regel in [[Entwicklungstheorie|„entwickelten“]] Ländern keine negativen Auswirkungen für die betroffenen Menschen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Randal Bollinger, Andrew S. Barbas u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Biofilms in the large bowel suggest an apparent function of the human vermiform appendix.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Theoretical Biology.&amp;#039;&amp;#039; 249, 2007, S.&amp;amp;nbsp;826, [[doi:10.1016/j.jtbi.2007.08.032]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflamed appendix.jpg|mini|Entzündeter Wurmfortsatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Der Wurmfortsatz bzw. die Appendix vermiformis (früher auch als &amp;#039;&amp;#039;Processus vermiformis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. J. Collan: &amp;#039;&amp;#039;Ein geheilter Fall von durch eine penetrierende Bauchwunde vorgefallenem Processus vermiformis int. coeci.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; 1879, S. 449 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Rix]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die Eosinophilie des Processus vermiformis und ihre Beziehungen zur Oxyurlasis.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist anfällig für [[Entzündung]]en, was zum Krankheitsbild der [[Appendizitis]] (Wurmfortsatzentzündung) führt. Die Erkrankung erfolgt meist schon im Kindesalter.&amp;lt;ref&amp;gt;Charité: {{Webarchiv |url=http://www.charite.de/avt/medizin/mic/mic_blinddarm.htm |wayback=20140222061358 |text=&amp;#039;&amp;#039;Minimal-invasive Chirurgie Blinddarm&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[McBurney-Punkt]] lässt sich bei einer Appendizitis häufig ein Druckschmerz oder eine [[Abwehrspannung]] auslösen. Die Entfernung des Wurmfortsatzes wird als [[Appendektomie]] bezeichnet (Erste Operationen am Wurmfortsatz wurden zum Beispiel 1878 durch den Finnen J. Collan, 1883 durch den Engländer C. J. Symonds und 1884 in Zürich durch [[Rudolf Ulrich Krönlein]] durchgeführt&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Papastavrou: &amp;#039;&amp;#039;Wurmfortsatz.&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 133 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Selten kommt auch ein [[Kolorektales Karzinom|Appendixkarzinom]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nikolaus Papastavrou: &amp;#039;&amp;#039;Wurmfortsatz.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.&amp;#039;&amp;#039; Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 132–138.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Vermiform appendix}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190331-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsapparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lymphatisches System]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dickdarm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chaddy</name></author>
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