<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wurd</id>
	<title>Wurd - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wurd"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurd&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T01:33:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurd&amp;diff=221809&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FredDassel: /* Literatur */Lit format</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wurd&amp;diff=221809&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2018-12-11T23:00:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;Lit format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Begriff aus der germanischen Mythologie. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Wurd (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wyrd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein germanischer Begriff, der das allgemeine Geschick oder das Schicksal beschreibt, primär das der Menschen. In der hochmittelalterlichen, isländischen, mythologischen Dichtung der [[Edda]] wird der Begriff in der Form &amp;#039;&amp;#039;[[Urd|Urðr]]&amp;#039;&amp;#039; auch auf das Geschick der Götter angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
Vorbild für die konkrete Verwendung des „Wurd-Motivs“ in den überlieferten vorwiegend poetischen Quellen der Germania in profanen und sakralen Kontexten eingebunden ([[Heliand]], [[Beowulf]]), waren spätantike philosophisch-christlich klerikale Glaubensvorstellungen nach der Theologie des [[Boethius]]. Dessen theologisch-philosophische Ansichten eines die Welt und das Schicksal beherrschenden Gottes belegte er mit den Leitbegriffen &amp;#039;&amp;#039;fortuna&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fatum&amp;#039;&amp;#039;. Diese werden bei der Übertragung der Boethischen &amp;#039;&amp;#039;[[Der Trost der Philosophie|Trost der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039; durch [[Alfred der Große|Alfred des Großen]] ins Altenglische als &amp;#039;&amp;#039;wyrd&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben, also mit einem traditionellen volkssprachigen Lexem angeglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der Begriff der Wurd in den vorchristlichen, paganen germanischen Gesellschaften Bedeutung und Gebrauch hatte, wird aus der etymologischen Bedeutung und aus den Vergleich mit paganen Vorstellungen der Römer und Griechen deutlich. Dies ist im polytheistischen Weltsystem zu verstehen, in dem Menschen wie Götter als Teil des werdenden Laufs der Welt dieser unterstehen, und die Götter nur zeitlich begrenzt und mit bestimmten Funktionen beschränkt handeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der älteren Forschung der germanischen Philologien wurden fälschliche Annahmen konstruiert zu einer artifiziellen und spezifischen Vorstellung eines konkreten „[[Germanische Schicksalsvorstellungen|Germanischen Schicksalsglaubens]]“. Dieser hatte insbesondere in den Jahren der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] für die Ideologen in Bezug der Kriegs- und Durchhalte-Propaganda einen fruchtbaren Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Altsächsische Sprache|Altsächsisch]] &amp;#039;&amp;#039;wurd&amp;#039;&amp;#039;, [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wurt&amp;#039;&amp;#039;, [[Altenglische Sprache|angelsächsisch]] &amp;#039;&amp;#039;wyrd&amp;#039;&amp;#039; und [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;urðr&amp;#039;&amp;#039; liegt die [[Urgermanisch|germanische]] Form *&amp;#039;&amp;#039;wurðiz&amp;#039;&amp;#039; zu Grunde. Es gehört zur [[Indogermanische Ursprache|indoeuropäischen]] Wurzel *&amp;#039;&amp;#039;uert&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;drehen, wenden&amp;#039;&amp;#039; und ist eine Abstraktbildung von &amp;#039;&amp;#039;werden&amp;#039;&amp;#039;, verwandt mit [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;vertere&amp;#039;&amp;#039;. Im Althochdeutschen bedeutet wurd oder auch angegeben als wurth (germanisch wurþi) schließen, decken, schützen, retten, wehren oder abwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Meid: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der germanischen und keltischen Religion im Zeugnis der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft – Vorträge und kleinere Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 52. Innsbruck 1991.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 451,&amp;amp;nbsp;494.&lt;br /&gt;
* Gerd Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Wyrd – Studien zum Schicksalsbegriff der altenglischen und altnordischen Natur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gehlen, Bad Homburg/Berlin/Zürich 1969.&lt;br /&gt;
* http://www.koeblergerhard.de/ahd/ahd_w.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Mythologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FredDassel</name></author>
	</entry>
</feed>