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	<title>Wulfilabibel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:20:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wulfilabibel&amp;diff=41045&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-17T09:33:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wulfila bibel.jpg|mini|Blatt 16&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;, enthaltend {{B|Mk|3|26–32}}, aus dem &amp;#039;&amp;#039;Codex Argenteus&amp;#039;&amp;#039;, einer Abschrift der Wulfilabibel]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wulfilabibel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wulfila-Bibel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gotenbibel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gotische Bibel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist eine im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert (um 350) geschaffene [[Bibelübersetzung|Übersetzung]] vor allem des [[Neues Testament|Neuen Testamentes]] ins [[Gotische Sprache|Gotische]], wobei die [[Septuaginta|griechische Bibel]] die Vorlage bildete. Nach traditioneller Auffassung gilt Bischof [[Wulfila]] (311–383) als der alleinige Übersetzer. Eine sorgfältige Analyse des gotischen Textes zeigt jedoch, dass die Übersetzung von einer Gruppe von Übersetzern durchgeführt wurde, möglicherweise unter Wulfilas Aufsicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. Gary Miller |Titel=The Oxford Gothic grammar |Auflage=First edition |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford / New York |Datum=2019 |Reihe=Oxford Linguistics |ISBN=978-0-19-881359-0 |Seiten=15–18 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Übersetzung erfand Wulfila die [[Gotisches Alphabet|gotische Schrift]], während die [[Goten]] bis dahin mit [[Runen]] schrieben. Die Übersetzung entstand in [[Nicopolis ad Istrum]] im heutigen [[Bulgarien]]. Sie ist die wichtigste Quelle der gotischen Sprache und gehört neben den hinsichtlich des Textumfangs viel kleineren Runeninschriften zu den ältesten schriftlichen Zeugnissen einer [[Germanen|germanischen]] Sprache. Daraus ergibt sich ihre große Bedeutung für die Sprachgeschichte. Das Gotische gehört dem inzwischen ausgestorbenen Zweig der [[ostgermanische Sprachen|ostgermanischen]] Sprachen an und ist deren bekanntester und am besten überlieferter Vertreter. Da zeitgleiche Quellen über das [[westgermanische Sprachen|West-]] und [[nordgermanische Sprachen|Nordgermanische]] sehr spärlich sind, ist es oft schwierig zu ermitteln, ob Eigenheiten des Gotischen, wie es in der Wulfilabibel bezeugt ist, [[Archaismus|Archaismen]] oder spezifisch ostgermanisch sind. Darüber hinaus ist die Quelle insofern problematisch, als Wulfila ein gebildeter, theologisch versierter zweisprachiger Mensch war, der erkennbar bemüht war, nah am griechischen Original zu bleiben und dafür auch vor [[Neologismus|Neologismen]] und grammatischen Konstruktionen, die eher dem Griechischen eigen zu sein scheinen, nicht zurückschreckte. Anders als die [[Lutherbibel]], deren Anspruch es war, „dem Volk aufs Maul“ zu schauen, scheint Wulfila größere Abweichungen von der damaligen gotischen Umgangssprache in Kauf genommen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handschriften ==&lt;br /&gt;
Von der Wulfilabibel sind mehrere Handschriften aus dem 6. bis 8. Jahrhundert mit einem großen Teil des Neuen Testaments und kleinen Teilen des [[Altes Testament|Alten Testaments]] erhalten, die hauptsächlich aus Italien stammen. Bei diesen Handschriften handelt es sich um die [[Purpurhandschrift]] &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Argenteus]]&amp;#039;&amp;#039; (Evangelien), heute bis auf ein Blatt (&amp;#039;&amp;#039;Speyer-Fragment&amp;#039;&amp;#039;) in der Universitätsbibliothek in [[Uppsala]] aufbewahrt, den &amp;#039;&amp;#039;Codex Ambrosianus A&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;Codex Ambrosianus E&amp;#039;&amp;#039; (Briefe, [[Skeireins]], [[Nehemia]]), den [[Codex Carolinus (Wolfenbüttel)|&amp;#039;&amp;#039;Codex Carolinus&amp;#039;&amp;#039;]] ([[Brief des Paulus an die Römer|Römerbrief]]), den &amp;#039;&amp;#039;Codex Vaticanus Latinus 5750&amp;#039;&amp;#039; (Skeireins), den &amp;#039;&amp;#039;Codex Gissensis&amp;#039;&amp;#039; (Fragmente des [[Evangelium nach Lukas|Lukasevangeliums]]) und die &amp;#039;&amp;#039;Fragmenta Pannonica&amp;#039;&amp;#039;, Bruchstücke einer 1&amp;amp;nbsp;mm dicken Metallplatte mit Versen des [[Evangelium nach Johannes|Johannesevangeliums]]. Einige für die Entwicklung der Kirche wichtige Bücher wie die [[Apostelgeschichte des Lukas|Apostelgeschichte]] tauchen in der Wulfilabibel nicht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textbeispiel aus der Wulfila-Bibel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lord&amp;#039;s Prayer (Gothic).ogg|mini|Tonaufnahme des gotischen Vaterunsers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lord&amp;#039;s Prayer in Wulfila&amp;#039;s Gothic alphabet, with transliteration - Vaterunser in Wulfila&amp;#039;s gotischer Schrift, mit Übertragung.jpg|500px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text des [[Vaterunser]]s {{Bibel|Mt|6|9–13}} ist im Codex Argenteus auf [[Folium|fol.]] 4 [[recto]], letzte Zeile, und auf fol. 5 [[verso]], Zeilen&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;12, zu finden. Der nachfolgenden Abschrift ist eine [[Transliteration]] beigefügt. Zur genaueren Beschreibung der Schriftzeichen, [[Interpunktion]] und Worttrennung des Vaterunsers siehe Artikel [[Gotisches Alphabet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Krause (Sprachwissenschaftler)|Wolfgang Krause]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Gotischen.&amp;#039;&amp;#039; Handbücher für das germanistische Studium, C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1963, 2., verbesserte Auflage – mit Textproben aus verschiedenen Handschriften und mit umfangreichem Wörterverzeichnis.&lt;br /&gt;
* {{Cite journal |author=[[Frederick Lauritzen]] |title=Nonnos and Wulfila |url=https://www.academia.edu/39865505/Nonnos_and_Wulfila_in_Parekbolai_9_2019_19_30 |journal=Parekbolai |volume=9 |date=2019 |pages=19–30}}&lt;br /&gt;
* {{Cite journal |author=Frederick Lauritzen |title=The gothic Psalter between Crimea and Bologna |url=https://www.academia.edu/43460542/The_gothic_psalter_in_Constantinople_between_Crimea_and_Bologna_in_R%C3%A9vue_des_%C3%89tudes_Tardo_antiques_9_2019_2020_109_120 |journal=Revue des Etudes Tardo-Antiques |volume=9 |date=2019 |pages=109–120}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Streitberg]] (Hrsg.): [https://archive.org/details/diegotischebibel01heid/page/n7/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Die Gotische Bibel.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teil. &amp;#039;&amp;#039;Der gotische Text und seine griechische Vorlage. Mit Einleitung, Lesarten und Quellennachweisen sowie den kleinern Denkmälern als Anhang&amp;#039;&amp;#039;, Carl Winter&amp;#039;s Universitätsbuchhandlung, Heidelberg 1908]&lt;br /&gt;
* [[Elfriede Stutz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Testament in Gotischer Sprache.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die alten Übersetzungen des Neuen Testaments, die Kirchenväterzitate und Lektionare – Der gegenwärtige Stand ihrer Erforschung und ihre Bedeutung für die griechische Textgeschichte:&amp;#039;&amp;#039; [[Kurt Aland]] (Hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage, De Gruyter, Berlin/Boston 1972 (Reprint 2011). ISBN 978-3-11-082701-9, S. 375–402.&lt;br /&gt;
* Piergiuseppe Scardigli: &amp;#039;&amp;#039;Frühe Bibelübersetzungen: Gotisch&amp;#039;&amp;#039;. In: Harald Kittel (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung-Translation-Traduction: An International Encyclopedia of Translation Studies.&amp;#039;&amp;#039; Mouton de Gruyter, Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-11-020328-8, S. 2363–2366 (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 26, 2)&lt;br /&gt;
* Ingeborg Poppe: &amp;#039;&amp;#039;Das Johannes-Evangelium des Gotenbischofs Wulfila&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Gotischen übersetzt und erläutert von I. Poppe. I. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Wulfilas Johannes-Evangelium ins Deutsche übersetzt&amp;#039;&amp;#039; / II. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Sprachliche Besonderheiten im gotischen Johannes-Evangelium Wulfilas&amp;#039;&amp;#039;. Edition Immanente, Berlin 2022, ISBN 978-3-942754-67-5, 128 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfila.be/gothic/browse/ Text der Wulfilabibel] – Sehr übersichtlich dargestellt, auch mit Übersetzungen in Altgriechisch und Englisch.&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfila.be/gothic/manuscripts/ Übersicht der verschiedenen Handschriften der Wulifila-Bibel]&lt;br /&gt;
* [http://www.gotica.de Kleinere gotische Fragmente]&lt;br /&gt;
* [http://urn.kb.se/resolve?urn=urn:nbn:se:alvin:portal:record-60279 Digitalisat des Codex Argenteus im schwedischen Portal für Kulturerbe-Sammlungen, alvin-record:60279]&lt;br /&gt;
* [http://www.alvin-portal.org/alvin/imageViewer.jsf?dsId=ATTACHMENT-0001&amp;amp;pid=alvin-record%3A60279&amp;amp;dswid=9833 Codex Argenteus – Einzelseiten des Originalmanuskriptes als Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [http://www.gotica.de/argenteus/toc_mth.html Digitale Rekonstruktion des Codex Argenteus: Matthäus-Evangelium] – Sehr gut lesbar!&lt;br /&gt;
* [https://rlp.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=14958 rlp.museum-digital.de: Speyer-Fragment]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibelübersetzung (Neues Testament)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terwingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oblast Weliko Tarnowo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wulfila]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Völkerwanderungszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (4. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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