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	<title>Wulff-Konstruktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:32:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wulff-Konstruktion&amp;diff=700626&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MrBenjo: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-03-22T19:49:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wulff-Konstruktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[George V. Wulff]]) ist die Methode zur Bestimmung der Form eines [[Kristall]]s im [[Thermodynamisches Gleichgewicht|thermodynamischen Gleichgewicht]]. Die so bestimmte Form minimiert die [[Helmholtz-Energie|freie Energie]] der Oberfläche bei festem Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Konstruktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wulff construction.svg|mini|240 px|Wulff-Konstruktion: Bestimmung der Gleichgewichtsform eines Kristalls (blau) aus der richtungsabhängigen Oberflächenenergie (rot).]]&lt;br /&gt;
Für die Wulff-Konstruktion benötigt man für jede mögliche Orientierung der Oberfläche die [[Oberflächenenergie]] &amp;lt;math&amp;gt;\gamma&amp;lt;/math&amp;gt;, genauer gesagt, die freie Energie je Flächeneinheit. Jede Orientierung der Oberfläche wird durch die darauf senkrechte Richtung definiert. Man trägt nun die Oberflächenenergie als Funktion der Richtung auf; dies ist in der Abbildung die rote Kurve. Beispielsweise gibt die Länge des roten Pfeils die freie Oberflächenenergie für eine Fläche senkrecht zur Pfeilrichtung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man konstruiert nun für jede (dunkelrote) Richtungslinie eine Senkrechte&amp;amp;nbsp;&amp;#039;t&amp;#039; durch denjenigen Punkt, an dem sie die Kurve der Oberflächenenergie schneidet; einige solche Senkrechten sind im Bild dunkelblau eingezeichnet. Aus den innersten Senkrechten ergibt sich die Kristallform als dicke blaue Linie im Bild. Die dunkelblauen Linien&amp;amp;nbsp;&amp;#039;t&amp;#039; sind also [[Tangente]]n an die Kristallform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur zweidimensionalen Abbildung müssen für die dreidimensionale Form eines Kristalls Ebenen an Stelle der blauen Linien&amp;amp;nbsp;&amp;#039;t&amp;#039; konstruiert werden; die Kristallform ergibt sich hier aus den innersten so konstruierten (Tangential-)Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Konstruktion lässt sich mathematisch als [[Legendre-Transformation]] zwischen der richtungsabhängigen freien Energie der Oberfläche und der Kristallform verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung auf Kristalle ==&lt;br /&gt;
Bei Kristallen haben oft bestimmte Richtungen eine besonders niedrige Oberflächenenergie, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im Bild die Oberflächen senkrecht zu den schwarzen Linien. In diesem Fall treten große ebene Flächen auf. Oft besteht die aus den Oberflächenenergien konstruierte Wulff-Form bei niedriger Temperatur großteils aus solchen Flächen; viele andere Richtungen der Oberfläche treten gar nicht auf, d.&amp;amp;nbsp;h. die dazugehörigen Ebenen bzw. Linien&amp;amp;nbsp;t liegen in der Wulff-Konstruktion überall außerhalb der Kristallform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei höheren Temperaturen treten aber auch viele andere Kristallrichtungen auf, die zwar eine ungünstig hohe Oberflächenenergie haben, aber wegen ihrer höheren [[Entropie (Thermodynamik)|Entropie]] eine nicht so hohe freie Energie. Daher hat die Gleichgewichtsform bei hohen Temperaturen abgerundete Kanten und Ecken (wie im Bild oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis erreichen Kristalle nur dann die Gleichgewichtsform (gemäß der Wulff-Konstruktion), wenn die Atome ausreichend schnell über die Oberfläche [[Diffusion|diffundieren]] können, um jeweils den [[Bindungsplatz]] mit der günstigsten (d.&amp;amp;nbsp;h. niedrigsten) freien Energie zu erreichen. Das ist für viele Metalle bei kleinen Kristallen und hohen Temperaturen möglich, beispielsweise für Metall-[[Cluster (Physik)|Cluster]], wie sie in [[Katalysator]]en verwendet werden. Hingegen wird die Form der Kristalle bei den meisten [[Mineral]]ien durch die Wachstumsgeschwindigkeit der unterschiedlichen Kristallflächen und nicht durch die Wulff-Konstruktion bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*G. Wulff: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Geschwindigkeit des Wachstums und der Auflösung der Krystallflächen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Krystallographie und Mineralogie.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 1901, S. 449–530.&lt;br /&gt;
*[http://www.scholarpedia.org/article/Wulff_shape_of_crystals Salvador Miracle-Sole, Wulff-shape of crystals], Scholarpedia 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4440925-4|LCCN=sh92001737}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberflächenphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MrBenjo</name></author>
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