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	<title>Wuitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T11:01:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw: /* 12. bis 18. Jahrhundert */</title>
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		<updated>2026-02-24T18:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;12. bis 18. Jahrhundert&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wuitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Dorf westlich von [[Meuselwitz]], das in den Jahren 1954 bis 1956 dem [[Braunkohlebergbau]] durch den [[Tagebau Zipsendorf-Süd]] zum Opfer gefallen ist. Seine Flur gehört heute zur Ortschaft [[Rehmsdorf]] der Gemeinde [[Elsteraue]] im [[Burgenlandkreis]] ([[Sachsen-Anhalt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Wuitz lag am südwestlichen Rand der [[Leipziger Tieflandsbucht]] zwischen Rehmsdorf im Westen und Meuselwitz im Osten. Die ehemalige Ortslage befand sich südlich der heute nur noch bei seltenem Bedarf vom Güterverkehr befahrenen [[Bahnstrecke Zeitz–Altenburg]]. Der Bahnhof Wuitz-[[Mumsdorf]] lag nördlich von Wuitz und überlebte als einziges Gebäude des Orts die Überbaggerung. Von hier zweigte bis 1969 die 1000-mm-Schmalspurbahn nach Gera Pforten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die devastierte Ortslage von Wuitz befindet sich heute im [[Restloch Zipsendorf]]. Wuitz lag im Westen des [[Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier]]s, ca. 3,5 km nordwestlich von Meuselwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 12. bis 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der Ort Wuitz wurde am 13. April 1147 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Dieses Dokument ist ein Schreiben von [[Liste der Bischöfe von Naumburg|Bischof]] [[Udo I. von Thüringen|Udo zu Naumburg]] an den Domherren zu Zeitz, in dem er ihm einige Dörfer schenkt. Die heute thüringischen Nachbarorte von Wuitz, [[Zipsendorf]] und [[Falkenhain (Meuselwitz)|Falkenhain]], weisen ein ähnliches Datum der Ersterwähnung auf und gehörten ebenfalls über Jahrhunderte zu Zeitz. Die Schreibweise des Ortsnamens wechselte häufig: Wza (1147), Wozh, (1154), Wucz (15. Jh.), Wuecz (16. Jh.) und Wuitzcsch zu Wuitz. Das Gut des Orts war zeitweise im Besitz der Herren von [[Bünau]] zu [[Breitenhain (Lucka)|Breitenhain]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://personendatenbank.germania-sacra.de/files/books/NF%2035,1%20und%202%20Wiessner%20Naumburg.pdf Wuitz im Buch &amp;quot;Germania Sacra, S.&amp;amp;nbsp;572]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wuitz lag bis 1815 im [[Amt Zeitz]], das als Teil des [[Hochstift Naumburg-Zeitz|Hochstifts Naumburg-Zeitz]] seit 1561 unter [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischer]] Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1718 zum [[Sekundogenitur]]-Fürstentum [[Sachsen-Zeitz]] gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S.&amp;amp;nbsp;86&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es kam der Ort im Jahr 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem [[Landkreis Zeitz|Kreis Zeitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/zeitz.htm |titel=Landkreis Zeitz |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline=2025-08-30 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20240701141803if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/zeitz.htm | archiv-datum=2024-07-01 | abruf=2025-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im&lt;br /&gt;
[[Regierungsbezirk Merseburg]] der [[Provinz Sachsen]] zugeteilt. 1825 gab es in Wuitz 25 Häuser mit insgesamt 157 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert erlangte der Braunkohlebergbau im Raum Wuitz große Bedeutung. Die Gegend war der westlichste Ausläufer des [[Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier]]s. Einen Aufstieg erlebte der Braunkohlebergbau um Meuselwitz in den 1870er Jahren. Nachdem im Umfeld der Stadt zahlreiche Kohlegruben entstanden waren, dehnte sich das Abbaugebiet bald in westliche Richtung auf Zeitz hin aus. Zur Erschließung neuer Absatzmärkte wurde 1872 die [[Bahnstrecke Zeitz–Altenburg]] eröffnet, an der das preußische Wuitz mit dem [[Herzogtum Sachsen-Altenburg|herzoglich sachsen-altenburgischen]] [[Mumsdorf]] einen gemeinsamen Bahnhof erhielt. Da aufgrund technologischer Karten bekannt war, dass auch in der Flur von Wuitz reichliche Kohlenvorkommen vorhanden waren, erwarb die Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft  [[Vering &amp;amp; Waechter]] mit Sitz in Berlin im Jahr 1899 in Wuitz die ersten Kohlefelder. Unter wesentlicher Mitwirkung der Bahnbaufirma Vering &amp;amp; Waechter war die  Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn-AG gegründet worden, die die 1901 eröffnete [[Bahnstrecke Gera-Pforten–Wuitz-Mumsdorf|Bahnstrecke von Wuitz-Mumsdorf nach Gera-Pforten]] betrieb. Weiterhin erbaute die Firma Vering &amp;amp; Waechter im Jahr 1901 nördlich von Wuitz die [[Liste der Braunkohleveredlungsanlagen im Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier|Brikettfabrik „Leonhard I“]]. Sie war bis 1968 in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
In Wuitz wurde die Kohle zunächst im [[Liste der Tiefbaugruben im Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier|Tiefbau]] gewonnen. Aufgrund der günstigen Ablagerungverhältnisse ging man im Jahr 1909 zum [[Liste der Braunkohletagebaue im Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier|Tagebaubetrieb]] über. Um Wuitz waren dies zunächst die kleineren Tagebaue Leonhard I (1909–1919) und Leonhard II (1918–1926). Der erste elektrisch angetriebene Kohlelöffelbagger im gesamten Meuselwitz-Rositzer Braunkohlenrevier kam 1911 in Wuitz zum Einsatz. Durch die einsetzende Industrialisierung wandelte sich der Ort von einer Bauerngemeinde zu einem Bergarbeiterort. 1925 gehörten drei Viertel der Bevölkerung, d.&amp;amp;nbsp;h. 743 Einwohner, Bergarbeiterfamilien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Leonhardwerke“ in Wuitz wurden 1917 mit der Braunkohlengesellschaft „Vereinsglück“ aus [[Oelsen (Elsteraue)|Oelsen]] zusammengelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schnaudertal.de/index2.html Die Kohlewerke Leonhard auf www.schnaudertal.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in dieser Zeit musste das erste Haus von Wuitz dem Braunkohleabbau im Tagebau Leonhard II weichen. Es war die südlich des Bahnhofes gelegene Bahnhofsgaststätte, welche „Gipsdiele“ genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71055528/df_dk_0010001_4939 Meßtischblatt 2875, sächs. Nr. 57 : Meuselwitz, 1928; Tagebau südlich des Bahnhofs ist eingezeichnet]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem im Herbst 1926 der Abbau im Tagebau in der Grube „Leonhard II“ eingestellt wurde, fuhr man die erforderliche Kohle für die Brikettfabrik der „Leonhard-Werke“ aus der ehemaligen Grube „Fürst Bismarck“ in [[Rusendorf]] heran. Zwischen 1938 und 1952 zerstörte der „Tagebau Zipsendorf-West“ (Leonhard III) das Areal nördlich der Bahnlinie Zeitz-Altenburg. Der in dem Gebiet liegende Weiler [[Oberhaide]] (Ortsteil von [[Rehmsdorf]]) wurde 1938 ausgesiedelt und um 1940 überbaggert. Die meisten der (noch) 30 Einwohner zogen nach Wuitz um.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europeana.eu/portal/record/2023826/san_index_php_t_objekt_oges_14891.html Geschichte von Oberhaide]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ab 1950 ===&lt;br /&gt;
Mit der am 1. Juli 1950 erfolgten Kreisgebietsreform in der [[DDR]] gehörten Wuitz und sein Nachbarort Mumsdorf für kurze Zeit gemeinsam dem [[Landkreis Zeitz]] im Land Sachsen-Anhalt bzw. ab 1952 dem [[Kreis Zeitz]] im [[Bezirk Halle]] an, bis Mumsdorf am 4. Dezember 1952 dem [[Kreis Altenburg]] im [[Bezirk Leipzig]] zugeordnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Mumsdorf |val=MUMORF_O7401 |abruf=2025-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schicksal von Wuitz war besiegelt, als man im Jahr 1951 an derselben Stelle südlich der Bahnstrecke Zeitz-Altenburg mit der Kohleförderung wieder einsetzte, wo der Tagebau Leonhard II im Jahr 1926 aufgehört hatte. Von 1954 bis 1956 waren von der durch den [[Tagebau Zipsendorf-Süd]] betroffenen Ortsverlegung von Wuitz 55 bebaute Grundstücke und 644 Einwohner betroffen. Etwa zeitgleich musste auch der südwestlich von Wuitz gelegene Ort [[Sabissa]] dem Tagebau weichen. Einzig der Bahnhof Wuitz-Mumsdorf und die Brikettfabrik nördlich des Orts wurden nicht abgebaggert. Die Einwohner von Wuitz erhielten Ersatzgrundstücke oder -wohnungen in Zeitz, [[Tröglitz]], Zipsendorf oder Meuselwitz angeboten. Das Gebiet der mittlerweile einwohnerlosen Gemeinde wurde am 1. Juli 1961 in die Gemeinde [[Rehmsdorf]] eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Wuitz |val=WUIITZJO61DB |abruf=2025-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 erfolgte die Stilllegung der Brikettfabrik Leonhard I. Ein Jahr später endete der Zugverkehr auf der Bahnstrecke Gera-Pforten-Wuitz-Mumsdorf teilweise, 1970 ganz. Der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Zeitz und Meuselwitz ruhte seit dem 28. September 2002, wodurch der Bahnhof Wuitz-Mumsdorf seine Bedeutung verlor. Im Jahr 2007 wurde die Bahnstrecke Zeitz-Altenburg stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit der Bildung der Gemeinde Elsteraue gehört die Flur von Wuitz seit dem 1. Juli 2003 zur Ortschaft Rehmsdorf der Gemeinde Elsteraue im Burgenlandkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Wuitz-Mumsdorf&amp;#039;&amp;#039; lag an der [[Bahnstrecke Zeitz–Altenburg]] und der [[Bahnstrecke Gera-Pforten–Wuitz-Mumsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste abgebaggerter Ortschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Herbert Böttger | Titel=Chronik von Wuitz | Ort=Zipsendorf | Verlag=VEB Braunkohlenwerk | Jahr=1957}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{commonscat}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.agreement-berlin.de/wp-content/uploads/2015/08/Mitteldeutschland_Doku-16_Altenburg-Meuselwitz.pdf Verschwundene Orte des Meuselwitz-Altenburger Braunkohlereviers] in einem PDF-Dokument der LMBV&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71055528/df_dk_0010001_4939 Meßtischblatt 2875, sächs. Nr. 57 : Meuselwitz, 1928; Messtischblatt von 1928 mit der Lage von Wuitz]&lt;br /&gt;
* [http://www.devastiert.de/orte/wuitz.php#popup1 Wuitz mit Bildern auf www.devastiert.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.schnaudertal.de/meuselwitz/erinnerungenanwuitz.htm Erinnerungen an Wuitz] auf www.schnaudertal.de&lt;br /&gt;
* [http://www.museum-digital.de/nat/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=24977 Foto des Ritterguts Wuitz]&lt;br /&gt;
* [http://www.schnaudertal.de/index2.html Bilder des Bergaus um Wuitz] auf www.schnaudertal.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;References /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/03/31|EW=12/14/41|type=landmark|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Elsteraue)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Burgenlandkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Burgenlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1147]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1961]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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