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	<title>Wuchtgeschoss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:21:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wuchtgeschoss&amp;diff=214242&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Suit: /* Wirkprinzip */</title>
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		<updated>2026-04-13T16:34:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirkprinzip&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wuchtgeschoss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Munition, die allein die [[kinetische Energie]] (KE) ihres [[Projektil]]s nutzt, um die Zieloberfläche wie beispielsweise eine [[Panzerung]] zu durchdringen. Im [[Geschoss]] selbst wird deswegen auf [[Sprengstoff]] und [[Zünder]] verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere gebräuchliche Bezeichnungen für Wuchtgeschosse sind im militärischen Bereich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panzergranate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (PzGr), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KE-Geschoss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und aufgrund der Geschossform &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfeilwuchtgeschoss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KE-Penetrator&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist für das Projektil, aufgrund der Wirkungsweise und in Anlehnung an den gängigen englischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;(kinetic energy weapon)&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, gebräuchlich (vom [[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;penetrare&amp;#039;&amp;#039; = eindringen, durchdringen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffserklärung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Auch wenn der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Wuchtgeschoss&amp;#039;&amp;#039; prinzipiell auf viele andere Geschosse wie Pistolen- oder Gewehrprojektile oder sogar [[Bolzen (Geschoss)|Armbrustbolzen]] und [[Luftgewehr]]projektile zutrifft, wird er praktisch ausschließlich für [[Panzerbrechende Munition|panzerbrechende Geschosse für militärische Anwendungen]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Militärische Wuchtgeschosse werden heute praktisch weltweit von allen Armeen zum Zerstören von mittel- bis starkgepanzerten Zielen eingesetzt. Sie werden in erster Linie verwendet, um [[Kampfpanzer]], [[Schützenpanzer]] oder [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]] zu bekämpfen. Aufgrund der Veränderung der Kriegsführung, weg vom direkten Feuerkampf zwischen Kampfpanzern, hin zur [[Asymmetrische Kriegführung|asymmetrischen Kriegsführung]], haben sie allerdings heute etwas von ihrer zentralen und herausragenden Rolle in der militärischen Ausrüstung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Das eigentliche Geschoss besteht dabei aus [[Metall]], einer gegebenenfalls [[Härten (Stahl)|gehärteten]] [[Legierung]] oder einer Keramik, jeweils von möglichst großer [[Dichte]]. Durch die große Dichte und Härte wird der Großteil der kinetischen Energie &amp;#039;&amp;#039;(Wucht)&amp;#039;&amp;#039; zum Durchdringen der Panzerung aufgewendet. Für Wuchtgeschosse wird heute u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wolframcarbid]] und für Geschosse vom Typ APFSDS (s.&amp;amp;nbsp;u.) in der Regel eine [[Sintern|gesinterte]] [[Wolfram-Schwermetall-Legierung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |titel=MBT Revolution – Einsatzorientiertes, modulares Upgrade für Kampfpanzer |url=https://www.rheinmetall-defence.com/de/rheinmetall_defence/public_relations/news/detail_1408.php |datum=2010-06-14|zugriff=2022-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder abgereichertes [[Uran]] &amp;#039;&amp;#039;(engl. DU = depleted uranium)&amp;#039;&amp;#039; verwendet, wodurch letztere oft als [[Uranmunition]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkprinzip ===&lt;br /&gt;
Das Projektil verdrängt durch die Konzentration seiner hohen kinetische Energie auf eine relativ geringe Fläche beim Auftreffen das Material der Panzerung, das aufgrund seiner Trägheit nicht mit elastischer oder plastischer Verformung reagieren kann, um so die Energie zu absorbieren. Das Wirk- und Eindringprinzip ist dabei vergleichbar mit einem [[Druckluftnagler]], der große kinetische Energie auf der sehr kleinen Nagelspitze konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eindringen in die Panzerung wird die kinetische Energie teilweise in Druck und damit auch hohe Temperatur umgesetzt. Beim Durchdringen der Panzerung entsteht durch die starke Reibung des Penetrators mit den Panzerplatten ein „Splitterregen“ brennenden Materials, das mit dem Penetrator mit sehr hoher Geschwindigkeit nach innen schießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung im Ziel beruht dabei auf dem Zersplittern der Panzerung und des Projektils auf der Rückseite der durchdrungenen Zielfläche sowie aus dem Hineinschießen des geschmolzenen Materials und [[pyrophor]]en Partikeln von Panzerung und Penetrator, die annähernd eine explosive Wirkung besitzen. Dabei wird die Besatzung verwundet oder getötet, das Ziel durch die Splitterwirkung und Feuer innen stark beschädigt und häufig zusätzlich durch Sekundärschäden wie ein Entzünden von Kraftstoff oder die Explosion der im Ziel vorhandenen [[Munition]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ausführung als &amp;#039;&amp;#039;unterkalibrige Munition&amp;#039;&amp;#039; hat das eigentliche Subprojektil die Form eines Pfeils und wird mit einem [[Treibkäfig]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;sabot&amp;#039;&amp;#039;) im Geschützrohr geführt. Der Treibkäfig, bestehend aus einem Verbundwerkstoff&amp;lt;ref&amp;gt;[https://defense-update.com/20061122_120mm-ke.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;, dient der Kaliberanpassung sowie der Abdichtung der Kanone und fällt unmittelbar beim Verlassen der Rohrmündung durch den hohen [[Luftwiderstand]] ab. Derartige Munition wird meist &amp;#039;&amp;#039;Treibspiegel- oder Treibkäfigmunition&amp;#039;&amp;#039; genannt oder trägt die Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;DS&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;discarding sabot&amp;#039;&amp;#039;) in der Kurzbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch moderne [[Verbundpanzerung]]en, beispielsweise die [[Chobham-Panzerung]], [[Mexas]], oder [[Reaktivpanzerung]] bieten gegenüber den neuesten Wuchtgeschossen aus großkalibrigen Panzerkanonen nur bedingten Schutz, insbesondere bei weniger als etwa einem Kilometer Schussentfernung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Die ersten Wuchtgeschosse aus [[Wolfram]] wurden bereits von der deutschen [[Wehrmacht]] mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] verwendet (Bezeichnung: „Panzergranate ROT“ oder [[Panzergranate 40]]). Frühe als Wuchtgeschosse ausgeführte Munitionssorten waren noch Vollkalibergeschosse. Die Rohre verfügten über einen Drall mit [[Zug (Waffe)|Zügen]] und Feldern, was die Projektile zur Stabilisierung in Längsrotation versetzte. Heutige Wuchtgeschosse größerer Kaliber, die beim Kampfpanzer normalerweise aus [[Glattrohrkanone]]n verschossen werden, sind unterkalibrig und werden zur Stabilisierung mit Finnen oder Leitwerken versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen panzerbrechender Wuchtgeschosse ==&lt;br /&gt;
Da es in der deutschen Sprache kaum eindeutige Bezeichnungen für die unterschiedlichen Arten von Wuchtgeschossen gibt, wird die nachfolgende Übersicht nach den gängigen englischen Abkürzungen strukturiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== AP ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung AP steht für &amp;#039;&amp;#039;armor-piercing&amp;#039;&amp;#039; (panzerbrechend) und stellt die erste Generation panzerbrechender Geschosse dar. AP steht aber auch grundsätzlich für panzerbrechende Munition. Dabei bestanden die Geschosse aus einem Material mit sehr hoher Dichte wie [[Wolfram]] und durchschlugen die Panzerungen auf Grund der kinetischen Energie, die sie beim Auftreffen auf das Ziel abgaben. AP-Geschosse hatten allerdings Grenzen in ihrer Wirkung, da durch die schlechte aerodynamische Form der Luftwiderstand erhöht und so die Geschwindigkeit am Ziel herabgesetzt wurde. Das Problem der AP-Munition ist der Initialschock, der auf das harte und damit meist spröde Geschoss wirkt. Dies führte häufig zu einem Zersplittern des Projektils an der Außenseite der Panzerung. Um dieses Problem zu lösen, wurde die APC entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== API ===&lt;br /&gt;
Die Abkürzung API (auch AP-I geschrieben) steht für &amp;#039;&amp;#039;Armor Piercing, Incendiary&amp;#039;&amp;#039;. Hierbei wird dem AP-Geschoss ein entzündlicher Stoff (zum Beispiel [[Zirconium]]) zugesetzt, um einen zusätzlichen Brandeffekt nach dem Durchdringen der Panzerung zu erzeugen. Dies soll die Zerstörungswahrscheinlichkeit bei einem Treffer durch entzündeten Treibstoff, einen [[Cook off]] der gelagerten Munition oder durch anderweitige Brand- und Raucheinwirkung erhöhen. Dieser Typ wird besonders von klein- bis mittelkalibrigen Waffen gegen leicht gepanzerte Ziele verschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APC ===&lt;br /&gt;
APC steht für &amp;#039;&amp;#039;Armor Piercing, Capped&amp;#039;&amp;#039; (panzerbrechend, mit Kappe). Hier wurde die Spitze des Penetrators mit einer Kappe aus weicherem Material versehen, die den Aufprallschock dämpft, den eigentlichen Wirkkörper vor dem Zersplittern schützt und gleichzeitig das Abprallen von der Panzerung bei einem flachen Aufprallwinkel verhindern soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navweaps-apc&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle|url=http://www.navweaps.com/index_tech/tech-055.htm |titel=Projectile AP Caps|autor=Nathan Okun|abruf=2023-05-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trifft dann erst nach der Verformung der Kappe auf die Panzerung, um sie zu durchdringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amordlista-apc&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=AMORDLISTA, Preliminär ammunitionsordlista|Verlag=Försvarets materielverk (FMV), huvudavdelningen för armémateriel|Jahr=1979|Ort=Schweden|Seiten=33, 35 |Sprache=sv}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Verformung der Kappe und unterstützt durch den Drall wurde das Geschoss auch gedreht und der Aufprallwinkel vergrößert, so dass die Stärke der zu durchdringenden Panzerung durch den größeren Winkel verringert wurde. Diese Kappe verbesserte zwar das Eindringverhalten des Projektils, hatte aber durch die Optimierung der Form auf die Dämpfung des Aufprallschocks aerodynamische Nachteile, wodurch das Geschoss während des Fluges instabil wurde. Durch die Dämpfung verringert sich damit die Eindringgeschwindigkeit des Wirkkörpers und die [[Durchschlagskraft]] wurde herabgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;navweaps-apc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APBC ===&lt;br /&gt;
Dem Umstand der ungünstigen Aerodynamik der AP begegnete man zuerst durch Verwendung einer weiteren Ummantelung, der ballistischen Haube. Sie wurde aus weichem Metall gefertigt und diente rein der Optimierung der Ballistik. Diese Haube verformte oder zerlegte sich beim Aufprall auf ein Ziel und das Geschoss folgte dann dem Wirkprinzip der AP. APBC bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Armour Piercing Ballistic Cap&amp;#039;&amp;#039; (panzerbrechend, mit ballistischer Haube).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APCBC ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ArmorPiercingShell.png|mini|APCBC:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. [[ballistische Haube]] aus Weicheisen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. panzerbrechender Stahl-Penetrator&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Sprengladung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4. [[Bodenzünder]] (mit Zeitverzögerung, explodiert nach Durchschlag der Panzerung innerhalb des Ziels)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. [[Führungsband|Führungsringe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
Nachdem weder die &amp;#039;&amp;#039;APC&amp;#039;&amp;#039; noch die &amp;#039;&amp;#039;APBC&amp;#039;&amp;#039; sich als ideal herausgestellt hatten, wurde deren Aufbau in einer neuen Munitionsart kombiniert. So entstand die APCBC (&amp;#039;&amp;#039;Armour Piercing Capped Ballistic Cap&amp;#039;&amp;#039;, panzerbrechend, mit Kappe und ballistischer Haube).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Zweiten Weltkrieg weit verbreitete deutsche [[Panzergranate 39]] war ein Beispiel für eine APCBC. Allerdings ist sie eine Mischform der APCBC, da ein Wuchtgeschoss mit einer geringen Ladung Sprengstoff versehen wurde, die das Geschoss nach dem Durchschlagen der Oberfläche zur Explosion bringen sollte, und war darüber hinaus mit einem [[Pyrotechnischer Satz|pyrotechnischen Satz]] (Leuchtspur) versehen. Die Klassifizierung wäre nach heutiger Nomenklatur &amp;#039;&amp;#039;APCBC-HE-T&amp;#039;&amp;#039; (Armour Piercing Capped Ballistic Cap-High Explosive-Tracer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APCR ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hartkerngeschoss}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
APCR &amp;#039;&amp;#039;(Armour Piercing, Composite Rigid)&amp;#039;&amp;#039;, auch HVAP &amp;#039;&amp;#039;(High Velocity Armour Piercing)&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hartkernmunition&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hartkerngeschoss&amp;#039;&amp;#039;, wurden 1940 für die 37-mm-Kanone des deutschen [[Panzerkampfwagen III]] entwickelt und gegen Mitte des Zweiten Weltkriegs auch von der US-amerikanischen Armee eingesetzt, um den neuen deutschen Panzertypen wie [[Panzerkampfwagen V Panther|Panzer V Panther]] und [[Panzerkampfwagen VI Tiger|Panzer VI Tiger]] zu begegnen, deren starke Panzerungen sich mit herkömmlichen, bisher verwendeten AP- oder APC-Geschossen nicht mehr durchschlagen ließen. APCR-Geschosse verfügten im Inneren des Geschosses über einen weiteren, noch härteren Kern, der kleiner als das verwendete Kaliber war und auch die Panzerungen der neuen deutschen Panzer durchschlagen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richard Ogorkiewicz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Munitionstyp wird auch in [[Langwaffe]]n verwendet, etwa militärischen [[Sturmgewehr]]en und [[Scharfschützengewehr]]en, wenn materialschädigende Wirkung benötigt wird, etwa um Motoren von Fahrzeugen außer Betrieb zu setzen, oder wenn Gegner mit [[Schussweste|Körperpanzerungen]] zu bekämpfen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APCNR ===&lt;br /&gt;
APCNR &amp;#039;&amp;#039;(Armour Piercing, Composite Non-Rigid)&amp;#039;&amp;#039; sind im Aufbau mit den APCR sehr ähnlich, nur werden sie aus konifizierten (zur Mündung hin abnehmendes Kaliber) Geschützrohren verschossen. Die beiden Möglichkeiten für die Konifizierung waren zum einen, das Rohr selbst zu konifizieren, zum anderen nur an der Mündung durch eine Art Aufsatz eine Verjüngung zu erreichen. Das Vollkalibergeschoss verlässt dann die Mündung in einem kleineren Durchmesser als ursprünglich, ist also unterkalibrig und erreicht durch das Einschnüren des Geschosses eine sehr stabile Flugbahn und Geschossgeschwindigkeit. Die APCNR konnte sich aber aufgrund ihrer Komplexität und des hohen Rohrverschleißes nicht dauerhaft durchsetzen. Der Nachfolger der APCNR wurde die APDS-Munition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APDS ===&lt;br /&gt;
APDS-Munition &amp;#039;&amp;#039;(Armor Piercing, Discarding Sabot)&amp;#039;&amp;#039; ist drallstabilisiert und wird unter anderem bei älteren Zugrohrkanonen (zum Beispiel der [[Royal Ordnance L7|L7]]) oder bei Waffen mittleren Kalibers wie schweren [[Maschinengewehr]]en und [[Maschinenkanone]]n verwendet. Es handelt sich um ein AP-Geschoss mit Treibkäfig. Durch das unterkalibrige Geschoss ist die Flugbahn stabiler und die Geschwindigkeit höher. Ein Beispiel ist die „20&amp;amp;nbsp;mm APDS-DU“ (APDS–Depleted Uranium). Die Munition wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich durch die Firma [[Edgar Brandt|Brandt]] entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richard Ogorkiewicz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Richard Ogorkiewicz]]|Titel=Tanks 100 years of evolution|Verlag=Bloomsbury Publishing|ISBN=1-4728-1305-7|Jahr=2015|Online={{Google Buch|BuchID=ZICXCwAAQBAJ|Seite=255}}|Seiten=255}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAPDS ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|FAPDS}}&lt;br /&gt;
Die zerbrechliche panzerbrechende Treibkäfigmunition &amp;#039;&amp;#039;(Frangible Armour Piercing Discarding Sabot)&amp;#039;&amp;#039; ist eine Weiterentwicklung der APDS. Sie zerfällt während der Penetration der Panzerungsschichten in immer mehr und immer kleinere Teile. Dies hat einen ähnlichen Effekt, wie ihn eine innerhalb der Panzerung abgefeuerte Schrotladung hätte: Ein bloßes Durchschießen des Zielobjekts wird vermieden und durch die kaskadierende Zerstörung werden Verluste und Schäden vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APFSDS ===&lt;br /&gt;
Da drallstabilisierten Geschossen hinsichtlich der Mündungsgeschwindigkeit und Länge und somit auch in der Durchschlagskraft Grenzen gesetzt sind, wurden die &amp;#039;&amp;#039;panzerbrechenden, flügelstabilisierten Treibkäfiggeschosse&amp;#039;&amp;#039; entwickelt (APFSDS für &amp;#039;&amp;#039;Armor Piercing Fin-Stabilized Discarding Sabot&amp;#039;&amp;#039;). Sie stellen heute den letzten Entwicklungsstand von im Militär eingeführten großkalibrigen Wuchtgeschossen dar.&lt;br /&gt;
Die heute üblichen Geschosse werden normalerweise aus [[Glattrohrkanone|glatten Geschützrohren]] ohne [[Mündungsbremse]] verschossen und bestehen aus einem leichten Mantel&amp;amp;nbsp;– dem Treibkäfig&amp;amp;nbsp;– und einem dünnen, spitzen, schweren Sub-Projektil in Form eines Pfeils&amp;amp;nbsp;(Flechette), der einen Penetrator aus einem Material mit hoher Dichte enthält. Das Subprojektil wird mit Flossen oder Finnen [[Geschossstabilisierung|stabilisiert]]. Der Durchmesser des Subprojektils ist dabei deutlich kleiner als das Kaliber der Kanone, das heißt, es handelt sich dabei um ein Unterkalibergeschoss. Das Geschoss hat eine hohe [[Querschnittsbelastung]], was dessen [[Durchschlagskraft]] erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Munitionsart ist heute bei Kampfpanzern normalerweise als [[hülsenlose Munition]] konzipiert mit einer Treibladung hauptsächlich aus [[Cellulosenitrat|Nitrozellulose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mündungsgeschwindigkeit]] moderner APFSDS-Projektile beträgt zwischen 1400 und 1800&amp;amp;nbsp;Meter&amp;amp;nbsp;pro&amp;amp;nbsp;Sekunde (m/s), das heißt teilweise mehr als fünffache [[Schallgeschwindigkeit]]. Ein Beispiel für ein derartiges Geschoss ist die &amp;#039;&amp;#039;DM53&amp;#039;&amp;#039;, die heute im [[Leopard 2]] vom [[Heer (Bundeswehr)|deutschen Heer]] eingesetzt wird. Sie erreicht in Kombination mit der [[Rheinmetall 120-mm-Glattrohrkanone#120-mm-Glattrohrkanone L.2F55|120-mm-Glattrohrkanone L/55]] von Rheinmetall eine Mündungsgeschwindigkeit von bis zu 1750&amp;amp;nbsp;m/s. Laut Angaben der Bundeswehr kann damit eine Durchschlagsleistung von 810&amp;amp;nbsp;mm [[Panzerstahl]] (nach [[RHA]]) auf eine Entfernung von 2000&amp;amp;nbsp;m erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rh120-bwt1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/!ut/p/c4/TYvLCsIwEEX_KNNkMCnu_AqtG0maUAbzIkyt_r3JQpADZ7jcO3CHTrYv2ixTyTbCDZaVzu4Q7vDh8al7frJ4ixQ8WUfRw3W8-CDWkgMPc8hM3VuzXJqopXEczd5abwR5WFDiCWcVEFF1j4T9alQ4_aON9tr21YwGpZFq-gE1pcsXyrpjNA!!/ | titel=Typenblatt 02/2006 – Leopard 2 | hrsg=www.y-punkt.de | abruf=2013-09-14 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20140607010302/http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/!ut/p/c4/TYvLCsIwEEX_KNNkMCnu_AqtG0maUAbzIkyt_r3JQpADZ7jcO3CHTrYv2ixTyTbCDZaVzu4Q7vDh8al7frJ4ixQ8WUfRw3W8-CDWkgMPc8hM3VuzXJqopXEczd5abwR5WFDiCWcVEFF1j4T9alQ4_aON9tr21YwGpZFq-gE1pcsXyrpjNA!!/ | archiv-datum=2014-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Genaue Angaben über die Durchschlagsfähigkeit und Mündungsgeschwindigkeit werden oft nicht bekannt gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:125mm Bm15 APFSDS.JPG|[[Flechette]] mit und ohne [[Treibspiegel|Treibkäfig]]&lt;br /&gt;
Datei:Obus 501556 fh000022.jpg|APFSDS(-T) französischer Herkunft&lt;br /&gt;
Datei:Munster 2022 -Panzermuseum- by-RaBoe 096.jpg|Schnittdarstellung eines APFSDS-Geschosses in einer [[Rheinmetall 120-mm-Glattrohrkanone|Rh120]]&lt;br /&gt;
Datei:TRESPI-5 APFSDS.PNG|Abschussphasen einer APFSDS&lt;br /&gt;
Datei:Sabot separating.gif|APFSDS, der Treibkäfig löst sich kurz nach dem Verlassen des Rohres ab&lt;br /&gt;
Datei:Destroyed iraqi T-55 tank.JPEG|[[Geschützturm]] eines [[T-55]] nach Beschuss mit einem APFSDS-Geschoss &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht über Geschossenergie und Durchschlagsleistung ==&lt;br /&gt;
=== Veranschaulichung der kinetischen Energie ===&lt;br /&gt;
Eine Lokomotive mit einer Masse von 50 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 80&amp;amp;nbsp;km/h (22,2&amp;amp;nbsp;m/s) besitzt eine kinetische Energie von rund 12,3 Mega[[joule]] (MJ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2005 in der [[Bundeswehr]] eingeführte panzerbrechende Wuchtmunition DM&amp;amp;nbsp;63 mit einem Kern aus [[Wolfram-Schwermetall]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |titel=MBT Revolution – Einsatzorientiertes, modulares Upgrade für Kampfpanzer |url=https://www.rheinmetall-defence.com/de/rheinmetall_defence/public_relations/news/detail_1408.php |datum=2010-06-14|zugriff=2022-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die aus einer [[Rheinmetall 120-mm-Glattrohrkanone|120-mm-Glattrohrkanone L/55]] abgefeuert wird, erreicht bei einer Mündungsgeschwindigkeit von 1750&amp;amp;nbsp;m/s und einer gegenüber der Vorgängerausführung erhöhten Penetratormasse (rund 8,5&amp;amp;nbsp;kg) ungefähr 13&amp;amp;nbsp;MJ an der Mündung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krapke-RH9&amp;quot;&amp;gt;Paul-Werner Krapke: &amp;#039;&amp;#039;Leopard 2 sein Werden und seine Leistung.&amp;#039;&amp;#039; Seite 9 der Ergänzung von &amp;#039;&amp;#039;Rolf Hilmes&amp;#039;&amp;#039;, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-1425-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== APFSDS-Durchschlagsleistung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra sortable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+[[Durchschlagsleistung]] verschiedener APFSDS-Munitionsarten&lt;br /&gt;
! Munitionstyp || Entwicklungsjahr || Entwicklungsland || Penetrator || data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot; | Durchschlagskraft&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(mm [[RHA]])&amp;lt;/small&amp;gt; || Winkel&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(in°)&amp;lt;/small&amp;gt;|| Entfernung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(in m)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |115 mm 3BM-3&lt;br /&gt;
| 1961 || {{SUN-1955}} || Stahl || 300&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://thesovietarmourblog.blogspot.com/2015/12/t-62.html|titel=Tankograd: T-62|hrsg=thesovietarmourblog.blogspot.com|zugriff=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm L64A4&lt;br /&gt;
| 1978 || {{GBR}} || [[Wolframcarbid|Wolframkarbid]] || 250&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot; /&amp;gt; || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm M111&lt;br /&gt;
| Ende der siebziger Jahre || {{ISR}} || Wolframkarbid || 360&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot; /&amp;gt; || 0 || 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm M774&lt;br /&gt;
| 1979 || {{USA}} || [[Uranmunition|abgereichertes Uran]] || 385&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot; /&amp;gt; || 0 || 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 13&lt;br /&gt;
| 1979 || {{GER}} || Wolframlegierung || 230&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kotsch88_120&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.kotsch88.de/m_120_mm.htm|titel=Munition der 120-mm-Kanone von Rheinmetall|hrsg=www.kotsch88.de|zugriff=2018-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || 0 || 2200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm M827&lt;br /&gt;
| 1979 || {{USA}} || Wolframkarbid || 520 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm OLF105F1&lt;br /&gt;
| 1981 || {{FRA}} || Wolframkarbid || 420&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot; /&amp;gt; || 0 || 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm M833&lt;br /&gt;
| 1983 || {{USA}} || Wolframkarbid || 480&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot; /&amp;gt; || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 23&lt;br /&gt;
| 1985 || {{GER}} || Wolframlegierung || 480 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm [[M829]]&lt;br /&gt;
| 1985 || {{USA}} || abgereichertes Uran || 540 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM32 „Want“&lt;br /&gt;
| 1987 || {{URS}} || abgereichertes Uran || 500 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |105 mm OLF105E2&lt;br /&gt;
| 1988 || {{FRA}} || abgereichertes Uran || 540&amp;lt;ref name=&amp;quot;105ammo&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://echo501.tripod.com/Military/105ammo.htm|titel=105 mm Ammo|hrsg=echo501.tripod.com|zugriff=2018-11-13|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || 0 || 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 23A1&lt;br /&gt;
| 1988 || {{GER}} || Wolframlegierung || 540 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM42 „Mango“&lt;br /&gt;
| 1988 || {{URS}} || Wolframkarbid || 440 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm M829A1&lt;br /&gt;
| 1989 || {{USA}} || abgereichertes Uran || 700 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM48 „Swinez“&lt;br /&gt;
| 1991 || {{URS}} || abgereichertes Uran || 600 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm M829A2&lt;br /&gt;
| 1992 || {{USA}} || abgereichertes Uran || 740 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm CHARM1&lt;br /&gt;
| 1994 || {{GBR}} || abgereichertes Uran || 540 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm OLF120G1&lt;br /&gt;
| Anfang der neunziger Jahre || {{FRA}} || Wolframkarbid || 540 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 43&lt;br /&gt;
| 1995 || {{GER}} || Wolframlegierung || 640 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm CHARM3&lt;br /&gt;
| 1999 || {{GBR}} || abgereichertes Uran || 740 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 53&lt;br /&gt;
| 2000 || {{GER}} || Wolframlegierung || 600–640 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM59 „Swinez“-1&lt;br /&gt;
| 2002 || {{RUS}} || abgereichertes Uran || 740 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM60 „Swinez“-2&lt;br /&gt;
| 2002 || {{RUS}} || Wolframkarbid || 640–660 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm DM 63&lt;br /&gt;
| 2004? || {{GER}} || Wolframlegierung || 750 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |120 mm M829A3&lt;br /&gt;
| 2003 || {{USA}} || abgereichertes Uran || 800 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM69 „Wakuum“-1&lt;br /&gt;
| 2005 || {{RUS}} || abgereichertes Uran || 900 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; |125 mm 3BM70 „Wakuum“-2&lt;br /&gt;
| 2005 || {{RUS}} || Wolframkarbid || 800 || 0 || 1000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geeignete Beschleuniger ==&lt;br /&gt;
Im Einsatz werden Wuchtgeschosse durch konventionelle [[Treibladung]]en in [[Kanone]]n beschleunigt. Prinzipiell wären auch [[Railgun]]s und zweistufige [[Leichtgaskanone]]n zum Abschuss von Wuchtgeschossen geeignet. Damit könnte eine noch höhere [[Geschwindigkeit]] und damit kinetische Energie erreicht werden. Derartige Beschleuniger werden allerdings bisher nur in der Forschung eingesetzt; es existieren keine einsatzfähigen Waffensysteme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Es existierten bisher keine wirkungsvollen Schutzmaßnahmen gegen moderne großkalibrige Hochleistungswuchtgeschosse. Selbst modernste Panzerungen wurden bei Kampfentfernungen von mehreren Kilometern immer noch durchschlagen. Ob durch die Weiterentwicklung der russischen Kampfpanzer [[T-80]], [[T-90]] und [[T-14]] dieses Prinzip noch Gültigkeit besitzt, ist auf Grund der Geheimhaltung offen.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;welt-uran&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle|url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article140100414/Warum-die-Politik-dem-Leo-Urangeschosse-verweigerte.html|datum=2015-04-26|titel=Warum die Politik dem Leo Urangeschosse verweigerte|zugriff=2018-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung neuer panzerbrechender Munitionsarten und Beschleunigerkonzepte auf der einen Seite und moderner Panzerungskonzepte in Verbindung mit [[abstandsaktive Schutzmaßnahmen|abstandsaktiven Schutzmaßnahmen]]&amp;amp;nbsp;– insbesondere die sogenannten „Hardkill-Systeme“&amp;amp;nbsp;auf der anderen Seite – spitzt sich der „Wettbewerb“ wieder zu. Ob gerade die Hardkill-Systeme in der Lage sein werden, derartige Geschosse in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen, den Treffer zu verhindern oder den anfliegenden Penetrator zu zerstören, hat die Praxis im Einsatz bisher noch nicht gezeigt.&lt;br /&gt;
Es gibt viele Entwicklungen in diese Richtung, davon zielen nahezu alle auf ein Hardkill-System ab, welches den Penetrator mit abgeschossenen Sprengladungen bekämpft. Da sich der Penetrator nicht vollständig zerstören, sondern lediglich destabilisieren oder zersplittern lässt, bleibt immer eine Restenergie vorhanden, die von der Panzerung absorbiert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Rolf Hilmes]] |Titel=Meilensteine der Panzerentwicklung: Panzerkonzepte und Baugruppentechnologie |Hrsg=Motorbuch |Auflage=1. |Ort=Stuttgart |Datum=2020 |ISBN=978-3613042773 |Seiten=53 ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beat Kneubuehl: &amp;#039;&amp;#039;Geschosse (Band 1) – Ballistik, Treffsicherheit, Wirkungsweise.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 1998, ISBN 978-3-7276-7119-7.&lt;br /&gt;
* Beat Kneubuehl: &amp;#039;&amp;#039;Geschosse (Band 2) – Ballistik, Wirksamkeit, Messtechnik.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-7276-7145-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Video: [https://www.youtube.com/shorts/vXr8p2LsKYI Wirkung eines Wuchtgeschosses, Treibspiegel im Kaliber 6,5 mm] &lt;br /&gt;
* [http://www.rheinmetall-defence.com/de/rheinmetall_defence/systems_and_products/weapons_and_ammunition/direct_fire/large_calibre/index.php &amp;#039;&amp;#039;Rheinmetall Detec zur DM 53.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil (Munition)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschützmunition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache (Waffentechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Suit</name></author>
	</entry>
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