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	<title>Wschowa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T01:01:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wschowa&amp;diff=265767&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Zeichen zwischen Beleg entfernt, doppelten Link entfernt, Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-13T11:03:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Zeichen zwischen Beleg entfernt, doppelten Link entfernt, Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Fraustadt}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort                = Wschowa&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:POL Wschowa COA.svg|111px|Wappen von Wschowa]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Lebus&lt;br /&gt;
| Powiat             = Wschowa&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Wschowski&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 51&lt;br /&gt;
| Breitenminute      = 48&lt;br /&gt;
| Breitensekunde     = 0&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute       = 18&lt;br /&gt;
| Längensekunde      = 0&lt;br /&gt;
| OrtFläche          = 8.38&lt;br /&gt;
| Höhe               = 93&lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 67-400&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     = 65&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = FWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Straße1            = [[Głogów]]–[[Leszno]]&lt;br /&gt;
| Schienen1          = [[Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz)|Leszno–Głogów]]&lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Flughafen Poznań-Ławica|Poznań-Ławica]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wschowa ratusz.jpg|mini|Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Posen 1905.png|mini|Fraustadt, südsüdwestlich der Stadt [[Posen]] und nordöstlich der Stadt [[Głogów|Glogau]], auf einer Landkarte von 1905 (&amp;#039;&amp;#039;gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung)&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wschowa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Fraustadt&amp;#039;&amp;#039;) ist die [[Kreisstadt]] des [[Powiat Wschowski]] und Sitz der [[Gmina Wschowa|Stadt- und Landgemeinde Wschowa]] in der [[Woiwodschaft Lebus]] (&amp;#039;&amp;#039;Leubus&amp;#039;&amp;#039;) in Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (&amp;#039;&amp;#039;Grünberg in Schlesien&amp;#039;&amp;#039;). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (&amp;#039;&amp;#039;Lissa&amp;#039;&amp;#039;) und im Südwesten [[Głogów]] (&amp;#039;&amp;#039;Glogau&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fraustadt.jpg|mini|links|[[Schlacht bei Fraustadt]] 1706]]&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde um 1250 nach [[Magdeburger Recht]] in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen [[Kolonist]]en gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt; Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem [[Herzogtum Glogau]] eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König [[Kasimir III. (Polen)|Kasimir III.]] erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte [[Immediatstadt]] [[privileg]]iert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (&amp;#039;&amp;#039;Ziemia&amp;#039;&amp;#039;). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Wuttke |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Fries |Datum=1864 |Seiten=296 |Online={{Google Buch |BuchID=cTRNAAAAcAAJ |Seite=294}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; König [[Władysław II. Jagiełło]] bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des [[Protestantismus]] in Polen. Während der [[Reformation]] war 1555 nach der [[Declaratio Ferdinandea|Erklärung des Kaisers Ferdinand I.]] die erste deutsche [[Heilige Messe|Messe]] gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen [[Prediger]]s einem Protestanten übertragen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands|Verband der Historiker Deutschlands]]. Sektion für Kirchengeschichte, Gesellschaft für Kirchengeschichte |Titel=Zeitschrift für Kirchengeschichte |Nummer=84-85 |Verlag=W. Kohlhammer |Datum=1973 |Seiten=115 |Online={{Google Buch |BuchID=T3LYAAAAMAAJ |Hervorhebung=Fraustadt Polen Deutsche Prozent}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren [[Valerius Herberger]] (1562–1627) und [[Samuel Friedrich Lauterbach]] (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter [[Christian Gryphius]] (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen [[Starost]]en. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]] Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die [[Lutheraner]] eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[Kirche Kripplein Christi (Fraustadt)|Kripplein Christi]]“ errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Wuttke |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Fries |Datum=1864 |Seiten=303 |Online={{Google Buch |BuchID=cTRNAAAAcAAJ |Seite=294}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der [[Gegenreformation]] blieb Polen tolerant und nahm protestantische [[Glaubensflüchtling]]e aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach [[Magdeburger Recht]]. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (&amp;#039;&amp;#039;Glogauer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Polnische&amp;#039;&amp;#039;), der Neustadt und den zwei [[Kämmerei]]dörfern Nieder- und Oberpritschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] trafen in der [[Schlacht bei Fraustadt]] am {{JULGREGDATUM|13|2|1706}} die [[Schwedische Armee|schwedische]] und die [[Sächsische Armee|sächsisch]]-[[Kaiserlich Russische Armee|russische]] Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während der Herrschaft des sächsischen [[Haus Wettin|Hauses Wettin]] in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des [[Senat (Polen-Litauen)|Senates der Republik]] abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine [[Osmanisches Reich|türkische]] [[Gesandtschaft]] empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrmals wurde Fraustadt von der [[Pest]] heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Wuttke |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Fries |Datum=1864 |Seiten=302 |Online={{Google Buch |BuchID=cTRNAAAAcAAJ |Seite=294}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Teilungen Polens|Zweiten Teilung Polens]] kam Fraustadt 1795 an [[Preußen]] und wurde 1816 [[Kreisstadt]] des [[Landkreis Fraustadt|Landkreises Fraustadt]] an der südwestlichen Grenze der [[Provinz Posen]]. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine [[Jüdische Religion|israelitische]] Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Wuttke |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Fries |Datum=1864 |Seiten=310 |Online={{Google Buch |BuchID=cTRNAAAAcAAJ |Seite=294}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König [[Stanislaus II. August Poniatowski|Stanislaus II. August]] bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Wuttke |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Fries |Datum=1864 |Seiten=308ff |Online={{Google Buch |BuchID=cTRNAAAAcAAJ |Seite=294}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Polnischer Aufstand im Großherzogtum Posen (1848)|polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen]] im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] eventuell durch Anschluss an die angrenzende [[Provinz Schlesien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig von Janta-Polczynski: &amp;#039;&amp;#039;Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848&amp;#039;&amp;#039;. Glogau 1849, [https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA41 S. 41.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Fraustadt wurde auch Standort einer preußischer [[Garnison]]. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war [[Paul von Hindenburg]]; er diente hier als [[Kompaniechef]] von 1884 bis 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von [[Polen (Ethnie)|Polen]] ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gustav Neumann (Geograph)|Gustav Neumann]] |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung&amp;#039;&amp;#039; |Band=2 |Auflage=2. |Verlag=Müller |Ort=Berlin |Datum=1874 |Seiten=145 |Online={{Google Buch |BuchID=mx5fAAAAcAAJ |Seite=145 |Hervorhebung=Fraustadt Polen Deutsche Polen}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2 % zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8 % angewachsen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=[[Königlich Preußisches Statistisches Bureau|Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin]] |Titel=Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) |Verlag=Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) |Ort=Berlin |Datum=1905 |Seiten=142 |Online={{Google Buch |BuchID=Y1hDAQAAMAAJ |Hervorhebung=Fraustadt Polen Deutsche Prozent}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mgaz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], dem [[Versailler Vertrag]] und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Minaralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Klockhaus&amp;#039; kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe&amp;#039;&amp;#039;, Band 1 B, Berlin 1935, 2. Teil, &amp;#039;&amp;#039;Provinz Ober-Schlesien&amp;#039;&amp;#039;, S. 1935–1936 ([https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&amp;amp;pg=RA24-PA23 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1938 hatte die Stadt zur [[Provinz Niederschlesien]] gehört, die am 1. April 1938  mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm &amp;#039;&amp;#039;Provinz Niederschlesien&amp;#039;&amp;#039;] (Territorial.de)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem deutschen [[Überfall auf Polen]] am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen [[Stellung (Militär)|Stellungen]]. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort [[garnison]]ierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Mark Felton]] |url=https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc |titel=The POLISH Invasion of Germany 1939 |abruf=2021-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im [[Regierungsbezirk Liegnitz]] der [[Land Preußen|preußischen]] [[Provinz Schlesien]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Besetzung durch die [[Rote Armee]] und Beendigung der Kampfhandlungen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der [[Sowjetunion]] der [[Volksrepublik Polen]] zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in &amp;#039;&amp;#039;Wschowa&amp;#039;&amp;#039; umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]]. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise [[Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946|Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen]], das an die Sowjetunion gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft Lebus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1676 erhielt Fraustadt das Lagerrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;Stan Lewicki: &amp;#039;&amp;#039;Historja handlu w Polsce na tle przywilejów handlowych: (prawo składu)&amp;#039;&amp;#039;. Warschau 1920, S. 132 (polnisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1820 brach der hier bedeutende Tuchhandel durch die [[Russisches Kaiserreich|russische]] Zollpolitik zusammen, und die Stadt musste sich andere Betätigungsfelder suchen. So entstand in Fraustadt 1881 eine Zuckerfabrik, die bis 2003 als deutsch-polnisches Franchiseunternehmen in Betrieb war. 1857 bekam die Stadt einen Eisenbahnanschluss ([[Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz)|Strecke Glogau–Lissa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1864 wurden die „sorgsamen und fleißigen [[Kürschner]] der Städte Lissa und deren Nachbarstadt [[Fraustadt]] in Posen“ erwähnt, die jährlich mehr als eine halbe Million [[Kaninfell|Kaninchenfelle]] zubereiten und zu Pelzwerk verarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Lomer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rauchwaarenhandel - Geschichte, Betriebsweise und Waarenkunde&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig, 1864, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor 1900 bis Mitte des 20. Jahrhunderts war in der Pelzmode das preisgünstige und massenhaft anfallende Kaninfell noch einmal mehr gefragt. Die polnischen weißen Felle der Hauskaninchen wurden nicht gefärbt, sondern wurden [[alaun]]gar zugerichtet und naturfarben verarbeitet, teilweise auch geschoren. Mittelpunkt dieser Industrie waren jetzt [[Lwiw|Lemberg]] in [[Galizien]] und Lissa, „Sitz der weißen Kanin-Industrie“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Brass]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Reiche der Pelze&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1911, S. 626.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manes 4&amp;quot;&amp;gt;[[Philipp Manes]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard König senior in Firma Adolph Schlesinger Nachf. Leipzig&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Pelzindustrie und ihre Verbände 1900–1940, Versuch einer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1941 Band 4. Durchschrift des Originalmanuskripts, S.&amp;amp;nbsp;166 ([[:Datei:Philipp Manes, Die deutsche Pelzindustrie und ihre Verbände 1900-1940 - Versuch einer Geschichte (6 - Band 4).jpg|→ Inhaltsverzeichnis]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaninfelle mit Lissaer [[Pelzzurichtung]] waren „ein bekannter und standardmäßig gehandelter Tagesartikel“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alexander Tuma]] |Titel=Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde, Band XVIII |Auflage= |Verlag=Alexander Tuma |Ort=Wien |Datum=1949 |Seiten=168 |Fundstelle=Stichwort „Kaninfell“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographie ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1700 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | ca. 7000 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1797 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 4579 || davon 3097 Lutheraner, 1049 Katholiken, 418 Juden, 15 Reformierte&amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1800 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5100 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot;&amp;gt;[[Heinrich Wuttke]]: &amp;#039;&amp;#039;Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1864, [https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA294 S. 294–310].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1816 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5465 || davon 4803 Einwohner in der Altstadt und 662 in der Neustadt, ohne das königliche Vorwerk Fraustadt (sechs Einwohner);&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, &amp;#039;&amp;#039;A–F&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1821, [https://books.google.de/books?id=yTjRAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA383 S. 383, Ziffer 1026–1028.]&amp;lt;/ref&amp;gt; nach anderen Angaben 5222 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1826 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5800 || in 742 Privatwohnhäusern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zedlitz&amp;quot;&amp;gt;[[Leopold von Zedlitz-Neukirch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Staatskräfte der preußischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III..&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Teil 1, Berlin 1828, [https://books.google.de/books?id=ENEQAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA95 S. 95, Ziffer V.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1837 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5541 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1840 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5303 || darunter 568 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1843 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 5404 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1858 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6763 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1861 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6598 || darunter 560 Militärpersonen&amp;lt;ref name=&amp;quot;HW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6595 || am 3. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatBüro&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 6515 || mit der Garnison (ein Bataillon Nr. 58), darunter 4100 Evangelische, 2050 Katholiken, 350 Juden (410 [[Polen (Ethnie)|Polen]]);&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neumann&amp;quot;&amp;gt;Gustav Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Geographie des Preußischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, [https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA145 S. 145–146, Ziffer 4.]&amp;lt;/ref&amp;gt; nach anderen Angaben 6513 Einwohner, darunter 4053 Evangelische, 2146 Katholiken, 314 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatBüro&amp;quot;&amp;gt;[[Königlich Preußisches Statistisches Bureau|Königliches Statistisches Büro]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke des preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871 bearbeitet und zusammengestellt.&amp;#039;&amp;#039; Teil IV: &amp;#039;&amp;#039;Die Provinz Posen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1874, S. 102–103, Ziffer 1 ([https://kpbc.umk.pl/dlibra/publication/56325/edition/72307/content Digitalisat, S. 109–110]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6394 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=fraustadt.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6755 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 6873 || darunter 3814 Evangelische, 2769 Katholiken, 288 Juden (500 Polen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 7462 || mit der Garnison (ein [[Infanterie]]bataillon Nr. 58), meist Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage, Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 S. 49].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910|| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 7538 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;mgaz&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039;, mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt ([https://www.meyersgaz.org/place/10505026 meyersgaz.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?posen/fraustadt.htm |titel=Landkreis Fraustadt |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20231017033249if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?posen/fraustadt.htm |archiv-datum=2023-10-17 |abruf=2026-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 7548 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 7507 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 7739 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche unter dem [[Patrozinium]] des hl. Bischofs und Märtyrers [[Stanislaus von Krakau|Stanislaus]] und der [[Mariä Himmelfahrt]], gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut&lt;br /&gt;
* [[Kirche Kripplein Christi (Fraustadt)|Ehemalige evangelische Kirche &amp;#039;&amp;#039;Kripplein Christi&amp;#039;&amp;#039;]] von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet&lt;br /&gt;
* Gebäudekomplex des Franziskanerklosters mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut&lt;br /&gt;
* Dreifaltigkeitskirche, erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf [[Karl Friedrich Schinkel]]s aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche.&lt;br /&gt;
* Evangelischer Friedhof von 1609&lt;br /&gt;
* Stadtmauern aus dem 15. und 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wschowa mury obronne - kościół farny.jpg|Mittelalterliche Stadtbefestigung mit der St.-Stanislaus-Kirche&lt;br /&gt;
 !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|[[Kirche Kripplein Christi (Fraustadt)|Ehemalige evangelische Kirche &amp;#039;&amp;#039;Kripplein Christi&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
 Wschowa klasztor 1.jpg|Franziskanerkloster&lt;br /&gt;
 Wschowa, kościół p.w. św. Józefa 1.jpg|St.-Josefs-Kirche&lt;br /&gt;
 !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche&lt;br /&gt;
 Wschowa Rzeźnicka 1.jpg|Bürgerhaus am Marktplatz&lt;br /&gt;
 20141130 ba321 wschowa ul powstancow wlkp-mk-a-pah-s-cr.jpg|Ehemalige Evangelische Schule, derzeit Diözesanbuchhandlung, erbaut 1686&lt;br /&gt;
 !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Barocke Bürgerhäuser am Schlossplatz&lt;br /&gt;
 Wschowa, Urząd Pocztowy Wschowa - fotopolska.eu (306378).jpg|Postamt&lt;br /&gt;
 Hausfassaden Breitestr. (Fraustadt).jpg|Häuser in der Breitestraße&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Zur [[Gmina Wschowa|Stadt- und Landgemeinde Wschowa]] gehören neben der Stadt 23 Dörfer mit Schulzenamt.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gmina Wschowa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|mini|Bahnhof]]&lt;br /&gt;
* Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]].&lt;br /&gt;
* Wschowa liegt an der [[Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz)]]. Im Bahnhof Wschowa zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nach Geburtsjahr geordnet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Melchior Teschner]] (1584–1635), deutscher Komponist, Kirchenmusiker und Theologe&lt;br /&gt;
* [[Valerius Herberger]] (1562–1627), lutherischer Theologe, Erbauungsschriftsteller und Kirchenliederdichter&lt;br /&gt;
* [[Balthasar Timaeus von Güldenklee]] (1600–1667), deutscher Arzt, Bürgermeister von Kolberg&lt;br /&gt;
* [[Jonas Deutschländer]] († 1661), deutscher Arzt&lt;br /&gt;
* [[Abraham Klesel]] (1636–1702), lutherischer Geistlicher&lt;br /&gt;
* [[Christian Gryphius]] (1649–1706), deutscher Pädagoge und Schuldramatiker&lt;br /&gt;
* [[Maximilian Preuß]] (1652–1721), deutscher Arzt und Mitglied der Gelehrtenakademie „[[Leopoldina]]“&lt;br /&gt;
* [[Samuel Friedrich Lauterbach]] (1662–1728), lutherischer Theologe und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Benjamin Preuss]] (1684–1719), Arzt und Mitglied der Gelehrtenakademie „[[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]]“; (Sohn von Maximilian Preuss)&lt;br /&gt;
* [[Johann Gottlieb Näser]] (vor 1734–im 18. Jahrhundert), Orgelbauer&lt;br /&gt;
* [[Caroline Louise von Klencke]] (1754–1802), Dichterin&lt;br /&gt;
* [[Johann Gottlieb Näser (Orgelbauer, 1754)|Johann Gottlieb Näser]] (1754–1816), Orgelbauer&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Tschirschnitz]] (1796–1873), Hannoverscher General der Infanterie&lt;br /&gt;
* [[Ewald Rudolf Stier]] (1800–1862), evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenlieddichter&lt;br /&gt;
* [[Robert von Hartmann]] (1802–1876), preußischer Generalmajor&lt;br /&gt;
* [[Sigismund von Dallwitz (Politiker, 1803)|Sigismund von Dallwitz]] (1803–1882), Jurist und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Josef August Welst]] (1815–1891), Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Eichstädt]] (1823–1905), Schachkomponist&lt;br /&gt;
* [[Max Cohnheim]] (1826–1896), deutscher Revolutionär, deutschamerikanischer Schriftsteller und Publizist&lt;br /&gt;
* [[Edwin von Posadowsky-Wehner]] (1834–1919), Jurist und Landrat&lt;br /&gt;
* [[Gustav Adolf Sachse]] (1834–1903), preußischer Beamter im Reichspostamt&lt;br /&gt;
* [[Gustav Eitner]] (1835–1905), Turnpädagoge&lt;br /&gt;
* [[Johannes Graf (Maler)|Johannes Heinrich Valerius Graf]] (1837–1917), deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Ottokar Schiewek]] (1837–1901), deutscher Oberlehrer&lt;br /&gt;
* [[Max Bachur]] (1845–1920), Theaterdirektor&lt;br /&gt;
* [[Felix Specht]] (1850–unbekannt), deutscher Jurist, Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
* [[Max Kirmis]] (1851–1926), deutscher Naturwissenschaftler und Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Paul Wittig]] (1853–1943), deutscher Architekt&lt;br /&gt;
* [[Werner von Heynitz]] (1854–1928), preußischer Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Otto Wittig]] (1859–1942), deutscher Architekt&lt;br /&gt;
* [[Arthur von Lucke]] (1865–?), preußischer Landrat&lt;br /&gt;
* [[Leopold Levy (Jurist)|Leopold Levy]] (1867–1940), deutscher Richter und Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Adolf von Massenbach]] (1868–1947), Landrat und Regierungspräsident&lt;br /&gt;
* [[Otto von Aschoff]] (1871–1930), preußischer Landrat&lt;br /&gt;
* [[Paul Mündner]] (1872–1934), deutscher Radrennfahrer und Zirkusartist&lt;br /&gt;
* [[Otto von Boehn]] (1874–1957), deutscher Gärtner und Heimatforscher in Celle&lt;br /&gt;
* [[Leo Rosenberg]] (1879–1963), deutscher Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Fritz Thurm]] (1883–1937), deutscher Buchdrucker und Mitglied des Widerstands gegen das Dritte Reich&lt;br /&gt;
* [[Curt Amend]] (1884–nach 1937), deutscher Redakteur und Journalist&lt;br /&gt;
* [[Alfred Fellisch]] (1884–1973), deutscher Politiker (SPD, SED), Minister und Ministerpräsident in Sachsen&lt;br /&gt;
* [[Ernst Günther Burggaller]] (1896–1940), deutscher Rennfahrer, Offizier und Pilot&lt;br /&gt;
* [[Ilse Schaeffer]] (1899–1972), deutsche Bildhauerin und Widerstandskämpferin&lt;br /&gt;
* [[Helene Francke-Grosmann]] (1900–1990), deutsche Forstwissenschaftlerin&lt;br /&gt;
* [[Hans von Heppe]] (1907–1982), Staatssekretär&lt;br /&gt;
* [[Elżbieta Rafalska]] (* 1955), polnische Politikerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit der Stadt verbunden ===&lt;br /&gt;
* [[Arthur Seligo]] (1859–1932), deutscher Hydrobiologe, Limnologe, Ichthyologe, Fischereiwissenschaftler und Fischereilobbyist, lebte und arbeitete kurzzeitig in Fraustadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039;, mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt ([https://www.meyersgaz.org/place/10505026 meyersgaz.org]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Daniel Ferdinand Neigebaur]]: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Nachrichten über die frühere Geschichte von Fraustadt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Berlin / Posen / Bromberg 1834, S. 82–89 ([http://books.google.de/books?id=dgYqAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA82 Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wuttke]]: &amp;#039;&amp;#039;Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1864, S. 294–310 ([https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA294 Google Books]).&lt;br /&gt;
* August Gustav Wilhelm Braune: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Fraustadt&amp;#039;&amp;#039;. Fraustadt 1889.&lt;br /&gt;
* [[Martin Sprungala]]: &amp;#039;&amp;#039;Kronika Wschowy / Chronik der Stadt Fraustadt (Wschowa).&amp;#039;&amp;#039; Towarzystwo Przyjaciół Sławy, Sława 2016, ISBN 978-83-932235-1-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/ndschles/fraustad/fraustst.htm &amp;#039;&amp;#039;Stadt Fraustadt&amp;#039;&amp;#039;] (Territorial.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=5096860-9|LCCN=n82038800|VIAF=145435179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Wschowa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1248]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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