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	<title>Wouter Oudemans - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T09:28:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wouter_Oudemans&amp;diff=1917720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-03-30T09:08:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodorus Christiaan Wouter Oudemans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1951]] in [[Amsterdam]]; † [[22. März]] [[2024]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dvhn.nl/groningen/Grondlegger-van-Dinopark-in-Wedde-overleden-28964839.html |titel=Filosoof Wouter Oudemans, grondlegger van Dinopark in Wedde, overleden |abruf=2024-03-26 |autor=Marcel Looden |werk=dvhn.nl |datum=2024-03-25 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Niederlande|niederländischer]] [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Oudemans war von 1991 bis 2006 außerordentlicher Professor für [[Philosophie]] an der [[Universität Leiden]]. Dort war er auch danach Dozent. [[De Groene Amsterdammer]] nannte ihn 1997 &amp;#039;&amp;#039;Heideggers Bauchredner in den Niederlanden&amp;#039;&amp;#039;. Oudemans widmete sich neben [[Martin Heidegger|Heidegger]] Philosophen wie [[Platon]], [[Aristoteles]], [[René Descartes|Descartes]] und [[Friedrich Wilhelm Nietzsche|Nietzsche]]. Im Zentrum seiner Auseinandersetzungen mit diesen Philosophen steht die Methode des philosophischen Denkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denken ==&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Philosophie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hat es heute Sinn, Philosoph zu sein?&amp;#039;&amp;#039; – Diese Frage, mit der Oudemans sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Echte Philosophie&amp;#039;&amp;#039; beginnt, bleibt bestimmend für seinen Denkweg. Die Philosophie ist ihm zufolge in eine fundamentale Krise geraten, weil ihr eine eigene Methode fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst hatte sie, so Oudemans, mit einem Pathos angefangen: der Sorge um das Ganze von Mensch und Welt. Philosophie sei von Anfang an ein Verfahren (technê) gewesen, um Durchgänge durch Barrieren (Aporien) zwischen Denken und Welt zu finden. Das &amp;#039;&amp;#039;Wellnesshaus der Technik&amp;#039;&amp;#039; habe die Kluft zwischen Mensch und Welt endgültig geschlossen und die Menschen der Sorge um das Ganze entledigt. Oudemans bestreitet, dass es heute noch philosophische [[Aporie]]n gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus seiner Sicht dient die heutige akademische Philosophie in der wissenschaftlich gesteuerten Universität als ein Lendenschurz. Sie halte zudem die Maschinerie von Zeitschriften, Seminaren, Kongressen, Talkshows und Artikeln am Laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophen, so Oudemans, stecken in einer Zwickmühle. Entweder sie stellen Behauptungen auf, die im Kampf um die Wahrheit überleben oder sterben, dann sind sie Wissenschaftler. Oder sie entziehen sich der wissenschaftlich organisierten Erfahrung, dann sind ihre Aussagen nicht zu überprüfen und somit mystisch. So entsteht ein gleichgültiger Austausch zwischen unprüfbaren Meinungen, der mit dem, was ist, nichts zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oudemans fragt: Ist es möglich, dass ein verwandeltes Nachdenken entsteht, das sich von der alten Philosophie als einer quasi-wissenschaftlichen Methode verabschiedet? Auf welche Weise spräche dieses Denken und wie würde es geprüft werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philosophologie und echte Philosophie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oudemans spricht von der &amp;#039;&amp;#039;verrückten Teegesellschaft der Philosophologie&amp;#039;&amp;#039;: Man sitze an einem großen, transzeitlichen Tisch und tausche Meinungen mit [[Platon]], [[Descartes]] und [[Immanuel Kant|Kant]] aus. Historische wie systematische Philosophie lebten beide vom Glauben an einen durchlässigen, katachronischen Dialograum. Insofern seien sie beide [[Metaphysik|metaphysisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oudemans’ Buch &amp;#039;&amp;#039;Echte Philosophie&amp;#039;&amp;#039; soll die philosophische Überlieferung anders zu Wort kommen. Wörter würden das Denken der großen Philosophen regieren und hätten, mächtiger als die Denker selbst, Spuren in deren Texten hinterlassen – und noch immer seien es dieselben Wörter, die &amp;#039;&amp;#039;unser&amp;#039;&amp;#039; Denken bewegten.&lt;br /&gt;
Philosophen sind Oudemans zufolge Bedeutungskonzentrationspunkte: In ihnen versammeln und versprachlichen sich Bedeutungen, die unabhängig von menschlichen Intentionen auftauchen und untergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die große Reduktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Zeitalter nennt Oudemans das der &amp;#039;&amp;#039;großen Reduktion&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Die große [[Reduktionismus|Reduktion]] vollzieht sich in zwei Phasen. Einer ersten und einer zweiten mechanischen Revolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten mechanischen Revolution, markiert durch die Namen [[Galileo Galilei|Galilei]] und Descartes, werde die Natur als mechanisch und einförmig entworfen, ausgehend von einem mathematisch bereinigten Subjekt, dem Ich-Denke. Das menschliche Denken aber bleibe eine nicht-mechanische, geistige Instanz mit einem unklaren Verhältnis zur mechanischen Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Reduktion vollendet sich laut Oudemans in der zweiten mechanischen Revolution, eingeleitet durch den aufkommenden Darwinismus. Nun werden auch Leben und Denken in die Mechanik aufgenommen: Die menschliche Vernunft erweist sich als ein Produkt von Variation und Selektion, nicht weniger ein angepasstes Überlebensinstrument als etwa das Auge oder der Flügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Reduktion bezeichnet bei Oudemans nicht einfach nur eine Verwissenschaftlichung oder Rationalisierung der Welt.&lt;br /&gt;
In ihr würden zuallererst fundamentale Wörter ihre Bedeutung verlieren oder sich wandeln – Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;Grund&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ratio&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sinn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Idee&amp;#039;&amp;#039;, aber auch &amp;#039;&amp;#039;Staat&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Opfer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Welt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gott&amp;#039;&amp;#039;. Oudemans sieht große kategoriale Unterscheidungen verschwinden, aus denen die Philosophie früher ihren Sinn bezog: Natur und Kunst, Materie und Geist, Ding und Wesen, Seiendes und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen betreibt er keine Kulturkritik. Die Reduktion sei kein bedauernswerter Verlust, sondern deute darauf hin, dass Wörter keine Instrumente in Menschenhand seien. Ob Wörter sprächen oder nicht, darüber verfügten Menschen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprechen über und Sprechen von ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wissenschaft werde &amp;#039;&amp;#039;über&amp;#039;&amp;#039; etwas, über einen Gegenstand gesprochen. Philosophie sei damit nicht zu vergleichen. Sie spreche nicht &amp;#039;&amp;#039;über&amp;#039;&amp;#039;, sondern &amp;#039;&amp;#039;von&amp;#039;&amp;#039; etwas, nämlich vom un-menschlichen Bedeutungshorizont, der unser aller Denken und Handeln umgebe. Dieses Sprechen &amp;#039;&amp;#039;von&amp;#039;&amp;#039; sei nicht propositional, sondern benennend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die noch kommende, &amp;#039;&amp;#039;echte&amp;#039;&amp;#039; Philosophie ist Oudemans zufolge die Suche nach den fundamentalsten Wörtern, die den Horizont von [[Wissenschaft]] und Technik stiften – Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;Information&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Replikation&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Selektion&amp;#039;&amp;#039;. Sie versuche nicht, diesen Horizont zum Gegenstand zu machen, sondern verbleibe in ihm und behalte ihn dennoch im Blick. Ihre Begriffe seien in den Horizont inbegriffen – wie auch die Identität des Nachdenkenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;De verdeelde mens. Ontwerp van een filosofische antropologie.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Meppel: Boom 1980.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Over de natuur van mensen. Inleiding in de filosofische antropologie.&amp;#039;&amp;#039; Mit R.D. de Jong. Alphen aan den Rijn: Samsom 1983.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Tragic Ambiguity. Anthropology, Philosophy and Sophocles’ Antigone.&amp;#039;&amp;#039; Mit A. Lardinois. Leiden: E.J. Brill 1987.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;De horizon van Buitenveldert. Gesprekken over cultuur en techniek.&amp;#039;&amp;#039; Mit A. Heumakers. Amsterdam: Boom 1997.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Ernüchterung des Denkens oder der Abschied der Onto-Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Duncker &amp;amp; Humblot 1998.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Echte filosofie.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam: Bert Bakker 2007.&lt;br /&gt;
** Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Echte Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg: [[Verlag Karl Alber|Karl Alber]] 2012, ISBN 978-3-495-48530-9.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=https://www.herder.de/philosophie-ethik-shop/echte-philosophie-gebundene-ausgabe/c-27/p-5002/ |wayback=20220116093423 |text=Echte Philosophie}}&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Karl Alber, 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Omertà.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam: Bert Bakker 2008.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;In natura.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam: Bert Bakker 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.filosofie.info/ Filosofie.info] – niederländische und deutsche Online-Publikationen von Wouter Oudemans&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.hum.leidenuniv.nl/filosofie/organisatie/staf/oudemans.html |wayback=20110811130344 |text=Wouter Oudemans an der Universität Leiden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=172296838|LCCN=n/80/59134|VIAF=73877583}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oudemans, Wouter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leiden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oudemans, Wouter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oudemans; oudemans; Oudemans, Theodorus Christiaan Wouter; Oudemans, Th. C. W.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1951&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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