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	<title>Wortzauber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:58:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wortzauber&amp;diff=417243&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Literatur */ Formatierung, Typographie</title>
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		<updated>2024-06-11T13:14:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Formatierung, Typographie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wortzauber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wortmagie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst alle Praktiken, die eine [[Magie|magische]] Wirkkraft von gedachten und gesprochenen Worten annehmen. Konkrete Formen können der &amp;#039;&amp;#039;[[Namenszauber]]&amp;#039;&amp;#039; oder bestimmte Aspekte des &amp;#039;&amp;#039;[[Segen]]s&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Fluch]]s&amp;#039;&amp;#039; sein; implizite Formen lassen sich im &amp;#039;&amp;#039;[[Gedankenzauber]]&amp;#039;&amp;#039; finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme von der Wirkkraft von Worten beruht auf der Vorstellung, dass ein Wort mit dem entsprechenden Gegenstand [[Partizipation|partizipiere]]. Das heißt, Worte werden als wesensidentisch oder zumindest miteinander verknüpft mit dem Objekt gedacht, das beeinflusst werden soll, zumindest aber stellt das Wort ein materiales Attribut des Gegenstandes dar (besonders intensiv ist diese Vorstellung im Bezug auf den [[Name]]n). Jemand, der die Worte verwendete, konnte so angeblich einen Einfluss auf die dazugehörigen Objekte (etwa Waffen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Wilhelm Hassenstein, [[Hermann Virl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, München 1941, S. 116 (zum „Besprechen“ von [[Büchse]]n im 16. Jahrhundert).&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Personen nehmen &amp;#039;&amp;#039;([[Beschwörung]] durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besprechen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;vergl. dazu &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/Brockhaus-1837/A/Besprechen Besprechen]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1. Leipzig 1837, S. 238 (auf zeno.org).&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Form dürfte das Wort &amp;#039;&amp;#039;Besprechen&amp;#039;&amp;#039; für einen Wortzauber wohl schon 790 als fränkisch &amp;#039;&amp;#039;bisprachidu&amp;#039;&amp;#039; nachweislich sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/nid/20000067288 Besprechen]&amp;#039;&amp;#039;. In: Adelung: &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart&amp;#039;&amp;#039;, Band 1. Leipzig 1793, S. 918 Nr. 5) &amp;#039;&amp;#039;In ein böses Gerücht bringen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine damit parallel laufende Form der magischen Wortvorstellung ist, dass die [[Rezitation]] eines Wortes einen Zauber unterstützt, indem man in einem Atemzug eine höhere Macht, etwa große [[Gott|Götter]], anruft, nicht indem jene selbst Opfer des Zaubers ist, sondern diesen dann unterstützt &amp;#039;&amp;#039;([[Anrufung]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den populärsten Fall von Wortzauber stellen die [[Zauberspruch|Zaubersprüche]] dar; aber auch jedes andere [[Ritual]], das Gesang und Namensnennungen verwendet, bedient sich des Wortzaubers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wortzauber besitzen eine gewisse Wesensüberschneidung zu dem allgemeinen Prinzip des &amp;#039;&amp;#039;[[Analogiezauber]]s&amp;#039;&amp;#039;. Fälle von [[Verbalanalogie]] sind z.&amp;amp;nbsp;B. Praktiken, die [[Regen]] aufgrund des Erzählens eines [[Mythos]], der eine dazu passende Geschichte thematisiert, herbeiführen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden mit dem Wortzauber ist das &amp;#039;&amp;#039;Aussprech-[[Tabu]]&amp;#039;&amp;#039;, also der Glaube, dass schon das Sprechen eines Wortes oder Nennen eines Namens zu unliebsamen Folgen führen kann. So war es in vielen Kulturen üblich, Fremden nicht seinen wahren Namen zu verraten, um ihm nicht Macht über sich zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass die Wortmagie so alt ist wie Sprache selbst, sie ist in allen Kulturen heimisch und hat sich heute auch in religiösen Formen wie dem [[Gebet]] oder dem [[Mantra]], der Sitte der [[Eigenname]]n (mit [[Glück|glückverheissender]] Bedeutung), dem [[Vulgärsprache|Fluch]]en (als Unmutsäußerung ohne konkreten Adressaten), aber auch rudimentär oder reduziert in sozialen Kontaktformen wie dem [[Segenswunsch]], dem [[Schimpfwort]] und dem [[Gruß]] (bis hin zu Formeln wie &amp;#039;&amp;#039;Mahlzeit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gute Nacht&amp;#039;&amp;#039;) und vielen anderen Kulturäußerungen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus E. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Wortzauber. Eine Ethnologie der Eloquenz.&amp;#039;&amp;#039; Lembeck 2001, ISBN 3-87476-380-3.&lt;br /&gt;
* [[Robert Jütte]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Alternativen Medizin. Von der Volksmedizin zu den unkonventionellen Therapien von heute.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40495-2, S. 90–103 &amp;#039;&amp;#039;(Besprechen und Gesundbeten)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Wortzauber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache und Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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