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	<title>Wortspiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wortspiel&amp;diff=77899&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 20:06 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die rhetorische Figur. Für das Literaturfestival siehe [[Wortspiele]].}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wortspiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Rhetorische Figuren|rhetorische Figur]], die hauptsächlich auf der [[Mehrdeutigkeit]], Verdrehung und Vertauschung ([[Metathese (Phonetik)|Metathese]]), [[Homophon]]ie und anderen Veränderungen beruht. Das Wortspiel erscheint oft [[Humor|humorvoll]], [[Parodie|parodistisch]] und geistreich. Beispiele sind [[Copyleft]] statt [[Urheberrecht|Copyright]] oder [[Die Rättin|Rättin]] für [[Ratten|Ratte]]. Auch manche [[Verballhornung]]en können als Wortspiel erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CorpusDelictiBerlin.jpg|miniatur|Papierkorb in Berlin mit Wortspiel zu [[Corpus Delicti]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abhörgeräte Stuttgart 2005 (Alter Fritz).JPG|miniatur|Wortspiel mit [[Abhörgerät]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Homophon]]ie: Unterschiedliche Wörter, die zufällig gleich klingen, jedoch unterschiedlichen Ursprungs sind und oft auch unterschiedlich geschrieben werden&lt;br /&gt;
:: Wenn es Häute (heute) regnet, wird das Leder billig.&lt;br /&gt;
:* Ein Sonderfall eines auf Homophonie basierenden Wortspiels, bei dem ein Wort aufgrund eines [[Verhörer|Verhörers]] anders, aber mit sinnverwandten Worten transkribiert wird, bezeichnet man im Englischen als [[Eggcorn]] (von &amp;#039;&amp;#039;egg corn&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;acorn&amp;#039;&amp;#039;). Ein Verhörer eines Liedtextes wird auch als „Mondegreen“ (von „laid him on the green“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Polysemie]]: die Mehrdeutigkeit von Wörtern wird genutzt&lt;br /&gt;
:: „Bist du per Anhalter gekommen?“ – „Wieso?“ – „Du siehst so mitgenommen aus.“&lt;br /&gt;
:: Zu viele Stoppschilder bringen den Fahrer zum Rasen.&lt;br /&gt;
::* Ein Sonderfall eines auf Polysemie basierenden Wortspiels ist die veränderte Segmentierung von [[Komposition (Grammatik)|Komposita]]: &amp;#039;&amp;#039;Wachs-Tube&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Wach-Stube&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Jürgen Heringer |Titel=Deutsche Grammatik und Wortbildung in 125 Fragen und Antworten |Verlag=UTB |Datum=2014-10-22 |ISBN=978-3-8252-4227-5 |Seiten=214 |Online=https://books.google.de/books?id=utGeDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA214&amp;amp;dq=wachstube+segmentierung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjloe_DwM7vAhWCC-wKHVJcAZsQ6AEwAHoECAAQAg#v=onepage&amp;amp;q=wachstube&amp;amp;f=false |Abruf=2021-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Paronomasie]]: die klangliche Ähnlichkeit von Wörtern ist die Grundlage&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;Eile mit Weile&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Wer rastet, der rostet&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;[[Urbi et orbi]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:* Ein weiteres auf klanglicher Ähnlichkeit basierendes Wortspiel ist der [[Malapropismus]], bei dem ein Wort durch ein ähnlich klingendes Wort ersetzt wird, das einen [[Absurdität|absurden]] Sinn ergibt: [[Rattelschneck#Das Damenkloschwert|Damenkloschwert]] statt [[Damokles|Damoklesschwert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Anagramm]]: aus den Buchstaben eines Wortes wird ein neues Wort gebildet: [[Paul Celan|Celan]] statt Ancel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paragramm]]: ein Wort oder eine feste Wendung wird durch den Austausch einzelner Buchstaben oder Laute abgewandelt, so dass das Vorbild gut erkennbar bleibt&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;Volk der [[Dichter und Denker]]&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;Volk der Richter und Henker&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::* Sonderfälle von Paragrammen sind [[Spoonerismus|Spoonerismen]], bei denen einzelne [[Phonem|Phoneme]] oder [[Morphem|Morpheme]] ausgetauscht werden: [[Kentucky Fried Chicken]]&amp;lt;ref&amp;gt;mit deutschem Akzent wie &amp;#039;&amp;#039;Kentucky freit schicken&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen&amp;lt;/ref&amp;gt; → &amp;#039;&amp;#039;[[Kentucky schreit ficken]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:::* Sonderfälle von Spoonerismen sind [[Schüttelreim]]e, die aus einem [[Erweiterter Reim|Doppelreim]] mit Spoonerismen bestehen (etwa: „Auf den diesjährigen Bachfesten sangen leider nicht die Fachbesten“ oder: „Einst lernt’ er sie als Perle kennen, jetzt geht sie mit de Kerle pennen“).&lt;br /&gt;
* Abweichende [[Silbentrennung]]: Wörter werden so getrennt, dass sie gelesen einen neuen Sinn ergeben. Der neue Sinn ergibt sich aus dem Kontext, obwohl man die Silbentrennung nicht hört. Der russische Dichter [[Alexei Jelissejewitsch Krutschonych|Alexei Krutschonych]] bezeichnet die Technik als Verfahren der Lyrik als „sdwig“ („Verschiebung“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roman Jakobson |Titel=Poesie der Grammatik und Grammatik der Poesie: Sämtliche Gedichtanalysen. Kommentierte deutsche Ausgabe. Band 1: Poetologische Schriften und Analysen zur Lyrik vom Mittelalter bis zur Aufklärung. Band 2: Analysen zur Lyrik von der Romantik bis zur Moderne |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2008-09-25 |ISBN=978-3-11-020656-2 |Seiten=36 |Online=https://books.google.de/books?id=kI3ToWwIXBUC&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;lpg=PA36&amp;amp;dq=krucenych+sdvig+l%C3%B6ve&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=rPz1Z7d5TJ&amp;amp;sig=ACfU3U2HOyg-UHlw1MoicGjqkWjoczyAEA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi-i7uo3tDvAhUL_qQKHftPAPUQ6AEwAHoECAEQAw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: „Ich kauf dir Ohrringe von Christian Dior… was passiert denn dann mit denen, Schatz?… du Christian Dior“  (→ du kriegst die an die Ohren).&lt;br /&gt;
:: „Gleich bist du deinen Kopf los. Dann bist du kopflos? Und ich kauf dir ein Kopflos.“&lt;br /&gt;
:: „Ich höre gerne Musik in meinem Mercedes, dafür brauch’ ich mehr CDs.“ (→ Mer-ce-des)&lt;br /&gt;
* Es wird mit dem Klang fremdsprachlicher Wörter gespielt, die in einen Satz der eigenen Sprache eingebaut werden&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;Hu Wäng, lang Jäng&amp;#039;&amp;#039; (ist [[Kölsch (Sprache)|Kölsch]] und bedeutet: Hohe Wände, lange Gänge; klingt aber chinesisch).&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;E weng zu eng&amp;#039;&amp;#039; bedeutet: Ein wenig zu eng – Antwort auf die Scherzfrage: „Was heißt [[Trabant (Pkw)|Trabant]] (Automarke der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]) auf Chinesisch?“&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Tschann, schien d’ Sonn’ schon? – D’ Sonn’ schien schon scheen.&amp;#039;&amp;#039; (Ein Wortspiel mit dem chinesischen Klang der Worte: „Jean, schien die Sonne schon? – Die Sonne schien schon schön.“)&amp;lt;ref&amp;gt;Eine vorgebliche Anekdote aus dem Boxeraufstand aus: [[Hans Ostwald]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Urberliner&amp;#039;&amp;#039;. Edition arani, Berlin 1991, ISBN 3-7605-8631-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Situs vilate in isse tabernit.&amp;#039;&amp;#039; (Sieht us wie Latein, isset aber nit. Ein Beispiel für [[Küchenlatein]])&lt;br /&gt;
* [[Wortwiederholung|Wiederholungen]]&lt;br /&gt;
** Wiederholung gleicher Wörter hintereinander in einem Satz, siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Liste von Wortwiederholungen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Verwendung von unterschiedlichen Wörtern, die gleich ausgesprochen werden, siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Holoreim]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Aneinanderreihung von Wörtern, die nur geringfügig im Klang voneinander abweichen, siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Zungenbrecher]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
Das Wortspiel ist ein Begriff aus der Allgemeinsprache und steht für einen speziellen Umgang mit der Sprache. Diese Verwendung kann geistreich, witzig, sarkastisch, aber auch [[kalauer]]nd sein. Das Wortspiel bedient sich dabei [[homograph]]er oder [[homophon]]er Wörter und Ausdrücke. Zum Einsatz kommen im Wortspiel zudem mannigfaltige Techniken, wie etwa die Auflösung von [[Kompositum (Grammatik)|Zusammensetzungen]], die [[Derivation (Linguistik)|Ableitung]], das „Wörtlichnehmen“, der [[Vergleich (Literatur)|Vergleich]], die Buchstabenumstellung, die Umstellung von Wörtern (s.&amp;amp;nbsp;u.), Akzentverlagerung, leichte Veränderung der graphischen oder lautlichen Gestalt oder das [[Kofferwort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Wortspiele werden häufig in [[Aphorismus|Aphorismen]], [[Echogedicht]]en, [[Kalauer]]n (Witzen, die oft auf Wortspielen basieren), [[Kofferwort|Kofferwörtern]], [[Merkspruch|Merksprüchen]] und [[Zeugma (Sprache)|Zeugmata]] verwendet. Als eine [[Spielsprache]] entstand in Frankreich [[Verlan]] aus Buchstaben- oder Silbendrehern. Bei Kindern kommen Wortspiele häufig vor, da die Normen der Erwachsenensprache noch nicht internalisiert sind. Auch ungewollte Wortspiele gibt es fast täglich (siehe Literatur: zum Beispiel „30 Kilo Fieber“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Konkrete Poesie]] &lt;br /&gt;
*[[Visuelle Poesie]]&lt;br /&gt;
* [[Spitzname]] | [[Stilblüte]] | [[Leipogramm]]&lt;br /&gt;
* [[Schlagfertigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Spracherwerb]] &lt;br /&gt;
* [[Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bei Literaturangaben: WP:Lit beachten--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Annerose Buscha, Joachim Buscha: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrte Wortspiele.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1990, ISBN 978-3-323-00313-2.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Drews]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das endgültige zynische Lexikon. Ein Alphabet harter Wahrheiten.&amp;#039;&amp;#039; Haffmans, Zürich 1989, ISBN 3-251-00141-8 (früherer Titel &amp;#039;&amp;#039;Das zynische Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01519-X.&lt;br /&gt;
* [[Franz Josef Hausmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zu einer Linguistik des Wortspiels. Das Wortspiel im „[[Le Canard enchaîné|Canard enchaîné]]“.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1974, ISBN 3-484-52048-5 (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1972).&lt;br /&gt;
* [[Norbert Kühne]]: &amp;#039;&amp;#039;30 Kilo Fieber. Die Poesie der Kinder. Kinderanekdoten.&amp;#039;&amp;#039; Ammann, Zürich 1997, ISBN 3-250-10326-8.&lt;br /&gt;
* Norbert Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Kinder-Anekdoten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Wie Kinder Sprache lernen. Grundlagen, Strategien, Bildungschancen.&amp;#039;&amp;#039; Primus Verlag, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-467-6, S. 129–170.&lt;br /&gt;
* [[Dieter E. Zimmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Redens Arten. Trends und Tollheiten im neudeutschen Sprachgebrauch.&amp;#039;&amp;#039; Haffmans, Zürich 1986, ISBN 3-251-00071-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Oliver Nord: [http://www.ono-line.de/wortspiel/ &amp;#039;&amp;#039;Die Funktion von Wortspielen in Werbeanzeigen&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190285-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Witz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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