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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wortfuge</id>
	<title>Wortfuge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T15:34:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wortfuge&amp;diff=411706&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: Kategorie Wortform entfernt, siehe Def. im Artikel Wortform</title>
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		<updated>2022-10-30T10:12:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie Wortform entfernt, siehe Def. im Artikel &lt;a href=&quot;/index.php/Wortform&quot; title=&quot;Wortform&quot;&gt;Wortform&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wortfuge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – häufig auch einfach nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fuge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wenn keine Verwechslungsgefahr besteht – versteht man die Stelle, an der in zusammengesetzten [[Wort|Wörtern]] ([[Komposition (Grammatik)|Komposita]]) die einzelnen Bestandteile aneinandergrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Fällen steht an diesen Grenzstellen ein [[Fugenelement]], zum Beispiel in dem fiktiven Wort &amp;#039;&amp;#039;Hund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kantine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;wirt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;leute&amp;#039;&amp;#039; gleich dreimal. Manche Linguisten betrachten diese Fugenelemente als rein lautliche Erscheinung, die der Ausspracheerleichterung dient ([[Fugenlaut]]), andere fassen sie als [[Morphem]]e und damit als Wortbestandteile mit Bedeutung auf, da sie in manchen Fällen Wörter der Form und der Bedeutung nach unterscheiden ([[Fugenmorphem]]): z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Land-es-polizei&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Länd-er-polizei&amp;#039;&amp;#039;. Ihre Verwendung folgt im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] (teilweise [[Regiolekt|regionalsprachlichen]]) Regeln, die bisher nur unvollständig erforscht sind. Sie sind [[lexik]]alisch und [[Phonologie|phonologisch]]/[[phonem]]isch betrachtet Bestandteil des vor der Fuge stehenden Worts oder Wortteils, jedoch nicht als [[Suffix]]e zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grammatik ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Komposition (Grammatik)|Komposition]] sind die [[Wortbildungsregel]]n der deutschen [[Grammatik]] zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtschreibung ==&lt;br /&gt;
In der [[Rechtschreibung|Schreibung]] spielen Wortfugen eine wesentliche Rolle, da sie immer auch [[Trennfuge|Fugen]] für die [[Silbentrennung]] darstellen, sowie für die [[Wortspaltung]] oder [[Wortteilabtrennung]]. So kann man zum Beispiel von &amp;#039;&amp;#039;Samt- und Seidenstoffen&amp;#039;&amp;#039; sprechen, keinesfalls aber &amp;#039;&amp;#039;Arbeitgeber, -samt und -sverwaltung&amp;#039;&amp;#039; schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprechen ==&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise sind Wortfugen für das Sprechen von Bedeutung. In nahezu allen Fällen erfordern sie vom Sprecher eine minimale Sprechpause oder Rücknahme der [[Akzent (Linguistik)|Betonung]]. In keinem Fall dürfen fugenübergreifend [[Phonem]]e gebildet werden, weil sonst im ungünstigsten Fall ganz falsche Worte verstanden würden, im günstigsten Fall die Aussprache immer noch sinnentstellend und damit falsch wäre. Ein Beispiel für Sinnentstellung ist &amp;#039;&amp;#039;[[Reinkarnation]]&amp;#039;&amp;#039; – richtig gesprochen &amp;#039;&amp;#039;Re-Inkarnation&amp;#039;&amp;#039; – falsch wäre es, einen Bezug zum Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;Rein-&amp;#039;&amp;#039;, wie in &amp;#039;&amp;#039;[[Reinheit]]&amp;#039;&amp;#039;, zu suggerieren. Ein anderes Beispiel für mögliche Sinnentstellung ist das unter [[Jurist]]en beliebte [[Sprachspiel]] mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Erblasser]]&amp;#039;&amp;#039; (für einen [[Tod|Verstorbenen]]), das auf der ersten und der zweiten [[Silbe]] betont je einen unterschiedlichen und doch zwei einander scheinbar nahe Begriffe bezeichnet. Als Beispiel für eine mögliche Wortverwechslung beim Lesen kann &amp;#039;&amp;#039;eine Wachstube&amp;#039;&amp;#039; dienen; dieser Ausdruck ist im heutigen [[Schriftdeutsch]] nur noch aus dem Sinnzusammenhang richtig als entweder &amp;#039;&amp;#039;eine [[Bewachung|Wach-Stube]]&amp;#039;&amp;#039; (ein Zimmer) oder &amp;#039;&amp;#039;eine [[Wachs]]-[[Tube (Behälter)|Tube]]&amp;#039;&amp;#039; (ein Gefäß) zu erkennen, seit das&amp;amp;nbsp;[[Langes s|ſ]] fortgefallen ist und überall nur noch das&amp;amp;nbsp;[[s]] geschrieben wird. Eine ganze Reihe Eigennamen und geographischer Bezeichnungen werden von den der korrekten Wortfuge Unkundigen gern falsch ausgesprochen, etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Künzelsau]]&amp;#039;&amp;#039; (von [[Flussaue|Aue]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Neckarsulm]]&amp;#039;&amp;#039; (am Zusammenfluss von [[Neckar]] und [[Sulm (Neckar)|Sulm]] gelegen), &amp;#039;&amp;#039;[[Weilerswist]]&amp;#039;&amp;#039; (die [[Swist]] fließt hier in die [[Erft]]) und viele mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typographie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Ligatur-keineLigatur.png|mini|200px|Je nach Situation muss eine Ligatur verwendet werden oder nicht]]&lt;br /&gt;
In der (deutschsprachigen) [[Typografie|Typographie]] ist zu beachten, dass [[Ligatur (Typografie)|Ligaturen]] in Wortfugen nicht verwendet werden. Während also &amp;#039;&amp;#039;Kaffee&amp;#039;&amp;#039; mit einer ff-Ligatur gesetzt wird, stehen die f in &amp;#039;&amp;#039;auffällig&amp;#039;&amp;#039; separat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versuchte Abschaffung ==&lt;br /&gt;
In letzter Zeit ist im formalen Sprachgebrauch die Tendenz zur Weglassung eines Fugen-S zu beobachten, etwa im Steuerrecht (&amp;#039;&amp;#039;Vermögensteuer&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Vermögenssteuer&amp;#039;&amp;#039;), Recht (&amp;#039;&amp;#039;Schadenersatz&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Schadensersatz&amp;#039;&amp;#039;) und bei der Bundeswehr (&amp;#039;&amp;#039;Essenmarke&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Essensmarke&amp;#039;&amp;#039;, aber nicht &amp;#039;&amp;#039;Bundwehr&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Bundeswehr&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts regte der Schriftsteller [[Jean Paul]] an, das Fugen-s solle abgeschafft werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Paul: [https://www.projekt-gutenberg.org/jeanpaul/doppelw/index.html &amp;#039;&amp;#039;Über die deutschen Doppelwörter.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn er hielt den s-Laut für unschön und erachtete das Fugen-s für unregelmäßig und unnötig. Also ließ er in den späteren Ausgaben seiner Werke alle Fugen-s eliminieren. Sein Vorhaben stieß auf massiven Widerstand der [[Brüder Grimm]], die das Fugen-s als einen historisch gewachsenen Bestandteil der deutschen Sprache verteidigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7. Artikel: „Fugenelement“.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duden. Die Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 8., überarbeitete Auflage. Bibliographisches Institut/Dudenverlag, Mannheim 2009, ISBN 978-3-411-04048-3. Siehe im Index: &amp;#039;&amp;#039;Fugenelement&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Verlag J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 3-476-02335-4. Artikel: „Fuge“.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Lewandowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 4., neu bearbeitete Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1985, ISBN 3-494-02050-7, Artikel: „Fugenmorphem“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Onomasiologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fuge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fugenelement}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fugenlaut}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Fugenmorphem}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kompositionsfuge}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantitative Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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