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	<title>Wormser Prozesse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Gewalt in Deutschland</title>
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		<updated>2026-04-28T17:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gewalt_in_Deutschland&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gewalt in Deutschland (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gewalt in Deutschland&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wormser Prozesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden drei von 1994 bis 1997&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gisela Friedrichsen |Titel=Strafjustiz: „Ausgestanden ist die Sache nicht“ |Hrsg= |Sammelwerk=Der Spiegel |Band= |Nummer=9/2005 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2005-02-28 |ISBN= |Seiten= |Online=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39523432.html |Abruf=2019-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; andauernde [[Strafprozess (Deutschland)|Strafprozesse]] vor dem [[Landgericht Mainz]] bezeichnet, in denen 25 Personen aus [[Worms]] und Umgebung des massenhaften [[Sexueller Missbrauch von Kindern (Deutschland)|Kindesmissbrauchs]] im Rahmen eines [[Pornofilm|Porno]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;rings angeklagt wurden und die nach insgesamt 131 Verhandlungstagen mit einem [[Freispruch]] aller Beschuldigten endeten. Die Aussagen der vermeintlichen Opfer wurden als [[Erinnerungsverfälschung]] und [[Konfabulation]] eingestuft, hervorgerufen durch grob fehlerhafte Befragungsmethoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gelten als die größten Missbrauchsprozesse der deutschen Rechtsgeschichte. Sowohl die laienhafte Beweisaufnahme im Vorfeld des Verfahrens als auch das verheerende Schicksal der fälschlich Angeklagten, ihrer Familien und der durch die Entscheidungen des Jugendamts schwer geschädigten Kinder erfuhren ein starkes Medienecho und führten zu einer Wende bei der juristischen Bewertung der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, die man in der Absicht, sie zu schützen, aus ihren Familien genommen hatte, wurden dann in der richterlich angeordneten [[Fremdunterbringung]] im Kinderheim [[Spatzennest]] in [[Ramsen (Pfalz)|Ramsen]] in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] tatsächlich sexuell missbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslöser ==&lt;br /&gt;
Auslöser der Verfahren war ein [[Scheidung]]sverfahren, in dem die Familie des Vaters zunächst festgestellt habe, dass vor allem die gemeinsame Tochter verwahrlost wirkte, eine Windeldermatitis und eine Platzwunde am Kopf hatte. Der Vater wandte sich an eine Wormser Kinderarztpraxis, in der ein dortiger Kinderarzt u.&amp;amp;nbsp;a. festgestellt habe, das Kind sei sexuell missbraucht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/video/dokus/true-crime-ermittler-spektakulaere-kriminalfaelle-100/missbrauch-worm-prozess-skandal-jugendamt-true-crime-100 |titel=Der Skandal um die „Wormser Prozesse“ |kommentar=zitiert nach der damaligen Gerichtsreporterin [[Gisela Friedrichsen]] in der ZDF-Reportage &amp;#039;&amp;#039;[[hallo deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; „Der Skandal um die ‚Wormser Prozesse‘“, ab Minute 2 |sprache=de |abruf=2026-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tochter und ihr Geschwister lebten damals bei der Großmutter, die sich an das [[Jugendamt]] Worms wandte und von diesem an den [[Wildwasser (Verein)|Verein Wildwasser]] Worms e.&amp;amp;nbsp;V. verwiesen wurde. Eine Wildwasser-Mitarbeiterin befragte die Kinder mittels Techniken, die auf den [[Münster]]aner Psychiatrieprofessor [[Tilman Fürniss]] zurückgehen (anatomisch korrekte Puppen, Märchenerzählungen, verhörähnliche Befragungen von Kindern, Fragestellungen mit impliziter Antwort etc.), und war davon überzeugt, Beweise für massenhaften Kindesmissbrauch gefunden zu haben. Die Ergebnisse wurden von einem Kinderarzt bestätigt, zu dem Wildwasser die Kinder schickte. Daraufhin wurden unter dem Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs von insgesamt 16 eigenen oder fremden Kindern 25 Personen festgenommen. Deren Kinder kamen daraufhin in Heime, einige ins &amp;#039;&amp;#039;Spatzennest&amp;#039;&amp;#039; im pfälzischen Ramsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess fand ein gewaltiges Medienecho. In der öffentlichen Meinung waren die Angeklagten bereits vorverurteilt. So berichtete das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; zunächst: „Ein Großteil der medizinischen Befunde und die weitgehend übereinstimmenden Aussagen der Kinder lassen kaum Zweifel an vielen der Vorwürfe zu.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13688126|Titel=Der Fall sprengt die Grenzen|Jahr=1994|Nr=7|Seiten=75–78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptverfahren und Freispruch ==&lt;br /&gt;
Es wurden drei Hauptverfahren eröffnet, auch bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;Worms&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;II&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;III&amp;#039;&amp;#039;. In Worms&amp;amp;nbsp;I wurden sieben Personen aus der Verwandtschaft der geschiedenen Frau angeklagt, in Worms&amp;amp;nbsp;II dagegen dreizehn aus der Familie ihres ehemaligen Mannes, darunter auch die Großmutter, bei der die beiden gemeinsamen Kinder lebten. Worms&amp;amp;nbsp;III betraf fünf Personen, die keiner der beiden Familien angehörten. Vorsitzender Richter in Worms&amp;amp;nbsp;I war zunächst Ernst Härtter und nach dessen Erkrankung 1994 der spätere Mainzer Oberbürgermeister [[Jens Beutel]]. Für Worms&amp;amp;nbsp;II und Worms&amp;amp;nbsp;III war Richter [[Hans E. Lorenz]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Staatsanwältin fasste im Laufe der 131 Verhandlungstage empört und ungläubig die Vorwürfe der Verteidigung zusammen: „Die Verteidigung meint also: Blindwütige [[Feminismus|Feministinnen]] wirken auf ahnungslose Kinder ein, bis die von Missbrauch berichten, und skrupellose Staatsanwältinnen übernehmen das …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wormser Wildwasser-Verein brachte Anschuldigungen vor, die einer Überprüfung nicht standhielten oder widersprüchlich waren: Kinder waren zu angeblichen Tatzeiten noch nicht geboren, in anderen Fällen saßen die Eltern zur angeblichen Tatzeit bereits in Untersuchungshaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychologische Glaubwürdigkeitsgutachten (Glaubhaftigkeitsgutachten) unter anderem von [[Max Steller]] ergaben, dass die vielen, zum Teil sich widersprechenden Aussagen der Kinder durch Suggestion erzeugt worden waren und nicht auf Erlebnissen basierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Steller: &amp;#039;&amp;#039;Aussagepsychologie vor Gericht – Methodik und Probleme von Glaubwürdigkeitsgutachten mit Hinweisen auf die Wormser Mißbrauchsprozesse&amp;#039;&amp;#039;. Recht &amp;amp; Psychiatrie 16, 1998, S.&amp;amp;nbsp;11–18&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch konnte die Polizei bei nicht angekündigten Hausdurchsuchungen keine Beweise finden, die auf sexuellen Missbrauch oder Ähnliches schließen ließen. Somit basierte die gesamte Beweislage auf den Aussagen der wahrscheinlich manipulierten Kinder und dem Gutachten eines Kinderarztes, das jedoch eventuelle natürliche Ursachen für diverse Verletzungen der Kinder nicht in Erwägung zog. Obwohl vieles auf die Unschuld der Angeklagten hindeutete, wurden für sie bis zu dreizehn Jahre Haft gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Prozesse endeten 1996 und 1997 mit Freispruch in allen 25 Fällen. Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz begann seine mündliche Urteilsbegründung mit dem Satz „Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben“ und erklärte: „Bei allen Angeklagten, für die ein langer Leidensweg zu Ende geht, haben wir uns zu entschuldigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grabenströer: &amp;#039;&amp;#039;Nur noch die Fetzen eines Luftballons?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. Juni 1997; {{Webarchiv|text=fehlerhafte Digitalisierung |url=http://www.pappa.com/mmdm/main3pr.htm |wayback=20080705175601 }}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=8732053|Autor=Gisela Friedrichsen|Titel=Gut gemeint, schlecht gemacht|Jahr=1997|Nr=26|Seiten=78–79}}; dazu Hans Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Im eindeutigen Widerspruch&amp;#039;&amp;#039; (Leserbrief des Vorsitzenden Richters). In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 38/1997, S.&amp;amp;nbsp;14&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Menschen bei Maischberger&amp;#039;&amp;#039;, DasErste.de, 17. Mai 2005; [http://mfile.akamai.com/25345/rm/video.daserste.de/realcontent/maischberger/maischberger_170505.rm Sendung als Video] ([[RealPlayer|Real]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Folgen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Freisprüchen trennte sich Wildwasser von der tätig gewordenen Mitarbeiterin. Die [[Berliner Zeitung]] berichtete Ende Juni 1997, dass diese von der Richtigkeit ihrer Vorgehensweise weiterhin überzeugt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mechthild Henneke: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/angeklagte-aus-einem-pfaelzischen-dorf-wurden-vom-verdacht-des-kindesmissbrauchs-freigesprochen---ihre-soehne-und-toechter-leben-weiter-im-heim-zurueck-in-pfeddersheim,10810590,9296098.html &amp;#039;&amp;#039;Zurück in Pfeddersheim&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juni 1997&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine öffentliche Entschuldigung oder andere Konsequenzen gab es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bundesgerichtshof]] legte 1999 – vor allem unter dem Einfluss dieser Prozesse&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Steller]]: &amp;#039;&amp;#039;Nichts als die Wahrheit? Warum jeder unschuldig verurteilt werden kann&amp;#039;&amp;#039;. Heyne Verlag, München 2015, ISBN 978-3-641-11410-7, [https://books.google.de/books?id=3ZNpCQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT95&amp;amp;lpg=PT95&amp;amp;dq=Wormser+Prozesse+Bundesgerichtshof&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=VhSyRv32u6&amp;amp;sig=Xu-bBrT46VzVTF568ExIhRxyL8M&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjW4LnizdXPAhXDUBQKHZyMAskQ6AEIVDAI#v=onepage&amp;amp;q=Wormser%20Prozesse%20Bundesgerichtshof&amp;amp;f=false Genaue Textstelle in Google-Books-Vorschau].&amp;lt;/ref&amp;gt; – Mindestanforderungen an strafprozessuale Glaubhaftigkeitsgutachten fest.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archiv.jura.uni-saarland.de/Entscheidungen/pressem99/BGH/strafrecht/glaubhft.html &amp;#039;&amp;#039;Bundesgerichtshof stellt Mindestanforderungen an strafprozessuale Glaubhaftigkeitsgutachten auf&amp;#039;&amp;#039;.] BGH Pressemitteilung Nr.&amp;amp;nbsp;63, 30. Juli 1999 ([http://lexetius.com/1999,2275 bei lexetius])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen für die Betroffenen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prozesse hatten verheerende Auswirkungen auf Kinder und Angeklagte: Eine Angeklagte, die siebzigjährige Großmutter, starb im Gefängnis, andere verbrachten bis zu 21 Monate in Untersuchungshaft. Mehrere Ehen zerbrachen, die Existenz einiger Angeklagter und Familien wurde zum Teil auch durch die hohen Anwaltskosten völlig zerstört. Die Kinder wuchsen derweil größtenteils in Heimen auf und kehrten erst nach und nach zu ihren Eltern zurück. Ein Junge, der an Diabetes erkrankt war, starb wenige Tage nach seiner Entlassung aus dem Heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Kinder –&amp;amp;nbsp;jene, die im Kinderheim Spatzennest untergebracht waren, darunter die aus dem Scheidungskonflikt, der die Verfahren ausgelöst hatte&amp;amp;nbsp;– kehrten überhaupt nicht zurück, da sie völlig von ihren Eltern [[Eltern-Kind-Entfremdung|entfremdet]] waren. Dem Heimleiter wurde seinerzeit vorgeworfen, die Kinder bewusst gegen die Eltern aufgestachelt zu haben. Die meisten dieser Kinder glauben weiterhin (Stand 2005), dass ihre Eltern sie sexuell missbraucht hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=39523432|Titel=Ausgestanden ist die Sache nicht|Jahr=2005|Nr=9|Seiten=50–56|Autor=Gisela Friedrichsen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Mädchen, das bis zu seiner Herausnahme aus der Familie (&amp;#039;&amp;#039;Fremdunterbringung&amp;#039;&amp;#039;) gynäkologisch unauffällig war, stellten zwei Ärzte fünf Tage nach Aufnahme im Kinderheim Spatzennest Befunde fest, die „mit hoher –&amp;amp;nbsp;einen vernünftigen Zweifel im Grunde ausschließenden&amp;amp;nbsp;– Sicherheit auf einen stattgehabten vaginal- und anal-penetrierenden sexuellen Missbrauch“ hindeuteten. Der Mainzer Rechtsmediziner Professor Reinhard Urban bestätigte, dass es sich um frische Befunde handelte, und im Urteil von &amp;#039;&amp;#039;Worms II&amp;#039;&amp;#039; wurden die Befunde dem Zeitraum der &amp;#039;&amp;#039;Fremdunterbringung&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=54076826|Titel=So etwas darf nicht sein|Autor=Gisela Friedrichsen|Datum=2007-11-26|Nr=48|Jahr=2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Spatzennest&amp;#039;&amp;#039; bestand noch bis zu seiner Auflösung im November 2007. Zu diesem Zeitpunkt war dessen Heimleiter, seinerzeit Hauptbelastungs[[zeuge]] in den Wormser Prozessen, wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener von seinem Arbeitgeber entlassen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=54076826|Autor=[[Gisela Friedrichsen]]|Titel=So etwas darf nicht sein|Jahr=2007|Nr=48|Seiten=63–64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. Februar 2008 kam er deswegen in Untersuchungshaft,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Reinhard Breidenbach |url=https://www.genios.de/document/MASP__1845733770001202511600/ |titel=Haft wegen Missbrauchsverdacht – Polizei findet bei Ex-Leiter des Kinderheims Spatzennest belastende Bilder |werk=Rhein Main Presse (über Genios Pressearchiv) |hrsg=GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH, München |datum=2008-02-09 |abruf=2021-08-24 |kommentar=Nur Artikelanfang frei zugänglich}}&amp;lt;/ref&amp;gt; am 22. August 2008 wurde er des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in zwei Fällen für schuldig befunden und zu einem Jahr Haft auf Bewährung und dreijährigem Berufsverbot verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Fadl: [http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Spatzennest-Missbrauch;art1117,2598877 &amp;#039;&amp;#039;Erzieher erhält Berufsverbot wegen Kindesmissbrauchs&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. August 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen noch schwerer wiegender Missbrauchsvorwürfe kam es im April 2011 zu einer erneuten Anklage.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/panorama/justiz/neue-missbrauchsvorwuerfe-verurteilter-ex-kinderheimleiter-erneut-vor-gericht-a-756645.html &amp;#039;&amp;#039;Verurteilter Ex-Kinderheimleiter erneut vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 12. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November desselben Jahres erhielt der ehemalige Heimleiter wegen schweren sexuellen Missbrauchs eine Haftstrafe von fünf Jahren und acht Monaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-missbrauch-in-kinderheim-spatzennest-leiter-muss-sechs-jahre-gefaengnis-1.1188647 „Spatzennest“-Leiter muss sechs Jahre ins Gefängnis]. In: Süddeutsche Zeitung, 14. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/kaiserslautern-spatzennest-leiter-wegen-missbrauchs-zu-haft-verurteilt-11528680.html Spatzennest-Leiter wegen Missbrauchs zu Haft verurteilt]. In: FAZ, 14. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
2021 erschien in Kooperation von [[RTL+]] und [[Vox (Fernsehsender)|Vox]] die Miniserie &amp;#039;&amp;#039;[[Ferdinand von Schirach – Glauben]]&amp;#039;&amp;#039; mit sieben Folgen, das Drehbuch stammte von [[Ferdinand von Schirach]]. Für [[Arno Frank]] jedoch gilt der Bezug als misslungen. Er schrieb im [[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]]: Schirach breche „den damaligen Mammutprozess auf ein Kammerspiel mit nur einem Angeklagten herunter – die Größe des Verfahrens bleibt hier bloße Behauptung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arno Frank]]: [https://www.spiegel.de/kultur/tv/ferdinand-von-schirach-glauben-bei-rtl-miniserie-ueber-wormser-prozesse-kleiner-als-a-16f4154c-35e3-4018-a2ce-6e26db1ecdad Gegen den Zeitgeist, für die Wahrheit]. Auf [[Spiegel online]], 4. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fernseh-Zeitschrift [[TV Spielfilm]], Nr. 24, 12. November 2021: Programmankündigung für den Schirach-Film &amp;#039;&amp;#039;Glauben&amp;#039;&amp;#039; von 2021, TV Spielfilm Verlag GmbH, Hamburg. S. 30 + 159 + 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jutta Pinzler, Dorothea Hohengarten: &amp;#039;&amp;#039;Verdacht Kindesmissbrauch: Der Justizskandal von Worms&amp;#039;&amp;#039;, NDR 2008 (Dokumentation)&lt;br /&gt;
* Daniel Prochaska (Regie): &amp;#039;&amp;#039;[[Ferdinand von Schirach – Glauben]]&amp;#039;&amp;#039;, [[RTL+]]/[[Vox (Fernsehsender)|Vox]] 2021 (TV-Miniserie, inspiriert von den Wormser Prozessen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Montessori-Prozess]]&lt;br /&gt;
* [[Flachslanden-Prozesse]]&lt;br /&gt;
* [[Missbrauchsvorwürfe an der McMartin-Vorschule]]&lt;br /&gt;
* [[Missbrauch mit dem Missbrauch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reportagen von [[Gisela Friedrichsen]] (siehe auch Abschnitt [[#Einzelnachweise|Einzelnachweise]]):&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=9157898|Titel=Grenzen des Vorstellbaren|Jahr=1995|Nr=7|Seiten=106–116}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=9157906|Titel=Doktorspiele gestattet|Jahr=1995|Nr=7}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=8649443|Titel=Alle in einen Sack stecken …|Jahr=1997|Nr=2|Seiten=52–54}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=8653825|Titel=Viel geglaubt, wenig gewußt|Jahr=1997|Nr=6|Seiten=64–66}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=7809595|Titel=Machen Sie doch mal Urlaub!|Jahr=1998|Nr=3|Seiten=66–67}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=7851222|Titel=Vom Dinosaurier gekratzt|Jahr=1998|Nr=13|Seiten=104–107}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=59403018|Titel=In gewisser Weise prominent|Jahr=2008|Nr=35|Seiten=46–48}}&lt;br /&gt;
** {{Der Spiegel|ID=81562338|Titel=Keine Wurzeln, keine Identität|Jahr=2011|Nr=45|Seiten=54–58}}&lt;br /&gt;
* [[Monika Goetsch]]: {{Webarchiv | url=http://www.sonntagsblatt.de/1997/34/34-s2.htm | wayback=20010118182700 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die stille Wut&amp;#039;&amp;#039;.}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 34/1997, 22. August 1997&lt;br /&gt;
* [[Hans Eberhard Lorenz|Hans E. Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehren und Konsequenzen aus den Wormser Mißbrauchsprozessen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Richterzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Juli 1999, S.&amp;amp;nbsp;253–255&lt;br /&gt;
* Jürgen Peschull: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.pappa.com/mmdm/st_muell.htm | wayback=20101129024603 | text=Die verlorene Ehre der Familie Müller}}&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;33, 7. August 1997, S.&amp;amp;nbsp;78–84&lt;br /&gt;
* [[Thomas Darnstädt]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Richter und sein Opfer: Wenn die Justiz sich irrt&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 978-3-492-05558-1, S.&amp;amp;nbsp;150–167&lt;br /&gt;
* Burkhard Schade, Michael Harschneck: &amp;#039;&amp;#039;Die BGH-Entscheidungen im Rückblick auf die Wormser Missbrauchsprozesse. Konsequenzen für die Glaubhaftigkeitsbegutachtung aus der Sicht des psychologischen Gutachters und des Strafverteidigers&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Rechtspsychologie&amp;#039;&amp;#039;, November 2000, S.&amp;amp;nbsp;28–47&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Worms)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexueller Missbrauch von Kindern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1990er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinland-Pfälzische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landgericht Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewalt in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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