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	<title>Wollwachs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T05:38:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wollwachs&amp;diff=547567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-03-01T09:24:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lanolinezalf - detail.jpg|mini|Salbe aus Lanolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wollwachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wollfett&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|cera lanae}} bzw. {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;adeps lanae&amp;#039;&amp;#039;}}), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lanolin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;lanolinum&amp;#039;&amp;#039;) genannt, ist das [[Sekretion|Sekret]] aus den [[Talgdrüse]]n von [[Hausschaf|Schafen]], das bei der Wäsche von [[Schafwolle]] gewonnen wird. Das rohe Wollwachs wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wollschweiß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Säurezahl]] liegt in der Regel bei 30 bis 60 mg [[KOH]]/g, die [[Verseifungszahl]] bei 100 bis 140 mg KOH/g und der [[Schmelzpunkt]] bei 35 bis 55&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.carroux-gmbh.de/produkte/wollfett.html Technisches Merkblatt zum Wollfett]. Abgerufen im April 2022. In: Carroux-GmbH.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lanolin ==&lt;br /&gt;
Für Wollwachs als Inhaltsstoff von Kosmetika ist international die [[Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe|INCI]]-Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Lanolin&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich. Im pharmazeutischen Bereich heißt dagegen Wollwachs &amp;#039;&amp;#039;Wollwachs&amp;#039;&amp;#039; und eine wollwachshaltige wasseraufnahmefähige Salbengrundlage gemäß der Arzneibuchnomenklatur &amp;#039;&amp;#039;Lanolin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[Funktionalität (Chemie)|bifunktionellen]] Gruppen der vorkommenden [[Hydroxysäuren]] (ca. 32 % der [[Fettsäure]]fraktion) und der Dihydroxy-Alkohole (ca. 7 % der Alkoholfraktion) besteht Lanolin aus einem Gemisch von überwiegend langkettigen [[Ester]]n, Di-Estern und Hydroxy-Estern.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Hoppe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Lanolin Book.&amp;#039;&amp;#039; Beiersdorf&amp;amp;nbsp;AG, Hamburg 1999, Kapitel&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;br /&amp;gt;Jürgen Jacob: &amp;#039;&amp;#039;The Chemical Composition of Wool Wax.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei deren [[Hydrolyse]] wurden bisher circa 70 aliphatische Alkohole (C&amp;lt;sub&amp;gt;14&amp;lt;/sub&amp;gt;–C&amp;lt;sub&amp;gt;36&amp;lt;/sub&amp;gt;), sechs [[Sterole]] ([[Cholesterol]], Dihydrocholesterol, [[Lanosterol]], Dihydrolanosterol, Agnosterol, Dihydroagnosterol) und circa 140 [[Fettsäuren]] (C&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;–C&amp;lt;sub&amp;gt;41&amp;lt;/sub&amp;gt;) isoliert. In pharmazeutischem Wollwachs dürfen bis 0,5 % [[freie Fettsäuren]] enthalten sein (z.&amp;amp;nbsp;B. Europäisches Arzneibuch, Säurezahl&amp;amp;nbsp;&amp;lt;&amp;amp;nbsp;1). Der Gehalt an freien Alkoholen (bis 12 %) ist nicht begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung ==&lt;br /&gt;
Das schon im Altertum unter dem Namen Oesypus medizinisch benutzte Wollwachs wurde in der Frühen Neuzeit auch als &amp;#039;&amp;#039;Oesipus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hyssopus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet (&amp;#039;&amp;#039;oesipus humidus&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;hyssopus humidus&amp;#039;&amp;#039; wurde das mit dem Schweiß der Tiere vermischte Schafwollfett genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 144 (&amp;#039;&amp;#039;Hyssopus&amp;#039;&amp;#039;) und 149 (&amp;#039;&amp;#039;Oesipus humidus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es geriet später in Vergessenheit und wurde erst 1885 wieder von [[Oskar Liebreich]] als gereinigtes Wollfett in den Arzneischatz eingeführt. Woll[[Fette|fett]] ist insofern eine unzutreffende Bezeichnung, als Fette [[Glyceride|Fettsäureester]] des [[Glycerin]]s sind, wohingegen [[Wachs]]e [[Ester]] anderer [[Alkohole]] darstellen. Das rohe Wollwachs findet sich im Wollschweiß der Schafe und geht beim Waschen der Wolle zunächst in das Waschwasser über, wird durch Zusatz von Säuren daraus abgeschieden und dann durch [[Separator (Verfahrenstechnik)|Separatoren]] abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolle des Waldschafs.JPG|mini|links|Schafwolle: Durch Auswaschen erhält man das rohe Wollwachs]]&lt;br /&gt;
Zur Aufreinigung von Rohwollwachs sind mehrere Behandlungsschritte notwendig, da die zu entfernenden Verunreinigungen ganz unterschiedlicher Natur sind. Das Rohwollwachs wird zunächst mit verdünnter [[Salzsäure|Salz-]] oder [[Phosphorsäure]] behandelt, um alle wasserlöslichen und fettlöslichen Seifen in [[freie Fettsäuren]] umzusetzen. Gleichzeitig werden säurelösliche Verunreinigungen entfernt. Die wässrige Phase wird abgezogen und das verbliebene rohe Wollwachs solange mit heißem Wasser gewaschen, bis es neutral reagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freien Fettsäuren werden zunächst durch Neutralisation mit [[Natriumcarbonat]] bzw. vorzugsweise [[Natronlauge]] in [[Seife]]n überführt. Da die resultierenden [[Natriumseife]]n schlecht wasserlöslich sind, wird entweder [[Ethanol]] oder [[2-Propanol]] als zusätzliches Lösungsmittel in einer Konzentration von 20 bis 30 % zugesetzt. Um ein stöchiometrisches Umsetzen der Fettsäuren sicherzustellen, wird Natronlauge im Überschuss zugesetzt. Auf Grund der hohen Ionenkonzentration wird dadurch auch eine störende [[Emulsion]]sbildung vermindert. Ein zu großer Überschuss an Natronlauge muss vermieden werden, da es dadurch zu einer alkalischen [[Hydrolyse]] der Ester kommt. Nachdem sich die Seifen gebildet haben, wird die wässrige Schicht entfernt und das Wollwachs dann mit heißem Wasser oder verdünntem Alkohol gewaschen, bis es vollständig von der verbliebenen Seife befreit ist. Schließlich wird das Produkt getrocknet. Die zuvor entfernte Seifenlösung wird nicht verworfen, sondern normalerweise mit [[Schwefelsäure]] angesäuert, um aus den Seifen wieder die freien Fettsäuren zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vermeidung von [[Zecken]]befall behandelt man Schafe nach der Schur mit [[Pestizid]]en ([[Akarizid]]e), die sich als gut fettlösliche Substanzen im Wollwachs anreichern. Um die Pestizide und [[Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe|PAK]]-Rückstände zu entfernen, folgt eine [[Destillation#Kurzwegdestillation|Kurzwegdestillation]] unter Hochvakuum, die gleichzeitig eine [[Desodorierung]] bewirkt. Bei diesem Prozess wird auch die Menge der natürlich im Wollwachs vorkommenden freien [[Fettalkohol]]e, die zur guten Wasser/Öl-[[Emulsion]]seigenschaft von Wollwachs beitragen, deutlich reduziert. Dies kann zu einer entsprechend verminderten Wasseraufnahme führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Detergenzien]]- bzw. Waschmittelrückstände werden aus dem Rohwollwachs durch diese Behandlungen weitgehend entfernt. Eine weitere Verminderung kann durch zusätzliche Extraktion mit einem polaren [[Lösungsmittel]] wie 45-prozentigem [[Ethanol]] oder [[2-Propanol]] erreicht werden oder durch Behandlung mit einem [[Adsorptionsmittel|Adsorbens]] wie [[Aktiverde]] oder [[Aktivkohle]], der dann eine [[Filtration (Trennverfahren)|Filtration]] folgen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Qualität und Reinheit von Wollwachs ist die Farbe kein Kennzeichen, eine helle Farbe gilt oftmals jedoch als ästhetischer. Sie kann durch chemisches oder physikalisches Bleichen erreicht werden. Traditionell ist die oxidative Bleichung mit [[Wasserstoffperoxid]]. Sie hat aber den unerwünschten Nebeneffekt, zu einem signifikanten [[Peroxidzahl|Peroxidwert]] zu führen, der das Wachs [[Ranzig (Fett)|ranzig]] erscheinen lassen kann.&lt;br /&gt;
Es bedarf deshalb einer sorgfältigen Kontrolle mit anschließender Behandlung, um die organischen Peroxidreste zu entfernen. Nach dem Bleichen trocknet man das Wollwachs mit trockener Luft oder durch Anlegen eines Vakuums. Dem fertigbehandelten Wollwachs werden zum Abschluss max. 200&amp;amp;nbsp;ppm&amp;amp;nbsp;BHT ([[Butylhydroxytoluol]]) als [[Antioxidantien|Antioxidans]] zugesetzt (wenn gefordert). Nach der abschließenden Analyse wird die Charge filtriert und abgefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Das wasserfreie Wollwachs (lat. &amp;#039;&amp;#039;adeps lanae anhydricus&amp;#039;&amp;#039;) des Europäischen [[Arzneibuch]]s, eine hellgelbe, salbenartige Masse von schwachem, charakteristischem Geruch, ist in Wasser unlöslich und schmilzt bei 40&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollwachs ist ein Gemisch aus flüssigen und festen wachsartigen Massen. In chemischer Hinsicht ist Wollwachs ein Gemisch von [[Cholesterin]]- und [[Isocholesterin]]-[[Fettsäureester]]n und enthält daneben freie [[Alkohole]] und [[Kohlenwasserstoffe]]. Die Ester bestehen aus langkettigen [[Fettsäuren]] und [[Wachssäuren]], gebunden an [[Fettalkohole]], [[Wachsalkohole]], Cholesterin, [[Lanosterin|Lanosterol]] sowie weiteren [[Sterine|Sterolen]]. Reines Wollwachs darf nur einen sehr geringen Aschenrückstand hinterlassen und nur Spuren freier Säure enthalten. Alkalien, Chloride und Glycerin dürfen nicht enthalten sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollwachs penetriert gut in die Haut und zeigt wenig Neigung zum Ranzigwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollwachs hat die Fähigkeit, ein Mehrfaches seines Gewichts an Wasser aufzunehmen, und bildet dabei eine Wasser-in-Öl-[[Emulsion]]. Verantwortlich für die emulgierenden Eigenschaften des Wollwachses sind die mit bis zu ca. 10 % enthaltenen freien Wollwachsalkohole, die jedoch gelegentlich allergische Reaktionen mit Rötungen und Schwellungen verursachen können. Geschätzt reagieren im Mittel 0,6 % bis maximal 1,4 % der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland allergisch auf Lanolin.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Schnuch, W. Uter, J. Geier, O. Gefeller: &amp;#039;&amp;#039;Epidemiology of contact allergy: an estimation of morbidity employing the clinical epidemiology and drug-utilization research (CE-DUR) approach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Contact Dermatitis]].&amp;#039;&amp;#039; Band 47, Nummer 1, Juli 2002, {{ISSN|0105-1873}}, S.&amp;amp;nbsp;32–39, PMID 12225411.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollwachs besitzt sehr gute hautpflegende Eigenschaften, da es den transepidermalen Wasserhaushalt regulieren kann. So beschleunigt es die [[Wundheilung]] und ist deshalb in [[Wundsalbe]]n, Babycremes und Pflegecremes für die strapazierte Haut sowie in Hautschutzsalben enthalten. Seine pflegende Eigenschaft wird auch in [[Lederpflege]]-Produkten genutzt. Ein traditionelles Heilmittel, das die hautpflegenden Eigenschaften des Lanolins nutzt, ist die naturbelassene [[Heilwolle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Kosmetische und medizinische Verwendung ===&lt;br /&gt;
In kosmetischen Präparaten wird gereinigtes Wollwachs als Coemulgator, stark haftendes [[Lipide|Lipid]] und Überfettungsmittel eingesetzt. Lanolin kann, als natürliche Alternative zu [[Vaseline]], als [[Nasensalbe]] zur Pflege der [[Schleimhaut|Schleimhäute]] verwendet werden. Es wird auch in der [[Stillen|Stillzeit]] zur [[Brusthygiene|Pflege wunder Mamillen]] eingesetzt. Wollfett dient auch als Basisstoff für die Herstellung wundheilender Salben (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Kamillosan Salbe&amp;#039;&amp;#039;, mit Kamillenextrakten). Es wird außerdem in [[Rasierseife]]n verwendet, die das Lanolin dann auch meist als Qualitätsmerkmal bewerben. In Kosmetikprodukten wird Wollwachs in der Inhaltsstoffliste als {{INCI|Name=LANOLIN |ID=34857 |Abruf=2021-09-19}} aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Wollfett auf Pestizidrückstände überprüft wird, ist das in der Kosmetik verwendete Lanolin meist gut verträglich und kann zur Babypflege eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Umwelt-Lexikon von Abbeizer bis Zigarette |Hrsg=Stiftung Warentest |Datum=1991 |ISBN=3-924286-42-6 |Seiten=312}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem 2023 veröffentlichen Cosmetic Ingredient Review (CIR) sind Lanolin und verwandte Lanolinprodukte weiterhin als unbedenklich eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cir-safety.org/sites/default/files/Lanolin.pdf |titel=Safety Assessment of Lanolin-Derived Ingredients as Used in Cosmetics |werk=Cosmetic Ingredient Review |datum=2023-05-19 |sprache=en |abruf=2026-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen mit sehr empfindlicher, fettiger oder zu Akne neigender Haut sollten Lanolin jedoch besser meiden, da es die Poren verstopfen und somit zu Hautproblemen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/wollwachs-natuerlicher-schutz-fuer-die-haut/ |titel=Wollwachs: Natürlicher Schutz für die Haut |datum=2024-07-26 |sprache=de-DE |abruf=2026-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von pharmazeutischer Bedeutung sind einige gut wasseraufnahmefähige Salbengrundlagen auf der Basis von Wollwachs, die &amp;#039;&amp;#039;Lanolin&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zusammengesetztes wasserhaltiges Wollwachs&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;cera lanae cum aqua composita&amp;#039;&amp;#039;) heißen:&lt;br /&gt;
* Lanolin ([[Arzneibuch#Arzneibuch in Deutschland|DAB 10]]): 15 Teile dickflüssiges [[Paraffin]], 20 Teile Wasser, 65 Teile Wollwachs. Es stellt eine gelblichweiße, salbenartige Masse dar, die sich beim Erwärmen im Wasserbad in eine wässrige und eine auf dieser schwimmende ölige Schicht trennt, und soll nach dem Trocknen bei 100&amp;amp;nbsp;°C nicht mehr als 26 % an Gewicht verlieren.&lt;br /&gt;
* Lanolin ([[Arzneibuch#Schweiz|Ph. Helv.]] 7): 10 Teile [[Olivenöl]], 20 Teile Wasser, 70 Teile Wollwachs&lt;br /&gt;
* Zusammengesetztes wasserhaltiges Wollwachs ([[Arzneibuch#Österreich|ÖAB]] 90): 10 Teile flüssiges Paraffin, 20 Teile Wasser, 70 Teile Wollwachs&lt;br /&gt;
* Wasserhaltiges Wollwachs ([[Arzneibuch#Europäisches Arzneibuch|Ph. Eur.]], &amp;#039;&amp;#039;Adeps lanae cum aqua&amp;#039;&amp;#039;): 25 Teile Wasser, 75 Teile Wollwachs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um wasserhaltiges Wollwachs geschmeidig zu machen, setzt man ihm manchmal [[Olivenöl]] zu, für kosmetische Zwecke vielfach ätherische Öle, [[Vanillin]] und andere [[Duftstoff]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Behandlung von Wollprodukten{{Anker|Wollspülung}}{{Anker|Wollkur}}{{Anker|Wollimprägnierung}} ===&lt;br /&gt;
Zur Behandlung von Wollprodukten werden sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Wollkuren&amp;#039;&amp;#039; angeboten, die neben Lanolin auch [[Seife]] oder [[Tenside]] und weitere Bestandteile enthalten, um die Verteilung des Wollfetts auf der Wolle zu erleichtern. Da diese Mittel nicht nur nachfetten, sondern auch schmutzlösende Inhaltsstoffe enthalten, hängt es weitgehend von der Rezeptur ab, ob der reinigende oder der wasserabweisende Effekt im Vordergrund steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Wollkur der Firma Feige enthält beispielsweise einen [[Emulgator]], sowie [[Fettalkohol]]e, [[Zitronensäure]], [[Natriumbenzoat|Sodium benzoate]] und [[Kaliumsorbat|Potassium sorbate]]. Die &amp;quot;Wollkur - konzentrierte Lanolinlösung&amp;quot; der Firma Lenya enthält: &amp;quot;nichtionische Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen &amp;gt;5%, Pflanzenseife &amp;gt;30%, Lanolin (Kosmetikqualität), Wasser&amp;quot;. Eine Wollkur der Firma Klar enthält &amp;quot;Lanolin, [[Kokosfett]][[betaine]], [[Fettalkoholsulfat]], Kochsalz, Konservierungsmittel aus der Naturkosmetik, Wasser.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wollspülungen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wollimprägnierungen&amp;#039;&amp;#039; enthalten häufig ähnliche Inhaltsstoffe wie Wollkuren in unterschiedlichen Mengenverhältnissen, wobei bei Spülungen die [[Textilreiniger|Reinigung]] und bei [[Imprägnierung]]en die schmutz- und wasserabweisende Wirkung überwiegt. Letztere sollten daher bei Windelhosen, Windeleinlagen, Windelüberhosen und Kleidungsstücken aus Wolle verwendet werden, die als Wetterschutz getragen werden. In der Säuglingspflege beim Wickeln mit Stoffwindeln wird Wollwachs zum Fetten der Wollüberhosen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Anwendungen ===&lt;br /&gt;
Wollwachs wird in der Industrie als Bestandteil von Lederhilfs- und Textilhilfsmitteln, Metallbearbeitungs-, Korrosionsschutz- und Kühlschmiermitteln sowie von Seifen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.carroux-gmbh.de/produkte/wollfett.html Anwendungsgebiete für Wollfett]. Abgerufen im April 2022. In: Carroux-GmbH.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Korrosionsschutz ====&lt;br /&gt;
Wollfett wurde bereits im Mittelalter zur Pflege von blanken Metallteilen wie [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstungen]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuen&amp;quot; /&amp;gt; War eine Schichtbildung erwünscht, wurden stattdessen [[Härtendes Öl|härtende Öle]] wie [[Leinöl]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist beständig gegenüber Wasser und Salzwasser und wird traditionell als [[Korrosionsschutz]] auf Oberflächen angewendet, die schwer zugänglich sind und mechanisch kaum belastet werden.&lt;br /&gt;
Typische Anwendungsgebiete sind [[Ballastwasser]]tanks und andere Hohlräume von Schiffen und Fahrzeugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuen&amp;quot;&amp;gt;Michael Kuen: [https://www.metallbaupfister.ch/faq-items/rostschutz-der-karosserie/ &amp;#039;&amp;#039;Rostschutz der Karosserie&amp;#039;&amp;#039;], Metallbau Pfister AG. Abgerufen im April 2022. In: MetallbauPfister.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere bei historischen Fahrzeugen werden dünnflüssige Wollfett-Präparationen zur Penetration von Falzen eingesetzt. Zur Hohlraumkonservierung kann zunächst ein dünnflüssiges Mittel eingesprüht werden, gefolgt von einer pastösen Mischung, die auch bei Erwärmung des Fahrzeugs durch Sonneneinstrahlung nicht abläuft. Bestimmte Produkte lassen sich auch zum [[Unterbodenschutz]] und in Radkästen einsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lanolin|Wollwachs}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Wollfett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wachsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmazeutischer Hilfsstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schafprodukt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biowerkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kosmetischer Inhaltsstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imprägnierungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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