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	<title>Wolhyniendeutsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolhyniendeutsche&amp;diff=732771&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;H7 am 14. Februar 2026 um 21:28 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolhyniendeutsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wolyniendeutsche&amp;#039;&amp;#039; oder [[wolhyniendeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Woliniendeitsche&amp;#039;&amp;#039;) waren deutsche Auswanderer und ihre Nachkommen, die sich vor allem im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Wolhynien]] angesiedelt hatten und dort bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Die [[Russlanddeutsche]]n wanderten in mehreren Wellen in das [[Russisches Kaiserreich|Russische Reich]] ein. Im Verlauf des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kam eine besonders große Zahl von Deutschen nach Wolhynien, einem südlich der [[Prypjatsümpfe]] gelegenem Landstrich. Dies geschah vor allem in den Jahren 1860 bis 1895.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab circa 1815 hatten [[Westpreußen|westpreußische]] und ursprünglich aus der Schweiz stammende [[Pfalz (Region)|pfälzische]] [[Mennoniten]] begonnen, sich in dem Gebiet anzusiedeln. Ein Teil dieser mennonitischen Einwanderer gehörte zur strengen Gemeinderichtung der [[Amische|amischen]] Mennoniten. 1831 folgten ihnen Deutsche aus [[Königreich Polen|Polen]], die sich nicht am [[Novemberaufstand]] beteiligt hatten und daher von der polnischen Bevölkerung angefeindet wurden. Im Gegensatz zu den anderen Gruppen von Russlanddeutschen siedelten sich die Wolhyniendeutschen – ohne vom [[Liste der russischen Herrscher|Zaren]] ins Land gerufen worden zu sein – nicht nur als Eigentümer auf Großgrundbesitz, sondern vielfach auch als Pächter an. Sie hatten eigene [[Kirchspiel]]e und Schulen. Ab 1880 wurde es den Deutschen von der russischen Regierung nicht mehr erlaubt, weitere neue evangelische Kirchspiele zu errichten, und es mussten russische Oberlehrer eingesetzt werden. 1914 lebten in Wolhynien rund 250.000 Deutsche in mehr als 300 deutschen Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weltkriege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Polen Galizien Wolhynien.png|miniatur|Galizien und Wolhynien in der Zwischenkriegszeit]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Westukraine}}&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde ein Teil der Wolhyniendeutschen nach Deutschland umgesiedelt, ein anderer erlitt unter hohen Verlusten an Menschenleben die [[Deportation]] ins Innere des Zarenreichs. Um der Verbannung nach Sibirien zu entgehen, wurden viele Ehen mit Ukrainern geschlossen. Auf den Weltkrieg folgte der [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetische Krieg]], und das Siedlungsgebiet der Gruppen von Russlanddeutschen wurde 1921 zwischen [[Zweite Polnische Republik|Polen]] und [[Sowjetrussland]] aufgeteilt. Um 1924 zählten die Wolhyniendeutschen noch rund 120.000 Personen. Die Wolhyniendeutschen des polnischen Bereichs wurden 1939 zusammen mit den [[Galiziendeutsche]]n (insgesamt rund 45.000) in den [[Wartheland|Warthegau]] umgesiedelt,&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Es gab auch andere Zielregionen der Zwangsrückkehrer. Ein Bericht über ein kirchliches Heim der [[Gemeinschaftsbewegung]], &amp;#039;&amp;#039;Haus Zion&amp;#039;&amp;#039; (ab 1937 Haus Friedensburg) in [[Rathen]], Sachsen, ab November 1940 gibt genaue Informationen über die Beschlagnahme des Kirchenheims durch die SS ([[Volksdeutsche Mittelstelle]]) als Wohnstätte für diese „Rückkehrer“, und die anschließende Demolierung. Mskr., Verf. Rektor Glöckner, Rathen, o. D. ca. 1947&amp;lt;/ref&amp;gt; viele kamen nach Berlin ins [[Lager Kaulsdorfer Straße 90]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Umsiedlungsabkommen, die 1939 bis 1941 zwischen der [[Sowjetunion]] und dem Deutschen Reich vereinbart wurden, wurden die [[Volksdeutsche]]n (ca. 44.600&amp;lt;ref name=&amp;quot;Height_1975&amp;quot;&amp;gt;Joseph S. Height: &amp;#039;&amp;#039;Homesteaders on the Steppe&amp;#039;&amp;#039;, ND HS of Germans from Russia, Bismarck, 1975, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt2013&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Gnauck: [https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article117455158/Maenner-und-Frauen-grausam-mit-Aexten-zerhackt.html &amp;#039;&amp;#039;Wolhynien-Massaker: Männer und Frauen, grausam mit Äxten zerhackt&amp;#039;&amp;#039;] in der [[Die Welt|WELT]] vom 26. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;) des vor 1939 sowjetischen Teils Wolhyniens (Ostwolhynien) ausgeschlossen. Sie wurden von Oktober 1943 bis Mai 1944&amp;lt;ref name=&amp;quot;Height_1975&amp;quot;/&amp;gt; von SS-Dienststellen als Administrativumsiedler zuerst nach Bjelostock, heute [[Białystok]] und dann in den Warthegau umgesiedelt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Administrativumsiedler waren ca. 228.000 Volksdeutsche, die nach einer Anordnung der Militär- und Zivilverwaltung des Dritten Reiches in den besetzten Gebieten der UdSSR (Reichskommissariat Ukraine, rumänisches Transnistrien) ohne einen zwischenstaatlichen Vertrag in den Jahren 1942-44 in den Warthegau oder ins Altreich umgesiedelt wurden. Fast alle von ihnen hatten bis Kriegsende die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Ein Teil der 1943/44 nach Deutschland Umgesiedelten kam nach der deutschen Niederlage wieder in den Machtbereich der [[Sowjetunion]] oder wurde durch die [[Westalliierte]]n (Briten und US-Amerikanern) als [[Displaced Person]]s den sowjetischen Militärbehörden ausgeliefert, und wenn sie einem der fünf Kriterien der [[Konferenz von Jalta]] entsprachen, wurden sie ohne Rücksicht auf ihre individuellen Wünsche [[Displaced Person #Zwangsrepatriierung|zwangsrepatriiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14019660.html Behandelt wie ein drittklassiges Pack], 32/1983&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Augen [[Stalin]]s galten alle sowjetischen Bürger, die sich während des Zweiten Weltkriegs aus welchen Gründen auch immer zeitweise außerhalb der UdSSR aufgehalten hatten, als „Vaterlandsverräter“ und „engste Kollaborateure des Naziregimes“ und sollten dementsprechend behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere konnten dauerhaft in Deutschland bleiben. In [[Dobbin-Linstow#Geschichte|Linstow]] kam es zu einer größeren Konzentration Wolhyniendeutscher.&amp;lt;ref&amp;gt;Mirjam Seils: &amp;#039;&amp;#039;Die fremde Hälfte. Aufnahme und Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Mecklenburg nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; [[Thomas Helms Verlag]] Schwerin 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie pflegen ihre Geschichte und betreiben dort seit 1992 mit dem [[Hofstraße 5|Wolhynier-Umsiedlermuseum]] eine einzigartige Kultur- und Begegnungsstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Brandstädter: &amp;#039;&amp;#039;Neue Heimat Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Der Tagesspiegel, 2. September 2013 – https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/reise/deutsche-siedler-neue-heimat-mecklenburg/8720962.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit der großen Auswanderungswelle seit den späten 1980er Jahren kamen viele Wolhyniendeutsche als Aussiedler in die Bundesrepublik. In Mecklenburg-Vorpommern leben Nachfahren von Wolhyniendeutschen in [[Linstow (Dobbin-Linstow)|Linstow]], [[Schloen|Neu Schloen]] und [[Dargun]]. Mittlerweile haben sich die Nachfahren in ganz Deutschland verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Deutschen im Raum Łódź]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Arndt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen in Wolhynien. Ein kulturhistorischer Überblick&amp;#039;&amp;#039;. Adam Kraft Verlag, Würzburg 1994, ISBN 3-8083-2016-8.&lt;br /&gt;
* [[Detlef Brandes]]: &amp;#039;&amp;#039;Einwanderung und Entwicklung der Kolonien.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd Stricker (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Rußland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte im Osten Europas&amp;#039;&amp;#039;). Siedler, Berlin 1997, ISBN 3-88680-468-2, S. 35–110.&lt;br /&gt;
* Mirjam Seils: &amp;#039;&amp;#039;Die fremde Hälfte. Aufnahme und Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Mecklenburg nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; [[Thomas Helms Verlag]] Schwerin 2012, ISBN 978-3-940207-78-4.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Fielitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Stereotyp des wolhyniendeutschen Umsiedlers. Popularisierungen zwischen Sprachinselforschung und nationalsozialistischer Propaganda.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 2000, Kapitel 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.taeufergeschichte.net/index.php?id=92 Schweizer Mennoniten in Wolhynien]&lt;br /&gt;
* [https://wolhynien.de/images/Lueck1927_gr.jpg Karte der deutschen Siedlungen in West-Wolhynien]&lt;br /&gt;
* [https://www.wolhynien.de/ Familienforschung in Wolhynien]&lt;br /&gt;
* Irene Dänzer-Vanotti: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/vertreibung-wolhyniendeutschen-russland-104.html &amp;#039;&amp;#039;01.07.1915 - Vertreibung der Wolhyniendeutschen.&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] &amp;#039;&amp;#039;[[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]]&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Juli 2015 (Podcast, 14:30 min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolhyniendeutsche| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlanddeutsche Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;H7</name></author>
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