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	<title>Wolfsangel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T21:21:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolfsangel&amp;diff=426616&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;16Exul82: /* Siehe auch */ Link auf Wolfsgitter</title>
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		<updated>2025-12-22T12:52:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Link auf Wolfsgitter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Villa Arnesburg Wolfsangel 02.JPG|mini|Eiserne Wolfsangel aus dem 8.&amp;amp;nbsp;Jh., gefunden in der mittelalterlichen Siedlung [[Villa Arnesburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfsangel (Wolfsjagd).jpg|mini|Moderne Rekonstruktion einer Wolfsangel]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolfsangel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein aus Eisen geschmiedetes [[Tierfalle|Jagdgerät]], das früher zum Fang von [[Wolf|Wölfen]] eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Wiedergabe einer Ausführungsform wird als [[Heraldik#Gemeine Figuren|heraldische Figur]] unter anderem in vielen Familien- und [[Wappen|Gemeindewappen]], zum Beispiel als Forsthaken im Wappen von [[Katzweiler]], verwendet. Historiker sind sich uneins, ob das Zeichen für das Jagdgerät steht oder für einen [[Mauerhaken]], ein eisernes Bauteil, das feste Mauerteile (wie [[Wehrturm|Wehrtürme]]) zu verbinden hatte. Die Vermutung, dass es sich bei der Wolfsangel um ein altes germanisches [[Rune]]nzeichen handelt, konnte nicht bewiesen werden, jedoch besitzt [[Ihwa]] (ᛇ) eine ähnliche Form.&lt;br /&gt;
[[Unicodeblock Zusätzliche Pfeile-B|Unicode]] hat in U+294A bis U+294D die Zeichen &amp;amp;#x294A; &amp;amp;#x294B; &amp;amp;#x294C; &amp;amp;#x294D;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jagdgerät ==&lt;br /&gt;
Die aus Eisen geschmiedeten Wolfsangeln wurden über Jahrhunderte zum Fang von Wölfen verwendet. Die mit [[Widerhaken]] versehenen Enden wurden mit Ködern (zum Beispiel mit den Eingeweiden erlegter Jagdtiere) bestückt und an einem Baum so hoch aufgehängt, dass der Wolf danach springen musste, um zuschnappen zu können. Der Wolf blieb mit der Schnauze hängen und verendete unter Qualen, falls er nicht bei Kontrolle der [[Tierfalle]] früher gefunden und getötet wurde. Im Jahr 1617 wurde die Funktion der Wolfsangel so beschrieben: &amp;#039;&amp;#039;Ein Wolffs Angel, die man hengt und ein Aas daran thuet, wenn das Thier danach springt, so bleibt es mit dem Maul davon hängen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthistoriker [[Richard von König-Warthausen]] hat 1889 in den „Württembergischen Vierteljahresheften für Landesgeschichte“ die Wolfsangel folgendermaßen beschrieben: „Es handelt sich um ein zehn Zentimeter langes, beiderseits zugespitztes Flacheisen, das auf jeder Seite einen spitzwinklig eingeschnittenen, je nach dem anderen gegenüberstehenden Widerhaken hat. In der Mitte ist das Eisen durchbohrt und hängt an einer 40 Zentimeter langen Kette. Am oberen Teil der Kette befindet sich ein halbmondförmiger, in einen Dorn auslaufender Anker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem halbmondförmigen Anker wurde die Kette an einem Baum befestigt. Teile des Fanggeräts finden sich häufig in Wappen, laut Peter Kötz der Anker (oft ebenfalls als „Angel“ bezeichnet) vorwiegend im süddeutschen, die Angel vorwiegend im nord- und westdeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Wolfsangeln waren mit einem Federmechanismus versehen, der sich beim Zuschnappen auslöste und die Widerhaken in den Rachen trieb. Diese Fallenart konnte auch am Boden ausgelegt werden. Erste Erwähnungen zu Wolfsangeln finden sich in Kapitel 69 des [[Capitulare de villis]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost08/CarolusMagnus/kar_vill.html &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Augustana, Karolus Magnus, Capitulare de villis.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer detaillierten Vorschrift über die Verwaltung der Krongüter [[Karl der Große|Karls des Großen]], die vermutlich 812 n.&amp;amp;nbsp;Chr. geschrieben wurde; noch bis zum Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde diese Fangart weitergeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Delfs: &amp;#039;&amp;#039;Wölfe – verteufelt und verkannt.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Delfs u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Jagd in der Lüneburger Heide. Beiträge zur Jagdgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Landwirtschaftsmuseums Lüneburger Heide.&amp;#039;&amp;#039; 15). Bomann-Museum u.&amp;amp;nbsp;a., Celle u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-925902-59-7, S.&amp;amp;nbsp;227–246, hier S.&amp;amp;nbsp;238–239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
* Bei Ausgrabungen der [[Villa Arnesburg]] bei [[Lich]] zwischen 2014 und 2016 wurde eine eiserne Wolfsangel aus dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert geborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://articles.hessen-archaeologie.de/cgi-bin/home.pl?id=1400&amp;amp;event=View |titel=Auf den Spuren der Villa Arnesburg – Eine mittelalterliche Siedlung bei Lich-Muschenheim (Lkr. Gießen) |werk=Internetseite Landesamt für Denkmalpflege Hessen |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161003054900/http://articles.hessen-archaeologie.de/cgi-bin/home.pl?id=1400&amp;amp;event=View |archiv-datum=2016-10-03 |abruf=2018-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei Ausgrabungen auf der [[Ruine Falkenburg (Detmold)|Falkenburg]] in [[Detmold]] kamen im Jahre 2009 in einem Keller des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts über 25 Wolfsangeln zutage.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=FF3il2FBop4 &amp;#039;&amp;#039;AufRuhr1225: Wolfsangeln an der Detmolder Falkenburg gefunden (LWL-Kultur).&amp;#039;&amp;#039;] auf YouTube.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=20978 |titel=Pressemitteilung: Erstmals Wolfsangeln in Westfalen-Lippe gefunden |werk=Internetseite Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) |datum=2009-10-30 |abruf=2018-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen in der Heraldik ==&lt;br /&gt;
In der [[Heraldik]] gibt es zahlreiche Erscheinungsformen der Wolfsangel. Zum einen wird der eigentliche Wolfsdoppelhaken, teils spitz, manchmal nicht, gezeigt, zum Teil auch mit Querstrebe, zum anderen der halbmondförmige Anker mit einem Ring an der Unterseite, womit dies die Standardposition ist. Dieser Anker wurde ins Geäst eingehängt, durch den Ring lief das Seil mit dem eigentlichen Wolfshaken mit Köder am anderen Ende. Üblicherweise erscheint dieser Wolfsanker in Dreiergruppen übereinander (pfahlweise) gestellt, mit Ring nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Wappen zeigen die Doppelhaken-Form:&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--HIER KEINE NEUEN WAPPEN! Weitere Familien-/Dorfwappen in Commons einstellen (siehe Weblinks)!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wappen Katzweiler.svg|Wolfsangel im Wappen von [[Katzweiler]]&lt;br /&gt;
 Wappen Mannheim.svg|Wolfsangel im Wappen von [[Mannheim]]&lt;br /&gt;
 DEU Idar-Oberstein COA.svg|Wolfsangel mit Querstrebe im Wappen von [[Idar-Oberstein]]&lt;br /&gt;
 Wappen Oestrich-Winkel.svg|Wolfsangel mit Querstrebe (Wappen von [[Oestrich-Winkel]])&lt;br /&gt;
 DEU Schlebusch COA.svg|Wolfsangel mit Ring im Wappen von [[Schlebusch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendungen als Symbol ==&lt;br /&gt;
=== Rechtslage ===&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen|Rechtsextreme Symbole und Zeichen}}&lt;br /&gt;
Die Wolfsangel wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ngn&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/die-wolfsangel |titel=Die Wolfsangel |werk=netz-gegen-nazis.de |datum=2009-07-21 |abruf=2022-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;paeffgen&amp;quot;&amp;gt;Hans-Ullrich Paeffgen in: Kindhäuser/Neumann/Paeffgen, &amp;#039;&amp;#039;Strafgesetzbuch.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage 2017. StGB §&amp;amp;nbsp;86a Rn.&amp;amp;nbsp;11a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde das Symbol von rechtsextremen Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsschutz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/rechtsextremismus/2022-02-rechtsextremismus-symbole-zeichen-organisationen.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 |titel=Rechtsextremismus: Symbole, Zeichen und verbotene Organisationen |hrsg=Bundesamt für Verfassungsschutz |seiten=82 |format=PDF 1,2 MB |offline=0 |abruf=2024-04-17 |abruf-verborgen=0 |kommentar=Stand: September 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm {{§|86a|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;olg&amp;quot;&amp;gt;[[OLG Dresden]], Urteil vom 12. Februar 2008, Az. {{Rspr|3 Ss 89/06}}, [[BeckRS]] 2008, 5676.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[OLG Rostock]], Urteil vom 9. September 2011, Az. {{Rspr|1 Ss 31-11 I 47/11}}, NStZ 2012, 572.&amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsschutz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Brandenburgisches Oberlandesgericht|Brandenburgischen Oberlandesgericht]] kann die Benutzung der Wolfsangel allerdings auch teilweise einen unterschiedlichen (also auch einen nicht strafbaren) Bedeutungsinhalt haben, wie die Verwendung in Gemeindewappen oder bei der Bundeswehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 12.&amp;amp;nbsp;September 2005, Az. {{Rspr|1 Ss 58/05}}, OLG-NL 2006, 69 (70), Zitat: „Andere Runenzeichen haben demgegenüber keine derart eindeutige (verfassungswidrige) Verwendung gefunden; sie finden sich teilweise auch heute noch mit zum Teil unterschiedlichem Bedeutungsgehalt, so die bereits erwähnte ‚Wolfsangel‘ als Gestaltungszeichen in Gemeindewappen und bei der Bundeswehr, wieder. Erfolgt der Gebrauch dieser Runenzeichen allerdings in einer Weise, dass insbesondere Fahnen, Abzeichen oder Uniformstücke (vgl. § 86a Abs. 2 S. 1 StGB) diese Kennzeichen wiederspiegeln [sic!] oder ihnen zum Verwechseln ähnlich sind, kann dies zur Strafbarkeit nach § 86a StGB führen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso ist die von verbotenen Organisationen unabhängige Verwendung in Vereinswappen nicht strafbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsschutz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstzeichen in Norddeutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfsangel Grenzstein.jpg|mini|hochkant|Wolfsangel an einem [[Abteilung (Forstwirtschaft)|Forstgrenzstein]] im [[Deister]]]]&lt;br /&gt;
Die Wolfsangel als Symbol hat im Forstbereich eine weit zurückreichende Geschichte. Bereits in einem 1616 geschlossenen Grenzvertrag zwischen Braunschweig-Lüneburg und Hessen wurde die braunschweigische Grenzmarkierung „als ein Wulffsangel“ bezeichnet. Sie wurde nicht nur auf Grenzsteinen eingesetzt, sondern es gibt auch Nachweise über den Gebrauch im Schriftverkehr der Forstämter aus dem Jahr 1674.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde die Wolfsangel auch als Symbol auf Forstuniformen verwandt. In einem Aktenkonvolut (Schriftstück) von 1792 werden die Stellungnahmen der [[Oberforstmeister]] zu einer neuen Forstuniform wiedergegeben. Hierbei schlägt der Oberforstmeister Adolf Friedrich von Stralenheim vor, die Uniformknöpfe mit den Buchstaben „GR“ und einem Symbol zu versehen. Das von ihm zeichnerisch dargestellte Symbol glich der Wolfsangel, wurde aber von ihm selbst als „Forstzeichen“ beschriftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Ernst August I. (Hannover)|Ernst August von Hannover]] machte die Wolfsangel dann Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts offiziell zum Symbol des hannoverschen Forst- und Jagddienstes. Dem Wappenbild mit einem auf dem Rasen laufenden Sachsenross wurde eine Wolfsangel zugefügt. Diese wurde somit Bestandteil verschiedener Uniformteile wie Knöpfen, [[Epaulette]]n, Leibkoppelschlössern und Schulterriemenbeschlägen. Die Wolfsangeln fanden sich auch auf den Forstkoppelschlössern des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, jedoch mit entgegengesetzter Ausrichtung der Haken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde die Wolfsangel auch als alleiniges Abzeichen in Messing an den Dienstmützen und auf den Knöpfen der hannoverschen Forstaufseher getragen. Im Braunschweigischen wurde sie den privaten Forst- und Jagdaufsehern ebenfalls als Dienstabzeichen an der Kopfbedeckung vorgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Große Löscher: &amp;#039;&amp;#039;Die Wolfsangel als Forst- und Jagdzeichen in Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Delfs: &amp;#039;&amp;#039;Wölfe – verurteilt und verkannt.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Delfs u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Jagd in der Lüneburger Heide. Beiträge zur Jagdgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Landwirtschaftsmuseums Lüneburger Heide.&amp;#039;&amp;#039; 15). Bomann-Museum u.&amp;amp;nbsp;a., Celle u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-925902-59-7, Anhang&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch immer wird die Wolfsangel in verschiedenen Forstrevieren in Niedersachsen als Grenzmarkierung, insbesondere bei [[Abteilung (Forstwirtschaft)|Abteilungsgrenzen]], eingesetzt. Dieser Brauch scheint schon mindestens seit Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu existieren. So schrieb [[Heinrich Christian Burckhardt|Heinrich Burckhardt]] 1875 in einem Beitrag über die „Sprache im Walde“ auch etwas über die Wolfsangel. Unter anderem bezeichnet er das liegende oder auch stehende Wolfsangelzeichen als Ritzmarke, „die er [der Forstmann] mit dem [[Reißhaken]] schnell in die Rinde der Bäume hineinreißt.“ Heute wird der Reißhaken häufig durch die Farbsprühdose ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Jagdbereich hat sich die Wolfsangel bis heute erhalten. So ist sie Bestandteil des Wappens der [[Landesjägerschaft Niedersachsen]] und des „Vereins Hirschmann“, der sich um die Zucht und jagdliche Ausbildung der [[Hannoverscher Schweißhund|Hannoverschen Schweißhunde]] kümmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere symbolische Verwendung ===&lt;br /&gt;
Der Heide-Dichter [[Hermann Löns]] setzte unter seine Unterschrift ab 1905 häufig das Zeichen der Wolfsangel. Aus diesem Grunde verwendet der &amp;#039;&amp;#039;Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; (kurz: Löns-Verband) sie in seinem Logo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1991 bis 2004 war ein ähnliches Symbol das [[Parteiabzeichen|Abzeichen]] der Sozial-Nationalen Partei der Ukraine (SNPU, seit 2004: [[Allukrainische Vereinigung „Swoboda“]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich Heyden |url=https://www.heise.de/tp/features/Hass-auf-Moskauer-Juden-und-andere-Unreine-3362837.html |titel=Hass auf Moskauer, Juden und „andere Unreine“ |hrsg=Telepolis |datum=2013-12-04 |abruf=2013-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Symbol führt auch die im April/Mai 2014 gegründete, zeitweise als rechtsextrem geltende, ukrainische [[Paramilitär|Miliz]] [[Regiment Asow]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/eine-truppe-ist-stolz-auf-ihren-braunen-ruf--92011493.html |titel=Bataillon Asow – Eine Truppe ist stolz auf ihren braunen Ruf |hrsg=Badische Zeitung |datum=2014-09-30 |abruf=2014-12-08 |kommentar=Das AFP-Foto am Artikelanfang zeigt einen Milizionär mit einem Emblem mit der hier beschriebenen Symbolik, in gegenüber der hiesigen Abbildung leicht abweichender Farbgebung}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Sicht ukrainischer Nationalisten zeigt die Wolfsangel die Buchstaben „I“ und „N“, welche für „Idee der Nation“ ({{lang|uk|Ідея Нації}}) stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://old.minjust.gov.ua/28447 |text=Archivierte Kopie |wayback=20161013050831 |archiv-bot=2024-06-17 10:36:57 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:WehrwolfBuchcover1939.jpg|Buchdeckel des Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Der Wehrwolf]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Hermann Löns]]&lt;br /&gt;
Datei:Hermann Löns Grab.JPG|Grabstein von Hermann Löns mit Darstellung der Wolfsangel&lt;br /&gt;
Datei:SS-Panzer-Division symbol.svg|Wappen der [[SS-Verfügungsdivision|2. SS-Panzer-Division „Das Reich“]]&lt;br /&gt;
Datei:IN (white background).svg|Abzeichen der ukrainischen [[Allukrainische Vereinigung „Swoboda“|SNPU]] 1991–2004&lt;br /&gt;
Datei:Emblem of the Azov Battalion.svg|Abzeichen der ukrainischen Miliz [[Regiment Asow]] (bis zum 11. August 2015)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung des Symbols durch Nationalisten und Rechtsextremisten ===&lt;br /&gt;
Die Wolfsangel wird von Rechtsextremisten und Nationalisten in aller Welt benutzt, beispielsweise als Symbol der Wehrhaftigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ngn&amp;quot; /&amp;gt; So verwendete die 1921 gegründete nationalistische deutsche Jugendorganisation &amp;#039;&amp;#039;Jungnationaler Bund&amp;#039;&amp;#039; das Symbol mit ausdrücklichem Bezug auf den Löns-Roman „[[Der Wehrwolf]]“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rüdiger Ahrens]]: &amp;#039;&amp;#039;Bündische Jugend. Eine neue Geschichte 1918–1933.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2015, S. 87f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in den 1930er Jahren trug die von [[Hermann Bickler]] gegründete elsässisch-autonomistische [[Jungmannschaft]] zu brauner Uniform eine Armbinde mit der Wolfsangel.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Ch. Bankwitz: &amp;#039;&amp;#039;Alsatian autonomist leaders 1919–1947.&amp;#039;&amp;#039; The Regents Press of Kansas, Lawrence KS 1978, ISBN 0-7006-0160-0, S.&amp;amp;nbsp;53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendet wurde die Wolfsangel zudem von der 34.&amp;amp;nbsp;SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „[[Landstorm Nederland]]“, der 2.&amp;amp;nbsp;SS-Panzerdivision „[[SS-Verfügungsdivision|Das Reich]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;paeffgen&amp;quot; /&amp;gt; und von der [[19. Infanterie-Division (Wehrmacht)|19. Infanteriedivision]] der Wehrmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto von Knobelsdorff |Titel=Geschichte der niedersächsischen 19. Panzer-Division 1939–1945. |Verlag=Podzun-Pallas Verlag |Datum=1958}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die 1982 als verfassungsfeindlich verbotene Junge Front (Jugendorganisation der [[Volkssozialistische Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit|Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit]]) benutzte die Wolfsangel als Erkennungszeichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfassungsschutz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfsgrube]]&lt;br /&gt;
* [[Wolfsgitter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Lindner (Jagdwissenschaftler)|Kurt Lindner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Systematik der Wolfs- und Fuchsangeln&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Institutionen för Allmän och Jämförande Etnografi vid Uppsala Universitet. Occasional Papers.&amp;#039;&amp;#039; 3, {{ZDB|197246-7}}). Institutionen för Allmän och Jämförande Etnografi vid Uppsala Universitet, Uppsala 1975.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Große Löscher&lt;br /&gt;
   |Titel=Musterbuchvorlage und Ausführung bei Hirschfängerklingen. Eine vergleichende Untersuchung an zwei Beispielen mit einem Exkurs zur Wolfsangel.&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Waffen- und Kostümkunde]]&lt;br /&gt;
   |Band=43&lt;br /&gt;
   |Nummer=Heft 2&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |Seiten=167–188}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Klaus Sippel, Ulrich Stiehl&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Hessen-Forst]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Vogelherde, Wolfsgruben und andere jagdliche Anlagen&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Bodendenkmale und Zeugnisse der Kulturgeschichte im Wald&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Archäologie im Wald&lt;br /&gt;
   |Ort=Kassel&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |Seiten=43–45&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.landesarchaeologien.de/fileadmin/mediamanager/004-Kommissionen/Land-und-Forstwirtschaft/Forsten/UEbersichtswerke_Forsten/BroschuereHESSENFORSTArchaeologieimWald__2005_.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=2900}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Heraldik-Wiki|Wolfsangel (Heraldik)|Wolfsangel}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.thomas-scharnowski.de/wappen/WappenFellbach.htm |text=Wolfsangel oder Wolfsanker: Fellbachs Stadtwappen ist falsch – 25 Jahre „unter falscher Flagge“ – Heraldisch zwar einwandfrei, aber die Bezeichnung stimmt nicht |wayback=20180504021539}} In: &amp;#039;&amp;#039;thomas-scharnowski.de.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Bernhard Peter: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/wolfsangel.htm &amp;#039;&amp;#039;Besondere Motive: Die Wolfsangel.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt-der-wappen.de.&amp;#039;&amp;#039; Informationen zur heraldischen Verwendung des Symbols&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fanggerät (Jagd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wappenfigur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Symbol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsextremismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolf in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermann Löns]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;16Exul82</name></author>
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