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	<title>Wolfram von Hanstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:33:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolfram_von_Hanstein&amp;diff=512830&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Seiten)</title>
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		<updated>2026-03-01T18:45:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Seiten)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolfram von Hanstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Februar]] [[1899]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]; † [[12. Juni]] [[1965]] in [[Ost-Berlin]], vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Wolfram Günther Alfred Maximilian Paul von Hanstein&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Verleger]], [[Schriftsteller]] und [[Spionage|Geheimagent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Wolfram von Hanstein war der Sohn des [[Dichter]]s, Schriftstellers und [[Privatdozent]]en [[Adalbert von Hanstein]] (1861–1904) und der &amp;#039;&amp;#039;Wanda Hagen&amp;#039;&amp;#039; (1869–1945). Als deren drittes Kind wuchs er in einem gutbürgerlichen Haus auf. Nach dem Besuch der [[Kadettenanstalt]] legte er das Fähnrichsexamen ab und wurde 1918 zum [[Leutnant]] befördert. Er nahm 1920 am [[Kapp-Putsch]] teil und war im [[Freiwilligen-Regiment Reinhard|Freikorps Reinhard]] aktiv. Von 1921 bis 1925 studierte er Jura und erlernte parallel dazu den Beruf eines [[Verlagskaufmann]]s. 1925 übernahm er in Leipzig den Voco-Verlag, den er einige Jahre später nach Berlin verlegte. Hanstein schrieb unter seinem Namen und mehreren Pseudonymen (Berg Berger, Hellan, Hell, Jung) Märchenbücher, Krimis und historische Romane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1922 bis 1931 wurde er wegen Steuerhinterziehung und anderer finanzieller Delikte verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1933 gab Hanstein eine Textsammlung verschiedener Autoren &amp;#039;&amp;#039;Wider den Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; heraus, wofür er einige Wochen in Haft verbringen musste. 1935 wurde er wegen seiner Vorstrafen vorläufig aus der [[Reichsschrifttumskammer]] ausgeschlossen, konnte jedoch weiter publizieren. Sein Buch „&amp;#039;&amp;#039;Der vom Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;“ wurde 1940 sogar als Buchausgabe des Braunen Buch-Rings im nationalsozialistischen &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte-Verlag&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben. Wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ erfolgte 1941 sein endgültiger Ausschluss aus der Reichsschrifttumskammer. Dennoch konnte er als Drehbuchautor und Regisseur für Lehr- und Industriefilme arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 siedelte er nach [[Tharandt]] bei Dresden über und schloss dort seine fünfte Ehe. Als die sowjetischen Truppen heranrückten, geleitete Hanstein sie durch die Minenfelder. So trug er zur Vermeidung blutiger Kampfhandlungen bei und empfahl sich damit den neuen Machthabern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanstein wurde zum Mitbegründer der sächsischen [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]] und des [[Kulturbund der DDR|Kulturbundes]]. 1947 trat er in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ein. Der Voco-Verlag, den er nach Dresden verlegt hatte, war zu dem Zeitpunkt der einzige Privatverlag in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]], dessen Auflagenziffern mit denen der [[SED]]- und [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMA]]-Verlage konkurrieren konnten. „&amp;#039;&amp;#039;Der vom Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;“ war der erste reine Unterhaltungsroman, der – trotz Rohstoffknappheit und scharfer Zensur – in der sowjetischen Besatzungszone erscheinen durfte. Hanstein besaß sehr gute Beziehungen zur sowjetischen Besatzungsmacht. Seit er den sowjetischen Sicherheitsorganen Listen mit den Namen von Nationalsozialisten übergeben hatte, wurde er vom MGB (sowjetisches [[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)|Ministerium für Staatssicherheit]]) als „geheimer Mitarbeiter“ geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer häufiger führten ihn Reisen in die westlichen Besatzungszonen, wo er Kontakte zu SPD-Politikern suchte. Nachweislich war er dabei nachrichtendienstlich tätig. Allmählich jedoch verdächtigte ihn der sowjetische Geheimdienst des „doppelten Spiels“. Ob er wirklich ein [[Doppelagent]] war oder nur „vertrauensbildend aktiv“ wurde, ist nicht erwiesen. Jedenfalls wurde Hanstein 1951 vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und der [[Spionage]] für westdeutsche, französische und amerikanische Dienste bezichtigt. 1952 wurde er [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]. Eine Begnadigung wurde abgelehnt. Aus politischen Erwägungen wurde das Urteil jedoch in eine langjährige Haftstrafe umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zusammenhang mit [[Konrad Adenauer|Adenauers]] Besuch in Moskau wurde Hanstein im Oktober 1955 als amnestierter „verurteilter Kriegsverbrecher“ in die [[DDR]] repatriiert und stieg sofort wieder ins Agentengeschäft ein, diesmal für das [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]]. Ein Jahr später siedelte die Familie im Auftrag des [[Hauptverwaltung A|HVA]]-Referatsleiters [[Max Heim]] in die Bundesrepublik über. Dort erhielt er Entschädigungen für seine Gestapohaft, für die sowjetische Haft und einen Aufbaukredit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standbein und Tarngeschäft wurde ihm der in Köln wiedererstandene &amp;#039;&amp;#039;Voco-Verlag&amp;#039;&amp;#039;. Trotz der Warnungen des [[Bundesnachrichtendienst|BND]] gelang es ihm, Kontakte zu westdeutschen Politikern verschiedener Parteien zu knüpfen und Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft [[nachrichtendienst]]lich „abzuschöpfen“. Er lieferte umfangreiche Informationen über die [[Deutsche Liga für Menschenrechte]], die [[Vereinigung der Opfer des Stalinismus]], das [[Kuratorium Unteilbares Deutschland]], das [[Forschungsinstitut für Fragen der Menschenrechte]] und das [[Komitee Rettet die Freiheit]]. In allen Organisationen war er aktives Mitglied, in der Liga für Menschenrechte sogar stellvertretender Generalsekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Mai 1959 floh der HVA-Referatsleiter [[Max Heim]] in die Bundesrepublik. Zwei Tage später wurde Hanstein festgenommen und etwa ein Jahr später „wegen [[Landesverrat|landesverräterischer]] Beziehungen in Tateinheit mit landesverräterischer Konspiration, staatsgefährdendem Nachrichtendienst und mit politischer Verdächtigung im besonders schwerem Fall“ zu sechs Jahren [[Zuchthaus]] und [[Ehrverlust|Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte]] für fünf Jahre verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1964 wurde der Strafvollzug wegen einer schweren Erkrankung unterbrochen. Als Hanstein drei Monate später zu einer amtsärztlichen Untersuchung vorgeladen wurde, hatte er sich längst in die DDR abgesetzt. Noch bis in die 1970er Jahre war er zwecks Vollstreckung der Reststrafe von 534 Tagen zur Fahndung ausgeschrieben. Er war allerdings am 12. Juni 1965 verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gott der Sonne und der Morgenröte.&amp;#039;&amp;#039; 1919&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis von Pontiana. Roman aus Borneo.&amp;#039;&amp;#039; 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der tote Mörder&amp;#039;&amp;#039; Kriminalroman, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Bibo gestohlen?&amp;#039;&amp;#039; Kriminalroman, 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es will dunkel werden&amp;#039;&amp;#039;. Roman, Voco-Verlag 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geträumtes Leben&amp;#039;&amp;#039;. Roman, Berlin: Voco-Verlag, 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der vom Gutenberg&amp;#039;&amp;#039;. Die große Liebe im 15. Jahrhundert. Roman, Berlin : Voco Verl., 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Berthold&amp;#039;&amp;#039;. Ein Erfinderschicksal, Berlin : Voco-Verl., 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Luther bis Hitler&amp;#039;&amp;#039;. Ein wichtiger Abriss deutscher Geschichte, Dresden: Voco-Verl., 1947 (Republikanische Bibliothek, 2).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland oder deutsche Länder?&amp;#039;&amp;#039; Eine geschichtl. Betrachtung, o.&amp;amp;nbsp;O.: Voco-Verlag, 1947 (Republikanische Bibliothek, 3).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ole Bergmann Bull, der große Geiger des Nordens.&amp;#039;&amp;#039; Roman, 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Andreas Hilger]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Spion, der sich liebte : Wolfram von Hanstein&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Sowjetische Militärtribunale&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Böhlau Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Köln/Weimar/Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-412-06801-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=397–415}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels]]&amp;#039;&amp;#039;. Adelige Häuser B Band XV, S. 209, Band 83 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1984, {{ISSN|0435-2408}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132725231}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132725231|VIAF=52857204}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hanstein, Wolfram von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Hanstein|Wolfram]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für das Ministerium für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Kapp-Putsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Liga für Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hanstein, Wolfram von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hanstein, Wolfram Günther Alfred Maximilian Paul von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Geheimagent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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