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	<title>Wolfgang Kullmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolfgang_Kullmann&amp;diff=1089570&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nightdiver: Literaturangaben ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-01T06:29:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangaben ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Kullmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Oktober]] [[1927]] in [[Berlin-Spandau]]; † [[4. April]] [[2022]] in [[Freiburg im Breisgau]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bztrauer.de/traueranzeige/wolfgang-kullmann-prof-dr/59707229 Traueranzeige] in der Badischen Zeitung, 9. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]], der als Professor an den Universitäten zu Marburg (1964–1975) und Freiburg (1975–1996) wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Abitur 1946 begann Wolfgang Kullmann ein Studium der Fächer [[Griechische Sprache|Griechisch]], [[Latein]], [[Philosophie]] und [[Ägyptologie]] an der [[Humboldt-Universität Berlin|Berliner Humboldt-Universität]], das er 1951 mit dem ersten [[Staatsexamen]] abschloss. Von 1951 bis 1958 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem von [[Georg Picht]] begründeten [[Platon-Archiv]]. 1952 wurde er an der [[Eberhard-Karls-Universität Tübingen|Universität Tübingen]] bei [[Wolfgang Schadewaldt]] mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Das Wirken der Götter in der Ilias&amp;#039;&amp;#039; promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 folgte seine [[Habilitation]] an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Quellen der Ilias&amp;#039;&amp;#039;. Darin vertrat er die These, dass nicht diffuses Sagengut hinter der [[Ilias]] steht, sondern poetisch fassbare Quellen, gleich ob schriftlich oder mündlich überliefert. Erschlossen werden diese Quellen mit Andeutungen auf Vorausgesetztes und durch die sekundäre Verwendung von Motiven in der Ilias. Außerdem bezog er in die Quellenanalyse die spätantiken Inhaltsangaben über den sogenannten „[[Epischer Zyklus|Epischen Zyklus]]“, die epischen Geschichten, die Ereignisse vor und nach der Ilias zum Inhalt haben, mit ein. Mit seiner Habilitationsschrift stellte er die [[Homer]]-Forschung auf eine neue Grundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Forschungsschwerpunkt stellte für Kullmann der Philosoph [[Aristoteles]] dar. Vor allem dessen Wissenschaftstheorie und naturwissenschaftlichen Vorstellungen interessierten ihn. Er untersuchte 1974 in seinem Werk „Wissenschaft und Methode“&amp;lt;ref&amp;gt;Der Titel ist abgewandelt nach dem Buch „[[Wahrheit und Methode]]“ von [[Hans-Georg Gadamer]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und später 1998 im Band „Aristoteles und die moderne Wissenschaft“ die Kategorien des wissenschaftlichen Denkens, den Geltungsbereich von [[Teleologie]], [[Wissenschaft]] und [[Ethik]], [[Theorie]] und [[Empirie]] und schließlich die Aktualität der aristotelischen [[Biologie]]. Kullmann behauptete in seinem Buch „Aristoteles und die moderne Wissenschaft“, das wissenschaftliche Niveau des Aristoteles sei trotz des immensen Abstandes im Detailwissen erst mit der modernen [[Molekularbiologie]] wieder erreicht worden. In seiner 2007 erschienenen Schrift „Über die Teile des Lebewesens“ in der deutschen [[Aristoteles, Werke in deutscher Übersetzung|Aristoteles-Ausgabe]] wurden erstmals die einzelnen Angaben des Aristoteles über Haare, Wimpern, Brauen, Zähne, Mund, Eingeweide, Harnblase und anderer Organe anhand der Ergebnisse der modernen Biologie überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Beobachtungen des Aristoteles erstaunlich genau sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 erhielt er einen Ruf als ordentlicher Professor an die [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]], 1975 wechselte er nach Freiburg, wo er von 1977 bis 1978 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Philosophischen [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] II war. 1996 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf seiner Lehrtätigkeit betreute Kullmann 40 Dissertationen, darunter die von [[Antonios Rengakos]], [[Georg Wöhrle]], [[Hans-Christian Günther]], [[Knut Usener]], [[Jochen Althoff]], [[Elisabeth Stein]], [[Michael Reichel]], [[Sabine Föllinger]] und [[Markus Asper]]. Er wurde mit der Ehrendoktorwürde der Universitäten [[Universität Trier|Trier]] (2000) und [[Aristoteles-Universität Thessaloniki|Thessaloniki]] ausgezeichnet. Er war Herausgeber der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Antike&amp;#039;&amp;#039; und langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums der &amp;#039;&amp;#039;Karl und Gertrud Abel-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Todesanzeige der Karl und Gertrud Abel-Stiftung in der &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 16. April 2022, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Kullmann war seit 1959 verheiratet und hatte zwei Kinder. Er lebte zuletzt im [[Schwarzwald]] und verstarb am 4. April 2022 in Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Kullmanns Forschungsschwerpunkte waren das frühgriechische Epos, die griechische Tragödie, Mündlichkeit und Schriftlichkeit antiker griechischer Literatur, die Philosophie des [[Aristoteles]] und ihre Rezeption in der Neuzeit sowie die Geschichte der antiken Wissenschaft und ihrer Fortwirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wirken der Götter in der Ilias. Untersuchungen zur Frage der Entstehung des homerischen „Götterapparats“&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Quellen der Ilias&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Methode. Interpretationen zur aristotelischen Theorie der Naturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 1974, ISBN 3-11-004481-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homerische Motive,&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1992, herausgegeben von Roland J. Müller (Aufsatzsammlung zum 65. Geburtstag), ISBN 3-515-06206-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aristoteles und die moderne Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 1998, ISBN  	3-515-06620-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Realität, Imagination und Theorie. Kleine Schriften zu Epos und Tragödie in der Antike&amp;#039;&amp;#039;.  Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08184-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Inge Auerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: &amp;#039;&amp;#039;1910 bis 1971&amp;#039;&amp;#039;. Elwert Verlag, Marburg 1979, ISBN 3-7708-0662-X, S. 533–534.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Döring]], [[Georg Wöhrle]], [[Joachim Latacz]], [[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festgabe für Wolfgang Kullmann zum 60. Geburtstag,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Würzburger Jahrbücher]]&amp;#039;&amp;#039;, NF Bd. 13, 1987.&lt;br /&gt;
* Hans-Christian Günther, Antonios Rengakos (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur antiken Philosophie. Festschrift für Wolfgang Kullmann zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 1997 (mit Schriftenverzeichnis), ISBN 3-515-06987-9.&lt;br /&gt;
* Michael Reichel, Antonios Rengakos (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Epea pteroenta. Beiträge zur Homerforschung. Festschrift für Wolfgang Kullmann zum 75. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-07980-7.&lt;br /&gt;
* [[Georg Wöhrle]]: &amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Kullmann †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gnomon&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 94 (2022), Heft 7, S. 669–672.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119539500}}&lt;br /&gt;
* [https://www.altphil.uni-freiburg.de/dozenten/dozentenseiten/kullmann.html Wolfgang Kullmann an der Universität Freiburg]&lt;br /&gt;
* Sabine Föllinger: [https://ganph.de/Nachruf_Kullmann.pdf Nachruf] auf der Website der [[Gesellschaft für antike Philosophie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in Marburg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in Freiburg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119539500|LCCN=n87142577|VIAF=34478294}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kullmann, Wolfgang}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gräzist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Trier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Aristoteles-Universität Thessaloniki]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2022]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kullmann, Wolfgang&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Oktober 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Spandau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. April 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
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