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	<title>Wolf Martin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:09:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolf_Martin&amp;diff=1292254&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-16T11:05:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolf Martin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1948]]; † [[12. April]] [[2012]] in [[Wien]]; eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Martinek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[österreich]]ischer [[Autor]]. Er verfasste von 1989 bis kurz vor seinem Tod täglich das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;In den Wind gereimt&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Kronen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Martinek studierte zunächst Geschichte und Kunst in Wien, brach jedoch sein Studium bald ab und arbeitete nach Aufenthalten in [[psychiatrisch]]en [[Klinik]]en als [[Beamter (Österreich)|Beamter]] im Außendienst der Österreichischen Glücksspiel-Monopolverwaltung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;falter&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Des Volkes Verswolf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Falter (Wochenzeitung)|Falter]].&amp;#039;&amp;#039; 28. November 2001, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Eigenangaben begann er bei der katholischen [[Mittelschüler-Kartell-Verband|MKV]]-Verbindung „Kreuzenstein“. Nach einem kurzen Liebäugeln mit dem Marxismus fand er sein Heil vorübergehend in Wallfahrten nach [[Lourdes]] und [[Fátima]]. Daneben begann er, sich literarisch zu betätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.sozialismus.net/zeitung/mr08/wolf-martin.html | wayback=20081014100130 | text=Wolf Martin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er Jahre schloss sich Martin der gerade gegründeten Homosexuellen-Initiative [[HOSI]] in Wien an, um gegen die Diskriminierung von [[Homosexualität|Homosexuellen]] vorzugehen. In der HOSI-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Lambda-Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte er erstmals unter seinem Pseudonym „Wolf Martin“. Er schrieb dort Aufsätze unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Sternbilder&amp;#039;&amp;#039;, in denen er laut Falter „seine schwulen Streifzüge und Exzesse“ verarbeitete und beschrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;falter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1980er Jahre veröffentlichte Martinek erstmals im linksliberalen Debattenblatt &amp;#039;&amp;#039;[[FORVM]]&amp;#039;&amp;#039; ein [[Minidrama|Dramolett]], in dem er gegen [[Hans Dichand]] und [[Kurt Waldheim]] spottete. Fortan machte sich Martin als provokanter Autor gegen [[Xenophobie]], aber auch gegen die [[Kirche (Organisation)|Kirche]] und die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] einen Namen. So ließ er in einem Dramolett [[Adolf Hitler]] in Anspielung auf [[Jörg Haider]] ausrufen: „Meine Hoffnung ist der Jörg!“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;profil95&amp;quot; /&amp;gt; In einem Gedicht legte er dem Wiener Weihbischof [[Kurt Krenn]] in Anspielung auf dessen Körpergewicht folgende Worte in den Mund: „Den Sünden all ich widersteh, / indem ich in die Breite geh. / Ihr Christenmenschen, tut mir’s gleich, / dann kommt ihr in das Himmelreich.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;profil95&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Martineks eigenen Angaben wurde der Krone-Herausgeber Hans Dichand über einen Text im &amp;#039;&amp;#039;FORVM&amp;#039;&amp;#039; auf den Autor aufmerksam und holte ihn 1989 als freien Mitarbeiter zur Krone, wo er am 1. April sein erstes Gedicht schreibt. Seither agierte Martinek in der Krone als regelmäßiger freier Autor: Er verfasste jeden Tag ein mehrzeiliges Gedicht unter der Rubrik &amp;#039;&amp;#039;In den Wind gereimt&amp;#039;&amp;#039;, nahm aber an keinerlei redaktionsinternen Terminen teil, sondern lieferte lediglich die Texte zu.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Kritiker der Elche.&amp;#039;&amp;#039; Interview mit dem Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Format (Zeitschrift)|Format]].&amp;#039;&amp;#039; 26. November 2001, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 schickte ihn die Glücksspiel-Monopolverwaltung krankheitshalber in Frühpension.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martinek griff im Jahr 1995 in zwei Krone-Gedichten massiv homosexuelle Menschen an. Am 28. Juli bezog er gegen „schwule linke Kirchenfresser“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kronen Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 28. Juli 1995, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stellung, am 10. September ortete er einen „Feldzug“ der „Linkslinken“ für „Landesverräter, Blasphemisten, für Kreuz-Entferner in den Schulen“ sowie „für Gruppen von verrückten Schwulen“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kronen Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 10. September 1995, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde er von einigen Mitgliedern der HOSI als ehemaliger Hosi-Aktivist geoutet. Das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Profil (Zeitschrift)|Profil]]&amp;#039;&amp;#039; warf ihm daraufhin in einem Interview „[[Schwul]]enhetze“ vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;profil95&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auf den Unterleib gebracht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Profil.&amp;#039;&amp;#039; 25. September 1995, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Martin dementierte das. Er habe niemals Schwule pauschal angegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur seine Angriffe gegen Homosexuelle sorgten für Kritik an seiner Person. Für Aufsehen sorgten auch Gedichte, in denen er einzelne Künstler oder Personen öffentlichen Lebens frontal angriff: eine Polemik gegen [[Rudolf Scholten]] wurde etwa von &amp;#039;&amp;#039;Profil&amp;#039;&amp;#039; als [[Judenfeindlichkeit|antisemitisch]] beurteilt, in einem anderen Gedicht warf er [[Claus Peymann]], [[Elfriede Jelinek]] und [[Peter Turrini]] vor, die Bühnenbretter des [[Burgtheater]]s mit „penetrantem Dreck“ zu besudeln. Kritisiert wurden auch seine Gedichte, in denen er die Migration als „sanften [[Holocaust]]“ bezeichnete, vor der „Vermischung“ der Völker warnte, Obdachlose als „lästig wie die Läus&amp;#039; und Wanzen“ bezeichnete oder – ganz im Gegensatz zu seinen Texten im &amp;#039;&amp;#039;FORVM&amp;#039;&amp;#039; – gegen Ausländer Stimmung machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;falter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche pauschalverurteilende Texte brachten ihm zahlreiche Verurteilungen durch den [[Österreichischer Presserat|Österreichischen Presserat]] ein. Für besondere Diskussionen sorgten seine Gedichte an den Geburtstagen Adolf Hitlers, am 20. April 1994 und 2001. So schrieb er 1994, er feiere, „wenn man mich lässt, heut jenes Adolfs Wiegenfest, der einst in unserm schönen Land an allererster Stelle stand“,&amp;lt;ref&amp;gt;https://pontisblog.wordpress.com/2008/04/22/kronenzeitung/&amp;lt;/ref&amp;gt; womit er den ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten [[Adolf Schärf]] gemeint haben will, der am selben Tag Geburtstag hat. (Auch der [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] Liedermacher [[Frank Rennicke]] verwendet in einem seiner Songs, teilweise wörtlich identisch, dasselbe Thema.) 2001 begann er das Gedicht mit „Fürwahr, ein großer Tag ist heut, ich hab mich lang auf ihn gefreut“ und beendete es mit den Worten „Ihm sei’s zur Ehre, uns zum Heil!“. Diesmal will er sich auf die zweite Staffel der ORF-Reality-Soap &amp;#039;&amp;#039;[[Taxi Orange]]&amp;#039;&amp;#039; bezogen wissen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kronen Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 20. April 1994 und 20. April 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. März 2012 wurde bekannt, dass Wolf Martin aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit für die Kronen-Zeitung beendet. Am 31. März, nach exakt 23 Jahren bei der Krone, wurde sein letztes „In den Wind gereimt“-Gedicht in der Krone veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.krone.at/Oesterreich/Wolf_Martin_nimmt_Abschied_mit_einem_allerletzten_Gedicht-In_den_Wind_gereimt-Story-316709 |titel=&amp;quot;In den Wind gereimt&amp;quot; - &amp;quot;Krone&amp;quot;-Poet Wolf Martin (64) in Wien gestorben |werk=krone.at |datum=2012-03-30 |abruf=2024-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Martin verstarb am 12. April 2012 in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1334132565585/1948---2012-Krone-Dichter-Wolf-Martin-verstorben &amp;#039;&amp;#039;Krone-Dichter Wolf Martin verstorben&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[derStandard.at]].&amp;#039;&amp;#039; 13. April 2012. Abgerufen am 13. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde am [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verstorbenensuche&amp;quot;&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Wolfgang Martinek |Friedhof=Wiener Zentralfriedhof |Jahr=2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1028671857}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2011/06/A-Wolf Porträt] in der [[Die Zeit|ZEIT]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1028671857|VIAF=289046630}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Martin, Wolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kronen Zeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martin, Wolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Martinek, Wolfgang (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. April 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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