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	<title>Wolf Leslau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolf_Leslau&amp;diff=1347829&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-28T22:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wolf leslau.gif|mini|hochkant|Wolf Leslau, 2004]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolf Leslau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. November]] [[1906]] in [[Krzepice]], [[Russisch-Polen]]; † [[18. November]] [[2006]] in [[Fullerton (Kalifornien)|Fullerton]], Kalifornien) war ein amerikanischer [[Linguist]], [[Semitist]] und [[Äthiopist]]. Er war Professor für nahöstliche Sprachen an der [[University of California, Los Angeles]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Geboren in damals [[Russisches Kaiserreich|russisch]] beherrschten Teil Polens, wuchs Leslau in einer sehr armen, jüdischen Familie auf und verlor früh seine Eltern. Als Jugendlicher engagierte er sich im sozialistisch-zionistischen [[Hashomer Hatzair]] und plante, nach Palästina auszuwandern, wo ihm die Einreise jedoch wegen des Verdachts einer [[Tuberkulose]]infektion verweigert wurde. Nach Abschluss des jüdischen Gymnasiums in [[Częstochowa]] (Tschenstochau)&amp;lt;ref name=&amp;quot;UCLAmemoriam&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herbert Davidson |url=http://senate.universityofcalifornia.edu/inmemoriam/wolfleslau.html |titel=Wolf Leslau |werk=senate.universityofcalifornia.edu |abruf=2015-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verweigerte er im inzwischen unabhängigen Polen den Wehrdienst (weshalb ihm die polnische Staatsbürgerschaft aberkannt wurde) und ging 1926 nach Wien. Dort studierte er am [[Hebräisches Pädagogium|Hebräischen Pädagogium]] sowie der [[Universität Wien]] [[Semitistik]] und [[Altorientalistik]] (namentlich bei [[Viktor Christian]]), insbesondere Akkadisch, Arabisch sowie [[Altsüdarabische Sprachen]]. In Wien lernte er Charlotte Halpern kennen, die französische Literatur studierte und die er später heiratete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UCLAmemoriam&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maas&amp;quot;&amp;gt;Utz Maas: [https://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/module-styles/l/313-leslau-wolf Leslau, Wolf], In: &amp;#039;&amp;#039;Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher, 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Halpern zog Leslau 1931 nach Paris, um sein Studium bei [[Marcel Cohen (Linguist)|Marcel Cohen]], einem Experten für äthiopische und südarabische Sprachen, an der [[École pratique des hautes études]] (EPHE) fortzusetzen. Er machte an der [[École nationale des langues orientales vivantes]] (Langues O&amp;#039;) Diplome in Hocharabisch und Amharisch und erlangte 1934 eine &amp;#039;&amp;#039;[[Licence]]-ès-lettres&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität von Paris]] (Sorbonne). Ein anschließendes Forschungsstudium an der EPHE schloss er 1935/36 mit einer Dissertation über das [[Soqotri]] (die südarabische Sprache der Insel [[Sokotra]]) ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maxime Rodinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Wolf Leslau et la France.&amp;#039;&amp;#039; In: Stanislav Segert, András J. E. Bodrogligeti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ethiopian Studies. Dedicated to Wolf Leslau on the Occasion of His Seventy-fifth Birthday, November 14th, 1981.&amp;#039;&amp;#039; O. Harrassowitz, Wiesbaden 1983, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Bemühungen um eine Einbürgerung gescheitert waren, wurde er bei Kriegsausbruch im Oktober 1939 als „unerwünschter Ausländer“ [[Internierung|interniert]], zunächst im Lager von [[Vernet]] in den Pyrenäen, dann im [[Camp des Milles]] in der Provence. Auch während der Internierung setzte er seine wissenschaftliche Arbeit fort und stellte 1941 eine Monographie über das [[Tigrinya (Sprache)|Tigrinya]] fertig. Bevor die deutsche Besatzungsmacht das Lager von Les Milles übernahm, gelang ihm die Flucht. Durch Bemühungen seines Lehrers Marcel Cohen bekamen Leslau, seine Frau und ihre neugeborene Tochter im Mai 1942 ein Visum, das ihnen die Emigration in die [[USA|Vereinigten Staaten]] erlaubte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In New York lehrte er an französischsprachigen Exilhochschulen, der [[New School for Social Research]] sowie am [[Asia Institute]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maas&amp;quot; /&amp;gt; Nach Ende des Zweiten Weltkriegs unternahm er 1946 mit einem [[Guggenheim-Stipendium]] eine erste Forschungsreise nach [[Äthiopien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fikre Tolossa: &amp;#039;&amp;#039;Wolf Leslau (1906–2006).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Ethiopian Studies&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Nr. 1 (2007), S. 121–123, hier S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von da an kehrte er bis 1976 im ungefähr zweijährlichen Rhythmus zu jeweils mehrmonatigen Feldforschungen dorthin zurück. Leslau spezialisierte sich auf die Erforschung der semitischen Sprachen Äthiopiens und veröffentlichte unzählige Arbeiten zu fast allen [[Äthiosemitische Sprachen|äthiosemitischen Sprachen]]. 1951 wurde er zum Professor für Semitistik an der [[Brandeis University]] in [[Waltham (Massachusetts)]] ernannt und 1952 in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt. Er zog trotz der Bitten Marcel Cohens nicht nach Paris zurück, habilitierte sich aber 1953 an der [[Universität von Paris|Sorbonne]] mit zwei Schriften – einer beschreibenden und vergleichenden Studie der südäthiopischen [[Gafat]]-Sprache sowie einer ethnologischen Arbeit über Bräuche und Glauben der [[äthiopische Juden|äthiopischen Juden]] – zum &amp;#039;&amp;#039;Doctorat-ès-Lettres&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leslau wurde 1955 auf die Professur für Hebräisch und Semitische Sprachwissenschaft an der [[University of California, Los Angeles]] (UCLA) berufen. Dort baute er ab 1959 die Abteilung für nahöstliche und afrikanische Sprachen auf (später Abteilung für nahöstliche Sprachen und Kulturen), die er bis 1965 leitete. 1976 trat er in den Ruhestand. Bis zu seinem Tod im Alter von 100 Jahren war er Emeritus an dieser Universität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UCLAmemoriam&amp;quot; /&amp;gt; 1995 erhielt er die [[Lidzbarski-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Utz Maas]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933–1945&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Online=http://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/l/313-leslau-wolf/&lt;br /&gt;
   |Abruf=2018-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Herbert Davidson |url=http://senate.universityofcalifornia.edu/inmemoriam/wolfleslau.html |titel=Wolf Leslau |werk=senate.universityofcalifornia.edu |abruf=2015-12-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11872777X|LCCN=n50050433|NDL=00514574|VIAF=108580550}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leslau, Wolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semitist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äthiopist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hebraist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Los Angeles)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Brandeis University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leslau, Wolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-US-amerikanischer Sprachwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. November 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krzepice]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. November 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fullerton (Kalifornien)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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