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	<title>Woldemar Bargiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Woldemar_Bargiel&amp;diff=318134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ben Nevis: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2026-04-25T21:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Woldemar Bargiel als Berliner Professor im Jahr 1885.jpg|mini|Woldemar Bargiel als Berliner Professor (nicht vor 1890)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Woldemar Bargiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Oktober]] [[1828]] in [[Berlin]]; † [[23. Februar]] [[1897]] in Berlin) war ein deutscher [[Komponist]] und [[Musikpädagogik|Musikpädagoge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Woldemar Bargiel war Sohn des Lehrers für Gesang und Klavier [[Adolph Bargiel]] (1783–1841) und dessen Frau [[Mariane Bargiel|Mariane, geb. Tromlitz]], (1797–1872). Die Mutter war Pianistin und Sängerin. Ihr Großvater war der Flötenvirtuose [[Johann Georg Tromlitz]]. Adolph Bargiel war Mariane Tromlitz’ zweiter Ehemann. Aus ihrer ersten Ehe mit [[Friedrich Wieck]] entstammte [[Clara Schumann]]. {{Siehe auch|Genealogie der Familie Wieck-Schumann#Familie Wieck|titel1=Genealogie der Familie Bargiel-Wieck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Woldemar Bargiel mit Ehefrau Hermine im Jahr 1881.jpg|mini|Woldemar Bargiel mit Ehefrau Hermine im Jahr 1881]]&lt;br /&gt;
Woldemar Bargiel bekam zunächst Musikunterricht in der Familie, danach beim Musiktheoretiker [[Siegfried Dehn]]. Bis zu seinem [[Stimmbruch]] sang er im [[Staats- und Domchor|Königlichen Domchor]] unter [[Eduard Grell]] und [[Felix Mendelssohn Bartholdy]]. Danach studierte er bis 1849 am [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Leipziger Konservatorium]] bei [[Moritz Hauptmann]], [[Ferdinand David]], [[Ignaz Moscheles]], [[Julius Rietz]] und [[Niels Wilhelm Gade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1850 kehrte Bargiel nach Berlin zurück, um sich als Privatlehrer zu betätigen. Hier wurde er zunächst Mitglied der [[Sing-Akademie zu Berlin]] und seit 1859 am [[Hochschule für Musik Köln|Konservatorium]] in [[Köln]]. 1864 wurde er Leiter der Musikschule der &amp;#039;&amp;#039;Maatschappij tot bevordering der Toonkunst&amp;#039;&amp;#039; in [[Rotterdam]]. Dort lernte er [[Hermine Tours]] (1845–1911) kennen, die er am 18.&amp;amp;nbsp;August 1870 ebenda heiratete&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rotterdam.voorouder.nl/familygroup.php?familyID=F276056&amp;amp;tree=voorouders Bevolkingsreconstructie Stad Rotterdam 1811–1930]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hermine Tours war die Tochter des Geigers und Organisten [[Bartholomeus Tours]] (1797–1864) und zunächst Schülerin bei Woldemar Bargiel in Rotterdam.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Möller (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit der Familie Bargiel&amp;#039;&amp;#039;, Köln: Dohr 2011 (= &amp;#039;&amp;#039;Schumann-Briefedition&amp;#039;&amp;#039;, Serie I, Band 3), S. 224f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die in Berlin wirkende Klavierlehrerin Clementine Bargiel (1871–1957), der Architekt Herman Bargiel (1881–1915) sowie die Pianistin und Violinistin Clara Schmiedel geb. Bargiel (1886–1952).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen von [[Joseph Joachim]], dem Gründer der [[Universität der Künste Berlin|Königlich Akademischen Hochschule für ausübende Tonkunst]], kehrte Bargiel 1874 nach Berlin zurück, um dort als Professor für Komposition zu unterrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Bergmannstrasse, Dreifaltigkeitsfriedhof II, Grab Woldemar Bargiel.jpg|mini|hochkant|Grab von Bargiel auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof&amp;amp;nbsp;II in Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
Bargiel blieb bis zu seinem Tod am 23. Februar 1897 an der Berliner Musikhochschule und war einer der angesehensten Kompositionslehrer seiner Zeit. Zu seinen Schülern zählten [[Waldemar von Baußnern]], [[Leo Blech]], [[Franz Bölsche]], [[Paul Juon]], [[Charles Martin Loeffler]], [[Tivadar Nachéz]], [[Peter Raabe]], [[Ernst Rudorff]], [[Camillo Schumann]], [[Alexander Alexandrowitsch Iljinski|Alexander Iljinski]], [[Carl Thiel (Kirchenmusiker)|Carl Thiel]] und [[Richard Wintzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bargiels sterbliche Überreste wurden auf dem [[Dreifaltigkeitskirchhof II|Friedhof II der Dreifaltigkeitsgemeinde]] an der Bergmannstraße 39–41 in Berlin-Kreuzberg beigesetzt. Sein Grabstein mit einem Porträtrelief von der Hand [[Ernst Herter]]s ist erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonsprache ==&lt;br /&gt;
Obwohl mit [[Robert Schumann]] verschwägert und von diesem gefördert, steht Bargiels eher klassizistisch ausgerichteter Kompositionsstil der Musik Felix Mendelssohn Bartholdys näher. Auch finden sich in seinen Werken deutliche Spuren der Rezeption [[Ludwig van Beethoven]]s. Bargiel war ein konservativer Komponist, der nicht nach neuen Wegen in der Behandlung der Harmonik suchte und auch die überkommenen Formen nicht zu sprengen trachtete. Innerhalb dieser selbstgesetzten Grenzen bewegte er sich aber mit großer Sicherheit. Seine Kompositionen zeugen von geschickter Formgebung. Ähnlich wie Beethoven legte Bargiel mehr Wert auf die Verarbeitung des thematischen Materials, als auf die Melodien selbst. Insgesamt kann Bargiel als einer der bedeutendsten akademischen Komponisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Seine Werke wurden zu seinen Lebzeiten von zahlreichen Musikerkollegen (darunter [[Johannes Brahms]] und [[Felix Draeseke]]) hoch geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Im September 2007 wurde der umfangreiche Nachlass von Woldemar Bargiel durch die [[Staatsbibliothek zu Berlin]] erworben, der sich bis dahin in Privatbesitz der Enkelin Elisabeth Schmiedel (1919–2014) befand. Der Nachlass enthält circa 1500 Briefe, „Zeugnisse, Urkunden, Reisetagebücher, Fotografien, Programmzettel, Kritiken aus Zeitungen, kompositorisches Material und vieles andere.“&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsbibliothek zu Berlin (Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv): Der Nachlass von Woldemar Bargiel, URL: https://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/musik/sammlungen/bestaende/nachlaesse/bargiel-woldemar/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Orchesterwerke ===&lt;br /&gt;
* Suite C-Dur op. 7&lt;br /&gt;
* Konzertouvertüre &amp;#039;&amp;#039;Prometheus&amp;#039;&amp;#039; op. 16&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ouvertüre zu einem Trauerspiel&amp;#039;&amp;#039; op. 18&lt;br /&gt;
* Konzertouvertüre &amp;#039;&amp;#039;Medea&amp;#039;&amp;#039; op. 22&lt;br /&gt;
* Sinfonie C-Dur op. 30&lt;br /&gt;
* Adagio für Violoncello und Orchester op. 38&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kammermusik ===&lt;br /&gt;
* Klaviertrio Nr. 1 F-Dur op. 6&lt;br /&gt;
* Violinsonate f-Moll op. 10&lt;br /&gt;
* Streichoktett c-Moll op. 15a&lt;br /&gt;
* Streichquartett Nr. 3 a-Moll op. 15b&lt;br /&gt;
* Suite für Violine und Klavier D-Dur op. 17&lt;br /&gt;
* Klaviertrio Nr. 2 Es-Dur op. 20&lt;br /&gt;
* Klaviertrio Nr. 3 B-Dur op. 37&lt;br /&gt;
* Streichquartett Nr. 4 d-Moll op. 47&lt;br /&gt;
* Streichquartette Nr. 1 und 2 (ungedruckt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klaviermusik ===&lt;br /&gt;
* Fantasie Nr. 1 h-Moll op. 5&lt;br /&gt;
* Fantasie Nr. 2 D-Dur op. 12&lt;br /&gt;
* Fantasie Nr. 3 c-Moll op. 19&lt;br /&gt;
* Suite Nr. 1 op. 21&lt;br /&gt;
* Sonate zu vier Händen op. 23&lt;br /&gt;
* Suite Nr. 2 g-Moll op. 31&lt;br /&gt;
* Sonate C-Dur op. 34&lt;br /&gt;
* mehrere kleinere Stücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chorwerke ===&lt;br /&gt;
* Psalm 13 für Chor und Orchester op. 25&lt;br /&gt;
* Psalm 23 für Frauenchor und Orchester op. 26&lt;br /&gt;
* Psalm 96 für Chor op. 33&lt;br /&gt;
* 3 Frühlingslieder für Chor op. 35&lt;br /&gt;
* 3 Frühlingslieder für Chor und Klavier op. 39&lt;br /&gt;
* Psalm 61 für Bariton, Chor und Orchester op. 43&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|46|215|216|Bargiel, Woldemar|Robert Eitner|ADB:Bargiel, Woldemar}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|589|589|Bargiel, Woldemar|Adam Adrio|116056908}}&lt;br /&gt;
* Elisabeth Schmiedel; Joachim Draheim (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Eine Musikerfamilie im 19. Jahrhundert: Mariane Bargiel, Clara Schumann, Woldemar Bargiel in Briefen und Dokumenten&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde. (= Musikwissenschaftliche Schriften 43,1), München 2007.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dean Caceres&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Echte und Innerliche in der Kunst: Der Komponist, Dirigent und Pädagoge Woldemar Bargiel (1828–1897)&lt;br /&gt;
   |Verlag=V&amp;amp;R Unipress&lt;br /&gt;
   |Ort=&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-89971-719-8}}&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Möller]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit der Familie Wieck&amp;#039;&amp;#039;, Köln: Dohr 2011 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schumann-Briefedition]]&amp;#039;&amp;#039;, Serie I, Band 2), ISBN 978-3-86846-046-9.&lt;br /&gt;
* Eberhard Möller (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit der Familie Bargiel&amp;#039;&amp;#039;, Köln: Dohr 2011 (= &amp;#039;&amp;#039;Schumann-Briefedition&amp;#039;&amp;#039;, Serie I, Band 3), ISBN 978-3-86846-008-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116056908|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassika.info/Komponisten/Bargiel/lebenslauf_1.html Lebenslauf von Woldemar Bargiel] auf Klassika&lt;br /&gt;
* [https://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/musik/sammlungen/bestaende/nachlaesse/bargiel-woldemar/ Der Nachlass von Woldemar Bargiel] in der Staatsbibliothek Berlin Preußischer Kulturbesitz&lt;br /&gt;
* [https://repertoire-explorer.musikmph.de/wp-content/uploads/vorworte_prefaces/602.html Vorwort einer Partiturausgabe der Sinfonie op. 30], Link der Seite: https://repertoire-explorer.musikmph.de/en/product/bargiel-woldemar-2/&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Bargiel,_Woldemar|cname=Woldemar Bargiel}}&lt;br /&gt;
* [http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-24154 Sammlung Bargiel-Schmiedel] an der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Navigationsleiste Meisterschulen für Komposition in Berlin (1882–1945)}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116056908|LCCN=no/89/21446|VIAF=61734422}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bargiel, Woldemar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Robert und Clara Schumann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bargiel, Woldemar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Oktober 1828&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Februar 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ben Nevis</name></author>
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