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	<title>Wohnungspolitik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wohnungspolitik&amp;diff=118659&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnungspolitik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnungsbaupolitik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist im engeren Sinne die öffentliche [[Politik]], die sich auf das [[Wohnungswesen]] richtet. Der Begriff Politik bezeichnet hierbei zum einen das konkrete eingreifende Handeln, zum anderen die Zielvorstellungen, an denen sich dieses Handeln orientiert. Die zur [[Ziel]]erreichung gewählten Mittel hängen von den Informationen ab, auf deren Basis geplant bzw. entschieden wird. Bei den Zielen können [[Zielkonflikt]]e entstehen; zwischen den Akteuren können [[Konflikt|Interessenkonflikte]] bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
Wohnungspolitik äußert sich im regulierenden Eingreifen der öffentlichen Hand in den [[Wohnungsmarkt]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18490/wohnungspolitik/ Definition von Wohnungspolitik] auf der Seite der [[Bundeszentrale für politische Bildung]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und planerisch auch durch die [[Stadtplanung]] und den öffentlichen bzw. staatlich geförderten [[Wohnungsbau]]. Sie wendet dabei verschiedene Instrumente – rechtlich und finanziell – an. Was nun die Handlungsebene staatlicher Wohnungspolitik betrifft, so sind es in [[Deutschland]] vor allem [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] und [[Landesregierung]]en, die die Rahmenbedingungen bestimmen. Daher ist die Zielsetzung unterschiedlich. [[Sozialer Wohnungsbau]] und Förderung des [[Wohneigentum]]s sind zwei wichtige, aber oft gegensätzliche Ziele. [[Wohnbauförderung]] ist ein Begriff, der sowohl als politisches Ziel als auch für die Zusammenfassung mehrerer Maßnahmen formuliert werden kann. Beispielsweise können Länder damit den Neubau von Mietwohnungen fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Rheinland-Pfalz/wohnraumfoerderung-isb-darlehen-mietwohnungen.html Förderprogramme zu Wohnraumförderung] auf der Seite des [[Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle des Staates ==&lt;br /&gt;
Die [[Gemeinde|Kommune]] setzt als lokaler Akteur jeweils vor allem [[Bundesrecht (Deutschland)|Bundes-]] bzw. [[Landesrecht]] um. Der Staat hat im Verständnis der [[Sozialpolitik]] und im Rahmen der [[Daseinsvorsorge]] die Aufgabe, eine Mindestversorgung mit Wohnraum zu sichern, wenn der Einzelne dazu nicht in der Lage ist. Hierzu gibt es ja nach politischer [[Ideologie]] und dem zugrunde liegenden [[Menschenbild]] unterschiedliche Auffassungen. Ein Ansatz dazu ist das [[Subsidiaritätsprinzip]]. Die Wohnungspolitik soll zum Beispiel das Verteilungs- und das Zugangsproblem lösen, das heißt, die Mietbelastung muss auch für Haushalte mit geringem Einkommen tragbar sein. Es lassen sich dabei drei Bereiche der praktischen Wohnungspolitik in [[Deutschland]] unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Soziale Absicherung des Wohnens: Die Umsetzung der sozialen Absicherung erfolgt über klassische Instrumente wie das [[Wohngeld]], den sozialen Wohnungsbau und neuerdings den Ankauf von Belegungsbindungen aus dem Wohnungsbestand.&lt;br /&gt;
# Sicherung günstiger Angebots- und Nutzungsbedingungen: Dazu zählen die Ausweisung und Erschließung von [[Bauland]], Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsmaßnahmen, der [[Kündigungsschutz]] sowie das [[Steuerrecht]].&lt;br /&gt;
# Wohneigentumspolitik: Die Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums beruht teilweise auf vermögenspolitischen Grundsätzen. Als gesetzliche Regelung wurde hier die „[[Eigenheimzulage]]“ geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Eekhoff, Wohnungspolitik (Tübingen: Mohr, 1993).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Wohnungspolitik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte des Wohnens}}&lt;br /&gt;
Bereits im 19. Jahrhundert reifte die Erkenntnis, dass der Wohnungsmarkt nicht sich selbst überlassen werden dürfe. Infolge der [[Industrialisierung]] und der damit verbundenen [[Landflucht]] stieg der Wohnungsbedarf in den Städten sprunghaft an. Es kam zu [[Spekulation (Wirtschaft)|Bodenspekulation]], [[Wucher]]mieten und [[Obdachlosigkeit]]. Eingriffe des Staates wurden aus Gründen der Sicherheit und Ordnung, aber auch aus Gründen des [[Gesundheitsschutz]]es notwendig. Die nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in einigen Regionen entstehende Wohnungsnot und die [[Wirtschaftskrise]] verstärkten die staatlichen Eingriffe auf dem [[Wohnungsmarkt]]. Zahlreiche Gesetze zur Bekämpfung des Wohnungsmangels wurden erlassen. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] – knapp ein Viertel des Wohnungsbestandes von ca. 18&amp;amp;nbsp;Mio. Wohnungen in Deutschland war zerstört und mehr als zwölf Millionen [[Flüchtling]]e mussten untergebracht werden – wurde die Versorgung der Bevölkerung mit [[Wohnraum]] zur wichtigsten Aufgabe des Staates. Ein Wohnungsbauministerium auf Bundesebene wurde eingerichtet. Weitere Marksteine waren das Erste (1950) und das Zweite Wohnungsbaugesetz (1956), mit denen die drei Segmente staatlicher Interventionen (öffentlich geförderter sozialer Wohnungsbau, steuerbegünstigter und frei finanzierter Wohnungsbau) auf eine gesetzliche Grundlage gestellt wurden. Das Zweite Wohnungsbaugesetz ist bis heute die Grundlage der sozialen Wohnungspolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Michels, &amp;quot;Wohnungspolitik West&amp;quot;, in: Lexikon Soziale Marktwirtschaft (Paderborn: UTB, 2002), S. 473 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnungspolitik der [[DDR]] offenbarte eine starke staatliche Regulierung der Bautätigkeit und der [[Immobiliarmiete|Mietpreise]]. Aus politischen und wirtschaftlichen Motiven wurde der Neubau in industriell gefertigter [[Plattenbauweise]] favorisiert und zugleich die Erhaltung der Altbausubstanz vernachlässigt. Selbstgenutztes [[Wohneigentum]] konnte nur in sehr begrenztem Maße angeeignet werden. Die Mieten wurden aus sozialpolitischen Gründen niedrig gehalten. Für [[Altbau]]ten galten die auf dem Niveau von 1936 eingefrorenen Mieten. Die Mieten für Neubauten wurden im Jahr 1981 zentral festgelegt und lagen im Durchschnitt bei 0,45 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Mieten waren somit weder wohnwertorientiert noch kostendeckend. Der [[Kostendeckungsgrad]] durch die Mieteinnahmen betrug nur zehn bis 15 Prozent. Dies hatte zur Folge, dass viele Häuser aufgrund unterlassener Reparaturen vernachlässigt wurden und die [[Altstadt]]gebiete sich entvölkerten.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Behrendt, Die Transformation einer zentralverwalteten Wirtschaftsordnung in eine Soziale Marktwirtschaft am Beispiel der Wohnungswirtschaft, Dissertation an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln (1992).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Für die Wohnungspolitik existieren verschiedene Konzepte, die zum einen auf eine Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaues setzen und zum anderen das Wohngeld auch bei höheren Einkommensgrenzen zahlen wollen. Ein Reformvorschlag fordert das Angleichen der [[Bestandsmieten|Bestandsmiete]] auf das Niveau der Marktmiete durch eine Reform der ortsüblichen [[Vergleichsmiete]], um eine ausgeweitete individuelle Förderung aller tatsächlich Bedürftigen auch im Bereich mittlerer Einkommen zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Kühling, Steffen Sebastian, Sebastian Siegloch |Titel=Angespannter Markt: Neue Wege für die Wohnungspolitik von morgen |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/wie-die-wohnungspolitik-von-morgen-gestaltet-werden-kann-17585024.html |Abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Münchner Forum]] will [[Kommunaler Wohnungsbau|kommunalen Wohnungsbauunternehmen]], [[Wohnungsbaugenossenschaft]]en und privaten [[Bauherrengemeinschaft|Baugemeinschaften]] zusätzlich einen „Konzeptuellen Wohnungsbau“ ermöglichen. Schärfere [[Sozialer Wohnungsbau in München#Soziale Bodennutzung|SoBon-Regeln]] für neu ausgewiesene Baugrundstücke, geringere Wohnungsgrößen, beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB, Nachverdichtungen, Mobilitätsstationen für CarSharing und ein geringerer Stellplatzschlüssel sollen das Instrumentarium der kommunalen Wohnungspolitik vielseitiger machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://muenchner-forum.de/wp-content/uploads/2016/04/Einladung-04.5.2016-Bezahl-Wohnen-f%C3%BCr-alle_M%C3%BCFo_DS-erweitert.pdf |titel=Bezahlbares Wohnen für alle |hrsg=Münchner Forum |datum=2016-05-04 |abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohneigentumspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Förderung vom Wohneigentum ist teilweise umstritten. Die Eigenheimzulage (EHZ) wurde abgeschafft; Neufälle erhalten ab dem 1. Januar 2006 keine EHZ mehr. Bei der seit 2002 bestehenden staatlich geförderten privaten Altersvorsorge („[[Riester-Rente]]“) wird das selbstgenutzte Wohneigentum in der Form des [[Entnahmemodell]]s berücksichtigt ({{§|92a|estg|juris}}, {{§|92b|estg|juris}} [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]]). In keinem anderen Land Europas wohnen mehr Menschen zur Miete als in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/geld/deutschland-land-der-mieter-1.3604287 |titel=Land der Mieter |sprache=de |abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 waren es 54 %, gefolgt von Dänemark mit 34 %. In anderen Ländern übersteigt der Mietanteil kaum die 25-Prozent-Marke. Forderungen nach einer Erhöhung der [[Wohneigentumsquote]] in Deutschland verweisen auf die zu hohen Kaufnebenkosten, sowie fehlende Anreize durch [[Steuerfreibetrag|Steuerfreibeträge]] und [[Kreditversicherung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Frohn |url=https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/grunderwerbsteuer-und-co-was-deutschland-beim-thema-hauskauf-von-seinen-eu-nachbarn-lernen-kann/27273150.html |titel=Grunderwerbsteuer und Co.: Was Deutschland beim Thema Hauskauf von seinen EU-Nachbarn lernen ka |sprache=de |abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezielle Themen sind die [[Grunderwerbsteuer (Deutschland)|Grunderwerbsteuer]] (GrESt) und die sogenannte [[Maklergebühr]] ([[Provision]]). Dabei wurde kritisiert, die GrESt sei über viele Jahre mit 2 % zu niedrig gewesen. Mit dem Jahressteuergesetz 1997 wurde der Steuersatz der Grunderwerbsteuer von 2 % auf 3,5 % erhöht (= + 75 %). Seit dem 1. September 2006 haben die Bundesländer gemäß {{Art.|105|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2a Satz&amp;amp;nbsp;2 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] die Befugnis, die Höhe des Steuersatzes selbst zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen war die Maklerprovision in den Bundesländern lange Zeit sehr unterschiedlich und wurde als zusätzliche Belastung kritisiert, da sie zum Teil allein vom Käufer getragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;in einigen Bundesländern wie Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg und Hessen&amp;lt;/ref&amp;gt; 2020 wurde die hälftige Kostenteilung der Maklerprovision bei Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern in § 656c&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__656c.html |titel=Gesetze im Internet |werk=§ 656c BGB Lohnanspruch bei Tätigkeit für beide Parteien |hrsg=Bundesamt für Justiz |datum=2020-06-23 |sprache=de |abruf=2021-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; BGB als Regelfall festgeschrieben, sofern der Käufer ein Verbraucher ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__13.html |titel=Gesetze im Internet |werk=§ 13 BGB Verbraucher |hrsg=Bundesamt für Justiz |datum= |sprache=de |abruf=2021-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landespolitik ===&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft}}&lt;br /&gt;
[[Berlin]] erhöhte die Grunderwerbsteuer auf 4,5 %. [[Hamburg]] erhöhte zum 1. Januar 2009 ebenfalls auf 4,5 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.siedlerbund.de/bv/on36969 www.siedlerbund.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Rheinland-Pfalz]] beschloss die 2011 gewählte rot-grüne Koalition, die Grunderwerbsteuer zum 1. März 2012 um anderthalb Prozentpunkte (= über 42 %) anzuheben. [[Nordrhein-Westfalen]] erhöhte die Grunderwerbsteuer zum 1. Oktober 2011 auf 5 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nrw.de/landesregierung/nrw-erhoeht-grunderwerbsteuer-neuregelung-gilt-ab-1-oktober-2011-11310/ nrw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bayern]] stockte das [[Baukindergeld]] um jährlich 300 Euro für jedes Kind auf, wenn der Antrag dafür bis zum 31. Dezember 2020 gestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bayerische Landesbodenkreditanstalt |url=https://bayernlabo.de/eigenwohnraumfoerderung/baukindergeld/ |titel=Baukindergeld plus |werk= |hrsg= |datum=2018-09-18 |zugriff=2018-09-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundespolitik seit 2013 ===&lt;br /&gt;
Die zweite große Koalition in der dritten Regierung von [[Angela Merkel]] schrieb in ihren Koalitionsvertrag von Ende 2013 ein Bündnis für Wohnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=WELT |Titel=Das ist der Koalitionsvertrag 2013 im Wortlaut |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2013-11-27 |Online=https://www.welt.de/politik/article122306476/Das-ist-der-Koalitionsvertrag-im-Wortlaut.html |Abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein Pakt für bezahlbares Wohnen und Bauen konkretisierte die neue Wohnungspolitik, in welcher eine [[Mietpreisbremse]], eine Ausweitung des [[Sozialer Wohnungsbau in Deutschland|sozialen Wohnungsbaues]], eine Erhöhung des [[Wohngeld]]es, eine [[degressive Abschreibung]] für neugebaute Wohnungen und eine Überwälzung der [[Immobilienmakler|Maklerkosten]] nach dem Verursacherprinzip gefordert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hdl.handle.net/10419/141325 |titel=Quo vadis Wohnungspolitik? |hrsg=Wirtschaftsdienst Vol. 94 Nr. 1 Seiten 34 bis 40 |datum=2014 |abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. März 2015 beschloss der Deutsche Bundestag die sogenannte Mietpreisbrems[[Mietpreisbremse|e]], die ein Überschreiten der ortsüblichen [[Vergleichsmiete]] auf 10 % begrenzt. Die dritte große Koalition in der vierten Regierung Merkel beschloss Ende 2018 das (auch Mieterschutzgesetz genannte) Mietrechtsanpassungsgesetz, welches die Mietpreisbremse verschärfte und den Umlagesatz der Kosten einer [[Modernisierungsumlage|Modernisierung]] vom Vermieter auf den Mieter von 11 auf 8 Prozent reduzierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Silke Kersting |Titel=Kein Durchbruch in der Wohnungspolitik |Sammelwerk=Handelsblatt |Datum=2018-09-05 |Sprache=de |Online=https://www.genios.de/searchResult/Alle?requestText=%22Kein+Durchbruch+in+der+Wohnungspolitik%22&amp;amp;source=Handelsblatt |Abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Archivierung des Originals: https://web.archive.org/web/20220305144201/https://www.genios.de/presse-archiv/artikel/HB/20180905/kein-durchbruch-in-der-wohnungspoli/29D4FAE8-784F-40A5-A58E-E22503D0901C.html --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesgerichtshof.de/DE/Bibliothek/GesMat/WP19/M/MietAnpG.html |titel=Gesetz zur Ergänzung der Regelungen über die zulässige Miethöhe bei Mietbeginn und zur Anpassung der Regelungen über die Modernisierung der Mietsache |werk=Bundesgerichtshof |datum=2018-12-18 |sprache=de |abruf=2025-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/mietrechtsaenderung-2018_84342_454430.html |titel=Mietrechtsänderung zum 1.1.2019 in Kraft getreten |werk=Haufe Online |sprache=de |datum=2019-01-09 |abruf=2025-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 wurden auch die Einführung eines [[Baukindergeld]]es und eine Sonderabschreibung im [[Wohnungsbau|Mietwohnungsneubau]] gesetzlich verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berliner Humboldt-Universität erstellte im Auftrag der [[Hans-Böckler-Stiftung|Hans Böckler Stiftung]] 2018 eine Bilanz der Wohnungspolitik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Öchsner |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wohnen-mieten-bilanz-wohnfoerderung-1.4132942 |titel=Wohnen: Desaströse Bilanz der Wohnförderung |sprache=de |abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vier von zehn Haushalten oder 8,6 Millionen Einwohner geben in deutschen Großstädten 30 Prozent oder mehr ihres Nettoeinkommens für Miete und Nebenkosten aus. Eine Analyse des [[Institut der deutschen Wirtschaft|Instituts der deutschen Wirtschaft]] Köln kommt 2020 zu dem Schluss, dass nur 2,2 % der Gesamtbevölkerung 30 % Miete für eine Großstadtwohnung ausgeben und somit nur eine kleine Gruppe von Haushalten mit einem deutlichen Anstieg der Wohnkosten belastet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hdl.handle.net/10419/222562 |titel=Wohnen - die neue soziale Frage? |hrsg=IW-Analysen Köln Nr. 136 Tabelle 4 Seite 54 |datum=2020 |abruf=2020-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesweit fallen im Durchschnitt Jahr für Jahr 90 000 [[Sozialwohnung]]en aus der Mietpreisbindung heraus. Mit den geförderten Neubauten lässt sich nicht einmal ein Drittel der Abgänge ausgleichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Gab es 1980 noch 4 Millionen Sozialwohnungen im Bestand, lag deren Zahl 2006 nur noch bei 2,1 Millionen und fiel durchschnittlich mit 55 000 Wohnungen pro Jahr auf 1,2 Millionen in 2018.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hdl.handle.net/10419/227689 |titel=Wege aus der Wohnungskrise? Vorschlag für eine Bundesinitiative &amp;quot;Zukunft Wohnen&amp;quot; |hrsg=IMK Report Nr. 156 Düsseldorf |datum=2020 |abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2017 erhielten knapp 600 000 Haushalte [[Wohngeld]] in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden Euro, im Durchschnitt etwa 150 Euro im Monat. Auf Haushalte mit geringem Einkommen habe die Mietpreisbremse „keinen Einfluss“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohnungspolitik im europäischen Vergleich ==&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Wohnungspolitiken zwischen den Mitgliedsstaaten der EU zeigt, dass es 4 wichtige Instrumente gibt: Wohnkostenzuschüsse, Maßnahmen für Hauskäufer und Eigentümer, subventionierten Wohnungsbau und Mietenregulierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/exwost/Studien/2018/wohnungspolitiken-eu/01-start.html?pos=2 |titel=Wohnungspolitiken in der EU |hrsg=Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, 2020–2022 |sprache=de |abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine mietrechtliche Kontrolle der Miethöhe findet sich vor allem in den westlichen EU-Mitgliedsstaaten. Im Vergleich der beiden subjektorientierten Instrumententypen überwiegen in den Mitgliedsstaaten Maßnahmen für Hauskäufer und Eigentümer im Verhältnis zum Instrument der Wohnkostenzuschüsse. Das Thema der [[Energieeffizienz]] ist in fast allen Mitgliedstaaten nur zu einem gewissen Teil ausgeprägt. Das mit Abstand am weitesten verbreitete Problem der Wohnraumversorgung stellen Preis- und Mietsteigerungen in urbanen Räumen, sowie damit einhergehende Finanzierungsprobleme und ein Mangel an sozialem beziehungsweise gefördertem Wohnraum dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Form von Steuererleichterungen in den Wohnungsmarkt intervenieren Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, die Niederlande, Schweden und die Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carolin Fritzsche, Anton Groß |Titel=Ein Überblick über Wohnungsmarktpolitik in europäischen Ländern |Sammelwerk=ifo Dresden berichtet |Band=24 |Nummer=2 |Datum=2017 |ISSN=0945-5922 |Seiten=3–11 |Online=https://www.econstor.eu/handle/10419/170213 |Abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Subventionen, insbesondere in Form von zinsverbilligten [[Darlehen (Deutschland)|Darlehen]], zählen in Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen und Ungarn zur gängigen Wohnungsmarktpolitik. Den Bau von Sozialwohnungen durch öffentliche Unternehmen betreiben Frankreich, Finnland, Irland, Norwegen und Polen. Italien versucht durch Steuererleichterungen die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes zu erleichtern. Großbritannien unterstützt besonders stark den Hauskauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich sieht seit 2000 das Gesetz über urbane Solidarität SRU vor, dass alle Städte und Gemeinden mit mehr als 3500 Einwohnern verpflichtet sind, bei [[Baugenehmigung]]en so viele neue Sozialwohnungen vorzusehen, dass deren Anteil innerhalb der Kommune mindestens 20 Prozent beträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Klingsieck Paris |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1161106.wohnungspolitik-in-frankreich-mangelware-bezahlbarer-wohnraum.html |titel=Mangelware bezahlbarer Wohnraum (nd-aktuell.de) |sprache=de |abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  In Österreich betreibt die Stadt Wien seit Jahrzehnten eine konsequente [[Grundstückspolitik]], die Grundstückskäufer verpflichtet, einen Teil der Grundstücksflächen an die Stadt zu verkaufen, die diese dann in [[Erbpacht]] anbietet, oder selbst für den eigenen sozialen Wohnungsbau nutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Fabricius |Titel=Immobilien: Ist Wiens Wohnungspolitik ein Vorbild für Deutschland? |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2018-11-28 |Online=https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article184462040/Immobilien-Ist-Wiens-Wohnungspolitik-ein-Vorbild-fuer-Deutschland.html |Abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nationalen Mieterverbände fordern sozialen Wohnungsbau auch mit EU-Geld, sowie ein europaweites Immobilienregister, um Spekulationsschwerpunkte besser erkennen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunkkultur.de |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/bezahlbare-mieten-in-der-eu-obskuren-spekulanten-das-100.html |titel=Bezahlbare Mieten in der EU - Obskuren Spekulanten das Handwerk legen |sprache=de |abruf=2022-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mietendeckel]]&lt;br /&gt;
* [[Recht auf Wohnen]]&lt;br /&gt;
* [[Kommunaler Wohnungsbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dorothea Berger-Thimme: &amp;#039;&amp;#039;Wohnungsfrage und Sozialstaat. Untersuchungen zu den Anfängen staatlicher Wohnungspolitik in Deutschland (1873–1918).&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang u. a., Frankfurt am Main u. a. 1976, ISBN 3-261-01986-7 (&amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; Reihe 3: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und ihre Hilfswissenschaften&amp;#039;&amp;#039; 68).&lt;br /&gt;
* Stefan Krätke, Fritz Schmoll: &amp;#039;&amp;#039;The local state and social restructuring&amp;#039;&amp;#039; in: International Journal of Urban and Regional Research 15(4). 1991, 542–552&lt;br /&gt;
* Jürgen Mümken: &amp;#039;&amp;#039;Kapitalismus und Wohnen. Ein Beitrag zur Geschichte der Wohnungspolitik im Spiegel kapitalistischer Entwicklungsdynamik und sozialer Kämpfe.&amp;#039;&amp;#039;  Edition AV, Lich/Hessen 2006, ISBN 3-936049-64-5.&lt;br /&gt;
* Eric H. Monkkonen: &amp;#039;&amp;#039;The Local State. Public Money and American Cities&amp;#039;&amp;#039;, Stanford University Press, 1996, ISBN 0-8047-2412-1.&lt;br /&gt;
* Rainer Praetorius (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wachsam und kooperativ? Der lokale Staat als Sicherheitsproduzent&amp;#039;&amp;#039;, Nomos-Verl.-Ges., Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-7793-3.&lt;br /&gt;
* Björn Egner, Nikolaos Georgakis, Hubert Heinelt, Reinhart C. Bartholomäi: &amp;#039;&amp;#039;Wohnungspolitik in Deutschland. Positionen – Akteure – Instrumente.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2004, ISBN 3-932736-12-5.&lt;br /&gt;
* Saskia Gränitz: &amp;#039;&amp;#039;Bilder der Wohnungsnot: Ideologische Phantasmen in der Geschichte der Fürsorge&amp;#039;&amp;#039; (Psyche und Gesellschaft), Psychosozial, Gießen 2024, ISBN 978-3837933048&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohnungsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obdachlosigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Wohnungsbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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