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	<title>Wohnungsmarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wohnungsmarkt&amp;diff=118676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Millbart: Revert auf Version von :Benutzer:Kulturkritik (21:37 Uhr, 26. September 2025). Grund: bitte u.a. WP:Belege beachten (404)</title>
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		<updated>2026-01-05T08:41:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert auf Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Kulturkritik&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Kulturkritik (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Benutzer:Kulturkritik&lt;/a&gt; (21:37 Uhr, 26. September 2025). Grund: bitte u.a. &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Belege&lt;/a&gt; beachten (404)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FaktorenDerMietpreisbildung.png|300px|mini|Faktoren der Mietpreisbildung]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnungsmarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Immobilienwirtschaft]] ein [[Markt]], auf dem sich [[Angebot und Nachfrage]] für das [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gut]] [[Wohnung]] begegnen.&lt;br /&gt;
Er ist ein wichtiger [[Teilmarkt]] des [[Immobilienmarkt]]es, auf dem [[Wohnimmobilie|Wohn-]] und [[Gewerbeimmobilie]]n gehandelt werden. [[Immobilie]]n weisen andere [[Eigenschaft]]en auf als die (mobilen) [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] des [[Gütermarkt]]s. Im Vergleich zu anderen Märkten weist der Wohnungsmarkt spezifische Eigenheiten auf, die vor allem auf folgende Aspekte zurückzuführen sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarktbericht Deutschland 2017&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Grund und Boden]] ist nur sehr begrenzt durch [[Landgewinnung]] und [[Melioration]] vermehrbar. Der Boden steht für verschiedene Nutzungen wie [[Landwirtschaft|Land-]] und [[Forstwirtschaft]], [[Verkehr]], [[Wohnung|Wohnen]], [[Handel]] oder [[Büro]]räume. Teilweise dient er dem [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von organischen und anorganischen Stoffen, so dass in bestimmten Situationen eine starke Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Nutzungen bestehen kann. Die Nutzbarmachung von Flächen für bestimmte Zwecke wird teilweise staatlich geregelt, zum Beispiel durch die [[Raumordnung]].&lt;br /&gt;
* [[Grundeigentum]] ist ein unbewegliches, an einen [[Standort]] gebundenes [[Wirtschaftsobjekt]], dessen [[Lage (Immobilie)|Lage]] den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] wesentlich mitbestimmt.&lt;br /&gt;
* Immobilien sind weitgehend [[Homogenität (Wirtschaft)|heterogen]], so dass [[Nachfrage]]r einen Anlass bekommen, einen bestimmten Anbieter oder qualitativ höherwertige Güter ([[Luxuswohnung]]en) vorzuziehen und die Anbieter einen Anlass haben, bestimmte Nachfrager zu präferieren ([[Einkommensmillionär]]e). [[Qualität]]sunterschiede und [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenzen]] sind typisch für heterogene Güter wie Immobilien.&lt;br /&gt;
* Immobilien befriedigen eines der [[Grundbedürfnis]]se des Menschen, nämlich das [[Wohnen]], und in gewissem Maß auch den Wunsch nach [[Sicherheit]].&lt;br /&gt;
* Teile des Marktes (Vermietung) sind [[Marktregulierung|reguliert]].&lt;br /&gt;
* Immobilien gehören in der [[Volkswirtschaftslehre]] zu den [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)#Nach Möglichkeit des Transports|nicht handelbaren Gütern]] wegen zu hoher [[Transaktionskosten]] und/oder räumlicher Bindung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=NIg0giAwQRwC&amp;amp;pg=PA460&amp;amp;dq=Immobilien+nicht+handelbare+G%C3%BCter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiQ4qnrk_3jAhVB46QKHdXTDhkQ6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=Immobilien%20nicht%20handelbare%20G%C3%BCter&amp;amp;f=false Egon Görgens/Karlheinz Ruckriegel/Franz Seitz, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Geldpolitik: Theorie - Empirie - Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 460]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Eigenheiten wirken sich auf die [[Marktstruktur]] des Wohnungsmarkts aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist zu berücksichtigen, dass beim [[Gütermarkt]] vor allem in Zeiten wirtschaftlicher [[Prosperität]] die &amp;#039;&amp;#039;Angebotskonkurrenz&amp;#039;&amp;#039; in der Regel eine wesentlich größere Rolle spielt als die Nachfragekonkurrenz. Beim Wohnungsmarkt besitzt dagegen in prosperierenden Zeiten die &amp;#039;&amp;#039;Nachfragekonkurrenz&amp;#039;&amp;#039; eine hohe Bedeutung. Gütermärkte konzentrieren sich auf leicht auffindbare und bekannte Angebotsorte (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Laden (Geschäft)|Läden]], [[Kaufhaus|Kaufhäuser]]). Beim Wohnungsmarkt herrscht eine sich ständig ändernde räumliche Angebotsstreuung vor, so dass die regionale [[Knappheit]] eine wichtige Rolle spielt. Schließlich sind die rechtlichen [[Randbedingung|Rahmenbedingungen]] des Wohnungsmarktes ungleich komplizierter als diejenigen der Gütermärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktstruktur ==&lt;br /&gt;
[[Handelsobjekt]]e sind [[Mietwohnung]]en und [[Eigentumswohnung (Deutschland)|Eigentumswohnungen]], [[Marktpreis]]e sind die [[Wohnungsmiete]], die vom Mieter an den Vermieter als [[Gegenleistung]] für die Überlassung von [[Wohnraum]] bezahlt werden muss, und der [[Kaufpreis]], den der Käufer dem [[Verkäufer]] zu entrichten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Wohnungsmarkt_und_Wohnungswirtschaft/CSxJAAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Wohnungsmarkt+handelsobjekte&amp;amp;pg=PT21&amp;amp;printsec=frontcover Stefan Kofner, &amp;#039;&amp;#039;Wohnungsmarkt und Wohnungswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 21]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Einflussgröße]]n des Marktpreises sind insbesondere [[Baujahr]] ([[Altbau]], [[Neubau (Bauwesen)|Neubau]]), [[Lage (Immobilie)|Lage]], [[Wohnfläche]], [[Wohnqualität]] und regionale Knappheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Preisbildung]] ist für den Laien nur schwer durchschaubar, weil er weder die [[Qualität]] der [[Bausubstanz]] noch den [[Stand der Technik]] abschließend beurteilen kann. Das gilt für alle Wohnqualitäten, die zwischen den Extremen der [[Luxuswohnung]]en und [[Schrottimmobilie]]n angesiedelt sind.&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Die Preisbildung der Miete geschieht in vielen [[Staat]]en nicht durch [[Angebot und Nachfrage]], sondern der [[Preismechanismus]] ist im Rahmen der [[Marktregulierung]] durch [[Mietpreisbindung]] und [[Mietendeckel]] teilweise außer Kraft gesetzt. Die [[Markttransparenz]] ist oft gering, so dass [[Makler]] als [[Absatzmittler]] Angebot und Nachfrage zusammenbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohnungsmarktmodelle ==&lt;br /&gt;
Je nach fachwissenschaftlicher Perspektive und politischer Überzeugung werden unterschiedliche [[Modell (Wissenschaft)|Modelle]] favorisiert, um die Mechanismen des Wohnungsmarktes zu beschreiben und zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Marktmodell der Mikroökonomie ===&lt;br /&gt;
Das einfachste allgemeine [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Marktmodell]] betrachtet aus mikroökonomischer Perspektive ein einzelnes Gut und das Zustandekommen seines [[Preis (Wirtschaft)|Preises]]. In der Theorie ergibt sich ein [[Gleichgewichtspreis]], der aus dem Verhältnis zwischen der angebotenen und nachgefragten Menge (kurz: zwischen [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage]]) entsteht:&lt;br /&gt;
* Steigt der Preis für eine Ware, so treibt dies sein Angebot dem [[Gesetz des Angebots]] zufolge nach oben (seine Nachfrage sinkt), bis der resultierende [[Angebotsüberhang]] wiederum eine Preissenkung herbeiführt.&lt;br /&gt;
* Fällt der Preis nun unter den angenommenen [[Gleichgewichtspreis]], so geht das Angebot dem [[Gesetz der Nachfrage]] folgend zurück (die Nachfrage steigt); es ergibt sich ein [[Nachfrageüberhang]], die den Preis wieder steigen lässt.&lt;br /&gt;
Beim Angebotsüberhang stellt sich im Hinblick auf die [[Verhandlungsmacht]] ein [[Käufermarkt]] ein, beim Nachfrageüberhang ein [[Verkäufermarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[vollkommener Markt|Vollkommene Märkte]] kommen in den [[Industriestaat]]en in der Praxis fast nicht vor: Der beschriebene [[Marktmechanismus]] ist aus baulichen und räumlichen Gründen eingeschränkt. Daher greift der Staat durch „Subjektförderung“ wie das [[Wohngeld]] oder subventionierte [[Sozialwohnung]]en („Objektförderung“) oft ein. Auch die Wohnungsvermietung auf dem freien Markt unterliegt in den meisten Ländern einer starken Regulierung und vielfach Mietpreisbindungsregelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wohnungsmarkt ist in der Regel ein „Bestandsmarkt“. Der Neubau macht lediglich einen niedrigen Prozentsatz des Bestandes aus, da der jährliche Neuzugang – gemessen am Gesamtwohnungsbestand – kaum mehr als 2 % ausmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompendium_der_Wohnungswirtschaft/SBuBDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=helmut+jenkis+wohnungsbestand&amp;amp;pg=PA352&amp;amp;printsec=frontcover Helmut W. Jenkis, &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der Wohnungswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 352 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist eine Anpassung an geänderte Nachfragesituation schwierig. Diese „Trägheitseigenschaft“ unterscheidet den Wohnungsmarkt von den meisten andern Märkten, die auf Nachfrageänderungen schneller reagieren können ([[Faktormobilität]]). Diese Trägheit führt dazu, dass bei steigender Nachfrage das Angebot nur langsam angepasst werden kann: Die Preise steigen entsprechend schnell. In gleicher Weise führt eine sinkende Nachfrage zu stärker sinkenden Preisen als in weniger trägen Märkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wohnungsmarkt ist mikroökonomisch sinnvollerweise in [[Teilmarkt|Teilmärkte]] aufzuteilen, etwa in den Markt für [[Mietwohnung]]en und den Markt für [[Wohnungseigentum (Deutschland)|Wohnungseigentum]]. Während der [[Marktpreis]] bei ersteren die [[Mietvertrag (Deutschland)|Miete]] darstellt, gilt bei letzteren der [[Marktwert (Immobilie)|Marktwert]] als Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Filtering-Konzept ===&lt;br /&gt;
Der [[Anglizismus]] „Filtering“ ({{deS|„Herausfiltern“}}) geht auf eine 1960 in den USA vorgestellte Theorie der [[Stadtökonomik]] zurück, wonach größere Wohnflächen, bessere Ausstattung, günstigere Zuschnitte und günstigere Lage auch zu unteren [[Einkommen]]sschichten gelangen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Chester Rapkin/William G. Grigsby, &amp;#039;&amp;#039;The Demand for Housing in racially mixed Areas&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Filtering-Konzept befasst sich mit dem Problem der [[Heterogenität]] des Wohnungsmarktes, indem es [[Trickle-down-Theorie|Sickereffekte]] zwischen zunächst qualitativ unterschiedlichen [[Marktsegment]]en voraussetzt (vgl. Abbildung). Ausgehend von einer Korrespondenz von personeller [[Einkommensverteilung]] und Verteilung der [[Wohnqualität]] (t&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;), werden folgende Annahmen getroffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Qualität einer Wohnung entspricht der Phase innerhalb ihres [[Nutzung (Gebäude)|Lebenszyklus’]], d.&amp;amp;nbsp;h., sie nimmt mit der Zeit ab (t&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
* Der Mietpreis der Wohnung nimmt parallel zu ihrer Qualität ab.&lt;br /&gt;
* Fällt die Qualität einer Wohnung unter einen Mindeststandard, so wird die Immobilie abgerissen bzw. ersetzt (t&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
* Neuer Wohnraum entsteht allgemein im oberen Preissegment des Wohnungsmarktes bei maximaler Qualität.&lt;br /&gt;
* Die Bewohner verhalten sich [[Homo oeconomicus|ökonomisch rational]] und sind mobil.&lt;br /&gt;
Wenn die Einkommensverteilung als konstant angenommen wird, ergibt sich nun ein fortlaufendes Durchsickern (engl.: Filtering-Down) der Wohnungen, dem sich die Bewohner durch regelmäßiges Umziehen in neuere Wohnungen anpassen. Es ergeben sich charakteristische Umzugsketten. Als Erweiterung des Modells wird die Möglichkeit eingeführt, dass eine Wohnung modernisiert wird, was dann als Filtering-Up bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Filtering-Konzept beschreibt ein [[Fließgleichgewicht]] für einen heterogenen Markt und stellt damit eine Modifikation des mikroökonomischen Marktmodells dar. Trotz seiner Schwächen (u.&amp;amp;nbsp;a. die implizierte Annahme eines strukturellen Überangebotes) dient es immer wieder als Argumentation für eine staatliche Wohnungsbau-Förderungspolitik, die primär mittleren und höheren Einkommensgruppen zugutekommt ([[Eigenheimzulage]]). In Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte ist eher ein [[Nachfrageüberhang]] festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage der Brauchbarkeit dieses Modells für die politische Praxis ist von erheblicher Bedeutung bei der Diskussion der Notwendigkeit der [[Mietpreisbindung]]. Andererseits stellen empirische Untersuchungen das Modell in Frage. Ipsen/Glasauer/Lasch stellten daher 1986 das folgende Gegenkonzept vor, das auf mehreren Studien beruht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Konzept des segmentierten Wohnungsmarktes ===&lt;br /&gt;
Empirische Untersuchungen zeigen, dass die Annahme einer Korrelation zwischen Wohnungsqualität und Miethöhe nicht generell aufrechterhalten werden kann. Es ergibt sich vielmehr eine U-förmige [[Häufigkeitsverteilung]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Ipsen/Herbert Glasauer/Vera Lasch, &amp;#039;&amp;#039;Markt und Raum. Die Verteilungswirkungen wohnungspolitischer Subventionsformen im städtischen Raum&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl schlecht ausgestattete als auch gut ausgestattete Wohnungen weisen die höchste Miete pro [[Quadratmeter]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Ipsen/Herbert Glasauer/Vera Lasch, &amp;#039;&amp;#039;Markt und Raum. Die Verteilungswirkungen wohnungspolitischer Subventionsformen im städtischen Raum&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Erklären lässt sich dieses Phänomen dadurch, dass der Wohnungsmarkt keine rein ökonomische Angelegenheit, sondern sozial überformt ist. Der Preis als Funktion der Konkurrenz im Spannungsfeld zwischen Angebot und Nachfrage kann sich nur in anonymen Situationen durchsetzen. Neben rein ökonomischen Faktoren tritt nun also das soziale Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter. Der in diesem Zusammenhang interessante Parameter Wohndauer führt nun zur geographischen Unterscheidung von mobilen und immobilen Quartieren innerhalb der Stadt, die als „Räume unterschiedlicher Tauschregeln“  bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Ipsen/Herbert Glasauer/Vera Lasch, &amp;#039;&amp;#039;Markt und Raum. Die Verteilungswirkungen wohnungspolitischer Subventionsformen im städtischen Raum&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Marktsegmentierung in jeweils relativ geschlossene Teilmärkte führt dazu, dass qualitativ bessere Quartiere geringere Mieten aufweisen können. Die untersten Einkommensschichten sind jedoch von diesen Teilmärkten ausgeschlossen. Dabei liegen die Barrieren zu einem großen Teil in nicht-ökonomischen Bereichen: Kommunikative Elemente wie Informationsflüsse, der Einfluss der [[Gatekeeper (Soziologie)|social gatekeeper]], situative Hintergründe des Umzuges etc. spielen eine oft vernachlässigte Rolle für städtische [[Segregation (Soziologie)|Segregation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings überformen solche sozialen Faktoren nur herkömmliche ökonomische Voraussetzungen wie Einkommen und Berufsgruppe, die unbestritten die jeweilige Marktchance bestimmen. [[Jürgen Friedrichs]] unterscheidet die folgenden Wohnungsmarktsegmente:&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Friedrichs, &amp;#039;&amp;#039;Stadtsoziologie&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sozialwohnungen,&lt;br /&gt;
* preiswerte freifinanzierte Wohnungen,&lt;br /&gt;
* „normale“ Mietwohnungen,&lt;br /&gt;
* Eigentumswohnungen,&lt;br /&gt;
* Eigenheime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik der reinen Ökonomie: Wohnraum als sozialer Raum ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Max Weber]] hat 1921 herausgestellt, dass der Markt als das Zentrum der modernen [[Kapitalismus|kapitalistischen Gesellschaft]] nicht nur ein ökonomischer, sondern zugleich ein [[Sozialraum]] ist (vgl. [[Urban Managerialism]]) und hier die „Lebensführungsart“ bestimmter [[soziale Schicht|sozialer Schichten]] zum Ausdruck kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Weber, &amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1, 1921, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt; Übertragen auf den Wohnungsmarkt bedeutet dies, dass nicht nur der [[Marktmechanismus]] von [[Angebot und Nachfrage]] wirksam ist, sondern sich ein sozialer Raum manifestiert, der eine [[Sozialstruktur]] mit [[soziale Schicht|sozialer Schichtung]] und [[Nachbar]]schaft umfasst. Das trifft insbesondere auf den Wohnungsmarkt zu. Noch deutlicher und konkreter zeigen sich Notwendigkeit und Ansatzpunkte politischer Intervention im Bereich der Wohnungsproduktion, wenn man diese unter sozialökonomischen Gesichtspunkten analysiert. Dabei spielen u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Faktoren eine Rolle:&lt;br /&gt;
* Der rein [[betriebswirtschaft]]liche [[Entscheidungsprozess]] des [[Bauherr]]n,&lt;br /&gt;
* Wohnungen können abgerissen werden oder ihr Charakter kann sich ändern, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierung]],&lt;br /&gt;
* die [[Altersstruktur]] zum Beispiel innerhalb einer Stadt verändert sich,&lt;br /&gt;
* [[Nebenkosten]] und [[Fahrtkosten]] zur [[Arbeitsstätte]] ([[Pendler]]) spielen bei Mietern eine Rolle.&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen stellt die Wohnungsproduktion auch ein zentrales Thema in der [[Wohnungspolitik]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pierre Bourdieu]] verstand die [[Klassengesellschaft]] als sozialen Raum, in welchem spezifische Dispositionen des [[Denken]]s und [[Handeln]]s bestimmter sozialer Schichten wirken.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Bourdieu/Bernd Schwibs, &amp;#039;&amp;#039;Physischer, sozialer und angeeigneter physischer Raum&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Martin Wentz]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Stadt-Räume&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 26; ISBN 978-3593345789&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
[[Volkswirtschaft]]lich ist die Miete ein [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] auf dem Wohnungsmarkt. Die Mietpreisbindung oder der Mietendeckel sind deshalb unter [[wirtschaftswissenschaft]]lichen Gesichtspunkten eine [[Preisgrenze]], und zwar konkret ein gesetzlicher [[Höchstpreis]] für Mieten, der nicht überschritten werden darf. Dadurch wird der Preismechanismus auf dem Wohnungsmarkt außer Kraft gesetzt, und Angebot und Nachfrage unterliegen nicht mehr der freien Preisbildung. Das hat erhebliche Folgen. Fällt nämlich die Mietobergrenze niedriger aus als die marktübliche Miete, die sich durch Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt ergeben würde, sinkt das Wohnraumangebot, und gleichzeitig steigt die Wohnrumnachfrage.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Der_Antikapitalist/5cH7DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Angebots%C3%BCberhang+%C3%BCberkonsumption&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;printsec=frontcover Thorsten Polleit, &amp;#039;&amp;#039;Der Antikapitalist&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entsteht ein [[Nachfrageüberhang]], der zu [[Mauscheln (Verb)|Mauschelei]], [[Korruption]] und [[Willkür (Recht)|Willkür]] bei der [[Allokation (Wirtschaftswissenschaft)|Allokation]] von knapp gewordenen Wohnungen führt. Der [[Wohnraummangel]] wird durch die Mietpreisbindung nicht beseitigt, sondern sogar verschärft. Die [[Investor]]en neigen dazu, keine weiteren Neubauten für Wohnungen zu errichten, weil die erzielbare [[Mietrendite]] durch den Höchstpreis begrenzt wird. Aus dem gleichen Grund wird auch weniger in [[Instandhaltung]] und [[Wartung]] von [[Wohngebäude]]n investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Polleit, &amp;#039;&amp;#039;Der Antikapitalist&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt; Mietpreisbindung senkt das [[Preisrisiko]] für Mieter und erhöht es für Vermieter, weil letztere ihre Mieten nicht mehr an die [[Inflation]] anpassen können (außer bei der [[Indexmiete]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] ist die [[Mietbelastungsquote]], die das Verhältnis der Wohnungsmiete zum Jahreseinkommen eines [[Privathaushalt]]s wiedergibt. Überschreitet diese 30 % des [[Nettoeinkommen]]s, muss ein Privathaushalt den [[Konsum]] und/oder das [[Sparen]] stark einschränken. Bei Eigentumswohnungen spielt im Rahmen der [[Immobilienfinanzierung]] der [[Schuldendienstdeckungsgrad]] eine Rolle, der aussagt, ob der aus einer [[Baufinanzierung]] resultierende [[Schuldendienst]] vertretbar ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Wohnungsmarkt entscheidet sich, wer wo und wie wohnt. Daher steht dieser Markt von jeher nicht nur allein im Blickpunkt der [[Mikroökonomie]], sondern auch [[Stadtsoziologie|Stadtsoziologen]] und [[Stadtgeographie|Geographen]] befassen sich mit der resultierenden [[Sozialräumliche Struktur|sozialräumlichen Struktur]]. Aufgabe der [[Wohnungspolitik]] ist es, durch geeignetes Eingreifen in den Wohnungsmarkt zum Beispiel sozialen Spannungen vorzubeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Grundsteuer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Friedrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtsoziologie&amp;#039;&amp;#039;. Leske + Budrich, Opladen 1995, ISBN 3-8100-1409-5.&lt;br /&gt;
* [[Detlev Ipsen]], Herbert Glasauer, Vera Lasch: &amp;#039;&amp;#039;Markt und Raum. Die Verteilungswirkungen wohnungspolitischer Subventionsformen im städtischen Raum&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main / New York 1986, ISBN 3-593-33685-5.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Jenkis|Helmut W. Jenkis]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der Wohnungswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1996, ISBN 3-486-23300-9.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kofner]]: &amp;#039;&amp;#039;Wohnungsmarkt und Wohnungswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-57605-4.&lt;br /&gt;
* Helmut Westphal: &amp;#039;&amp;#039;Die Filtering-Theorie des Wohnungsmarktes und aktuelle Probleme der Wohnungsversorgung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leviathan (Zeitschrift für Sozialwissenschaft)|Leviathan]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 1978, S. 536 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4066794-7}}&lt;br /&gt;
* Nicole Küster: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/12981/Dissertation_K%C3%BCster.pdf Schönheit und Wert von Wohnimmobilien: Ergebnisse einer Befragung der TU Chemnitz].&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Mai 2014. [https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/pub/Thiessen_Kuester_2014.pdf (Kurzzusammenfassung PDF)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4066794-7|LCCN=sh85111712|NDL=00563581}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohnungsmarkt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obdachlosigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Millbart</name></author>
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