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	<title>Wohnterrasse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wohnterrasse&amp;diff=2224261&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-12T10:04:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hh-schanze2.jpg|mini|Zollischeck-Terrasse, Sternstraße, Sahlhausbauweise]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg Rotherbaum DS254m.jpg|mini|Moderne Terrassenbebauung im Stadtteil Rotherbaum]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Terrasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Terrassenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnterrasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in [[Hamburg]] die innere Bebauung eines städtischen [[Häuserblock]]s genannt. Es handelt sich dabei in der Regel um zeilenförmig angeordnete, mehrgeschossige [[Wohngebäude#Städtisches Mietshaus|Mietshäuser]], die hinter einem Vorderhaus quer zur Straßenachse stehen und über einen Durchgang und meist nicht befahrbaren Wohnweg erschlossen werden. Durchzieht die Häuserzeile einen ganzen Block und hat an der gegenüberliegenden Straße einen weiteren Zugang, wird sie in der Regel &amp;#039;&amp;#039;Passage&amp;#039;&amp;#039; genannt. Terrassen und Passagen sind ab Mitte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in den stadt- und hafennahen Erweiterungsgebieten entstanden und gehen auf die Tradition der für Hamburg in dieser Zeit typischen innerstädtischen Bebauung der [[Gängeviertel (Hamburg)|Gängeviertel]] zurück. In ihrer Baugeschichte weisen sie die Entwicklungsstufen städtebaulicher Reformansätze auf, gelten als Nachbild der traditionellen Arbeiterquartiere und zugleich als Vorläufer der nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entstandenen Sozialsiedlungen der [[Fritz Schumacher|Schumacher-Ära]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Terrasse&amp;#039;&amp;#039; wurde im 19. Jahrhundert von den englischen &amp;#039;&amp;#039;terraced houses&amp;#039;&amp;#039; (Reihenhäuser) übertragen und bezeichnete ursprünglich von öffentlichen Straßen abzweigende Privatstraßen mit Kleinwohnungsanlagen. Er fand 1865 Eingang in das Hamburgische Baupolizeigesetz und in den 1870er Jahren in die offiziellen Hamburger Adressbücher. Er wird als [[Euphemismus]] oder auch &amp;#039;&amp;#039;Spekulationslüge&amp;#039;&amp;#039; angesehen, da er „einer Sache von geringem Ansehen einen, wenn auch unpassenden, so doch wohlklingenden Namen“ gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Funke: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Hamburgischen Miethauses. Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band XXV, Hamburg 1974, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lässt sich nicht deutlich abgrenzen und wird umgangssprachlich für diverse Formen der [[Hof (Architektur)|Hinterhofbebauung]] verwendet. In den Adressbüchern der 1920er Jahre wurde hingegen eine sehr genaue Unterscheidung vorgenommen, Terrassen im engeren Sinne sind demnach ausschließlich die quer zur Straße liegenden Häuserreihen. &amp;#039;&amp;#039;Hinterhäuser&amp;#039;&amp;#039; waren zumeist gewerblich genutzte Gebäude parallel zur Randbebauung, &amp;#039;&amp;#039;Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039; unterlagen einer Mischnutzung und waren unregelmäßig angelegt, Kleinbauten mit innerhöfischen Gartenflächen wurden als &amp;#039;&amp;#039;Gartenhäuser&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Falkenried.Terassenhäuser.wmt.jpg|mini|[[Falkenried-Terrassen]] in Hoheluft-Ost]]&lt;br /&gt;
Die ersten Terrassen wurden ab 1845 in dem damals städtebaulich neu erschlossenen [[Kloster St. Johannis (Hamburg)|Klostergebieten]] des heutigen [[Schanzenviertel]]s errichtet. Nach Aufhebung der [[Torsperre (Hamburg)|Torsperre]] 1860 entstanden mit dem [[Wohnungsbau|Massenwohnungsbau]] eine Vielzahl dieser Hinterhofzeilen in den Stadterweiterungsgebieten, die die heutigen Stadtteile [[Hamburg-St. Pauli|St. Pauli]], [[Hamburg-Sternschanze|Sternschanze]], [[Hamburg-St. Georg|St. Georg]], [[Hamburg-Borgfelde|Borgfelde]] und [[Hamburg-Rothenburgsort|Rothenburgsort]] ausmachen. Ihre bauliche Ausrichtung bestimmte sich nach dem Hamburgischen Baupolizeigesetz von 1865.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franklin Kopitzsch]], Daniel Tilgner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Ellert&amp;amp;Richter, Hamburg 2010, ISBN 9783831903733, S. 695 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:C-Terrassenhäuser.jpeg|mini|[[Terrassenhäuser in der Hamburger Josephstraße|Terrassenhäuser in der Josephstraße]] in Wandsbek vor dem Umbau (2015)]]&lt;br /&gt;
Eine nächste Baustufe wird für die Zeit ab 1880 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in dem Ring gesehen, der sich mit den Stadtteilen [[Hamburg-Rotherbaum|Rotherbaum]], [[Hamburg-Eimsbüttel|Eimsbüttel]], [[Hamburg-Eppendorf|Eppendorf]], [[Hamburg-Winterhude|Winterhude]], [[Hamburg-Barmbek|Barmbek]], [[Hamburg-Uhlenhorst|Uhlenhorst]], [[Hamburg-Eilbek|Eilbek]] und [[Hamburg-Hammerbrook|Hammerbrook]] um die innere Stadt zieht. Auch in den Gebieten der bis 1937 selbständigen Stadt [[Hamburg-Altona|Altona]] entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Hofbebauungen mit Terrassen, doch zeichnen sich diese durch ihre verschiedenartige Struktur aus. In den ebenfalls vormals nicht hamburgischen Gebieten von [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek]], [[Hamburg-Wilhelmsburg|Wilhelmsburg]] und [[Hamburg-Harburg|Harburg]] blieben Terrassen Ausnahmen in der Bebauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Terrassenbauten waren aufgrund der intensiven Ausnutzung städtischen [[Bauland]]s eng und galten als licht-, luft- und sonnenunzugänglich. Sie wurden ohne [[Hygiene|hygienische]] Mindeststandards errichtet, Wasserstellen und [[Toilette|Aborte]] befanden sich außerhalb der Häuser im Hof. Einen ersten Fortschritt brachten die &amp;#039;&amp;#039;Etagentoiletten&amp;#039;&amp;#039;, das waren stockwerkweise am Treppenabsatz angelegte Sanitärräume, bis schließlich Wasseranschlüsse in die Wohnungen gelegt wurden. Durch Grundrissveränderungen konnten Treppenhäuser mit Fenstern versehen werden, die neben dem Lichteinfall Lüftungsmöglichkeiten boten. Mit [[Baurecht (Deutschland)|baurechtlichen]] Mindestabstandsgeboten wurde versucht, die Bebauungsdichte einzuschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Operation Gomorrha|Bombenangriffe]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden viele der Terrassen zerstört, weitere in der Nachkriegszeit abgerissen und durch Neubebauung ersetzt. In den 1980er Jahren fanden umfangreich Untersuchungen des Bestandes statt, knapp 400 Terrassen waren bis dato erhalten. Die Hamburger Baubehörde stufte den größten Teil als erhaltenswürdig ein, viele von ihnen wurden unter Denkmalschutz gestellt und saniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anhebung der Wohnstandards, aber auch zunehmender städtischer Verkehr und wachsende Lärmbelastung, denen man in den Hinterhöfen entgeht, haben zu einer steigenden Beliebtheit der Terrassen geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Budenreihen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzgang Gr.Freiheit.jpg|mini|Budenreihe in der Großen Freiheit]]&lt;br /&gt;
Buden sind eingeschossige Hinterhäuser und gelten als Relikte aus der vorindustriellen Zeit, die in den Stadterweiterungsgebieten nur noch selten zur Ausführung kamen. Im heutigen Stadtbild erhalten ist eine Budenreihe mit 16 Häusern in der Marktstraße 7 des [[Karolinenviertel]]s, St. Pauli, die nach dem [[Hamburger Brand|Großen Brand]] von 1842 als Notunterkünfte für Obdachlose erbaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/176984/2008-02-01-kb-marktstrasse.html hamburg.de: &amp;#039;&amp;#039;Historische Budenhäuser in der Marktstraße: Lawaetz–Stiftung und Denkmalschutzamt schließen Sanierung ab&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 7. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Ehemals in Altona gelegen war der &amp;#039;&amp;#039;Holsteinische Hof&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1850 in der Großen Freiheit 84, heute St. Pauli, dessen Südterrasse noch besteht. Weitere erhaltene Budenreihen sind die &amp;#039;&amp;#039;Bleicherhäuser&amp;#039;&amp;#039; in der Ulmenstraße 33/35 in Winterhude, erbaut 1866, und die &amp;#039;&amp;#039;Moorwood’schen Arbeiterhäuser&amp;#039;&amp;#039; von 1890 am Küsterkamp 24–27 in Wandsbek.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 44 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name Bude wurde auch auf die unteren Wohnungen der Sahlhäuser übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sahlhäuser ===&lt;br /&gt;
[[Datei:903 Zeißstrasse 22-34.jpg|mini|Sahlhäuser in [[Hamburg-Ottensen]], Zeißstraße 22–34 ]]&lt;br /&gt;
Sahlhäuser sind mehrgeschossige Wohnhäuser, deren obere Stockwerke, Sähle oder Sahlwohnungen genannt, durch eine eigene Treppe erreichbar sind. Auffälliges Element ist die dadurch entstehende &amp;#039;&amp;#039;Dreitürengruppe&amp;#039;&amp;#039;, bei der hinter der mittleren die Sahltreppe liegt und unmittelbar rechts und links davon die Türen für die separaten Erdgeschosswohnungen oder &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039;. Sahlhäuser gehen ebenfalls auf die vorindustrielle Zeit zurück, waren bereits Elemente der Gängeviertel und sind durch die Aufstockung von Kleinhäusern und Buden entstanden. Im Massenwohnungsbau wurden sie Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in St. Pauli und Altona errichtet, auch als straßenständige Gebäude, doch findet sich diese Bauweise insbesondere in den Terrassen wieder. Erhaltene Sahlhäuser der Hinterhofbebauung sind zum Beispiel die &amp;#039;&amp;#039;Zollischeck-Terrasse&amp;#039;&amp;#039; in der Sternstraße 29 in der Sternschanze oder die Häuserreihe in der Wohlersallee 6–10 in Altona.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 46 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alster- und Elbterrassen ===&lt;br /&gt;
Eine Sonderform der Terrassenbauten bilden die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstandenen alster- und elbnahen Wohnanlagen in Rotherbaum / Harvestehude und in Ottensen. Hierbei handelt es sich um eine hinter den Landhäusern und Villen der Hamburger Kaufleute gelegene Reihenbebauung, teilweise als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Reihenvillen&amp;#039;&amp;#039;, an ehemaligen Privatstraßen. Sie wurden von einem „breiten bürgerlichen Publikum“ bewohnt und auch als „Oberschicht des Hamburger Terrassen-Bestandes“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Namen wurden bei der Übernahme der Privatwege als öffentliche Straßen, unabhängig von der erhaltenen Bebauung, zur offiziellen Bezeichnung, so zum Beispiel die &amp;#039;&amp;#039;Alsterterrasse&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Sophienterrasse]]&amp;#039;&amp;#039; an der Alster sowie die &amp;#039;&amp;#039;Rainvilleterrasse&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Klopstockterrasse&amp;#039;&amp;#039; an der Elbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Haspel: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Hinterhäuser: Terrassen – Passagen – Wohnhöfe&amp;#039;&amp;#039;. Christians Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-7672-9968-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Wohnterrassen in Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Hamburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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