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	<title>Wohlfahrt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wohlfahrt&amp;diff=129507&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GhostGambler: /* Allgemeines */ Text verbessert</title>
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		<updated>2026-03-18T17:21:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines: &lt;/span&gt; Text verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{gmhS|wolvarn|Wohlergehen}}) ist in der [[Politikwissenschaft]] im weitesten Sinne das Erreichen [[Ökonomie|ökonomischer]], [[sozial]]er und [[Ethik|ethischer]] [[Ideal (Philosophie)|Ideale]] und im engeren Sinne die ökonomische [[Qualität]] eines gesellschaftlichen Zustands, der sich durch die [[Produktion]] und [[Ressourcenallokation|Verwendung]] von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] auszeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;winter-432&amp;quot;&amp;gt;Simon Winter: &amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrt.&amp;#039;&amp;#039; In: Herder-Verlag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staatslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, 2021, Sp. 432 ({{Google Buch |BuchID=2R0tEAAAQBAJ |Seite=230}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wohlfahrt ist ein Begriff der [[Wohlfahrtsökonomik]] zur Ableitung des gesellschaftlichen Wohlfahrtsoptimums. Zur exakten Nutzung des Begriffs muss geklärt sein aus welchen materiellen und immateriellen Elementen Wohlfahrt besteht, und es wäre ein einheitlicher Bewertungsmaßstab notwendig. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen ein eindeutiges Maß zu entwickeln, welches allgemein verwendet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;piekenbrock-483&amp;quot;&amp;gt;Dirk Piekenbrock: &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 483 ({{Google Buch |BuchID=ANYkBgAAQBAJ |Seite=483}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohlfahrt sind im Sinne der Wohlfahrtsökonomik sämtliche [[Zivilgesellschaft#Rahmenbedingungen|Rahmenbedingungen]], mit deren Hilfe [[Wohlstand]] erzielt werden kann. [[Staatsziel]] der [[Wirtschaftspolitik]] ist die Maximierung der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hohlstein: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 765 ({{Google Buch |BuchID=NC4Bd2C-MJcC |Seite=765}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Staat]], der die Wohlfahrt zum Staatsziel erhebt, wird [[Wohlfahrtsstaat]] genannt. Wohlfahrt wird auch als [[Verfügbarkeit]] bestimmter [[Güterbündel]] definiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;winter-432&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] forderte 1610 [[Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|Christian IV.]] eine [[Steuer]], die unabhängig von Kriegen als Zuschuss zu den Kosten der Regierung gezahlt werden solle, die zu Heil und „Wohlfarth“ verwendet werden würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Proposition, &amp;#039;&amp;#039;König Christian IV. und Herzog Johann Adolf auf dem Landtag zu Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 1610, in: Landesarchiv Schleswig, Abteilung 400.5 Nr. 45, S. 820.&amp;lt;/ref&amp;gt; König [[Friedrich III. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich III.]] verlangte im Jahre 1649, dass „Wohlfarth“ nicht allein den [[Adel|Herrschaften]], sondern „allen Ständen und Unterthanen“, also dem gesamten Vaterland zugutekommen müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;Proposition, &amp;#039;&amp;#039;König Friedrich III. und Herzog Friedrich III. auf dem Landtag zu Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, Oktober 1649, in: Landesarchiv Schleswig, Abteilung 400.5 Nr. 48, S. 187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] führte 1776 in seinem [[Standardwerk]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Wohlstand der Nationen]]&amp;#039;&amp;#039; – das bereits im [[Buchtitel]] den Begriff enthält – die Wohlfahrt auf [[Marktwirtschaft]], [[Arbeitsteilung]] und internationalen [[Freihandel]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Zapka: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Marktwirtschaft in der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 31 ({{Google Buch |BuchID=puWPDwAAQBAJ |Seite=31}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Smith ging es um die bestmögliche Verteilung der [[Produktionsfaktor]]en – oder wissenschaftlich ausgedrückt um optimale [[Ressourcenallokation]]. Zu kritisieren ist, dass Smith den Wohlfahrtsbegriff weder definierte noch sich mit seiner Messung auseinandergesetzt hatte. Dagegen war [[Johann Gottlieb Fichte]] 1800 der Auffassung, dass Wohlfahrt auf [[Dirigismus]] und [[Geschlossene Volkswirtschaft|geschlossener Volkswirtschaft]] beruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Gottlieb Fichte: &amp;#039;&amp;#039;[[Der geschlossene Handelsstaat]]&amp;#039;&amp;#039;, 1800, S. 30 ff. ({{Google Buch |BuchID=7xEZBwAAQBAJ |Seite=30}})&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Außenhandel]] war für ihn verboten, [[Reise]]n waren nur einer Minderheit gestattet (Gelehrte und höhere Künstler). Er hob hervor, dass es sich nicht um eine etwaige beliebige [[Gefälligkeit]] des Staates handele, die Wohlfahrt der Untertanen zu befördern, sondern um strenge Pflichten und Rechte. [[David Ricardo]] vertrat 1817 die Auffassung, dass die weltweite Wohlfahrt maximiert würde, wenn sich die Staaten auf die Produktion bestimmter Güter spezialisieren würden ([[Arbeitsteilung|internationale Arbeitsteilung]], [[Komparativer Kostenvorteil|komparative Kostenvorteile]]), die sie am relativ effizientesten herstellen könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;On the Principles of Political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 112 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stellte die Verteilung der [[Faktoreinkommen]] ([[Arbeitseinkommen]], [[Bodenertrag]] und [[Kapitalertrag]]) in den Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vilfredo Pareto]] unterschied 1927 die &amp;#039;&amp;#039;objektive Wohlfahrt&amp;#039;&amp;#039; in Form des [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzens]] und die &amp;#039;&amp;#039;subjektive Wohlfahrt&amp;#039;&amp;#039;, die er „Ophelimität“ nannte ({{grcS|οφέλιμος|ophélimos|de=nützlich}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Vilfredo Pareto, &amp;#039;&amp;#039;Manual of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 1927, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt; Das nach ihm benannte [[Pareto-Optimum]] liegt vor, wenn für alle Bürger die Wohlfahrt steigt, ohne dass einige Bürger Einschränkungen der Wohlfahrt hinnehmen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1978 gab es in Deutschland einen von den Universitäten [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt]] und [[Universität Mannheim|Mannheim]] herausgegebenen [[Wohlfahrtssurvey]], der eine [[Befragung]] der deutschen Bevölkerung zur Messung der individuellen Wohlfahrt und [[Lebensqualität]] enthielt und letztmals 1998 veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Wohlfahrt setzt sich aus [[Materielles Gut|materiellen]] (etwa [[Volkseinkommen]], [[Volksvermögen]]) und [[Immaterielles Gut|immateriellen Gütern]] ([[Image]], [[Prestige]]) zusammen. Zur exakten [[Quantifizierung]] des Begriffs Wohlfahrt ist ein einheitlicher Bewertungsmaßstab notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Piekenbrock: &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 510 f. ({{Google Buch |BuchID=kFMgBAAAQBAJ |Seite=510}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; An einem solchen Maßstab fehlt es, so dass es der Wohlfahrtsökonomik bis heute nicht gelungen ist, ein eindeutiges, allgemein verwendetes Maß für die Wohlfahrt zu entwickeln. Zur Wohlfahrt gehören auch die geltenden [[Sozialstandard]]s und [[Umweltstandard]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen subjektiver und objektiver Wohlfahrt. &amp;#039;&amp;#039;Subjektive Wohlfahrt&amp;#039;&amp;#039; (oder [[Wohlbefinden]]) sind [[selektive Wahrnehmung]]en und Bewertungen eines Bürgers, objektive die Möglichkeiten der Lebensgestaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Diezinger, Verena Mayr-Kleffel: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Ungleichheit&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 72 ({{Google Buch |BuchID=yON2DwAAQBAJ |Seite=72}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nützlichkeit (oder Ophelimität) ist die subjektive Wohlfahrt, Nutzen die objektive. So steigert das [[Rauchen]] einer Zigarette zwar die Ophelimität als subjektives Wohlbefinden des Rauchers, jedoch objektiv ist es seinem Wohlbefinden ([[Gesundheit]]) abträglich. Zum Wohlbefinden gehören [[Arbeitszufriedenheit]], [[Kundenzufriedenheit]], Zufriedenheit mit [[Arbeitseinkommen]] und [[Wohnung]]. Subjektive und objektive Wohlfahrt zusammen bilden die „individuelle Wohlfahrt“ als Maßstab für die [[Lebensqualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wohlfahrtsverlust tritt nach [[Alfred Marshall]] ein, wenn sich die [[Konsumentenrente]] verringert, weil die [[Optimum|Optimalitätsbedingungen]] der [[Vollständige Konkurrenz|vollkommenen Konkurrenz]] verletzt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;piekenbrock-483&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohlfahrtsfunktionen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wohlfahrtsfunktion}}&lt;br /&gt;
Wohlfahrtsfunktionen sind die formale Darstellung der [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregation]] individueller Wohlfahrtsvorstellungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;piekenbrock-483&amp;quot; /&amp;gt; Die modernen Wohlfahrtsfunktionen wurden nach ihren [[Urheber]]n benannt. Insbesondere sind zu erwähnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Wohlfahrtsfunktion]]&lt;br /&gt;
! [[Urheber]]&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bernoulli-Nash-Wohlfahrtsfunktion || [[Johann I Bernoulli]] / [[John Forbes Nash Jr.]] || 1696 / 1947&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leontief-Lerner-Wohlfahrtsfunktion || [[Wassily Leontief]] / [[Abba P. Lerner]] || 1934&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bergson-Samuelson-Wohlfahrtsfunktion]] || [[Abram Bergson]] / [[Paul A. Samuelson]] || 1938 / 1947&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rawlssche Wohlfahrtsfunktion]] || [[John Rawls]] || 1971&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesellschaftliche Wohlfahrt bestimmt sich [[Jeremy Bentham]] zufolge&amp;lt;ref&amp;gt;Jeremy Bentham, &amp;#039;&amp;#039;An introduction to the Principles of Morals and Legislation&amp;#039;&amp;#039;, 1780, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus der Summe der individuellen Einzelnutzen &amp;lt;math&amp;gt;u_i&amp;lt;/math&amp;gt; aller Individuen der Gesellschaft für eine [[Ressourcenallokation|Allokation]] &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;W(x) = u_1(x) + u_2 + \mathrm{...} + u_N(x) = \sum_{i}^N u_i(x)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesellschaftliche Wohlfahrt wird bei Leontief/Lerner direkt durch die zur Verfügung stehenden Gütermengen bestimmt. Bergson/Samuelson vertraten eine soziale Wohlfahrtsfunktion mit individuellen Nutzenwerten. Bei Bernoulli/Nash werden diese individuellen Nutzwerte miteinander multipliziert&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 41 ({{Google Buch |BuchID=PiskBAAAQBAJ |Seite=41}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und nicht wie bei Bentham addiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohlfahrtsökonomik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wohlfahrtsökonomik}}&lt;br /&gt;
Die Wohlfahrtsökonomik (oder [[Wohlfahrtstheorie]]) soll die Rahmenbedingungen aufzeigen, unter denen für die gesamte [[Volkswirtschaft]] ein möglichst großer wirtschaftlicher Wohlstand verwirklicht werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Th. Gabler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, 1984, Sp. 2341; ISBN 3-409-30383-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Begründer [[Arthur Cecil Pigou]] ging 1920 von der [[Hypothese|Annahme]] aus, dass alle Menschen in ihrer Fähigkeit, Nutzen zu empfinden gleich seien, wobei ihr Arbeitseinkommen dem [[Gossensches Gesetz|Gesetz des abnehmenden Grenznutzens]] unterliege. Er folgerte, dass eine [[Umverteilung]] des Einkommens von einem Reichen zu einem Armen die Gesamtsumme der Wohlfahrt erhöhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Cecil Pigou, &amp;#039;&amp;#039;Economies of Welfare&amp;#039;&amp;#039;, 1920, S. 539&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird dem Reichen 1 Euro weggenommen und dem Armen übergeben, so steige der Nutzen des Armen stärker an, als der des Reichen sinke (abnehmender [[Grenznutzen]]). Pigous „Welfare-Theory“ wurde von [[Lionel Robbins]] 1932 scharf kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Lionel Robbins, &amp;#039;&amp;#039;An Essay on the nature and significance of Economic Science&amp;#039;&amp;#039;, 1932, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezweifelte insbesondere die Möglichkeit, Vergleiche über Nutzeneinschätzungen vorzunehmen, ohne dabei in [[Werturteil]]e zu verfallen. Pigou nahm an, dass der Grenznutzen einer zusätzlichen Einkommenseinheit bei verschiedenen Personen identisch sei, was jedoch bedeutet, dass interpersonelle Nutzenvergleiche möglich seien. Genau dies war für Robbins ein unzulässiges Werturteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nutzen als ökonomischer Wohlfahrtsmaßstab bereitet mithin Schwierigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hohlstein, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 1328&amp;lt;/ref&amp;gt; Um ein [[Nutzenmaximierung|Nutzenmaximum]] (besser &amp;#039;&amp;#039;Nutzenoptimum&amp;#039;&amp;#039;) ermitteln zu können, muss ein kardinaler Nutzenbegriff verwendet werden. Da Personen meist nur fähig sind, bestimmte Güterbündel in eine [[Rangordnung]] zu bringen, ohne den genauen Nutzenabstand bestimmen zu können, kann der Nutzen daher nur eine ordinale Größe sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser ordinalen Nutzendarstellung beruht die Wohlfahrt des Vilfredo Pareto. Er ging 1927 davon aus, dass [[Indifferenzkurve]]n die Kombination zweier Güter oder Güterbündel geometrisch abbilden, die einem [[Wirtschaftssubjekt]] denselben Nutzen stiften.&amp;lt;ref&amp;gt;Vilfredo Pareto, &amp;#039;&amp;#039;Manual of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 1927, S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohlfahrts-Organisationen in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist die Wohlfahrt durch [[Freie Wohlfahrtspflege|freie Wohlfahrtsverbände]] geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Josef Schmid |url=https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202214/wohlfahrtsverbaende |titel=Wohlfahrtsverbände |werk=bpb |abruf=2020-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle soziale [[Dienstleistung]]en und Einrichtungen befinden sich in freigemeinnütziger Trägerschaft und gestalten den sozialen Sektor in Deutschland. Hier gibt es sechs große freie Wohlfahrtsträger: die [[Arbeiterwohlfahrt]] (AWO), [[Deutscher Caritasverband]], [[Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband]], [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutsches Rotes Kreuz (DRK)]], [[Diakonie Deutschland]] und die [[Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland]]. Des Weiteren wurde im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz auch der erste islamische Wohlfahrtsverband [[An-Nusrat Islamischer Wohlfahrtsverband|An-Nusrat e.&amp;amp;nbsp;V.]] gegründet, um auch die muslimische Gemeinschaft in der Wohlfahrtslandschaft zu vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DIK/DE/Downloads/LenkungsausschussPlenum/20151110-la-ergebnisse-dik.html?nn=7988032 |titel=DIK – Deutsche Islam Konferenz – DIK-Tagung &amp;quot;Professionalisierung muslimischer Jugendorganisationen&amp;quot; – Ergebnisse der Sitzung des DIK-Lenkungsausschusses vom 10. November 2015 in Berlin |abruf=2020-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben, Zielvorstellungen und die aktuellen sozialpolitischen Reformmaßnahmen wirken auf die Struktur der Wohlfahrt in Deutschland ein und machen diese zu einem äußerst komplexen Themenbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bagfw.de/ueber-uns/freie-wohlfahrtspflege-deutschland/geschichte |titel=Geschichte |abruf=2020-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege|Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.]] arbeiten die Spitzenverbände der [[Freie Wohlfahrtspflege|Freien Wohlfahrtspflege]] zusammen. Diese Verbände verfolgen das Ziel der Verbesserung von [[Lebenslage]]n,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bagfw.de/ueber-uns/aufgaben-der-bagfw |titel=Satzungsgemäße Aufgaben |abruf=2020-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; orientieren sich dabei an Leitbildern, die auf [[Sozialethik|sozialethischen]] Überlegungen und Wertvorstellungen basieren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bagfw.de/fileadmin/user_upload/Veroeffentlichungen/Publikationen/QZiele_20140827_mit_Anlagen.pdf |titel=BAGFW Grundsatzpapier: Qualitätsziele der Wohlfahrtsverbände zur Erreichung ihrer spezifischen Dienstleistungsqualität |datum=2014-08-27 |format=PDF |abruf=2020-01-06}} S.&amp;amp;nbsp;4.&amp;lt;/ref&amp;gt; und engagieren sich durch [[Sozialpolitik|sozialpolitische]] Handlungen und gemeinschaftliche Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterstützung der allgemeinen [[Wohlfahrtspflege]] werden von der [[Deutsche Post AG|Deutschen Post]] seit 1949 [[Wohlfahrtsmarke|Wohlfahrts(brief)marken]] ausgegeben. Neben dem reinen [[Postsendung#Entgelte|Porto]] wird ein „Zuschlag“ erhoben, der für [[Wohltätigkeit|wohltätige]] Zwecke weitergegeben wird. Heutzutage erscheinen bei der Deutschen Post jährlich zwei verschiedene Briefmarkenserien dieser Art, deren Erlöse den Verbänden der allgemeinen Wohlfahrtspflege („Für die Wohlfahrt“ und Weihnachtsmarken) zugutekommen. Seit 1949 wurden insgesamt fast 4 Milliarden Marken verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Trotz teilweise hohem [[Wirtschaftswachstum]]s ist das Wohlstandsgefälle in keinem Kontinent so groß wie in [[Asien]]. Spitzenreiter ([[Erste Welt]]) [[Japan]] und [[Volksrepublik China]] werden gefolgt von den reichen [[Stadtstaat]]en [[Hongkong]] und [[Singapur]] ([[Westliche Welt|Zweite Welt]]), während auf der untersten Stufe ([[Dritte Welt]]) [[Bangladesch]], [[Bhutan]] oder [[Kambodscha]] stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Janocha: &amp;#039;&amp;#039;Asiens Märkte erfolgreich erschließen&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 6 ({{Google Buch |BuchID=q1TyBQAAQBAJ |Seite=6}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Menschen, die auf fremde [[Hilfe zum Lebensunterhalt]] angewiesen sind und diese in Anspruch nehmen, „leben von der Wohlfahrt“ oder [[Umgangssprache|umgangssprachlich]] „von der Stütze“ (meist [[Bürgergeld]], [[Sozialgeld]] oder [[Sozialhilfe]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Förderung der &amp;#039;&amp;#039;öffentlichen Wohlfahrt&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gemeinnützigkeit|gemeinnütziger]] Zweck im Sinne des (deutschen) [[Steuerrecht]]s ({{§|52|ao_1977|juris|text= §§&amp;amp;nbsp;52 ff.}} [[Abgabenordnung]]). [[Spende]]n dafür können bis zu bestimmten Grenzen vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fürsorge]]&lt;br /&gt;
* [[Jugendwohlfahrt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Welfare|Wohlfahrt}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4128491-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales Engagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohlfahrtsökonomik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GhostGambler</name></author>
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