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	<title>Wofasept - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:56:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wofasept&amp;diff=2887886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-09-09T11:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Desinfektionsmittel]] zur öffentlichen Gebäude- und Fahrzeugreinigung in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell befindet sich ein gleichnamiges Produkt zur Instrumentendesinfektion auf dem deutschen Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Das Produkt enthielt die [[Mikrobiozide]] [[4-Chlor-3-methylphenol|4-Chlor-&amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039;-kresol]] und [[Chlorophen]]. Ein schwächeres Reinigungsmittel für private Haushalte wurde in leicht abgewandelter Zusammensetzung hergestellt.&amp;lt;ref name=Zimmer /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wofasept vor der Wende ==&lt;br /&gt;
Das [[Chemiekombinat Bitterfeld]] (bis 1969: [[Farbenfabrik Wolfen]] aus [[Wolfen]]) stellte &amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039; in sehr großen Mengen her. Im Produkt steckt der Herstellername &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lfen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rben; Bitterfeld-Produkte begannen in der Regel mit „BI“, wie das Insektizid &amp;#039;&amp;#039;BI58&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich um eine teils klare, teils gelblich-braune Flüssigkeit. Das Desinfektionsmittel wurde in großen 25l-50l-Kanister-Gebinden bereitgestellt. Allerdings gab es auch Phasen mangelnder Belieferung, z.&amp;amp;nbsp;B. in Krankenhäusern. Es kam im öffentlichen Raum überall zum Einsatz und auch bei der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]]. Dadurch lernten Westeuropäer den Geruch im grenzüberschreitenden [[Interzonenzug]]-Verkehr kennen. Der Geruch&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Joachim Link: &amp;#039;&amp;#039;Wie ein Landtag laufen lernte&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Köln 2010, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der oft mit dem ebenfalls PCP-haltigen und krebserregend eingestuften [[Hylotox 59]] verwechselt wird, blieb insbesondere dann lange Zeit erhalten, wenn Holzböden oder andere poröse Flächen Teile der Flüssigkeit aufnahmen. Eine andere Ursache für die starke Geruchsbelästigung war die Sättigung von Deckensteinen mit einer klebrigen, [[kresol]]haltigen Substanz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.agoef.de/schadstoffe/chemische-schadstoffe/phenole-und-kresole.html |hrsg=Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.&amp;amp;nbsp;V. (AGÖF) |autor=Peter Braun |datum=2003-08 |zugriff=2013-02-15 |titel=Phenole und Kresole}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Extremfällen findet man auch 2018 noch stark riechende Gebäude bzw. Räume in der Ex-DDR, z.&amp;amp;nbsp;B. in der Dachetage des Naturfreundehauses in der Sächsischen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Verbreitung innerhalb der DDR sprach man bisweilen auch von „DDR-Geruch“. Er galt als aggressiv, dominant und unverkennbar.&amp;lt;ref name=Zimmer&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.d-e-zimmer.de/PDF/1990ddrgeruch.pdf |titel=Der Geruch der DDR |autor=[[Dieter E. Zimmer]] |werk=[[Die Zeit]], Modernes Leben, Nr. 43, „Ein chemisches Rätsel — Nachruf auf einen verlorenen Duft“ |datum=1990-10-19 |zugriff=2013-02-15 |format=PDF, 60 KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur chirurgischen Händedesinfektion wurde &amp;#039;&amp;#039;Wofasept Seifengelee&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Junghanns (Mediziner)|Herbert Junghanns]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=shbLBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA124 Chirurgenverzeichnis: Biographie und Bibliographie]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2013, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Desinfektionsmittel war das [[formaldehyd]]haltige &amp;#039;&amp;#039;Fesiaform&amp;#039;&amp;#039;, das ebenfalls einen sehr starken Geruch besaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wofasept heute ==&lt;br /&gt;
Inzwischen wird der Name &amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039; von der Firma „Kesla-Hygiene“ in der Bezeichnung unterschiedlicher Stoffgemische (z.&amp;amp;nbsp;B. Wofasept, Wofasept FL, Wofasept AHA, …) verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kesla.de&amp;quot;&amp;gt;Kesla AG » Produkte: [https://www.kesla.de/produkte/ Kesla AG » Produkte], abgerufen am 6. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von Kesla zur Instrumenten- und Flächendesinfektion angebotene Konzentrat namens &amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039; enthält pro 100&amp;amp;nbsp;ml 5&amp;amp;nbsp;g [[Chlorocresol]], 2&amp;amp;nbsp;g Chlorofen, 5–15 % [[anionische Tenside]], wasserlösliche [[Lösungsmittel|Lösemittel]], Duft- und Hilfsstoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kesla&amp;quot;&amp;gt;Kesla: [https://www.kesla.de/wp-content/uploads/Wofasept_01.15.pdf Produktinformation WOFASEPT], abgerufen am 6. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird mit 98–99 % Wasser verdünnt und ist wirksam gegen Bakterien (außer Mykobakterien und Sporenbildner) und Pilze (Hefen). Das Mittel steht in der Desinfektionsmittel-Liste des VAH. In der Werbung heißt es: „es beseitigt nachhaltig unangenehme Gerüche und hinterlässt einen unverwechselbaren [[Hygiene|hygienischen]] Duft“. Durch [[Duftstoff]]e wurde der ehemalige strenge Geruch ersetzt. Kesla besitzt per eingetragenem [[Warenzeichen]] ® die Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sicherheitshinweise ===&lt;br /&gt;
[[Gefahrstoff]]e im gegenwärtigen &amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039; sind Chlorokresol, Clorofen, [[Ethanol]] und [[anionische Tenside|verseiftes sulfoniertes Paraffin]]. Nach aktueller Einstufung verursacht Wofasept Hautreizungen und schwere Augenschäden und kann allergische Reaktionen verursachen. Wofasept ist nachhaltig schädlich für Wasserorganismen. Das Einatmen von Wofasept in Form von Gas, Nebel, Dampf oder Aerosol ist zu vermeiden. Die Haut ist nach Kontakt gründlich zu waschen. Eine Freisetzung in die Umwelt ist zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://volksversand.de/media/convertbiozid_pdf/00468654.pdf |wayback=20160805121350 |text=Sicherheitsdatenblatt zu &amp;#039;&amp;#039;Wofasept Instrumentendesinfektion&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF), S. 1–2. Letzte Überarbeitung 14. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.reinigungsberater.de/dokumente/desinfektionsreiniger_kesla_wofasept_5_l,p-WOS.5000,dl-sicherheitsdatenblatt_reach.pdf |wayback=20161106185526 |text=Sicherheitsdatenblatt zu &amp;#039;&amp;#039;Wofasept&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF), S. 1–2. Letzte Überarbeitung 8. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Berencsi, Wolfgang Weuffen: &amp;#039;&amp;#039;Toxische und allergische Nebenwirkungen von Antiseptika.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer bei Elsev, 1986. S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Markennamen und Produkten in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markenname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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