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	<title>Wobbler-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:30:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wobbler-Syndrom&amp;diff=217927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-10-15T21:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wobbler-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym: &amp;#039;&amp;#039;Zervikale Malformation&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zervikale Spondylopathie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zervikale Spondylomyelopathie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Spinale Ataxie&amp;#039;&amp;#039;) wird in der Tiermedizin ein [[Symptom]]komplex bezeichnet, der durch Nervenschädigungen im Bereich des [[Rückenmark]]s bzw. der [[Spinalnerv|Rückenmarksnerven]] im Bereich der [[Halswirbelsäule]] hervorgerufen wird (&amp;#039;&amp;#039;[[Ataxie|spinale Ataxie]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Begriff leitet sich vom unsicheren (ataktischen) Bewegungsablauf des erkrankten Tieres ab: „Wobbler“ kommt vom altdeutschen Wort „wobbeln“ („wackeln“, {{enS|to wobble}}). Das Wobbler-Syndrom tritt vor allem bei [[Hauspferd|Pferden]] und [[Haushund|Hunden]] auf, als Ursache kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen in Frage. Der Heilungserfolg hängt von der eigentlichen Ursache ab, einige Krankheiten haben eine gute, andere eine schlechte [[Prognose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symptome werden durch eine Schädigung des [[Rückenmark|Halsmarks]] erzeugt, im Regelfall durch eine Kompression, bei Pferden selten auch durch eine Infektion. Das Krankheitsbild entspricht damit der [[Zervikale Spinalkanalstenose|zervikalen Spinalkanalstenose]] des Menschen (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Spinale Stenose]]&amp;#039;&amp;#039;). Die Kompression kann durch eine statische Verengung des Wirbelkanals zustande kommen (&amp;#039;&amp;#039;statischer&amp;#039;&amp;#039; Wobbler). Ein &amp;#039;&amp;#039;dynamischer&amp;#039;&amp;#039; Wobbler liegt vor, wenn das Rückenmark erst infolge einer Bewegung komprimiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wobbler-Syndrom beim Hund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorkommen ===&lt;br /&gt;
Das Wobbler-Syndrom wurde erstmals 1967 beim [[Basset Hound]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;A. C. Palmer, M. E. Wallace: &amp;#039;&amp;#039;Deformation of cervical vertebrae in Basset Hounds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Veterinary Record|Vet. Rec.]]&amp;#039;&amp;#039; 80/1967, S. 430–433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erkrankung kommt aber bei zahlreichen [[Hunderasse]]n vor. In Studien aus Großbritannien und den USA zeigt sich eine deutliche Rassedisposition für [[Dobermann]] und [[Deutsche Dogge]], die in einer Schweizer Studie allerdings nicht nachweisbar war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaggy&amp;quot;&amp;gt;A. Jaggy, J. Lang: &amp;#039;&amp;#039;Zervikale Spondylopathie („Wobbler-Syndrom“) beim Hund.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweiz. Arch. Tierheilk.&amp;#039;&amp;#039;, 128/1986, S. 385–399.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bislang wurde das Wobbler-Syndrom bei [[Airedale-Terrier]], [[Alaskan Malamute]], [[Australian Kelpie|Australischer Schäferhund]], [[Barsoi]], Basset Hound, [[Beagle (Hunderasse)|Beagle]], [[Berner Sennenhund]], [[Boston Terrier]], [[English Cocker Spaniel|Cocker Spaniel]], [[Dackel]], [[Dalmatiner]], [[Deutscher Schäferhund]], [[Lhasa-Apso]], [[Neufundländer]], [[Irischer Wolfshund]], [[Kuvasz]], [[Labrador Retriever]], [[English Pointer|Pointer]], [[Pudel]], [[Chien de Montagne des Pyrénées|Pyrenäen-Berghund]], [[Rhodesian Ridgeback]], [[Schnauzer#Riesenschnauzer|Riesenschnauzer]], [[Rottweiler]], [[Shih-Tzu]] und [[Weimaraner]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Hunderassen sind deutlich häufiger betroffen, männliche Hunde etwa doppelt so häufig wie weibliche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaggy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheitsentstehung und Formen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DogAxisMalformation.jpg|hochkant=1.5|mini|Röntgenaufnahme einer angeborenen Wirbelkanalverengung hinter dem [[Axis (Halswirbel)|zweiten Halswirbel]] (Pfeile) bei einem [[Rhodesian Ridgeback]]. 1-Schädel, 2-Oberarmknochen]]Auch beim Hund sind die Ursachen des Wobbler-Syndroms mannigfaltig. Am häufigsten sind angeborene Fehlbildungen ([[Atlanto-axiale Subluxation]], Fehlbildungen des Wirbelkörpers oder -bogens) oder [[Bandscheibe]]nerkrankungen die Ursache, nach dem [[VETAMIN D|VETAMIN-D]]-Schema also &amp;#039;&amp;#039;Anomalie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Degeneration&amp;#039;&amp;#039;. Aber auch [[Neoplasie]]n, [[Abszess]]e oder [[Osteochondrose]]n können zur Ausbildung des Syndroms führen. Schnellwüchsigkeit und Fehlernährung sind begünstigende Faktoren, bei Doggen wurde ein Zusammenhang mit einer zu hohen [[Kalzium]]versorgung nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. A. Hazewinkel u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Influences of chronical calcium excess on the sceletal developement of growing great danes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Am. Anim. Hosp. Assoc.&amp;#039;&amp;#039;, 21/1985, S. 377–391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Seim III und Withrow&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seim&amp;quot;&amp;gt;H. B. Seim, S. J. Withrow: &amp;#039;&amp;#039;Pathophysiology and diagnosis of caudal cervical spondylomyelopathie with emphasis on the dobermann pinscher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Am. Anim. Hosp. Assoc.&amp;#039;&amp;#039;, 18/1982, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterscheiden verschiedene Formen des Wobbler-Syndroms:&lt;br /&gt;
# Angeborene [[Fehlbildung]] des Wirbelkörpers: Es kommt zu einer sowohl statischen als auch dynamischen Kompression des Rückenmarks von unten im Bereich zwischen dem dritten und siebten Halswirbel (C3-C7). Die Erkrankung tritt vor allem bei Jungtieren auf. Bislang ist ungeklärt, ob sie genetisch bedingt ist oder durch Fehlernährung oder Überlastung entsteht. Die Prognose ist ungünstig.&lt;br /&gt;
# Fehlbildung des Wirbelbogens oder der Gelenkfortsätze mit [[Hypertrophie]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Ligamentum flavum]]&amp;#039;&amp;#039;: Sie tritt vor allem bei der Deutschen Dogge zwischen C4 und C7 auf und führt zu einer Kompression von oben oder der Seite. Zur Hypertrophie des Bandes kommt es infolge der gesteigerten Beweglichkeit (Instabilität). Die Kompression ist vor allem statisch. Die Prognose ist gut bis unsicher.&lt;br /&gt;
# Chronisch-degenerative Bandscheibenerkrankung: Durch eine Bandscheibendegeneration und Hypertrophie des &amp;#039;&amp;#039;Anulus fibrosus&amp;#039;&amp;#039; kommt es bei älteren Tieren zu einem [[Bandscheibenvorfall]] und damit zu einer Kompression von unten, vor allem Bereich zwischen C5 und C7. Ursache ist eine Überlastung der Bandscheibe durch übermäßige Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Die Kompression kann statisch oder dynamisch sein. Die Prognose ist gut.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;„Vertebral Tipping“&amp;#039;&amp;#039;: Fehlstellung des Wirbelkörpers in Form einer Rotation nach oben, vor allem zwischen C5 und C7. Diese Form kommt vor allem bei älteren Dobermännern vor und wird durch eine fehlende Passgenauigkeit der Gelenkflächen hervorgerufen. Die vordere Gelenkfläche ist im unteren Bereich nach hinten abgeschrägt und passt somit nicht zur hinteren des vorangehenden Wirbels. Die Kompression ist dynamischer Natur, die Prognose ist gut.&lt;br /&gt;
# Uhrglaskompression: Die Uhrglaskompression ist eine Kombination der vorherigen Bilder und tritt vor allem bei jüngeren Doggen auf. Diese komplexe Fehlbildung führt zu einer Kompression von allen Seiten zwischen C2 und C7 und hat eine ungünstige Prognose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klinisches Bild ===&lt;br /&gt;
Entsprechend der zahlreichen Ursachen und damit unterschiedlichen Lokalisation ist das klinische Bild sehr variabel. Von Bedeutung ist darüber hinaus, ob die weiße Substanz des Rückenmarks eher im Bereich des Hinterstrangs (sensible Bahnen) oder Ventrolateralstrangs (absteigende motorische Bahnen) auftritt. Die Ataxie entwickelt sich zumeist allmählich und tritt an den hinteren Extremitäten eher zutage als an den vorderen. Der schleichende Verlauf führt oft dazu, dass der Hundebesitzer die Erkrankung lange Zeit nicht ernst nimmt. Lediglich in 15 % der Fälle tritt ein Wobbler-Syndrom schlagartig in Form einer [[Paraplegie|Para-]] oder [[Tetraplegie]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufigstes Bild sind Gangstörungen. Der Gang ist unsicher, und beim Vorführen werden die Pfoten meist über den Boden gestrichen, was zu einer verstärkten Abnutzung der [[Kralle]]n führt. Die Tiere stehen häufig breitbeinig da. Im weiteren Verlauf können Schwierigkeiten beim Aufstehen auftreten. Das Laufen im Kreis oder das Ausführen von Wendungen macht die Bewegungsstörung meist deutlicher. Vor allem bei schnellerer Gangart kann die Schrittlänge der Vordergliedmaßen übertrieben vergrößert sein. Das Bewusstsein ist hier –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu [[Differentialdiagnose|differentialdiagnostisch]] relevanten, entzündlichen Prozessen ([[Enzephalitis]], [[Meningitis]])&amp;amp;nbsp;– ungestört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schmerzhaftigkeit des Halsbereichs ist auch bei Beugung und Streckung des Halses bei der Untersuchung nicht immer vorhanden. Die betroffenen Hunde bewegen jedoch den Halsbereich meist nur unwillig von selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;G. D. Lewis: &amp;#039;&amp;#039;Cervical spondylomyelopathie (wobbler syndrome) in the dog. A study based on 224 cases.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Small Anim. Pract.&amp;#039;&amp;#039;, 1999, 30, S. 657–665.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr selten kann jedoch Schmerz im Halsbereich das einzige Symptom sein und neurologische Ausfälle fehlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnostik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neurologische Untersuchung ====&lt;br /&gt;
Zunächst werden die [[Haltungs- und Stellungsreaktionen]] ([[Schubkarrenprobe]], [[Unterstützungsreaktion]], [[Hüpfreaktion]], [[Aufrichtungsreaktion]], [[Tischkantenprobe]], [[Korrekturreaktion]]) geprüft. Die Reaktionen sind zumeist herabgesetzt oder verzögert, können aber bei milder Ausprägung auch physiologisch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reflex]]e der Hintergliedmaße sind infolge des Ausfalls der hemmenden [[Interneuron]]e des [[Motoneuron|oberen Motoneurons]] zumeist gesteigert (&amp;#039;&amp;#039;Hyperreflexie&amp;#039;&amp;#039;), bei einer beginnenden Muskel[[atrophie]] kann dies maskiert sein. Typisch ist ein gekreuzter [[Extensor-Flexor-Reflex]]. An den Vordergliedmaßen sind die Reflexe bei Schädigung der Halsschwellung (&amp;#039;&amp;#039;Intumescencia cervicalis&amp;#039;&amp;#039;) des Rückenmarks vermindert ([[Hyporeflexie]]) oder fehlen ganz ([[Areflexie]]). In Einzelfällen kann eine [[Spastizität]] auftreten, da die Nervenbahnen für die [[Extensor|Streckmuskeln]] weniger betroffen sind als die der [[Flexor|Beugemuskeln]]. Die Körperreflexe ([[Pannikulusreflex]], Vulva- bzw. Bulbourethralreflex und [[Perianalreflex]]) sind physiologisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaggy&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Röntgen ====&lt;br /&gt;
Die [[Röntgen]]diagnostik ist für die Diagnosestellung unverzichtbar. Da der Patient hier optimal gelagert werden muss, ist sie bei Hunden praktisch nur unter einer Kurz[[narkose]] sinnvoll durchführbar.&amp;lt;ref&amp;gt;J. K. Kealy: &amp;#039;&amp;#039;Röntgendiagnostik bei Hund und Katze&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Enke Verlag, Stuttgart 1991, S. 435–473.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufnahmen werden im seitlichen und ventrodorsalen (von der Halsunterseite her) Strahlengang in Normalstellung sowie bei gebeugtem Hals durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röntgenaufnahmen ohne Kontrastmittel („Nativaufnahmen“) sind meist nur von begrenztem Aussagewert. Allenfalls das &amp;#039;&amp;#039;„vertebral tipping“&amp;#039;&amp;#039;, Stufenbildungen oder Keilwirbel lassen sich sicher diagnostizieren. Lewis&amp;lt;ref&amp;gt;G. D. Lewis: &amp;#039;&amp;#039;Radiological assessment of the cervical spine of the Dobermann with reference to cervical spondylomyelopathy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Small Anim. Pract.&amp;#039;&amp;#039;, 32/1991, S. 75–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; schlug vor, die Größe zwischen Ein- und Ausgang des Wirbelkanals eines Wirbels zu vergleichen. Eine Größendifferenz von mehr als 3 mm spricht bei einem Dobermann für das Vorliegen einer zervikalen Malformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Nativaufnahmen nur eine geringe diagnostische Sicherheit haben, müssen Röntgenaufnahmen mit Kontrastmittel ([[Myelografie]]) folgen, die nur unter Narkose angefertigt werden können. Nach Gabe des Kontrastmittels werden Normal- und [[Stressaufnahme]]n (stark gebeugter und überstreckter Hals, Längszug) durchgeführt. Mit der Myelografie lassen sich Verengungen des Wirbelkanals relativ sicher nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== CT und MRT ====&lt;br /&gt;
Eine [[Computertomographie]] (CT) kann in unsicheren Fällen die diagnostische Sicherheit erhöhen. Es kann die gesamte Wirbelsäule in kurzer Zeit dargestellt werden und ermöglicht eine dreidimensionale Abklärung der Wirbel. Es kann ebenfalls mit Kontrastmittelgabe (CT-Myelografie) gearbeitet, eventuelle Veränderungen im Halswirbelbereich lassen sich damit relativ sicher diagnostizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;N. J. H. Sharp u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Computed tomography in the evaluation of caudal cervical spondylomyelopathie of the Dobermann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vet. Radiol. Ultrasound.&amp;#039;&amp;#039;, 36/1995, S. 100–108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Limitierende Faktoren sind die Kosten und die notwendige Vollnarkose oder tiefe Sedation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels [[Magnetresonanztomographie]] (MRT) lassen sich statische Kompressionen gut darstellen. Dynamische Verengungen können bislang nur anhand von sekundären Veränderungen erkannt werden. Dennoch ist die MRT das sicherste bildgebende Verfahren zur Diagnostik von zervikalen Malformationen.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Lipsitz u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Magnetic resonance imaging features of cervical stenotic myelopathy in 21 dogs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vet. Radiol. Ultrasound.&amp;#039;&amp;#039;, 42/2001, S. 20–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptprobleme sind auch hier die Notwendigkeit einer Vollnarkose und die hohen Kosten. Magnetresonanztomographen sind mittlerweile in vielen Tierkliniken vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Therapie ===&lt;br /&gt;
==== Operative Therapie ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei prinzipielle Operationsmethoden: Dekompression und Stabilisierung der betroffenen Wirbelsegmente, die je nach Fall auch kombiniert werden können. Für die Wahl der richtigen Therapie ist eine exakte Diagnose unabdingbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Standardverfahren bei Bandscheibenvorfällen ist der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;ventral slot&amp;#039;&amp;#039;. Hierbei wird von der Unterseite des Halses zur Bandscheibe vorgegangen, die Unterseite des &amp;#039;&amp;#039;Anulus fibrosus&amp;#039;&amp;#039; der Bandscheibe entfernt, ein Loch in den Wirbelkörper gefräst und das vorgefallene Bandscheibenmaterial entfernt. Bei mehr seitlich und weiter rückenwärts lokalisiertem Bandscheibenvorfall ist die (dorsale) [[Laminektomie]] Standardmethode. Hierbei wird der Wirbelbogen (also das Dach des Wirbelkanals) des verengten Bereichs entfernt, so dass das Rückenmark einer Kompression von unten nach oben ausweichen kann. Dieser Eingriff ist deutlich schwieriger und riskanter als der &amp;#039;&amp;#039;ventral slot&amp;#039;&amp;#039;, eine eventuelle Verletzung der [[Arteria vertebralis|Wirbelarterie]] kann zum Verbluten führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stabilisierende Verfahren haben das Ziel, die übermäßige Beweglichkeit der Wirbel zueinander zu beseitigen. Hierzu können die Dornfortsätze (&amp;#039;&amp;#039;Processus spinosi&amp;#039;&amp;#039;) mit einer Metallplatte verbunden werden, die Gelenkfortsätze (&amp;#039;&amp;#039;Processus articulares&amp;#039;&amp;#039;) miteinander verschraubt oder verdrahtet werden (zumeist mit einem &amp;#039;&amp;#039;ventral slot&amp;#039;&amp;#039; kombiniert) oder die Wirbelkörper durch Kortikalisschrauben, eine Platte oder durch Steinmannägel und [[Polymethylmethacrylat]] verbunden werden. Das Einsetzen eines autologen (vom gleichen Tier meist aus dem [[Darmbein]] entnommenen) Knochen[[transplantat]]s nach [[Distraktion]] der Wirbelsäule kann ebenfalls zur Stabilisierung angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Therapie ====&lt;br /&gt;
Das Wobbler-Syndrom gilt zwar prinzipiell als chirurgisch zu behandeln. Da aber auch der chirurgische Eingriff mit Risiken verbunden ist, kann bei milden Formen und stabilen Verläufen ohne deutliche Verschlechterung des Zustands eine konservative Therapie ausreichend sein. Sie umfasst eine strikte Ruhigstellung des Hundes (kurze Spaziergänge, Leinenzwang, Unterbinden von Spielen und Sprüngen, Verwendung eines Brustgeschirrs). Bei jungen Hunden ist eine Überprüfung der Futterzusammensetzung (Calcium) sinnvoll. Bei akuten Schmerzen können analgetisch wirkende [[NSAID|nichtsteroidale Antiphlogistika]] eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;C. W. Betts: &amp;#039;&amp;#039;Eine Übersicht über die zervicale Spondylopathie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintierpraxis&amp;#039;&amp;#039;, 27/1982, S. 255–260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wobbler-Syndrom beim Pferd ==&lt;br /&gt;
=== Krankheitsentstehung ===&lt;br /&gt;
Beim Pferd kommen drei verschiedene Ursachenkomplexe für die Entstehung eines Wobbler-Syndroms in Frage:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietz&amp;quot;&amp;gt;O. Dietz u. a.:&amp;#039;&amp;#039; Krankheiten des Nervensystems.&amp;#039;&amp;#039; In: Olof Dietz, Bernhard Huskamp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Pferdepraxis.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Enke Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-432-29262-7, S. 623–650.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Juveniles Wobbler-Syndrom: Diese häufigste Form tritt bei Fohlen und Jährlingen auf und stellt eine Störung der Reifung der [[Apophyse]]n der [[Halswirbel]]körper dar, die mit [[Arthrose|arthrotischen]] Veränderungen der Wirbelgelenke einhergeht. Hinzu kommt meist ein Trauma, das durch Überschlagen des Pferdes bei stark gebeugtem Hals beim Herumtollen entsteht. Dabei wird der [[Band (Anatomie)|Bandapparat]] der Wirbelsäule gedehnt, und jede weitere Abwärtsbewegung des Halses führt zu einem Verrutschen im betroffenen Wirbelbereich ([[Luxation]]) und zur Quetschung des Rückenmarks. So kommt es zunächst zu einer [[Myelitis|Entzündung des Rückenmarks]], später zu einer [[Degeneration]]. Meist sind zuerst die für die [[Propriozeption]] zuständigen Leitungsbahnen (Seiten- und [[Lemniskales System|Hinterstrangbahn]]) betroffen, später evtl. auch die motorischen Bahnen.&lt;br /&gt;
# [[Bandscheibenvorfall]]: Bei älteren Pferden sind es vor allem Bandscheibenvorfälle oder raumfordernde Prozesse, die zu einer Rückenmarksschädigung führen.&lt;br /&gt;
# [[Infektion]]en: Einige [[Viruserkrankung]]en, vor allem die [[Herpesvirusinfektion des Pferdes|Herpesvirusinfektionen mit EHV-1 und EHV-4]], können eine Entzündung des Rückenmarks und so ein Wobbler-Syndrom hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klinisches Bild und Diagnostik ===&lt;br /&gt;
Pferde mit einem Wobbler-Syndrom entwickeln allmählich einen schlechteren, unsicheren Gang, der vor allem beim Führen mit abrupten Wendungen deutlich wird. Bei einer Rechtswendung knicken die Tiere häufig im linken [[Sprunggelenk]] ein. Im Schritt oder Trab werden die Beine ruckartig vorgeführt und plötzliches Anhalten bereitet Schwierigkeiten. Vor allem das Rückwärtstreten ist stark beeinträchtigt und kann zum Rückwärtsüberschlagen führen. Werden die Vorder- oder Hinterbeine überkreuzt, ist das Zurückstellen in die Normalposition verzögert ([[Korrekturreaktion]]). Besonders deutlich treten die Bewegungsstörungen zutage, wenn dem Pferd die Augen verbunden werden, da die Bewegungen dann vollständig von der gestörten Propriozeption abhängen und nicht durch den [[Visuelle Wahrnehmung|Gesichtssinn]] korrigiert werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietz&amp;quot; /&amp;gt; Daneben können teilweise auch Beeinträchtigungen des Gangbildes beim Führen über Bodenerhebungen festgestellt werden, welche mit der Veränderung der Halshaltung des Tieres in dieser Situation in Zusammenhang steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Diagnose]] wird durch den Tierarzt anhand einer [[Röntgen]]untersuchung der Halswirbelsäule gestellt. Herpesvirus-Infektionen manifestieren sich beim Pferd eher als Erkrankung der Luftwege oder in [[Fehlgeburt]]en, nur selten als Rückenmarkserkrankung ([[Herpes (Pferd)#Paralytisches Syndrom|&amp;#039;&amp;#039;Paralytisches Syndrom&amp;#039;&amp;#039;]]), und kommen daher nur selten als Auslöser eines Wobblers in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei großen Pferden ist eine radiologische Untersuchung mittels CT oder MRT entweder gar nicht möglich oder nur sehr begrenzt verfügbar. Aus diesem Grund ist eine [[Myelographie]] (konventionelle Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel im Rückenmarkskanal) der Halswirbelsäule eines Pferdes eine Alternative. Auf diese Weise kann eine Wirbelkanalverengung als Ursache einer Ataxie beim Pferd relativ sicher ausgeschlossen werden. Die Punktion des Rückenmarkskanales im Bereich der Halswirbelsäule ist aufgrund der Nähe der Medulla oblongata und einer erheblichen Verletzungsgefahr bei Fehlpunktionen vor allem ultraschall-gesteuert sinnvoll.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Audigie, J. Tapprest, D. Didierlaurent, J. M. Denoix: &amp;#039;&amp;#039;Ultrasound-guided atlanto-occipital puncture for myelography in the horse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vet Radiol Ultrasound.&amp;#039;&amp;#039;, Juli–August 2004, 45(4), S. 340–344. PMID 15373262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Therapie ===&lt;br /&gt;
Die Behandlung des Wobbler-Syndroms kann medikamentös oder chirurgisch erfolgen. Medikamentös kann eine Langzeitgabe von [[Glukokortikoide]]n, eventuell in Kombination mit [[Anabolika]], [[Selen]], [[Vitamin E]] und [[Cobalt]] versucht werden. Chirurgisch kann die betroffene instabile Wirbelverbindung mit Schrauben versteift werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussagen zur Prognose können nur mit Zurückhaltung getroffen werden. Die juvenile Form kann in leichteren Fällen vollständig ausheilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Wobbler disease|Wobbler-Syndrom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|17. September 2006|21567379}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologische Erkrankung des Hundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferdekrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rückenmark]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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