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	<title>Wo Sarazen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T03:31:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wo_Sarazen&amp;diff=2711349&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Roehrensee: genealogische Zeichen wieder entfernt</title>
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		<updated>2025-07-11T16:17:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;genealogische Zeichen wieder entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wo Sarazen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[8. August]] [[1923]] in [[Hof (Saale)|Hof]] als &amp;#039;&amp;#039;Werner Maria Baumann&amp;#039;&amp;#039;; gestorben am [[27. März]] [[2020]] in [[Bayreuth]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;TA&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://trauer.kurier.de/traueranzeige/werner-baumann |titel=Traueranzeige Werner Baumann |werk=Nordbayerischer Kurier |abruf=2020-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein in Bayreuth lebender deutscher Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine ersten vier Lebensjahre verbrachte Baumann in Edlendorf bei [[Helmbrechts]]. Dort überlebte er unverletzt einen Unfall, bei dem ihn zwei wildgewordene Pferde samt [[Fuhrwerk]] überrannten. Bald darauf zog er mit seinen Eltern nach Bayreuth. Seine Mutter verstarb früh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam er 1944 als Soldat nach [[El-Alamein]] in [[Ägypten]] und weiter bis 90&amp;amp;nbsp;Kilometer vor Kairo. Seinen späteren Künstlernamen leitete er von den einst dort lebenden [[Sarazenen]] ab. Am 14.&amp;amp;nbsp;Mai 1944 wurde er in Italien durch ein Geschoss am Bein verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kurier.de/inhalt.der-bayreuther-k-uuml-nstler-wo-sarazen-verwandelt-f-uuml-r-die-dauer-der-festspielzeit-sein-haus-in-eine-galerie-was-bedeutet-das-eigentlich.e01a255a-8994-43ae-bd47-6227a5fa6fc0.html &amp;#039;&amp;#039;„Was bedeutet das eigentlich?“&amp;#039;&amp;#039;] in: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 9. August 2012, abgerufen am 6. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete er u. a. als [[Hausierer]], Gärtner und Geschäftsführer in einem [[Varieté]]. 1949 bekam er einen Dichterpreis. Auf den Wunsch seines Vaters unterzog er sich in [[Ansbach]] einer Eignungsprüfung als Polizist und wurde als ungeeignet abgelehnt. Er wurde [[Buchhändler]], gründete einen [[Verlag]] und brachte 1951 einen ersten Bayreuther Bildband heraus. 1964 eröffnete er ein Antiquitätengeschäft und 1976 mit seiner zweiten Frau unter deren Mädchennamen das Kunstauktionshaus Waltraud Boltz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Sarazen, der sich selbst als weltberühmt bezeichnete,&amp;lt;ref name=&amp;quot;BC1992/155&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Stephan-H. Fuchs|Titel=Bayreuth Chronik 1992|Auflage=1.|Verlag=Gondrom|Ort=Bindlach|Jahr=1992|ISBN=3-8112-0793-8|Seiten=155}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte über sich: „Es gibt keine Außerirdischen. Ich bin ein Außerirdischer.“ Er verstarb im Alter von 96 Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;NK200403&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Das Leben ist ja nur ein Traum“&amp;#039;&amp;#039; in: Nordbayerischer Kurier vom 3. April 2020, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Zeit der [[COVID-19-Pandemie]] und wurde in aller Stille beigesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Im Bayreuther Stadtteil [[St. Georgen (Bayreuth)|Sankt Georgen]] existieren umfangreiche stollenartige Kellergewölbe, die von den früher dort ansässigen Brauern im 18.&amp;amp;nbsp;und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zur Lagerung des untergärigen Biers in den Burgsandstein gegraben wurden. In einem Teil dieser Stollenanlage hatte Wo Sarazen sein „Kellerkunstmuseum“ eingerichtet, in dem er eigene Werke ausstellte. Beim Kellerkunstmuseum handelt es sich folglich weniger um ein Museum im herkömmlichen Sinn als vielmehr um eine Art Galerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnet wurde diese „Grotte des Zauberers“, die der Künstler als „ein Geisterreich“ bezeichnete,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vor 25 Jahren: Wo Sarazen eröffnete Kellermuseum&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Nordbayerischer Kurier&amp;#039;&amp;#039; vom 1. August 2016, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; am 8.&amp;amp;nbsp;August 1991. Begehbar ist sie von seinem „Haus der Kunst und der Begegnung“ in der Brandenburger Straße aus. Die weitverzweigten unterirdischen Gänge sind über mehrere Stockwerke verteilt. Während eines Besuchs war es möglich, dass der Künstler selbst Teil einer Performance wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Stephan-H. Fuchs|Titel=Bayreuth Chronik 1991|Auflage=1.|Verlag=Gondrom|Ort=Bindlach|Jahr=1991|ISBN=3-8112-0782-2|Seiten=142}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ausgestellten Objekte tragen teilweise skurril anmutende Namen wie &amp;#039;&amp;#039;Jungfrau mit drei Buchstaben im Kopf&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Einsteins Hirn&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Vorarbeiten für ein Popkonzert [[Michael Jackson]]s im [[Hans-Walter-Wild-Stadion|Stadion]] der Stadt äußerte Wo Sarazen „Fluchtwege führen immer in die Sackgasse“ und schuf aus diesem Anlass ein Objekt mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Fluchtwege&amp;#039;&amp;#039;. Zahlreiche mit scharfen Glasscherben markierte Wege führen in eine Mausefalle aus Draht. Das erklärte Ziel Bayreuths, der [[Freiluftkonzert|Open-Air-Veranstaltungsort]] in Nordbayern schlechthin zu werden, nannte er in diesem Zusammenhang einen „Verrat an [[Richard Wagner]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BC1992/155&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem Kellerkunstmuseum äußerte sich Wo Sarazen wie folgt: „Im Gegensatz zu anderen Museen wird bei uns das Inventar weder gehegt noch gepflegt. Dem natürlichen Verfall – begünstigt durch die Feuchtigkeit der Gewölbe – wird in keiner Weise Einhalt geboten.“ Zu seinen Objekten sagte er: „Es sind vielfach esoterische Rätsel. ... Wer sie ergründen will, muss tief in sich hineinhorchen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus ist ein Spielzeugmuseum untergebracht, ferner befindet sich dort ein Konzertsaal mit einem [[Ignaz Bösendorfer|Bösendorfer]]-Konzertflügel. Dort werden während der [[Bayreuther Festspiele]] Liederabende und Jazz- und Klavierkonzerte mit namhaften Künstlern veranstaltet. Im „Cabinet de fleurs“ finden im kleinen Kreis Dichterlesungen und Diskussionsabende statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wird zudem von seiner Frau als Kunstauktionshaus genutzt. Anlässlich der Versteigerung von Stofftieren „Schmusetiere unterm Hammer“ brachte Wo Sarazen im Mai 1992 einen ausgewachsenen [[Grizzlybär]]en ohne Maulkorb&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan-H. Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Bayreuth Chronik 1992&amp;#039;&amp;#039;, S. 88 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Saal und regte an, in Bayreuth einen Weltkongress der Teddybärensammler zu organisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Rabenstein, Ronald Werner: &amp;#039;&amp;#039;St. Georgen – Bilder und Geschichte(n)&amp;#039;&amp;#039;, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang provozierte und verblüffte er mit seiner überbordenden Fantasie, seinen skurrilen Einfällen und seinen verstörenden Aktionen seine Mitbürger. Er konfrontierte sie mit seinem Verrottungsmuseum, inszenierte sich als Außerirdischer oder als Pharao in einem Sarg. Über seinen Wohnort äußerte Wo Sarazen 2009 in einem Interview: „Bayreuth ist für mich der traurigste und unmöglichste Ort der Welt, weil Wagner für alle Zeit die kreativen Kräfte aufgesogen und abgezogen hat.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;NK200403&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2006 Kulturpreis der Stadt Bayreuth – das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro nahm er nicht an&amp;lt;ref name=&amp;quot;NK200403&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Rabenstein, Ronald Werner: &amp;#039;&amp;#039;St. Georgen – Bilder und Geschichte(n)&amp;#039;&amp;#039;, Druckhaus Bayreuth, 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.wosarazen.de/ Eigene Website des Künstlers]&lt;br /&gt;
* [https://www.kurier.de/inhalt.der-bayreuther-k-uuml-nstler-wo-sarazen-verwandelt-f-uuml-r-die-dauer-der-festspielzeit-sein-haus-in-eine-galerie-was-bedeutet-das-eigentlich.e01a255a-8994-43ae-bd47-6227a5fa6fc0.html &amp;#039;&amp;#039;„Was bedeutet das eigentlich?“&amp;#039;&amp;#039;] Porträt im Nordbayerischen Kurier vom 9. August 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.bayreuth-bilder.de/Bilder-Allgemein/Wo-Sarazen-April-2017/ Wo Sarazen April 2017] (Bilder und Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134056558|VIAF=50433702}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sarazen, Wo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Objektkünstler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Bayreuth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sarazen, Wo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baumann, Werner Maria (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hof (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. März 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bayreuth]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roehrensee</name></author>
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